(Minghui.org) Ich grüße den barmherzigen Meister und meine Mitpraktizierenden!
Ich praktiziere nun seit fast acht Jahren Falun Dafa. Als ich anfing, Dafa an die erste Stelle zu setzen, wurde meine Kultivierung stabiler.
Nachdem ich mit der Kultivierung angefangen hatte, verstand ich, wie wichtig es ist, bei Gemeindeveranstaltungen über die wahren Umstände aufzuklären und dem Meister bei der Errettung der Lebewesen zu helfen. Der Meister sah mein Herz und arrangierte viele Gelegenheiten für mich, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen.
Ich erinnere mich noch gut an die erste Veranstaltung der vietnamesischen Gemeinde. Als jemand aus Nordvietnam bemerkte ich schnell die Kluft zwischen den Menschen aus dem Norden und dem Süden. Da das kommunistische Regime im Norden ansässig ist, hassen viele Vietnamesen aus dem Süden die Menschen aus dem Norden.
Als ich die vietnamesische Gruppe begrüßte, deutete eine ehemalige Gemeindepräsidentin auf mich und rief: „Sie sind eine Kommunistin! Verschwinden Sie von hier!“ Sie beschimpfte mich fast 30 Minuten lang. Ich war schockiert und verletzt, ermahnte mich jedoch, dass ich eine Falun-Dafa-Praktizierende sei, und blieb ruhig. Dann lächelte ich und sagte sanft: „Ja, ich bin unter dem Kommunismus aufgewachsen, aber ich gehöre nicht mehr dazu. Als ich noch in Vietnam lebte, konnte ich die Wahrheit nicht erkennen, weil das Regime seine Bosheit verbirgt. Seit ich hier bin, habe ich viel gelernt und richte mich als Falun-Dafa-Praktizierende nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, um einen positiven Beitrag zu leisten.“
Während ich die Situation ertrug, erinnerte ich mich daran, dass Schwierigkeiten in der Gesellschaft auftreten, damit ich mich kultivieren, meine Anhaftungen loslassen und meine Xinxing erhöhen kann. Als mich die ehemalige Gemeindepräsidentin daraufhin in der vietnamesischen Gemeinde des Victoria-Bezirks willkommen hieß, war ihr Ton milder, was zeigte, dass ich diese Prüfung bestanden hatte.
Seitdem hat Falun Dafa in Melbourne das Vertrauen der Gemeinde gewonnen. Unsere Gruppe und unsere Künstler werden regelmäßig zu Veranstaltungen eingeladen und die Gemeindepräsidentin nimmt oft an unseren Veranstaltungen teil und hält Reden. Zahlreiche Vietnamesen haben Shen-Yun-Tickets gekauft und Petitionen unterschrieben, um den staatlich geförderten Organraub durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) zu unterbinden und die KPCh zu beenden.
Es ist jedoch nicht einfach, die drei Dinge in den verschiedenen Gesellschaftsschichten zu erfüllen, solange unsere menschlichen Anhaftungen unentdeckt bleiben.
Vor Kurzem hatte ich das Privileg, von der Zeitschrift Tatler Vietnam zu ihrem Artikels über „Gesundheit und erfolgreiche Geschäftsfrauen“ interviewt zu werden. Ich sprach darüber, wie meine Gesundheitsklinik der Gemeinde dient und das Praktizieren der Falun Dafa-Übungen die Gesundheit vieler Menschen deutlich verbessert hat. Die Wertschätzung der Redakteurin für traditionelle Kultur stand im Einklang mit den Prinzipien der Kultivierung. Deshalb nutzte ich die Gelegenheit und erzählte, wie Falun Dafa in meinem Leben als Leitfaden dient – sowohl auf meinem persönlichen Weg als auch bei der Führung meiner Gesundheitsklinik. Ich war dankbar, dass ich durch dieses Interview mehr Menschen Falun Dafa näherbringen und sie darüber informieren konnte, wie das Befolgen der Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht einem Gesundheit, Ausgeglichenheit und Orientierung beschert.
