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Zum Groll – Kultivierung ernsthaft prüfen, jeglichen Groll beseitigen, Raumfeld reinigen

10. April 2021 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) In letzter Zeit wurde ich von heftigem Groll geplagt. Ich erkannte, dass ich einige Zeit damit verbringen sollte, in Ruhe die Schriften von Falun Dafa zu lesen und nach innen zu schauen. Es war an der Zeit, meine Kultivierung ernsthaft zu prüfen.

Das Fa auswendig lernen

Ich begann, das Zhuan Falun (Hauptwerk von Falun Dafa) auswendig zu lernen, Wort für Wort. Trotz der starken Störungen durch Gedankenkarma [1] beschloss ich, das Buch bis zum Ende auswendig zu lernen. Ich suchte auch in den anderen Fa-Erklärungen von Meister Li Hongzhi (dem Begründer von Falun Dafa), wo etwas über Groll stand, schrieb die Passagen, die für mein Problem am wichtigsten waren, von Hand ab und lernte sie auswendig.

Dabei störten mich die schlechten und entarteten Substanzen in meinem Kopf immer wieder. Doch ich ließ mich von ihnen nicht abhalten und lernte das Fa weiter auswendig. Mir war klar, dass allein schon durch meine ständige Anstrengung die schlechten Substanzen beseitigt wurden.

Manchmal brauchte ich einen ganzen Tag, um einen kurzen Abschnitt des Fa auswendig zu lernen, konnte mich danach aber immer noch nicht gut daran erinnern. Dann versuchte ich es am nächsten Tag erneut. Dabei konnte ich ganz stark spüren, wie sich mein Groll dagegen wehrte, beseitigt zu werden.

Mit zunehmender Anstrengung wurde mein Geist klarer und mein Feld heller. Es fiel mir nicht mehr so schwer, das Fa auswendig zu lernen.

Beim Auswendiglernen machte ich erst weiter, wenn ich jedes Wort des vorherigen Absatzes aus dem Gedächtnis abrufen konnte. Wenn ich Schwierigkeiten hatte, mich an einen Abschnitt zu erinnern, wiederholte ich ihn immer wieder und die Grundsätze des Dafa offenbarten mir jedes Mal ein höheres Verständnis. Das Gefühl der Erhöhung bei der Kultivierung ist so schön, dass ich es nicht in Worte fassen kann.

Nach innen schauen

Ich schaute immer wieder nach innen, um meine Unzulänglichkeiten zu erkennen und zu beseitigen. Ich sagte mir, dass ich jede Minute und jede Sekunde wertschätzen müsse. Jedes Mal, wenn ich in der Vergangenheit mit jemandem in Konflikt geriet, wusste ich, dass Meister Li mich auf mein Problem hinwies. Ich verstand, dass alles in Wirklichkeit eine Prüfung war, die der Meister arrangierte, weil er mein Herz für die Erhöhung in der Kultivierung gesehen hatte.

Ich merkte, dass hinter meinem Groll Gefühle steckten, die von meinem Ego stammten, an dem ich so sehr festhielt. Ich fragte mich, warum es so lange gedauert hatte, bis ich dieses Prinzip verstand und die Verbindung zwischen diesen Anhaftungen sah.

Im Stillen sagte ich zum Meister: „Lieber Meister, es tut mir leid, dass Sie sich ständig um mich sorgen müssen.“

Sobald ich meine Anhaftung gefunden hatte, spürte ich, wie meine ganze Welt aufleuchtete und sich ausdehnte. Wenn ich an die Menschen oder Dinge dachte, die mich verärgert hatten, spürte ich, dass sie sehr weit von mir entfernt waren. Ich hegte keinen Groll mehr gegen sie, sondern nur noch Nachsicht. Ich erkannte, dass ich den Erwartungen des Meisters und der Lebewesen nicht gerecht geworden war, indem ich Groll gegen Menschen hegte, die mich verärgert hatten.

Alle Lebewesen sind wegen des Dafa (des Großen Gesetzes) gekommen. Sie haben sich in der Illusion und dem Leiden der Welt abgemüht, doch ich habe ihnen nicht geholfen, sondern sie oft verachtet. Als ich nun wieder an sie dachte, erschienen vor meinem geistigen Auge nicht mehr ihre traurigen Gesichter oder ihr Stirnrunzeln, sondern ein erwartungsvolles Lächeln. Sie warten darauf, dass ich bei der Kultivierung nach oben steige und sie über die wahren Umstände von Falun Dafa und die Verfolgung von Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas aufkläre.

Lange Zeit hatte ich ständige Konflikte mit meiner Mutter, die auch Praktizierende ist. Durch das Nach-innen-Schauen erkannte ich endlich, wie wertvoll meine Mutter als Mitpraktizierende ist. Alles, was sie tat, war wie ein Spiegel, der meine eigenen Probleme widerspiegelte. Doch ich hatte mich auf ihre Probleme fixiert und so viele Gelegenheiten verpasst, mich zu kultivieren.

Der Meister hat uns immer wieder aufgefordert, das Fa zu lernen, nach innen zu schauen und jeden einzelnen Gedanken an den Fa-Grundsätzen Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu messen. Ich hatte gedacht, dass ich diese drei Dinge gut machte, aber jetzt merke ich, wie weit ich von den Anforderungen des Fa entfernt bin. Nur wenn wir uns wirklich gut kultivieren, wird uns die allmächtige Kraft und Schönheit des Fa offenbart.

Meine Mutter empfahl mir den Artikel eines Mitpraktizierenden über Selbstsucht und Ego. Worüber der Praktizierende berichtete, war genau das, was ich wegkultivieren musste. Nachdem ich den Artikel gelesen hatte, erkannte ich, dass ich schon so lange in meinem Egoismus gefangen gewesen und in der Kultivierung nicht weitergekommen war.

Von jetzt an bin ich entschlossen, meine Anhaftung loszulassen und mich fleißig zu kultivieren. Ich wurde an das heilige Versprechen erinnert, das ich dem Meister gegeben hatte, bevor ich in diese Welt kam. Die Lebewesen warten sorgenvoll darauf, dass ich sie aufrüttele. Nur wenn ich mich selbst und meine Anhaftungen loslasse, werde ich in der Lage sein, das zu tun.

Wenn ich jetzt die Übungen mache und aufrichtige Gedanken aussende, spüre ich, wie schlechte Energie aus meinem Körper kommt. Ich weiß, dass der Meister die Substanz des Grolls, die sich so lange in meinem Körper angesammelt hatte, auflöst. Danke, Meister!

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis des Autors dar und dient dem Verständnisaustausch.


[1] Alte Vorstellungen und Gedanken, die man nur sehr schwer loslassen kann, sodass sie ein „Eigenleben“ entwickeln.