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China Fahui | Meine sechsjährige Odyssee, bis die Rente wieder eingesetzt wurde

11. November 2024 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Dieser Artikel beschreibt meine sechsjährige Odyssee, die ich hinter mir habe, um meine Rente wiederzuerlangen. Durch meine Erfahrung möchte ich Praktizierenden, denen die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) immer noch ihre Rente vorenthält, helfen zu verstehen, dass es sich hierbei um eine wirtschaftliche Verfolgung handelt. Wir Falun-Dafa-Praktizierenden dürfen da auf keinen Fall mitmachen. Ich habe erkannt, dass der Prozess der Wiedererlangung der Rente ein Prozess der Sensibilisierung für die Verfolgung und auch ein Prozess der Kultivierung und Erhöhung ist.

Ein schwieriger Anfang

2015 wurde ich von der KPCh rechtswidrig zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil ich Anzeige gegen Jiang Zemin erstattet hatte, den ehemaligen KPCh-Chef, der die Verfolgung von Falun Dafa initiiert hatte. Nach meiner Freilassung im Jahr 2018 stellte ich fest, dass meine Rente ausgesetzt worden war. Ich ging sofort zum Sozialamt, um nach dem Grund zu fragen. Ein Angestellter sagte: „Während der Haftzeit erhalten pensionierte Mitarbeiter keine Rente. Es gibt offizielle Dokumente dazu.“ Als ich Einsicht in die Dokumente forderte, antwortete er: „Wir haben sie hier nicht, Sie können sie beim städtischen Sozialversicherungsamt bekommen.“

Ich ging zum städtischen Sozialversicherungsamt und erklärte dort die Situation. Ein Angestellter zeigte mir einen dicken Ordner mit Dokumenten. Er öffnete ihn, zeigte auf einen Absatz und sagte: „Dies ist die Antwort der Provinzbehörde für Personalangelegenheiten und soziale Sicherheit zur Zahlung von Rentenversicherungsbeiträgen und zum Erhalt von Rentenversicherungsleistungen für Gefangene. Darin steht: ‚Personen, die während ihrer Haftstrafe eine Grundrente beziehen, wird keine Grundrente gezahlt.‘“

Ich erklärte, dass ich keine Kriminelle sei und zu Unrecht inhaftiert worden sei. Er entgegnete: „Es hat keinen Sinn, dass Sie uns das erzählen. Sie können beim Gericht Beschwerde einreichen. Wir halten uns nur an die offiziellen Dokumente.“ Ich bat darum, den Direktor zu sprechen, woraufhin es hieß, er sei in einer Besprechung. Später versuchte ich, mit dem Direktor zu sprechen, aber sein Büro war im vierten Stock. Auf jeder Etage gab es Sicherheitspersonal und ohne Termin ließen sie mich nicht zu ihm. Sie sagten, der Direktor sei in einer Besprechung. Diese Antwort bekam ich mehrmals.

Zurück beim örtlichen Sozialamt erklärte ich dem Leiter, dass ich allein leben würde und meine Rente meine einzige Einnahmequelle sei. „Sie können mir nicht den Lebensunterhalt rauben“, betonte ich. Der Amtsleiter suchte den zuständigen Abteilungsleiter auf und bat ihn auszurechnen, wie viel Geld mir noch zustand. Der Abteilungsleiter sagte: „Diese Informationen finden wir hier nicht. Sie sind nur bei der städtischen Sozialversicherungsbehörde zu bekommen.“

Am nächsten Tag brachte der Abteilungsleiter ein Abrechnungsformular von der städtischen Sozialversicherungsbehörde mit. Darauf stand, dass ich 16 Monate Rente zu viel erhalten hätte und diese Summe zurückgeben müsse, bevor ich meine Rente weiter beziehen könne. Ich sagte: „Das war während meiner Zeit im Untersuchungsgefängnis. Ich hätte in dieser Zeit die Rente erhalten müssen, sie wurde mir nicht zu viel ausgezahlt.“ Darauf der Leiter: „Wir gehen gemäß den offiziellen Dokumenten vor. Machen wir es so: Sie bitten das Nachbarschaftsbüro, eine Bescheinigung auszustellen, aus der hervorgeht, dass Sie in finanziellen Schwierigkeiten stecken und nicht alles auf einmal zurückzahlen können. Dann unterzeichnen Sie und ich eine Vereinbarung, dass wir Ihnen 650 Yuan pro Monat für Ihren Lebensunterhalt geben und der Rest abgezogen wird, bis das gesamte Geld abgezogen ist.“

Ich war damit nicht einverstanden, denn die Unterzeichnung der Rückzahlungsvereinbarung hätte bedeutet, dass ich ihnen Geld schulden würde. Danach wären ihre monatlichen Abzüge gerechtfertigt und legal. Doch ich durfte diese Art der wirtschaftlichen Verfolgung nicht anerkennen. Ich bin eine gute Bürgerin, die sich an das Gesetz hält, wurde jedoch zu Unrecht zu drei Jahren Haft verurteilt, nur weil ich Jiang Zemin wegen der Verfolgung von Falun Dafa angezeigt hatte. Jetzt wollten sie mich finanziell ruinieren und mir Essen vorenthalten, um mich „umzuerziehen“. Als ich zum Leiter des Büros für Staatssicherheit ging, sagte er mir, ich müsse meine „Haltung“ zum Ausdruck bringen (Erklärungen zur Abkehr von Falun Dafa unterschreiben), bevor er mir helfen könne, das Rentenproblem zu lösen. Ich konnte aber nichts tun, was gegen mein Gewissen verstößt und den Meister und das Fa verleumdet, sondern wollte meine Rente auf aufrichtige Weise zurückbekommen.

