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Als ich nach innen schaute, löste sich die Familienkrise meiner Tochter auf

28. Juni 2021 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in der Provinz Heilongjiang, China

(Minghui.org) Nach ihrem Schulabschluss fand meine Tochter eine Arbeit außerhalb der Stadt. Ich besuchte sie von Zeit zu Zeit.Gewöhnlich blieb ich ein oder zwei Monate bei ihr. Obwohl sie manchmal sogar weinend und bettelnd versuchte meinen Aufenthalt zu verlängern, fuhr ich wieder weg. Ich dachte, dass ich noch meine eigenen Dinge zu Hause zu erledigen hätte.

Vom Arbeitsstress überwältigt

Als meine Tochter zum zweiten Mal schwanger war, drängte sie mich wieder, zu ihr zu kommen. Ich hatte gerade ein neues Projekt zur Erklärung der wahren Umstände begonnen. Viele Mitpraktizierende verließen sich darauf mich, dass ich ihnen die Computersysteme installierte und ihre Geräte reparierte. Als Mutter war es jedoch auch meine Pflicht mich um meine Tochter zu kümmern, so ging ich zu ihr.

Der Zustand meiner Tochter war viel schlimmer, als ich angenommen hatte. Ihr Geburtstermin war nur noch zwei Monate entfernt, und sie war körperlich und geistig erschöpft. Weil sie am Rande eines Nervenzusammenbruchs war, weinte und schrie sie bei der kleinsten Unannehmlichkeit. Ihr Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter war nicht gut. Jene ermutigte sogar ihren Sohn, sich von meiner Tochter scheiden zu lassen. Das Gute daran war, dass das junge Paar eine gute Beziehung hatte und fest entschlossen war, sich nicht scheiden zu lassen.

Oberflächlich betrachtet, kümmerten sich die Schwiegereltern um meine Tochter. In Wirklichkeit säten sie jedoch Zwietracht und machten Ärger. Meine Tochter beschwerte sich bei mir und beschuldigte mich: „Du hast die Verfolgung provoziert, weil du Falun Dafa praktizierst. Das hat zum Tod meines Vaters geführt.“ Sie war voller Kummer und Groll mir gegenüber.

Ich war fassungslos. Mein Kultivierungszustand erreichte einen Tiefpunkt. Da ich schon viele Jahre Falun Dafa praktiziert hatte, war ich mir bewusst, dass diese Situation das Ergebnis meiner Anhaftungen war. Es gab noch viele Hindernisse, die ich überwinden musste. Ich war irritiert. Ich hatte nicht nur meine Kultivierungsumgebung verloren, sondern konnte auch mehrere Tage hintereinander nicht zur Ruhe kommen und das Fa nicht aufmerksam lernen. Zudem befand sich mein Körper in einem geschwächten Zustand.

Von der Lehre des Falun Dafa inspiriert

Der Meister lehrt uns:

„Früher habe ich gesagt, dass alles, was sich heute in der menschlichen Gesellschaft ereignet, im Grunde genommen durch das Herz der Dafa-Jünger verursacht worden ist.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz 2002 in Philadelphia in den USA, 30.11.2002)

Ich versuchte mich so gut es ging zu beruhigen und im Inneren zu suchen. Mir war dabei bewusst, dass der Meister auf mich aufpasste und mich ermahnte, meine Xinxing (Natur des Herzens) zu verbessern. Ich musste solide aufrichtige Gedanken bewahren, mich zusammenreißen, so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren und täglich die drei Dinge tun. Sofort riss ich mich zusammen und mein Körper kehrte zur Normalität zurück.

Tagsüber musste ich mich um mein Enkelkind kümmern, kochen, Lebensmittel einkaufen und viele weitere Aufgaben erledigen. Das alles beanspruchte sehr viel von meiner Zeit und Energie. Indem ich meine Schlafzeit einschränkte, konnte ich die drei Dinge tun. Egal was passierte, durfte ich nicht nachlassen. Ich war entschlossen, fleißig zu sein und die Hindernisse zu überwinden. Ich glaubte fest daran, dass Falun Dafa allmächtig ist. So nahm ich mir vor, das Fa auswendig zu lernen.

