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Inhaftierte Praktizierende retten: Anschauungen ablegen und als Gruppe kooperieren

17. Mai 2022 |   Von Xiao He, einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Mein Verwandter Ayang praktiziert Falun Dafa. Er wurde im April 2021 verhaftet. Lokale Praktizierende baten uns, zur Polizeistation zu gehen, um seine Freilassung zu fordern. Sie planten, in der Nähe aufrichtige Gedanken für uns auszusenden. Bai, Ayangs Frau, und einige Verwandte gingen zur Polizeistation. Dort fragte die Polizei nach ihren Personalausweisen und drohte, sie auf Video und Audio aufzunehmen. Wieder daheim hatte Bai viel zu große Angst, um noch zuhause zu wohnen.

Wir erfuhren, dass Ayang seit 15 Tagen in der städtischen Haftanstalt festgehalten wurde. Bai schien der Situation gegenüber inzwischen passiv und taub zu sein. So ging ich am nächsten Tag gemeinsam mit meinem Verwandten in die Haftanstalt. Aber wir verpassten die für Besucher vorgesehene Zeit. Auf meinem Rückweg bemerkte ich viele Polizeiautos. Meine Angst führte dazu, dass negative Gedanken bei mir aufkamen: Die Kamera könnte mein Autokennzeichen aufgenommen haben oder vielleicht folgte mir jemand. Ich konnte spüren, dass mich die negativen Gedanken zu kontrollieren versuchten.

Ich erinnerte mich daran, dass ich eine Falun-Dafa-Praktizierende bin und dass ich die Mission habe, Lebewesen zu retten. Wenn die Substanz der Angst in meinem Raumfeld war, fühlten sich die gewöhnlichen Menschen ängstlich, hoffnungslos und passiv. Ich versuchte, meine negativen Gedanken zu zerstreuen und unbewegt zu bleiben. Auch ermutigte ich meine Verwandten, Ayang mit aufrichtigen Gedanken zu unterstützen.

Nachdem Ayangs Verfolgung auf der Minghui-Webseite aufgedeckt worden war, riefen Praktizierende außerhalb Chinas in der Polizeistation an. Außerdem kamen lokale Praktizierende zu mir nach Hause und wir analysierten die Situation. Als Ayangs Verwandte fühlte ich mich mitverantwortlich für seine Inhaftierung. Uns wurde bewusst, dass wir unsere Xinxing verbessern und der Polizei die wahren Umstände über Falun Dafa erklären sollten. Wir sollten es als Gelegenheit ansehen, sie zu retten. Mehrere Praktizierende tauschten sich mit Bai aus und halfen ihr, sich vom Blickwinkel des Fa her zu erhöhen. Sie sollte ihre Angst durchbrechen und heraustreten, um die wahren Umstände zu erklären. Die Praktizierenden beschwerten sich nicht und beschuldigten sie nicht. Schließlich willigte sie ein, mit zur Polizei zu kommen. Sie wagte aber noch nicht, nach Hause zu gehen, sondern zog bei mir ein.

Jeden Tag lasen wir das Fa und sprachen über unsere Kultivierungserfahrungen. Wir lasen Artikel auf der Minghui-Webseite darüber, wie Praktizierende rechtliche Mittel nutzten, um gegen die Verfolgung vorzugehen. Gegenseitig ermahnten wir uns und beschwerten uns nicht. Wenn wir unsere Lücken bemerkten, erkannten wir die sogenannten von den alten Mächten auferlegten Prüfungen nicht an. Während des Prozesses, Ayang zu erretten, ermahnte ich mich oft selbst, meine Beschwerden loszulassen. Ich beseitigte Gedanken wie: „Ayang hat sich nicht gut kultiviert und wurde immer belästigt. Nun mussten wir uns Urlaub von der Arbeit nehmen, um ihn zu retten.“