Danach ging ich alle paar Tage zum Leiter des örtlichen Sozialversicherungsamtes und erklärte ihm: „Die Dokumente Nr. 24 und Nr. 287 der Personal- und Sozialversicherungsabteilung sind beides verfassungswidrige und illegale Verwaltungsdokumente. Sie haben keine Rechtswirkung und können nicht als Grundlage für die Durchsetzung von Verwaltungsmaßnahmen dienen. Sie handeln falsch, wenn Sie das tun.“ Der Leiter erwiderte: „Das sind die Vorschriften von oben.“ Danach begann er, mir aus dem Weg zu gehen.

Mehr als 20 Tage später trat der Amtsleiter in den Ruhestand und ein neuer Direktor kam ins Amt. Ich ging zu dem neuen Direktor, wurde aber gebeten, zum stellvertretenden Direktor zu gehen. Der stellvertretende Direktor empfing mich herzlich und ich erzählte ihm: „Ich war krank und fast gelähmt. Viele Behandlungen halfen nicht, deshalb beantragte ich zehn Jahre früher meine Pensionierung aus medizinischen Gründen. Später ging es mir durch das Praktizieren von Falun Dafa besser. Solch eine großartige Praxis wird von Jiang Zemins Gruppe brutal verfolgt. Sie spüren Praktizierende ohne rechtliche Grundlage auf, verhaften sie, durchsuchen ihre Wohnungen und verurteilen sie. Sie verfolgen gute Menschen, die an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht glauben. Diese Menschen werden verfolgt, bis sie behindert, wahnsinnig oder gestorben sind. Manchen werden sogar ihre Organe am lebendigen Leib entnommen. Ich war drei Jahre lang zu Unrecht inhaftiert, nur weil ich einen Brief geschrieben hatte, in dem ich Jiang Zemin wegen der Verfolgung von Falun Dafa anklagte. Nun bin ich endlich aus dem Gefängnis entlassen worden, aber jetzt wird mir meine Rente vorenthalten und ohne Rente kann ich nicht überleben.“ Der stellvertretende Direktor drückte sein Mitgefühl aus, sagte aber, er könne mir nicht helfen.

Er riet mir nur, zuerst die Vereinbarung zu unterschreiben, um vorerst Lebensmittel zu bekommen, und danach nach Lösungen zu suchen. Ich sagte: „Das kann ich niemals unterschreiben. Wenn ich es unterschreibe, bedeutet das, dass ich rechtlich zugebe, dass ich Ihnen Geld schulde. Die Rente ist mein rechtmäßiges Eigentum, aber Sie haben sie einbehalten. Es ist das Geld, das Sie mir schulden. Warum wollen Sie, dass ich die Schuldanerkennung unterschreibe? Ist das nicht eine Umkehrung von Recht und Unrecht und widerspricht den Tatsachen?“ Er sagte: „Ich will es ja auch nicht einbehalten. Es war das Dokument der Vorgesetzten, die mir sagten, es soll einbehalten werden. Sie können dies also an die höheren Ebenen weiterleiten.“ Laut seinen Worten konnte ich dies an alle Ebenen der Regierungsbehörden weiterleiten. Ich ging sofort zum städtischen Sozialversicherungsamt. Der Direktor der Rentenabteilung empfing mich in der Diensthalle. Ich erzählte ihm, warum ich Falun Dafa praktizierte, wie ich verhaftet und meine Wohnung durchsucht wurde, wie ich zu Unrecht eingesperrt und dann im Gefängnis verfolgt wurde. Ich sagte ihm, dass das Praktizieren von Falun Dafa nicht illegal sei, und zeigte ihm das Dokument [2000] (39) des Ministeriums für öffentliche Sicherheit und die Anordnung Nr. 50 der Allgemeinen Verwaltung für Presse und Veröffentlichungen. Er war verblüfft: „Gibt es wirklich ein solches Dokument?!“ Dann steckte er die beiden Dokumente schnell in seine Tasche (aus Angst, dass andere sie sehen könnten). Sein Gesichtsausdruck änderte sich von streng zu freundlich und schließlich lächelte er. Aber er sagte, dass selbst mit den Dokumenten in der Hand niemand es wagen würde, die Rentenregelung zu verletzen. Er bat mich, zuerst zum örtlichen Sozialversicherungsdirektor zurückzukehren, was bedeutete, dass er mit dem örtlichen Sozialversicherungsdirektor sprechen und über andere Lösungen nachdenken würde.

Ein paar Tage später suchte ich den Direktor des örtlichen Sozialversicherungsamtes auf. Das Ergebnis ihrer Besprechung war, dass ich einen Rückzahlungsplan erstellen und es innerhalb von fünf Jahren abbezahlen sollte, sodass ich nur etwas über 4.000 Yuan pro Jahr zahlen müsste. Ich dachte, sie hätten ihr Bestes getan, und war dankbar für ihre Freundlichkeit, die auch ein Ausdruck dafür war, dass sie die Fakten über die Verfolgung kannten. Aber ich konnte diese Bedingungen nicht akzeptieren, da die Verfolgung nicht wirklich beendet war.

Danach ging ich zum Gemeindebüro, zum Straßenamt, zur Polizeistation, zum Justizbüro, zur städtischen Staatssicherheit und zu den Petitionsbüros der Bezirke, Städte und Provinzen, um Gerechtigkeit zu fordern. Ich ging zur Stadtverwaltung, zum Justizbüro, zum Sozialversicherungsbüro, zum Personal- und Sozialversicherungsbüro, zum Personal- und Sozialversicherungsbüro der Provinz und zu anderen Behörden, um Gerechtigkeit zu fordern und das Problem meines Lebensunterhalts zu lösen. Alle Mitarbeiter der Abteilungen wiesen mich ab.

