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Eine Frage der Moral – Texas Medien berichten über Resolution SCR3 gegen Chinas Organraub

27. Juni 2021 |   Von Lin Xinyuan, Minghui-Korrespondent

(Minghui.org) Im Juni haben mehrere Zeitungen im US-Bundesstaat Texas über die „Gemeinsame Resolution 3“ (SCR3) berichtet – ein Gesetz, das „die chinesische Methode der unfreiwilligen Organentnahme verurteilt“. Am 15. April war die Resolution vom Senat Texas einstimmig verabschiedet worden und einen Monat später, am 20. Mai, im Repräsentantenhaus einstimmig beschlossen worden. Der Gouverneur Greg Abbott unterzeichnete es am 7. Juni 2021.

„Seit mehr als zwei Jahrzehnten betreibt das chinesische Regime die abscheuliche Praxis der gewaltsamen Entnahme menschlicher Organe zum Zwecke der Transplantation“, heißt es in der Resolution, in der zahlreiche Beweise für den Organraub aufgelistet sind.

Die größte Zeitung in Dallas, The Dallas Morning News, berichtete am 1. Juni über die Verabschiedung des Gesetzes. Unter Berufung auf Informationen aus internationalen Medien heißt es in dem Artikel, dass die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) an Hunderttausenden Gefangenen Organentnahmen vornehmen lässt. Hauptzielgruppe seien Falun-Dafa-Praktizierende.

Die größte Zeitung in Brazoria County, The Facts, veröffentlichte einen Brief der Anwohnerin Jiang, die sich bei den Abgeordneten für dieses Gesetzes bedankte. Nach Angaben von Donate Life Texas, dem einzigen offiziellen Organ- und Gewebespenderegister im Bundesstaat, sind etwa 60 Prozent der Einwohner von Brazoria County als Organspender registriert. Dennoch dauert es mehrere Jahre, bis eine passende Niere oder Leber gefunden wird. In China sind weniger als 0,02 Prozent der Bevölkerung für Organspenden registriert. Allerdings können dort Organe in nur zwei Wochen beschafft werden. Ermittler fanden heraus, dass Gefangene aus Gewissensgründen in China wegen ihrer Organe ermordet werden, darunter insbesondere Falun-Dafa-Praktizierende.

Die Resolution kann dazu beitragen, dass noch mehr Menschen von diesen Verbrechen erfahren. Bevor die Leute zu einer Organtransplantation nach China reisen, sollten sie diese Hintergründe kennen und ihre Entscheidung für den Fall überdenken, dass die ihnen zugewiesenen Organe von unfreiwilligen Spendern stammen.

Im Großraum San Antonia veröffentliche die New Braunfels Herald-Zeitung am 19. Juni einen Brief von Frau Lamb. Sie lobte die Resolution, weil sie die Texaner über die Risiken einer Organtransplantation in China aufklärt. Erzwungene Organentnahme sei ein unmenschliches Verbrechen, schrieb die Leserin und bedankte sich bei den Abgeordneten für ihren Einsatz.

Im Großraum Houston veröffentlichte die Montgomery County Gazette am 20. Juni einen Leserbrief von Liu Jing. Sie hielt sich in China auf, als die KPCh mit der Unterdrückung der Falun-Dafa-Praktizierenden begann. Es gab massive Hasspropaganda gegen Falun Dafa, erinnerte sich Liu. Da sie keinen Zugang zu unabhängigen Nachrichten hatte, glaubte sie anfangs der verleumderischen Propaganda, bis sie 2004 in die Vereinigten Staaten zog. Ein chinesischer Freund berichtete ihr dann die Fakten über Falun Dafa und die Vorteile, die die Praktik mit sich bringt. Daraufhin begann auch sie, Falun Dafa zu praktizieren.

Durch ihre eigenen Erfahrungen weiß Liu, dass die Chinesen bis zum heutigen Tag von der KPCh getäuscht werden. Wenn die Öffentlichkeit die Brutalität und Lügen der KPCh kennen würde, würde die Unterdrückung beendet werden. Davon ist die Praktizierende überzeugt.

Ein Augenzeuge berichtet

Die Austin American-Statesman, die große Tageszeitung in Austin, veröffentlichte am 16. Juni einen Brief des Anwohners William Yu. Er dankte den Abgeordneten für das Gesetz mit den Worten: „Das Recht auf Behandlung durch Transplantation darf nicht gegen das Recht auf Leben eines anderen Menschen eingetauscht werden.“

Williams Vater, Yu Xinhui, war einer der Zeugen, der bei der Anhörung im Parlament ausgesagt hatte. Wegen des Praktizierens von Falun Dafa war Yu zu sechs Jahren Haft verurteilt und im Gefängnis gefoltert worden. „Während er dort war, wurde er körperlichen Untersuchungen und Bluttests unterzogen. Da er auch gefoltert wurde, dienten sie [die Untersuchungen] offensichtlich nicht der Gesundheit, sondern logischerweise dem Organabgleich“, schrieb William.