Bai meinte, ich spräche so gut, und so bat sie mich, mit ihr zur Polizeidienststelle zu gehen, um nach der Haftbescheinigung zu fragen. Dabei entdeckte ich meine Eigensinne: Ich gab gerne an, bestätigte mich selbst und war bemüht, mein Gesicht zu wahren. Ich ermutigte Bai: „Glaube an den Meister. Glaube an Dafa. Der Meister bittet uns, Lebewesen zu retten. Wir treten heraus, um Lebewesen zu retten. Die Polizei soll ebenfalls gerettet werden. Sie sind nicht hier, um dich zu verfolgen. Bevor du mit dem Meister auf diese Welt kamst, hat das Wesen, das jetzt der Polizist ist, gesagt, dass er die Rolle spielen würde, Falun Dafa Praktizierende zu verfolgen. Aber du hast zugestimmt, ihn zu retten. Also musst du heute dein Versprechen erfüllen und ihn retten.“

Wir kontaktierten weitere Praktizierende und baten sie, mit uns zusammen aufrichtige Gedanken auszusenden. Schließlich hörten die Beamten auf der Polizeistation zu, als Bai ihnen die wahren Umstände erklärte. Sie sagten zu ihr, dass sich die Haftbescheinigung in der lokalen Polizeistation befinde. Dorthin wollte sie jedoch nicht gehen, weil sie Angst hatte, verhaftet zu werden. Wir ermutigten sie weiter, halfen ihr, ihre negativen Gedanken loszulassen und sich an ihre Mission zu erinnern, Lebewesen zu erretten.

In dieser Nacht konnte sie nicht schlafen. Sie war sehr nervös, und dachte darüber nach, was sie der Polizei sagen sollte. Am nächsten Tag ging sie mit ihren Verwandten zum stellvertretenden Direktor der lokalen Polizeistation. Sie erzählten der Polizei, wie gut sich Ayang in der Familie, in seiner Arbeitseinheit und in der Gesellschaft verhielt. Zudem berichteten sie, wie Bai durch das Praktizieren von Falun Dafa ihre Gesundheit wiedererlangt hatte. Sie warnten die Polizei, dass die Verfolgung keine rechtliche Basis habe und dass es illegal sei, unschuldige Menschen zu verhaften. Ayang müsse sofort freigelassen werden, verlangten sie. Der stellvertretende Direktor sagte: „Wir werden mit Telefonanrufen bombardiert. Warum rufen uns Leute von außerhalb China an?“ Bai redete 20 Minuten und brachte vor, was sie ihnen sagen wollte.

Endlich hatte sie ihre Angst durchbrochen und handelte wie eine Dafa-Praktizierende. Sie fragte mich: „Habe ich mich verbessert?“ Seit Beginn der Verfolgung waren sie und ihr Mann ständig schikaniert worden. Aus Angst, verfolgt zu werden, hatten sie keine anderen Praktizierenden kontaktiert und selten mit ihren Nachbarn gesprochen. Dank dem Meister hatte sie endlich ihre Angst überwunden. Worte können nicht beschreiben, wie glücklich sie war.

Ich freute mich für sie und mir wurde die Bedeutung der gemeinsamen Erhöhung als Gruppe klar. Als Bai sich lieber auf andere verlassen und die Situation meiden wollte, hatte ich mich nicht bewogen gefühlt, etwas für sie zu tun. Stattdessen hatte ich sie ermutigt und ihr geholfen, sich ihrer Angst zu stellen, um sich zu erhöhen.

Ich dachte an ihren Sohn. In seiner frühesten Kindheit hatte er miterlebt, wie seine Eltern verhaftet und ihr Zuhause geplündert wurde. Deswegen hatte er sich nach und nach von Dafa distanziert. Als er größer wurde, kontaktierte er uns nur noch selten und wenn, dann beschwerte er sich über seine Eltern. Ich rief ihn an und hoffte, dass er zurückkäme, um seinen Vater zu retten. Am Telefon machte er seiner Depression, Ablehnung und Hilflosigkeit Luft. Ich erklärte ihm, warum er seinen Eltern keine Schuld geben sollte. Als er erfuhr, dass seine Eltern der Polizei mutig gegenübergetreten waren, äußerte er seine Bewunderung und bot Unterstützung an.