Schließlich konnte ich nur noch den Rechtsweg beschreiten. Aber wie eine Beschwerde schreiben? An welche Abteilung sollte ich mich wenden? Ich wusste nichts über das Gesetz. So begann ich, im Internet nach ähnlichen Artikeln zu suchen. Schließlich sah ich eines Tages den Erfahrungsbericht eines Praktizierenden, der nach acht Jahren seinen verlorenen Job zurückbekam, dann das Rentenalter erreichte und seine Rentenformalitäten abwickelte. Wie ich kannte dieser Praktizierende das Gesetz nicht, aber er lernte ein Justizforum kennen und schaffte es mit dessen Hilfe Schritt für Schritt. Sein Weg war schwierig, er verlor dabei seine Familie und sein Eigentum.

Ich fragte mich, ob ich eine solche Prüfung bestehen könnte, wenn ich auch acht Jahre oder sogar noch länger brauchen würde. Nachdem ich tagelang darüber nachgedacht hatte, entschied ich mich für den Rechtsweg. „Ja, das kann ich. Mit dem Meister und dem Fa habe ich vor nichts Angst“, sagte ich mir. Also begann ich, das Justizforum um Rat zu fragen.

Die Praktizierenden im Forum führten mich geduldig und sorgfältig Schritt für Schritt durch den Prozess und gaben mir für jeden Schritt Vorlagen. Ich lud sie einzeln herunter. Ich brauchte eine Woche, um sie sorgfältig zu lesen und zu verstehen. Dann verfasste ich die erste „Verwaltungsbeschwerde“ nach der Vorlage des Justizforums. Nachdem sie von anderen Praktizierenden überarbeitet worden war, brachte ich sie zum Bezirksgericht.

Die Klage wird abgewiesen

Damals gab es eine gerichtliche Vorschrift, dass Verwaltungssachen abwechselnd verhandelt werden sollten, also Fälle aus Bezirk A sollten in Bezirk B verhandelt werden. Daher musste ich an einen weit entfernten Ort fahren, der für die Anreise ungünstig war, um die Klage dort einzureichen. Als ich das erste Mal zum Bezirksgericht ging, wartete ich fast zwei Stunden in der Schlange darauf, vorgelassen zu werden. Als ich die Klage einreichte, warf der Sachbearbeiter nur einen Blick darauf und meinte lediglich: „Nicht qualifiziert.“ Er sagte nicht, warum sie nicht qualifiziert war, sondern zeigte auf den letzten Schalter rechts und sagte: „Gehen Sie dort zur Beratung hin.“

Als ich dorthin ging, sah ich auf dem Tisch ein Schild mit der Aufschrift „Beratungsstelle“. Dort saß ein Mädchen mit einem Praktikantenabzeichen auf der Brust. Als ich an der Reihe war, fragte mich das Mädchen, bei was ich Hilfe bräuchte. Ich bat sie, mir zu helfen zu prüfen, ob die Klage qualifiziert war. Nachdem sie sie sorgfältig durchgelesen hatte, wies sie mich an, wie ich sie schreiben sollte. Sie sagte, ich müsse sie neu schreiben, aber ich war nicht ihrer Meinung.

Als ich nach Hause kam, nahm ich einige einfache Änderungen vor und reichte sie am nächsten Tag erneut ein. Aufgrund der Erfahrungen vom letzten Mal ging ich dieses Mal zuerst zur Beratung. Ein männlicher Praktikant schlug vor, dass ich zwei Ansprüche streichen und nur einen behalten sollte, da der Fall sonst nicht eingereicht werden könne und kein Richter die Rechtmäßigkeit des Dokuments für mich prüfen würde. Ich wusste, dass er die Wahrheit sagte, und tat es.

Als ich das dritte Mal zum Schalter ging, um die Klage einzureichen, wurde mir gesagt, dass der „Website-Identifikationscode“ fehle. Ich verstand nicht, was ein Website-Identifikationscode war. Jemand erklärte mir: „Er entspricht dem Personalausweis der beklagten Einheit.“ Aber wo konnte ich den finden? Eine freundliche Person sagte mir, dass ich zur Überprüfung zur Anwaltskanzlei gehen könne. Ich ging dorthin, konnte ihn aber nicht finden. Es gab keinen Code für das örtliche Sozialversicherungsamt, aber einen Code für das städtische Sozialversicherungsbüro. Schließlich half mir der Anwalt dabei, den Sachverhalt zu analysieren, wobei sich herausstellte, dass das örtliche Sozialversicherungsamt keine rechtliche Befugnis besaß, sondern das städtische Sozialversicherungsamt die juristische Person war.

Nach der Bestätigung stimmte es. Erst da verstand ich, dass es sich bei der beklagten Einheit um eine juristische Person handeln musste. Das örtliche Sozialversicherungsamt ist eine untergeordnete Abteilung und hat keinen Rechtsstatus. Es kann daher kein Beklagter sein. Ich musste das städtische Sozialversicherungsamt verklagen.

Nachdem ich die Klage überarbeitet hatte, reichte ich sie zum vierten Mal ein und erhielt die Auskunft, dass die Anlage (die Kopie des Urteils) nicht gültig und nicht vom Gerichtsarchiv abgestempelt worden sei (ich hatte das Urteil von Hand kopiert), so dass ich eine Kopie vom Gerichtsarchiv anfordern musste, bevor sie abgestempelt werden konnte. Infolgedessen fuhr ich insgesamt sechsmal zum Gericht, was zwei Wochen dauerte.