Zuerst begann ich Gedichte des Meisters aus dem Gedichtband Hong Yin V auswendig zu lernen. Da ich nicht viel Zeit hatte, rezitierte ich das Fa im Gehen, wenn ich im Bus saß und auch beim Einkaufen. Damit ich das Fa auswendig lernen konnte, trug ich ein spezielles Handy für das Fa-Lernen bei mir. Später stellte meine Tochter ein Kindermädchen ein, danach hatte ich wieder mehr Zeit für mich zur Verfügung.

Als ich Hong Yin V auswendig lernte, wurde mir plötzlich klar, dass ich diesen Band zum ersten Mal richtig lernte. Als der neue Gedichtband herauskam, war ich zu beschäftigt gewesen. Damals dachte ich: „Wenn sich die Situation etwas beruhigt hat, werde ich die Gedichte auswendig lernen.“ Dann vergaß ich es. Mein Übereifer, Dinge zu tun und zu zeigen, kam mir in die Quere. Es tat mir leid, dass ich den Meister im Stich gelassen hatte.

Als ich die neuen Gedichte zum ersten Mal rezitierte, spürte ich, dass ein großer Teil meiner schlechten Substanzen beseitigt wurde. Danach war mein Kultivierungszustand viel besser als vorher. Zudem spürte ich eine schnelle Erhöhung meiner Xinxing (Natur des Herzens). Die Gedichte halfen mir, viele meiner degenerierten modernen Anschauungen zu beseitigen, wie Atheismus und die Evolutionslehre, sowie das Gift der kommunistischen Parteikultur.

Meine verbesserte Kultivierung kommt auch meiner Tochter zugute

Gerade als ich den Eindruck hatte, einen schnellen Durchbruch bei der Kultivierung zu erzielen, verließ meine Tochter unerwartet ihre beneidenswerte Firma. Dort hatte sie ein großzügiges Gehalt bekommen. Nun plante sie ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Dafa arrangiert alles wunderbar. Aber warum? Bei ihrer früheren Arbeit musste sie den ganzen Tag viele entartete Dinge im Internet lesen. Ich war sehr dafür, dass sie ihre Arbeit aufgab. Das war für sie ein großer Durchbruch und eine Herausforderung.

Sie sagte zu mir: „Es gab eine große Kluft zwischen meinem bisherigen Arbeitsumfeld und dem wirklichen Leben. Es wird einige Zeit dauern, mich daran zu gewöhnen, zu einer normalen Lebenseinstellung zurückzukehren.“ Als ich die Gedichte auswendig lernte, wurde ich von der Parteikultur und den modernen Anschauungen und Vorstellungen gereinigt. Ich erkannte, dass auch meine Familie davon profitierte. Als mein Energiefeld gereinigt war, konnte meine Tochter ihre Arbeitsstelle aufgeben.

Meiner Tochter erklärte ich weiterhin die wahren Umstände über Falun Dafa und die Verfolgung. Dann bat ich sie, eine feierliche Erklärung zu schreiben, um sich beim Meister und Falun Dafa für ihre früheren respektlosen Bemerkungen zu entschuldigen. Sie war einverstanden. Als sie erfuhr, dass ihre Erklärung auf der Minghui-Website veröffentlicht worden war, lächelte sie. Der Gründungsprozess ihres Unternehmens verlief reibungslos. Ihr Einkommen war von Anfang an beachtlich und die finanzielle Situation der Familie verbesserte sich erheblich.

Das Gelübde einer Falun-Dafa-Schülerin erfüllen

Durch das Rezitieren des Fa wurde ich bewusster und vernünftiger. Ich erkannte meine Angebermentalität. Ausserdem hatte ich die Arbeit der Fa-Bestätigung als Kultivierung betrachtet. Das Erledigen von Dingen hatte ich dem Fa-Lernen vorgezogen. Was für ein Fehler war das!