Nach dem Interview war ich verunsichert und befürchtete, dass sie meine Worte so umformulieren könnten, dass sie dem Geschmack ihres wohlhabenden Publikums entsprachen. Gleichzeitig verspürte ich in meinem Innern eine Art Übereifer. Schließlich wurde das Interview nicht publiziert, was mich enttäuschte. Als ich nach innen schaute, stieß ich auf Angst und Überschwang.
Daraus lernte ich, dass wir im Gespräch über die Verfolgung die Perspektive und Interessen von anderen Menschen berücksichtigen müssen, und nicht nur auf uns selbst fokussiert sein dürfen.
Als ich mich im September in Darwin aufhielt, traf ich eine Behindertenaktivistin, die an Zerebralparese litt. Früher hatte sie als Beraterin eines Ministers der Regierung des Nördlichen Territoriums gearbeitet. Nach ihrem zweistündigen Vortrag vor unserer Klasse blieb ich noch etwas länger. Ich wollte ihr für ihren unerschrockenen Einsatz danken, dass sie Ungerechtigkeiten und versteckte Probleme zur Sprache gebracht hatte und sogar australische Premierminister und Gesundheitsminister darauf aufmerksam machte.
Ich schenkte ihr eine Origami-Lotusblume und erklärte ihr kurz die Prinzipien von Falun Dafa. Da sie bereits über eine lange Zeit gesprochen hatte, hielt ich unser Gespräch kurz. Sie bekundete aufrichtiges Interesse an der Geschichte der Lotusblume und den Prinzipien des Dafa, gab mir ihre Visitenkarte und ermutigte mich, sie später zu kontaktieren.
Diese Erfahrung lehrte mich, öffentlichen Rednern mit Aufrichtigkeit und Respekt zu begegnen und sie kurz und prägnant zu informieren, anstatt sie mit zu vielen Informationen zu überhäufen.
Jeder Praktizierende hat seinen eigenen Kultivierungsweg. Nachdem ich das Fa erhalten hatte, arrangierte der Meister, dass ich die Koordination für eine vietnamesische Gruppe in Melbourne übernahm. Ich erlebte Erfolge aber auch Misserfolge, wobei mir jede Erfahrung die Gelegenheit bot, meine Xinxing zu kultivieren.
Als Praktizierende, Geschäftsinhaberin und Vollzeitstudentin ist meine Zeit sehr begrenzt. Ich neige dazu, Entscheidungen schnell zu treffen, was sich jedoch in der Zusammenarbeit mit anderen Praktizierenden, die noch nicht so weit sind, als Hindernis erweist. Oftmals hatten mein Mann [ebenfalls ein Praktizierender] und ich Meinungsverschiedenheiten darüber, wie wir Projekte effizienter koordinieren und durchführen konnten. Meine hohen Erwartungen und die Angewohnheit, mehrere Projekte gleichzeitig anzugehen, führten zu Schwierigkeiten. Oberflächlich betrachtet schien es effizient, Dinge schnell zu erledigen. Doch bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass meine Ungeduld auf tief verwurzelten Anschauungen beruhte, die aus einer kommunistischen Denkweise resultierten und meine persönlichen Wünsche über die der anderen stellten. Durch das Lernen des Fa erkannte ich, dass diese Anschauungen nicht gut sind.
Es dauerte lange, bis ich diese Anhaftung erkannte, aber im Laufe der Zeit machte ich kleine Fortschritte.
Nachdem ich einige dieser Anhaftungen losgelassen hatte, meldeten sich mehr Praktizierende aus eigener Initiative, die Führung bei Dafa-Projekten in der Gesellschaft zu übernehmen. Ich weiß, dass ich mich jeden Tag noch mehr anstrengen muss, um diese Anhaftung zu beseitigen und mit den Mitpraktizierenden zu harmonieren. Das spart nicht nur Zeit, sondern hilft uns vor allem, einen stärkeren und solideren Körper zu bilden.