Beim sechsten Mal wurde die Klage schließlich genehmigt. Aber der Angestellte am Empfangsschalter bat mich zu warten und sagte, er würde es hineinbringen, um weitere Anweisungen zu bekommen. Mehr als eine halbe Stunde später kam der Angestellte zurück mit der Anweisung: „Gehen Sie in ein Büro in einem anderen Gericht. Zwei Vorsitzende Richter möchten mit Ihnen sprechen.“ Ich ging dorthin und sah mich drei Personen gegenüber. Nachdem ich mich vorgestellt hatte, erfuhr ich, dass es sich um zwei Vorsitzende Richter und einen Gerichtsschreiber handelte.

Eine Vorsitzende Richterin holte feierlich ein Dokument hervor und sagte: „Dies ist die ‚Antwort der Provinzbehörde für Personangelegenheiten und soziale Sicherheit zur Zahlung von Rentenversicherungsprämien und zum Erhalt von Rentenversicherungsleistungen bei Gefangenen‘, in der festgelegt ist, dass ‚Personen, die während ihrer Haftzeit eine Grundrente beziehen, keine Grundrente gezahlt wird‘. Wir richten uns nach diesem Dokument. Ihre Klage kann nicht angenommen werden.“

Ich entgegnete: „Dieses Dokument ist verfassungswidrig und illegal und widerspricht dem übergeordneten Gesetz, daher sollte es ungültig sein. Sehen Sie sich meine Beschwerde an, es steht eindeutig darin.“ Sie antwortete: „Wir können nicht auf Sie hören, wir hören auf unsere Vorgesetzten. Wir setzen dieses Dokument seit so vielen Jahren um, es sei denn, das Dokument wird für ungültig erklärt.“ Ich bat um eine schriftliche Antwort, dass sie das Dokument nicht annehmen würden, was sie ablehnten.

Ich war hunderte von Kilometern unter großen Schwierigkeiten hin- und hergelaufen und hatte einen halben Monat gebraucht, aber nur diese Absage erhalten. Ich war so traurig, dass mir zum Weinen zumute war.

Über die Verfolgung informieren

Im September und Dezember 2019 kaufte ich zweimal Zugfahrkarten, um nach Peking zu fahren und dort für Gerechtigkeit zu appellieren. Weil mein Ausweis bei der Polizei registriert war, wurde ich am Fahrkartenschalter angehalten und von der örtlichen Polizeistation abgefangen.

Als ich das erste Mal von der Gemeindepolizei abgefangen und zum Gemeindebüro gebracht wurde, war die Gemeindesekretärin verärgert. Es war etwa 19 Uhr und sie wartete am Tor auf mich. Sobald ich das Büro betrat, beschwerte sie sich: „Warum haben Sie mir nicht gesagt, wann Sie nach Peking gefahren sind? Wenn Ihnen etwas passiert wäre, hätte ich meinen Job verloren.“

Ich erzählte ihr ruhig, wie ich verfolgt, wie meine Wohnung durchsucht und ich eingesperrt worden war. Ich entkam nur knapp dem Tod und kam schließlich aus dem Gefängnis. Jetzt war meine Rente einbehalten worden und ich konnte nicht überleben. Ich hatte ihr das schon einmal erzählt, aber nicht so ausführlich. Ich hinterließ der Sekretärin und dem Polizeibeamten meine Beschwerde, das Dokument Nr. [2000] (39) des Ministeriums für öffentliche Sicherheit, die Anordnung Nr. 50 der Allgemeinen Verwaltung für Presse und Veröffentlichungen sowie die Verteidigungserklärungen der bekannten Anwälte Yu Wensheng und Guo Lianhui, die Falun-Dafa-Praktizierende verteidigen. (Ich hatte vor, bei mehreren Abteilungen in Peking eine Petition einzureichen, also hatte ich mehrere Kopien der Materialien vorbereitet.)

Die Gemeindesekretärin war sehr bewegt und erklärte sich bereit, mir bei der Suche nach einer Lösung zu helfen. Zwei Monate später half sie mir, einen Härtefallzuschuss von 1.000 Yuan (etwa 130 Euro) zu beantragen, und brachte mich mit der Polizei zum örtlichen Sozialversicherungsamt. Obwohl das Problem nicht gelöst war, erfuhr sie von der Verfolgung von Falun Dafa. Später gab ich ihnen eine Kopie der Unterlagen für die Straf- und Verwaltungsklage und sie lasen sie alle sorgfältig durch. Manchmal stellten sie mir sogar einige juristische Fragen und lobten mich: „Woher wissen Sie so viel?“

Nachdem die neuen Fa-Erklärungen des Meisters Warum gibt es die Menschheit? und Warum will der Schöpfer alle Lebewesen erretten? veröffentlicht waren waren, gab ich sie ihnen. Später wurde die Gemeindesekretärin, die die Fakten kannte und Falun-Dafa-Praktizierende gut behandelte, gesegnet und in das Verwaltungsbüro der Nachbarschaft (eine staatliche Einrichtung) versetzt.

Während dieser Zeit suchte ich auch mehr als 20 Anwaltskanzleien auf, um ihnen die wahren Umstände zu erklären. Ich gab an, Anwälte für die Klage engagieren zu wollen. Die meisten Anwälte trauten sich nicht, meinen Fall anzunehmen. Einige sagten direkt: „Das städtische Amt für öffentliche Sicherheit hat Vorschriften, die Fälle betreffend Falun Dafa nicht zuzulassen.“ Einige lehnten höflich mit verschiedenen Ausreden ab. Die beiden, die es wagten, den Fall anzunehmen, verlangten dafür 30.000 Yuan (etwa 3.900 Euro) Anwaltskosten und sagten, dass sie möglicherweise keinen Erfolg hätten. Einige warfen mich auch raus, aber ich lachte nur darüber. So stieß ich auf alle möglichen Situationen.