Bei meiner Tochter schrieb ich von Hand Briefe zur Erklärung der wahren Umstände. Diese schickte ich dann an die Täter, die die Praktizierenden im ganzen Land verfolgten. Oft schrieb ich einen Brief pro Tag. Danach ging ich einmal pro Woche nach draußen, um sie zu verschicken. Gleichzeitig arbeitete ich auch mit lokalen Mitpraktizierenden zusammen an Projekten, welche die Verfolgung aufdeckten.

Als ich alle Gedichte aus Hong Yin V fertig auswendig gelernt hatte, lernte ich Über Dafa (das Vorwort des Zhuan Falun) auswendig und las das Zhuan Falun. Die meiste Zeit lernte ich das Fa auswendig, während ich beschäftigt war. Zum Beispiel wenn ich das Baby hielt oder im Bus unterwegs war. Ganz gleich, was ich tat, das Auswendiglernen machte mich stets froh und zufrieden.

Als ich bei meiner Tochter ankam, mussten ihre Schwiegereltern nach Hause gehen. Ganz verärgert warfen sie ihrem Sohn vor: „Du hast ein Kindermädchen und eine Großmutter, die uns vertreiben.“ Mehrmals erwähnte ich, dass ich nach Hause gehen müsse. Aber weder meine Tochter noch mein Schwiegersohn wollten, dass ich wegging. Denn wenn ich wegginge, würden seine Eltern zurückkommen und die Dinge wieder aufwühlen. Meine Tochter war untröstlich darüber, dass sie ihr Unrecht angetan hatten.

Ich hatte Mitleid mit meiner Tochter und dachte auch, dass es nicht fair war. Aber als eine Kultivierende wusste ich, dass ich die Dinge nicht mit den Maßstäben der gewöhnlichen Menschen messen sollte. „Sei nicht verärgert. Was sie auch immer wollen, gib ihnen dein Bestes,“ bat ich sie. Meine Tochter beruhigte sich. Als ihre Schwiegereltern von unserem Gespräch hörten, entschuldigten sie sich bei mir und meiner Tochter. Zudem änderte sich ihre Einstellung auch ganz stark.

Ich schaute weiter nach innen. Eines Tages spürte ich plötzlich, wie sich ein Fenster in meinem Herzen öffnete. Durch dieses Fenster sah ich deutlich, dass so viele meiner alten, hartnäckigenAnhaftungen hinter den Kulissen mit diesem mächtigen „Ego“ verbunden waren. Dadurch erkannte ich: „All die seelischen Kränkungen, die ich empfunden hatte, waren nicht mein wahres Ich, sondern vielmehr dieses selbstsüchtige und eigennützige Ego. Es hat sich offenbart, dass es mich beeinflusst und dazu gedrängt hat, nur Dinge zu tun und mich selbst zu bestätigen, aber nicht mich wirklich zu kultivieren. Es war so stark, dass es meinen Verstand kontrolliert hatte. Alle Arten von Gefühlen der Ungerechtigkeit, des Schmerzes und der Empörung, die ich empfunden hatte, wurden von diesem mächtigen „Ego“ gesteuert.“

Von diesem Tag an spürte ich, wie meine hartnäckigen Anhaftungen immer leichter wurden. Ich fühlte mich wie ein neugeborener Mensch. Wann immer mir Ungerechtigkeit widerfuhr, konnte ich sie ruhig ergründen und regte mich nicht mehr auf. Allmählich verbesserte sich die Gesamtsituation in der Familie meiner Tochter und wurde harmonischer. Meine Tochter schaffte es auch, die Schwiegereltern mit Respekt zu behandeln und ihre frühere Beziehung loszulassen. Auch die Schwiegereltern veränderten sich zum Positiven.