Der Meister ist stets an unserer Seite. Wann immer ich auf Schwierigkeiten stoße, nehme ich das Zhuan Falun zur Hand, lese Erfahrungsberichte auf Minghui.org oder andere Schriften, und finde sofort Anleitung. Ich bin zutiefst dankbar, das Fa erhalten zu haben. Jeden Tag ermahne ich mich, die Gelübde, die ich vor dem Meister abgelegt habe, zu schätzen und fleißiger voranzukommen.
Seit ich das Fa erhalten habe, hat sich meine Xinxing deutlich verbessert. In den ersten Jahren meiner Kultivierung benutzte ich oft die Prinzipien des Fa, um andere zu beurteilen, und konzentrierte mich darauf, was meine Mitpraktizierenden nicht gut gemacht hatten. Eines Tages erinnerte mich mein Mann sanft: „Wenn du denkst, dass Falun Dafa gut ist, dann solltest du dich selbst gut kultivieren, anstatt dich über andere zu beschweren.“
Am Anfang wollte ich ihm zeigen, wie wunderbar Falun Dafa ist, damit auch er schnell das Fa erhielt. Doch seine Worte hatten mich wachgerüttelt. Mir wurde klar, dass ich eine starke Anhaftung entwickelt hatte, die Menschen in meiner Umgebung dazu zu bringen, das Fa zu erhalten. Obwohl meine Absicht gut war, war ich nach außen orientiert, anstatt mich nach innen zu kultivieren.
Der Meister hat gesagt:
„Jeder ist ein Zuständiger, jeder ist ein Teilchen des Dafa, jeder ist im Fa verschmolzen und wird im Fa gestählt, jeder weiß, wie er es machen soll.“ (Erläuterung des Fa auf der Fa-Konferenz im Westen der USA zur Zeit des chinesischen Laternenfestes 2003, 15.02.2003)
Ich verstand, dass jeder Praktizierende seinen eigenen vom Meister arrangierten Kultivierungsweg hat. Meine Aufgabe ist es, meinen Teil gut zu erfüllen und alles andere dem Meister zu überlassen. Nachdem ich meine Denkweise korrigiert und begonnen hatte, nach innen zu schauen, wurde mir etwa ein Jahr später die lokale Koordination für die vietnamesische Gruppe anvertraut.
Das ist nun sechs Jahre her. Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, bin ich voller Dankbarkeit für die barmherzige Fürsorge des Meisters und gegenüber allen Praktizierenden, die mit mir zusammengearbeitet haben.
Wenn man die Rolle als Koordinator innehat, bedeutet das noch lange nicht, dass man sich gut kultiviert hat. Vielmehr hilft mir diese Verantwortung, weitere Anhaftungen zu erkennen und abzulegen. Durch die Zusammenarbeit mit Praktizierenden aus der chinesischen, westlichen und vietnamesischen Kultur habe ich viel gelernt. Von den chinesischen Praktizierenden lernte ich Geduld und Fleiß; von den westlichen Praktizierenden Sanftmut und Höflichkeit und von den vietnamesischen Praktizierenden eine unbeschwerte Herangehensweise. Angeleitet durch das Fa lernte ich allmählich, die Stärken der anderen zu sehen anstatt ihrer Unzulänglichkeiten.
Manche Projekte schienen nicht voranzukommen, wenn ich nicht selbst die Initiative ergriff. Wenn ich manchmal ein Projekt ankündigte, meldete sich niemand freiwillig, sich aktiv daran zu beteiligen. Das bereitete mir Kopfzerbrechen. Als ich nach innen schaute, entdeckte ich, dass ich dazu neigte, mich auf meine eigenen Fähigkeiten zu verlassen, anstatt anderen zu helfen, sich weiterzuentwickeln. War das nicht eine Form von Egoismus?
Mir wurde klar, dass ich meinen Ansatz in der Koordination ändern musste. Wenn ich jetzt ein Projekt ankündige und keine Rückmeldung erhalte, spreche ich Praktizierende direkt an und ermutige sie, die Führung zu übernehmen, wobei ich ihnen meine volle Unterstützung anbiete. Dieser Ansatz ist zwar zeitaufwändiger, manifestiert jedoch Barmherzigkeit und Nachsicht auf eine natürliche Weise. Dadurch ist unsere Gruppe harmonischer geworden und erlaubt uns, an vielen Gemeinschaftsveranstaltungen teilzunehmen.