Das Problem konnte ich zwar nicht lösen, doch das Gute daran war, dass Juristen von der Verfolgung von Falun Dafa erfuhren. Ich machte zwölf Kopien der Verteidigungserklärungen der bekannten chinesischen Anwälte Yu Wensheng und Guo Lianhui, die sich für Falun-Dafa-Praktizierende eingesetzt hatten, und verteilte sie. Dies erweiterte ihren Horizont und sie konnten erkennen, dass bekannte Anwälte Falun Dafa verteidigen. Falun Dafa verstößt wirklich nicht gegen das Gesetz. Falun-Dafa-Praktizierende sind eine Gruppe freundlicher und guter Menschen. Einige kleine Anwaltskanzleien hatten nur ein oder zwei Leute im Dienst. Wenn die Mitarbeiter frei waren, setzte ich mich hin und erklärte ihnen die wahren Umstände. Einige Leute traten sogar aus der KPCh und ihren Unterorganisationen aus.

Geduld herauskultivieren, während man leidet

Während ich meine einbehaltene Rente beantragte, wurde ich oft schlecht behandelt und bedroht. Einmal, als ich zum Sozialversicherungsamt der Stadt ging, um dem Direktor einen Brief zu überbringen, wurde ich an der Treppe im vierten Stock von einem Sicherheitsbeamten aufgehalten. Er sagte, der Direktor sei zu einer Besprechung gegangen. Ich bat ihn, den Brief dem Direktor einfach auszuhändigen oder ihn unter der Tür des Büros des Direktors durchzuschieben, aber er weigerte sich. Ich wollte warten, aber er ließ mich nicht. Er rief sogar die Büroleiterin an, um mich hinauszujagen. Ich bat die Büroleiterin, den Brief auszuhändigen, aber sie schrie mich an und behauptete, sie würde die Polizei rufen, und stieß mich in den Aufzug. Meine Nase tat weh und meine Augen füllten sich mit Tränen. Ich dachte, ich würde nie wieder hierherkommen.

Dann erinnerte ich mich an die Worte des Meisters:

„Schließlich war Han Xin ein gewöhnlicher Mensch, wir aber sind Kultivierende und sollen noch stärker sein als er. Unser Ziel ist, die Ebenen zu erreichen, welche über die der gewöhnlichen Menschen hinausgehen, und zu noch höheren Ebenen zu schreiten. Dieser Sache werden wir nicht begegnen, aber wenn ein Kultivierender unter den gewöhnlichen Menschen beleidigt und gedemütigt wird, wird es auch nicht unbedingt leichter sein als das eben Geschilderte.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 474)

Oh, der Meister war ja direkt neben mir und wusste, was ich dachte. Das war doch für mich eine Umgebung für die Kultivierung, die es mir ermöglichte, mich zu erhöhen! Wie hätte ich ohne diesen Vorfall so viele Menschen aus verschiedenen Abteilungen finden und ihnen die wahren Umstände von Falun Dafa erklären können? Diese Menschen aus der öffentlichen Sicherheit, der Staatsanwaltschaft, der Justiz und den Regierungsbehörden auf allen Ebenen sind normalerweise schwer zu erreichen; wie könnten sie sonst gerettet werden? Nach einem erbitterten Kampf zwischen Gut und Böse in meinem Herzen siegte schließlich mein „wahres Selbst“.

Ich korrigierte die falschen Gedanken. „Ich bin eine Kultivierende, deshalb werde ich meine Anhaftungen an Groll, Ansehen, Kampfgeist und Bequemlichkeit beseitigen“, sagte ich mir. Am nächsten Tag machte ich weiter, korrigierte meine Gedanken und beschloss, das Fa vernünftig und weise zu bestätigen und Menschen zu erretten.

Ein Hoffnungsschimmer

Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Praktizierende finanziell verfolgt. Das Forum für Gerechtigkeit schlug immer wieder Lösungen für Praktizierende vor, die während ihrer unrechtmäßigen Inhaftierung um ihre Rentenansprüche gebracht wurden. Der Entzug der Rente ist Teil der Strategie der KPCh, Praktizierende „wirtschaftlich zu ruinieren“.

Mir wurde klar, dass dies auch ein Zustand während der Fa-Berichtigung sein könnte, der von uns umfassende Maßnahmen erfordert, um uns der Verfolgung zu widersetzen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Einklagefrist wegen der Vorenthaltung meiner Rente bereits zwei Jahre überschritten, aber die Praktizierenden des Gerechtigkeitsforums, die sich mit dem Gesetz auskannten, wussten um eine Möglichkeit, die Einklagefrist zu überspringen, indem nämlich ein Gerichtsverfahren über das „Antragsformular zur Offenlegung staatlicher Informationen“ oder auf andere Weise eingeleitet wurde.

Meine Rente wurde zwangsweise ohne jegliches Verfahren einbehalten, daher musste ich bei der Einklage wie folgt vorgehen:

Der erste Schritt bestand darin, einen „Antrag auf gesetzliche Auszahlung der Rente“ beim städtischen Sozialversicherungsamt einzureichen, ihn per Einschreiben zu verschicken und die Quittung aufzubewahren.
Der zweite Schritt bestand darin, ein „Antragsformular mit der Aufforderung an das Sozialversicherungsamt, Renten gemäß dem Gesetz auszuzahlen“ per Einschreiben an das städtische Personal- und Sozialversicherungsamt zu schicken und die Quittung aufzubewahren.
Der dritte Schritt bestand darin, ein Gerichtsverfahren einzuleiten.