Vor dem Parlament sagte Yu aus, dass viele Gefangenen von der Organentnahme gewusst hätten. Die Wärter drohten sogar mit Organraub, wenn Häftlinge ihre Befehle missachteten. Ein Arzt im Gefängnis war aus derselben Stadt wie Yu. Auch er bestätigte den Organraub. Der Arzt erklärte in diesem Zusammenhang, dass Falun-Dafa-Praktizierende sehr gesund seien und ihre Organe sich daher am besten eignen würden. Die Organe anderer Insassen seien oft ungeeignet, weil sie Drogen oder Alkohol konsumiert hätten. Der Arzt deutete auch an, dass Yu die Organe entnommen würden, sollte er Falun Dafa nicht aufgeben – Organe wie Herz, Leber, Milz und die Lungen.

Yu stammte aus der Stadt Guangzhou in der Provinz Guangdong. Er begann 1994 damit, Falun Dafa zu praktizieren. Danach wurde er von einer schweren Magenkrankheit geheilt, die ihn viele Jahre geplagt hatte – und gewann neue Hoffnung für sein Leben.

Als die KPCh die Verfolgung von Falun Dafa begann, erzählte Yu den Menschen in seiner Umgebung von der Praktik. 2001 wurde er verhaftet und sechs Jahre lang ins Gefängnis Sihui in der Provinz Guangdong gesperrt, wo man ihn folterte, schlug und erniedrigte. Außerdem wurden auch gewaltsam unbekannte Medikamente gespritzt.

Yu berichtete, dass das Gefängnis jedes Jahr mehrere Häftlinge weggebracht habe – von einem Dutzend bis zu Dutzenden. Keiner wusste, wohin. Eines Tages im Jahr 2006 kamen um Mitternacht mehrere Fahrzeuge, darunter Busse, Militärfahrzeuge und Krankenwagen, zum Gefängnis. Viele bewaffnete Polizisten wiesen die Gefangenen an, mit dem Gesicht zur Wand im Bett liegen zu bleiben und nicht hinzusehen und nicht zu reden. Jeder, dessen Name aufgerufen wurde, musste mitgehen, ohne irgendwelche Habseligkeiten mitnehmen zu dürfen. „Jeder in der Zelle war verängstigt und verzweifelt“, erinnerte sich Yu. Aus seiner Zelle wurden drei Häftlinge aufgerufen. Er hörte auch, wie einige Insassen aus anderen Zellen weggebracht wurden. Ihre Sachen blieben zurück – sie kamen nie wieder.

Einstimmige Unterstützung der Resolution

Die Resolution beginnt mit einem Hinweis auf die Ergebnisse des unabhängigen China-Tribunals im Jahr 2019 hin und beschreibt den Transplantationstourismus in China. „Falun Gong, eine spirituelle Praxis, die auf den Werten Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basiert, [wurde] in den 1990er Jahren immens populär; im Juli 1999 startete die Kommunistische Partei Chinas eine intensive, landesweite Verfolgung, die darauf abzielte, die spirituelle Praxis auszurotten“, heißt es darin. „Freedom House berichtete 2015, dass Falun-Gong-Praktizierende die Hauptopfer der erzwungenen Organentnahme sind und einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, in der Haft zu sterben oder getötet zu werden.“

Darüber hinaus ist in dem Gesetz ein Zitat des ehemaligen Außenministers Mike Pompeo aufgenommen: „Wir fordern die Regierung der VR China auf, den abscheulichen Missbrauch und die Misshandlung von Falun-Gong-Praktizierenden sofort zu beenden, diejenigen freizulassen, die wegen ihres Glaubens inhaftiert sind, [...] und den Verbleib der vermissten Praktizierenden zu erklären. 21 Jahre Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden ist viel zu lang und muss beendet werden“, sagte Pompeo am 20. Juli 2020.

Weiter heißt es in der Resolution: „Die 87. Legislative des Staates Texas verurteilt hiermit Chinas Praxis der Zwangsorganentnahme aufs Schärfste.“ Außerdem ermutigt sie „die medizinische Gemeinschaft, die Texaner über die Risiken von Reisen nach China für Organtransplantationen aufzuklären, um zu verhindern, dass Einwohner von Texas unwissentlich in einen Mord in Form von erzwungener Organentnahme bei politischen Gefangenen verwickelt werden“.

Abschließend fordert das Parlament „den Kongress der Vereinigten Staaten und den Präsidenten der Vereinigten Staaten nachdrücklich auf, Gesetze zu verabschieden und Maßnahmen zu ergreifen, die die Zusammenarbeit zwischen US-amerikanischen medizinischen und pharmazeutischen Unternehmen und chinesischen Unternehmen, die mit der Zwangsentnahme von Organen in Verbindung gebracht werden, verbieten und die Einreise in die Vereinigten Staaten von Personen verbieten, die an der unethischen Entnahme von menschlichem Gewebe und Organen beteiligt waren, und die strafrechtliche Verfolgung solcher Personen vorsehen“.

Frühere Berichte:

Senat des US-Bundesstaates Texas verabschiedet Gemeinsame Resolution (SCR3) - Organraub der KP Chinas wird scharf verurteiltTexas, USA: Senat fordert mit Resolution von der US-Regierung strafrechtliche Verfolgung bei Beteiligung am Organraub


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.