Während wir versuchten, Ayang zu retten, erklärten wir auch seinen Familienmitgliedern die wahren Umstände über die Verfolgung von Falun Dafa. Sie hatten Geld angeboten, um den Fall zu lösen. Praktizierende aus der Umgebung erklärten ihnen, dass es ein Verbrechen ist, Praktizierende zu verfolgen. Gäben wir den Verfolgern Geld, würden wir anerkennen, dass die Verfolgung vernünftig sei. Stattdessen sollten wir aufrichtig und mit Würde gegen die Verfolgung vorgehen.

Sie und auch noch weitere Familienmitglieder verstanden diesen Grundsatz und gingen mit uns zur Polizeistation, der Polizeidirektion und der Haftanstalt. Sie sagten der Polizei, dass es nicht legal sei, Praktizierende zu verfolgen. Durch ihre aufrichtigen Stimmen erfuhr die Polizei, wie sehr die Verfolgung kritisiert wurde.

Bais aufrichtige Gedanken wurden stärker. Sie ging oft zur Polizeidirektion, um die Freilassung ihres Mannes zu fordern, und besuchte ihn in der Haftanstalt. Jedes Mal ergriff sie die Gelegenheit, den Menschen in der Haftanstalt die wahren Umstände zu erklären.

Praktizierende kooperierten als ein Körper miteinander, als sie Ayang retteten. Jeder schaute nach innen, beschwerte sich nicht, ließ Anhaftungen los und arbeitete mit den anderen zusammen. 24 Stunden, nachdem Praktizierende aus dem Ausland die Nachricht von Ayangs Inhaftierung erhalten hatten, riefen sie mehrfach in der Polizeistation an. Lokale Praktizierende fertigten Informationsmaterialien und Klebeplakte an, um die Verfolgung aufzudecken. Einige sendeten aufrichtige Gedanken aus. Andere begleiteten seine Familienmitglieder, um seine Freilassung zu fordern. Wir fühlten, dass der Meister bei uns war und uns half.

Nachdem Bai der Polizei die wahren Umstände erklärt hatte, gab es keine Drohungen seitens der Polizisten mehr und sie machten ihr nicht mehr das Leben schwer. Ayangs Familienmitglieder sahen, wie selbstlos Praktizierende sind, und waren berührt. Durch die Verstärkung der aufrichtigen Gedanken der lokalen Praktizierenden wurde Ayang nach 15 Tagen freigelassen.

Als Ayang wieder bei uns war, sprachen er und Bai mit anderen Praktizierenden. Sie sagten, sie hätten viele ihrer Schwächen bei sich entdeckt und hätten Artikel auf der Minghui- Webseite gelesen.

Als ein Körper harmonisieren: Beim Fa-Berichtigungsprozess aufholen

Ayang war verhaftet worden, weil die lokale Polizeistation an der sogenannten Aktion zur „Aufrechterhaltung der Stabilität“ teilgenommen hatte. Sie hatten eine Liste mit Praktizierenden. Wir wussten auch, dass acht Praktizierende festgenommen und inhaftiert, worden waren. Die meisten von ihnen waren 15 Tage lang in Haft. Drei von ihnen wurden nach 15 Tagen in die Haftanstalt gebracht.

Dadurch wurde uns bewusst, dass viele Praktizierende nicht verstanden, wie sie der Verfolgung mit legalen Mitteln entgegentreten können. Viele Praktizierende hatten nicht die Erfahrungsberichte zu diesem Thema auf der Minghui-Webseite gelesen, und dachten nicht, dass diese Artikel etwas mit ihnen zu tun hätten. Sie taten die drei Dinge regelmässig, wenn aber die Polizei zu ihnen kam, sagten sie nur, sie hätten nichts Falsches getan. Sie nutzten nicht rechtliche Mittel, um etwas gegen die Verfolgung zu tun, und waren passiv, wenn die Polizei sie belästigte.