Im dritten Schritt ging ich also zum Mittleren Stadtgericht, um mich darüber beraten zu lassen, wie ich ein Verwaltungsverfahren einleiten konnte. Der Schalterbeamte sagte mir, dass „alle Verwaltungsfälle jetzt zur Verhandlung an das Eisenbahnverkehrsgericht weitergeleitet werden“. Ab dem 1. Mai 2021 war dies eine einheitliche nationale Regelung. Ich fragte nach der Adresse und der Busverbindung zum Eisenbahnverkehrsgericht und ging nach Hause, um die Klage vorzubereiten. Ich war sehr erleichtert. Diesmal konnte ich dem Bezirksgericht entgehen, das meine Klage abgewiesen hatte.

Aufgrund meiner ganzen Vorbereitungen für die erste Klage war es dieses Mal einfach. Ich ging zweimal zum Klageeinreichungsgericht des Eisenbahnverkehrsgerichts und der Schalterbeamte akzeptierte es. Einen Monat später erhielt ich eine Kuriermitteilung: Das Gericht hatte den Fall akzeptiert und ich ging zur Bank, um eine Verfahrensgebühr von 50 Yuan zu zahlen. Selbst wenn der Fall erfolgreich eingereicht wurde, musste ich zu Hause auf die Benachrichtigung per Kurier warten, um den Termin der Gerichtsverhandlung zu bestätigen.

Während dieser Zeit rief ich die Richterin mehrmals an, um einen Termin zu vereinbaren. Ich wollte ihr die wahren Umstände erklären und ihr einen kleinen Lautsprecher oder eine TF-Karte mit Informationen über Falun Dafa geben. Sie sagte mir: „Das Gericht hat die Vorschrift, dass man vor der Verhandlung keinen privaten Kontakt mit dem Kläger oder dem Angeklagten haben darf.“ Ich wollte ihr Informationsmaterial geben, aber sie bestand darauf, sich nicht mit mir zu treffen. Schließlich schickte ich ihr einen Brief über die Poststelle;  ich schickte ihn auch an alle an der Verhandlung beteiligten Mitglieder. Später rief ich sie an und fragte, ob sie den Brief erhalten habe. Sie bejahte und erinnerte mich daran: „Schicken Sie mir kein weiteres Material, es wird in die Akte gelegt.“ Ich sagte ihr: „Das ist für Sie persönlich. Das Schicksal hat uns zusammengeführt, deshalb sorge ich mich um Sie.“ Sie bedankte sich.

Erstaunliche Anregung

An einem Nachmittag im Dezember 2021 fand dann die Gerichtsverhandlung statt. Zwei Tage vor Eröffnung der Verhandlung las ich im Internet einen Bericht über den Fall einer Krankenschwester in Nanchang, die ihre Rente beantragt hatte. Ihr Verteidiger sagte: „Vorschriften zur regelmäßigen Bereinigung der Regelwerke in der Provinz Jiangxi: Regelwerke, die für einen bestimmten Zeitraum gelten, sollten die Gültigkeitsdauer angeben. Wenn das Regelwerk keine Gültigkeitsdauer angibt, beträgt die maximale Gültigkeitsdauer fünf Jahre. Wenn es als ‚vorübergehend‘ oder ‚probeweise‘ gekennzeichnet ist, darf die Gültigkeitsdauer zwei Jahre nicht überschreiten. Wenn die Gültigkeitsdauer abläuft, wird das Regelwerk automatisch ungültig. Der Beklagte darf die Rente des Klägers nicht auf der Grundlage des Dokuments abziehen, das ungültig geworden ist.“

Diese Informationen waren sehr anregend für mich. Andere Provinzen haben ein solches Dokument und meine Provinz sollte es auch haben. So suchte ich online nach „Provinzvorschriften und Regelwerken zur regelmäßigen Bereinigung“ und fand es tatsächlich. Es war bereits 23:30 Uhr und ich druckte es sofort aus.

Als am nächsten Tag die Gerichtsverhandlung stattfand, bat der Vorsitzende Richter die Klägerin, die Gründe kurz darzulegen. Ich fasste sie einfach in den folgenden drei Punkten zusammen:

1. Der Verwaltungsakt des städtischen Sozialversicherungsamts, Renten einzubehalten, hat keine rechtliche Grundlage. Das Sozialversicherungsamt ist eine Sozialversicherungsagentur, keine Sozialversicherungsverwaltungsagentur, und hat keine Verwaltungs- und Verwaltungsstrafbefugnisse. Sogar die Verwaltungs- und Strafbefugnisse des ihm übergeordneten Personal- und Sozialversicherungsamts müssen klare funktionale Befugnisse haben und im Rahmen der Ermächtigung durch Gesetze, Verwaltungsvorschriften und Abteilungsvorschriften handeln. Die Einbehaltung von Renten ist offensichtlich eine Entziehung der Eigentumsrechte der Bürger.

2. Die Rechtsgrundlage des städtischen Sozialversicherungsamts sind Dokument Nr. 24 und Dokument Nr. 287 der Personal- und Sozialversicherungsabteilung. Diese beiden Dokumente haben keine Grundlage in Gesetzen und Vorschriften und sind ungültig. Die Dokumente schränken die Rechte der Bürger willkürlich ein und legen Verwaltungszwangsmaßnahmen fest, was gegen Artikel 80 Absatz 2 des Gesetzeskodex und Artikel 10 Absatz 4 des Gesetzes über Verwaltungszwang verstößt und ein illegales und ungültiges Verwaltungsdokument darstellt.