Die Rolle als Koordinatorin bot mir ein wertvolles Umfeld für meine Kultivierung. Beispielsweise rief mich einmal eine Praktizierende wegen eines Missverständnisses beim Verteilen von Shen-Yun-Flyern an. Sie war sehr aufgewühlt. Sie hatte sich bei einer Mitpraktizierenden entschuldigt, aber keine Antwort erhalten und verbrachte deshalb schlaflose Nächte. Ich hörte ihr geduldig zu und erinnerte sie daran, dass es in der Kultivierung keine Zufälle gibt. Sie fragte mich, wie ich es schaffte, in solchen Situationen ruhig zu bleiben. Ich erklärte ihr, dass uns jeder Konflikt die Gelegenheit bietet, uns zu erhöhen und Anhaftungen abzulegen. Später stimmte sie mir zu und beschloss, sich mit einem offeneren Herzen an weiteren Projekten zu beteiligen.
Vor Kurzem ärgerte sich ein Praktizierender über einen Mitpraktizierenden, der während unseres Erfahrungsaustauschs in der Gruppe sein Handy benutzte. Der Austausch zwischen ihnen eskalierte beinahe, was auch teilweise auf eine Sprachbarriere zurückzuführen war. Nach dem Fa-Lernen ließ der Praktizierende seinen Frust an mir aus. „Vielleicht haben wir beide Anhaftungen – ansonsten würden wir es gar nicht bemerken und uns gestört fühlen, nicht wahr?“, entgegnete ich sanft. Später führte ich auch ein Gespräch unter vier Augen mit dem anderen Praktizierenden und behielt dabei im Hinterkopf, dass Barmherzigkeit bei allen Interaktionen der Schlüssel ist. Auch der Praktizierende, der mir seine Bedenken mitgeteilt hatte, ging in sich und fühlte sich nicht länger frustriert. Schließlich dankten wir uns gegenseitig für die Bereitschaft, uns offen und gemeinsam zu kultivieren.
Der Meister sagte:
„Es ist nicht so, dass ihr als Koordinator einer Betreuungsstelle für Dafa arbeitet und dadurch die Vollendung erreichen könnt, ohne eure Xinxing zu erhöhen. Die Schüler können doch auch in jeder Konfliktsituation erkennen, dass es darum geht, die Xinxing zu erhöhen; warum dann nicht auch die Koordinatoren einer Betreuungsstelle? Damit ihr euch erhöhen könnt, muss euer Herz bei auftauchenden Konflikten gereizt werden, sonst geht es nicht. Die Arbeit für Dafa ist auch eine gute Gelegenheit für euch, eure Xinxing zu erhöhen! (Ein Verantwortlicher ist auch ein Kultivierender, 03.09.1996, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)
Diese Worte klingen oft in meinem Herzen nach. Ich ermahne mich ständig, nicht daran festzuhalten, recht haben zu wollen, sondern mich durch jede Herausforderung wahrhaftig zu kultivieren. Worüber sich meine Mitpraktizierenden auch immer mit mir austauschen, ob angenehm oder schwer zu ertragen, ist für mich eine Chance, Anhaftungen loszulassen und meine Barmherzigkeit zu vertiefen.
Ich bin für meinen Kultivierungsweg äußerst dankbar. Ohne meine Rolle als Koordinatorin hätte ich wahrscheinlich nicht so viele Gelegenheiten gehabt, mein Herz zu läutern und die Zusammenarbeit mit anderen Praktizierenden zu stärken. Während dieser Kultivierungsreise habe ich verstanden, dass es bei wahrer Koordination nicht darum geht, andere anzuleiten, sondern darum, sich selbst inmitten der gemeinsamen Bemühungen zu kultivieren, als ein Ganzes zu harmonieren und unsere Gelübde zu erfüllen, die wir vor langer Zeit abgelegt haben.
Vielen Dank, verehrter Meister! Vielen Dank, liebe Mitpraktizierende!