Um eine Änderung dieser Situation herbeizuführen, tauschten wir uns mit Praktizierenden aus, und druckten relevante Artikel von der Minghui-Webseite aus. Diese gaben wir ihnen zu lesen, und halfen den älteren Praktizierenden zu verstehen, warum sie die Verfolgung nicht passiv akzeptieren sollten.

Wir arbeiteten zusammen und gingen zu den Gefängnissen und Haftanstalten, um ununterbrochen aus nächster Entfernung aufrichtige Gedanken auszusenden. Auch schickten wir Briefe an diejenigen, die an der Verfolgung beteiligt waren. Gleichzeitig kümmerten wir uns um die Familienmitglieder der Verfolgten. Wir erklärten ihnen die wahren Umstände und halfen ihnen. Dabei erlebten wir, wie Praktizierende gerettet wurden, und wie mehr Lebewesen im Rechtswesen die wahren Umstände erfuhren, und sich nicht mehr an der Verfolgung beteiligten. So fühlten wir wirklich die Ermutigung und Stärkung durch den Meister.

Jeder hofft gerettet zu werden

Ein Studienfreund meines Vaters bereiste unsere Stadt. Sie hatten sich seit 30 Jahren nicht mehr gesehen. Zwei Tage lang suchte er nach meinem Vater. Schließlich fand er unser Wohngebiet, nachdem er den früheren Arbeitsplatz meines Vaters kontaktiert hatte. Er fragte Passanten nach meinem Vater. Als er fast aufgeben wollte, begegnete er jemandem, der meinen Vater kannte, und ihm sagen konnte, wo er lebt.

Als ich um 17:00 zu meinen Eltern nach Hause ging, sah ich das Buch „Neun Kommentare über die kommunistische Partei“ auf dem Sofa liegen. Ich wusste, dass meine Mutter ihm die wahren Umstände erklärt hatte. Sie sagte mir, dass er nicht aus der kommunistischen Partei Chinas (KPCh) austreten wolle.

Nach dem Mittagessen redeten wir noch eine Weile, und dann gingen wir zur Bushaltestelle, um uns zu verabschieden. Bevor der Bus kam, beseitigte ich meine negativen Gedanken und gab ihm eine DVD mit Informationen über Falun Dafa und die Verfolgung. Er lehnte sie nicht ab und steckte sie in seine Tasche.

Am nächsten Tag kamen wir mit einem Geschenk in sein Hotel, um ihn zu besuchen. Meine Mutter sagte ihm erneut, dass sie deswegen gesund geblieben war und jung aussah, weil sie Falun Dafa praktizierte. Sie bat ihn: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht sind gut“, zu rezitieren und aus der KPCh auszutreten. Diesmal war er dazu bereit.

Nachdem er zuhause angekommen war, berichtete er mir, seine Reise sei glatt gelaufen. Er sei der Überflutung in Zhenzhou und dem Pandemielockdown in Shenyang erfolgreich ausgewichen. „Ich muss von jemandem gesegnet worden sein,“ sagte er. Auch wolle er sich die DVD, die wir ihm gegeben hatten, ansehen. Ich war froh, dass ich mich nicht von meinen Anschauungen hatte einnehmen lassen. Ich hatte ihn nicht aufgegeben und nicht die Gelegenheit versäumt, ihm die wahren Umstände zu erklären. Ich dankte dem Meister von Herzen.

In diesem Jahr hat sich die Situation sehr verändert, und viele Katastrophen sind passiert. Als Praktizierender kenne ich meine Mission und bin damit beschäftigt, Menschen in dieser chaotischen Welt zu retten. Ich danke dem Meister, dass er der Welt Errettung anbietet und Dafa verbreitet. Ich werde mich gut kultivieren, mit dem einen Körper der Praktizierenden noch besser zusammenarbeiten und meine Mission vollenden.