3. Bestimmungen zur regelmäßigen Bereinigung von Vorschriften und Dokumenten der Provinz (Anordnung der Provinzregierung Nr. 237) Artikel 10: Wenn Regelwerke für einen bestimmten Zeitraum gelten, muss die Gültigkeitsdauer angegeben werden. Wenn die Gültigkeitsdauer im Regelwerk nicht angegeben ist, beträgt die maximale Gültigkeitsdauer 5 Jahre. Wenn es als „vorübergehend“ oder „probeweise“ gekennzeichnet ist, darf die Gültigkeitsdauer 2 Jahre nicht überschreiten. Wenn die Gültigkeitsdauer abläuft, wird das Regelwerk automatisch ungültig.

Zur Rechtsgrundlage des Beklagten: Dokument Nr. 24 ist genau diese Art von „probeweise“– Kennzeichnung und seine Gültigkeitsdauer hat zwei Jahre überschritten. Gemäß Artikel 10 der Anordnung der Provinzregierung Nr. 237 sollte das Dokument automatisch ungültig sein. Das Dokument wurde sechs Monate vor Ablauf seiner Gültigkeitsdauer nicht neu veröffentlicht. Daher kann der Beklagte die Rente der Klägerin nicht auf Grundlage des ungültigen Dokuments abziehen.

Nach dieser Darlegung war der Vorsitzende Richter fassungslos und fragte: „Klägerin, gibt es einen solchen Punkt in Ihrer Anklageschrift?“ Ich antwortete: „Entschuldigen Sie, Herr Richter, ich habe ihn erst gestern Abend um 23:30 Uhr im Internet gefunden und hatte keine Zeit, ihn dem Vorsitzenden Richter zu melden. Jetzt lege ich dieses Dokument dem Gericht vor.“ Dann ließ ich dem Vorsitzenden Richter das Dokument durch den Gerichtsassistenten überreichen. Als ich zum Verhandlungstisch aufblickte, sah ich, wie die Geschworenen mich zustimmend ansahen. Der ganze Gerichtssaal war mehrere Minuten lang still.

Als der Vorsitzende Richter dem Beklagten mehrere Fragen stellte, war es eine Anwältin, die sie beantwortete. Die Anwältin schien schlecht vorbereitet und beendete nicht einmal ihren letzten Satz. Das tat der Vorsitzende Richter für sie. Der Anwalt des anderen Beklagten, des Direktors der Rentenauszahlungsabteilung, dem ich die wahren Umstände erklärt hatte, sagte nichts und hielt seinen Kopf gesenkt. Offensichtlich hatte der Direktor die tatsächlichen Begebenheiten verstanden und sich gut positioniert.

Es war offensichtlich, dass ich, die Klägerin, den gesamten Prozess dominierte, was auch das Ergebnis der allgemeinen Zusammenarbeit der Praktizierenden war. Es war ein verschneiter und kalter Tag, aber mehrere Praktizierende sendeten in der Nähe aufrichtige Gedanken aus. Einige Praktizierende waren im Saal und sendeten hier aufrichtige Gedanken aus. Der Vorsitzende Richter, der die wahren Umstände kannte, handelte ebenfalls freundlich und machte eine Ausnahme, indem er einem Praktizierenden erlaubte, den Gerichtssaal zu betreten, um mich zu begleiten. Ich hatte das Gefühl, dass die Klage erfolgreich war.

Auf dem Weg nach Hause fragte ich den anderen Praktizierenden, der im Gerichtssaal gewesen war: „Warum zitterte die Stimme der Anwältin des Beklagten? Sie stotterte sogar bei den letzten beiden Fragen.“ Der Praktizierende antwortete: „Ich habe aufrichtige Gedanken ausgesendet, damit sie aufhört zu reden und aufhört, ein Verbrechen gegen Dafa zu begehen.“ Ich war begeistert – wie wichtig ist es doch, dass Mitpraktizierende in kritischen Momenten kooperieren!

Selbstzufriedenheit führt zu Problemen

Gerade als ich voller Zuversicht auf das Urteil wartete, wurde die Klage unerwartet abgewiesen. Ich konnte das damals absolut nicht akzeptieren. Wie konnte das passieren?! Ich hatte viel Arbeit geleistet und im Voraus Briefe an die fünf an der Verhandlung beteiligten Personen geschickt. Während der Verhandlung hatte ich mich auch gut geschlagen, war ruhig geblieben und hatte mich gut ausgedrückt.

Am Tag nach der Verhandlung war es windig und verschneit und die Straße war sehr rutschig. Zwei andere Praktizierende, die in die Wartehalle kamen, nahmen ein Taxi, um mich nach Hause zu bringen, und sprachen lange mit mir. Sie stimmten zu, dass die Klage erfolgreich war, wir aber dennoch die Menschen aufrütteln und das Problem beiseitelegen müssten. Der grundlegende Punkt war, alle Lebewesen zu retten. Am zweiten und dritten Tag kamen sie nacheinander zu mir nach Hause, um ihre Erfahrungen zu teilen, in der Hoffnung, dass ich über diesen Vorfall schreiben würde, um weitere Praktizierende zu ermutigen, sich zu melden und gegen die Verfolgung zu kämpfen. Aber mein Fall wurde unerwartet abgewiesen.

In dieser Nacht war ich so deprimiert, dass ich dem Gerechtigkeitsforum eine tränenreiche Nachricht schrieb, in der ich erklärte, ich hätte versagt. Dass ich das schrieb, lag offensichtlich daran, dass ich nicht ganz klar im Kopf war und mir Sorgen um meinen Ruf machte. Mehrere Praktizierende vom Gerechtigkeitsforum schrieben mir zurück und wiesen darauf hin, dass mein Ego stark sei. Die Worte der Mitpraktizierenden waren zutreffend und scharfsinnig und trafen sofort den Kernpunkt meines Problems: meine Anhaftung an mich selbst.

Mehrere Tage lang las ich immer und immer wieder still die Antworten von mehreren Praktizierenden und sie alle waren sehr treffend. Ich weinte beim Lesen und schaute nach innen. Ich wollte mein Gesicht wahren, außerdem gab es Freude, Angeberei und Kampfgeist. Ich dachte daran, wie gut ich vor Gericht abgeschnitten hatte und wie gut ich vorbereitet gewesen war und wie ich den Gegner vollständig widerlegt hatte, was mich sehr glücklich machte. Dabei vergaß ich, dass es der Meister ist, der alle Lebewesen rettet. Was hätte ich ohne die Erleuchtung und den Segen des Meisters und ohne die Hilfe anderer Praktizierender tun können?! Ich hätte nicht einmal eine Beschwerde schreiben können. Worauf war ich also so stolz?!

In Gedanken sagte ich zum Meister: „Meister, ich weiß, dass ich falsch lag. Ich werde mich dem Fa entsprechend korrigieren und praktische Maßnahmen ergreifen, um in Zukunft jeden Schritt zur Bestätigung des Dafa zu unternehmen.“

Den Entwicklungsprozess im Auge behalten und nicht von den Ergebnissen abhängig sein

Ich korrigierte mein Verständnis, passte meine Haltung an, fasste neuen Mut und legte Berufung beim Mittleren Eisenbahngericht ein. Nach zwei Prozessen vor den unteren Gerichten und zwei Anhörungen vor den mittleren Gerichten erhielt ich im November 2023 das endgültige Urteil des Mittleren Eisenbahngerichts, das einige meiner Forderungen unterstützte: 1) Aufhebung des ursprünglichen Urteils des unteren Gerichts; 2) Nachzahlung der einbehaltenen Rente nach der Entlassung aus dem Gefängnis. Das heißt, der Teil, der während der Haft ausgesetzt wurde, wird nicht zurückerstattet.

Früher war ich geldbesessen und hätte mich gefreut, etwas Geld zurückzubekommen. Jetzt ist es so, als gäbe es so etwas nicht; es gibt auch keine Unruhe dazu in meinem Herzen. Ich denke, das ist die Erhöhung meiner geistigen Ebene.

Mir wurde Folgendes klar: Ohne diese Trübsal und wenn alles glatt gelaufen wäre, hätte ich mich nur über eine Geldsumme gefreut und Anhaftungen wie Angeberei, Profitgier und Kampfgeist entwickelt. Anstatt ein besseres Endergebnis zu erzielen, hätte ich die Sache abgeblasen. Nach dieser Drangsal haben mich andere Praktizierende unter Verweis auf das Fa sofort daran erinnert, dass ich bei Problemen nicht mehr „mich“ an die erste Stelle setzen, sondern das Fa zum Maßstab nehmen sollte. Ich werde alles tun, was Dafa von mir erfordert, ohne zu zögern. Ich bin ein Dafa-Teilchen und stehe unter der Kontrolle des Dafa.

Zurzeit appelliere ich an das Obergericht der Provinz, eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu beantragen, um die während meiner Haft ausgesetzte Rente zurückzufordern. Im Moment habe ich nicht mehr das Konzept von Verlust oder Gewinn im Kopf. Ich möchte nur noch alle Lebewesen retten. Ich werde diese Lektion im Hinterkopf behalten. In Zukunft werde ich mich auf den Entwicklungsprozess konzentrieren, nicht von den Ergebnissen besessen sein und es mit der Haltung tun, Menschen zu erretten.

Schluss

Wenn ich auf die letzten sechs Jahre des Rentenantragsverfahrens zurückblicke, muss ich sagen, dass ich viele Härten, Höhen und Tiefen, sengende Hitze und Kälte sowie Apathie und Bitterkeit ertragen musste, die ich in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt hatte. Doch gerade deshalb bin ich stark und entschlossen geworden, konnte Demütigungen ertragen, die Last tragen und meine egoistische Natur ändern.

Ursprünglich war ich ein schüchterner Mensch, der seinen Ruf höher schätzte als sein Leben. Um meine Anhaftungen loszuwerden, hat mir der Meister geholfen, in dieser Angelegenheit Erfolg zu haben. Diese Angelegenheit war am Anfang wirklich schwierig, aber wenn man erst einmal in den Prozess einsteigt, ist es überhaupt nicht mehr schwierig, solange man es mit der Absicht tut, alle Lebewesen zu erretten. Jetzt scheinen viele Schwierigkeiten nichts zu sein.

Ich hoffe, dass die Praktizierenden, die immer noch von der KPCh verfolgt und ihrer Renten beraubt werden, schnell heraustreten und erkennen, dass es sich dabei um eine wirtschaftliche Verfolgung handelt. Wir Dafa-Praktizierenden dürfen das niemals akzeptieren. Der Prozess, sich zu erheben, um Lebewesen die Wahrheit zu sagen, das Böse aufzudecken, das Böse einzudämmen und Lebewesen zu erretten, ist auch ein Prozess der Erhöhung in der eigenen Kultivierung.

Mein Weg ist noch nicht zu Ende. Ich werde weiterhin Schritt für Schritt gehen, stetig wie immer, einzig und allein, um dem Meister bei der Fa-Berichtigung zu helfen, Lebewesen zu erretten.

Meine Ebene ist begrenzt. Wenn es etwas gibt, das nicht dem Fa entspricht, weist mich bitte gütig darauf hin.

Danke, Meister! Ich danke auch den Praktizierenden, die mir geholfen haben!