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[Fa-Konferenz in Südkorea 2025] Rückkehr zur Kultivierung nach langer Zeit der Verlorenheit

12. Dezember 2025 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierenden in Südkorea

(Minghui.org) Seien Sie gegrüßt, verehrter Meister! Seid gegrüßt, liebe Mitpraktizierende!

Ich bin dieses Jahr 40 Jahre alt. 2001, als ich in der neunten Klasse war, hatte ich das Glück, mit der Kultivierung im Falun Dafa zu beginnen. Allerdings gab ich es Ende 2005 Mitte meines zweiten Studienjahres wieder auf. In den folgenden 17 Jahren verschwendete ich viel Zeit und kehrte erst im Jahr 2023 zur Kultivierung zurück.

Ich danke unserem barmherzigen Meister aufrichtig dafür, dass er mir eine weitere Gelegenheit zur Kultivierung gegeben hat. Im Folgenden möchte ich von meinen Kultivierungserfahrungen berichten.

Das Fa erhalten

Als ich in der Mittelschule war, hatte ich kein Interesse am Lernen. Ich interessierte mich nur für Sport und Spiele und war besonders von einem Spiel besessen. Damals hatte ich das Gefühl, dass etwas fehlte, wenn ich vor dem Schlafengehen nicht spielte. Meine Eltern sagten oft zu mir: „Lies ein Buch. Lerne eine Weile das Fa.“

Nach dem Mittelschulabschluss beschloss ich, Taekwondo, eine koreanische Kampfsportart, zu meinem zukünftigen Beruf zu machen, und wählte daher eine Berufsschule, an der es keine abendlichen Selbstlernstunden gab. Als ich mich einschrieb, war Falun Dafa eine der außerschulischen Aktivitäten der Schule. Damals konnte ich mir nicht erklären, warum, aber ich fühlte mich davon angezogen und wählte Falun Dafa aus den vielen Aktivitäten aus.

Ich hatte mich nie für Bücher interessiert, aber seltsamerweise wollte ich unbedingt die Falun-Dafa-Bücher lesen. Ich ging in eine Buchhandlung in der Nähe und kaufte mir ein Zhuan Falun und andere Schriften des Meisters, noch bevor mir ein Lehrer an der Schule, der Falun Dafa praktizierte, sagte, ich solle die Lehre lesen. So begann ich während meiner dreijährigen Schulzeit Falun Dafa zu praktizieren.

Um mehr über das Fa zu lernen, las ich nicht nur in meiner Freizeit die Bücher, sondern hörte mir auch auf meinem zweistündigen Schulweg die Audio-Vorträge des Meisters aus Guangzhou an. Während dieser Zeit erkannte ich, dass Kultivierung ein Prozess ist, bei dem man Anhaftungen beseitigt, und dass Falun-Dafa-Praktizierende in jeder Situation gute Menschen sein sollen. Da ich Schüler war, sollte ich gute Leistungen in der Schule erbringen – deshalb gab ich das Spielen auf, konzentrierte mich auf mein Lernen, war immer der Klassenbeste und wurde ein vorbildlicher Schüler.

Früher hatte ich mich mit meinem zwei Jahre älteren Bruder um die Benutzung des Computers gestritten. Seitdem ich mit dem Praktizieren von Falun Dafa begonnen habe, lernte ich, Kompromisse einzugehen, sodass wir uns besser verstanden.

Nach dem Abitur wurde ich an einer Universität in der Provinz Süd-Chungcheong aufgenommen und ging zu einem nahegelegenen Übungsplatz, wo ich mit anderen Praktizierenden das Fa lernte und die Übungen machte. An den Wochenenden nahm ich an verschiedenen Aktivitäten zur Aufklärung der Tatsachen über die Verfolgung teil. Wir verteilten zum Beispiel Flugblätter, halfen bei der Rettung von verhafteten chinesischen Praktizierenden und nahmen Folter-Nachstellungen teil. Diese Zeit war zwar kurz, aber für mich sehr wertvoll.

Allerdings betrachtete ich die Welt aus einer engen Perspektive und hatte eine extreme, schwarz-weiße Denkweise. Es schien, als würde ich Falun Dafa nur als einen unbedeutenden Weg oder Pfad betrachten. Wenn ich nur eine Folge einer Fernsehserie sah, hatte ich das Gefühl, vom Zustand eines Kultivierenden abgewichen zu sein, meine aufrichtigen Gedanken wurden schwächer und ich bekam ein starkes Schuldgefühl.

Die südkoreanische Fußballmannschaft erreichte das Halbfinale der Weltmeisterschaft 2002. Ich betrachtete das Fernsehen und das Gefühl der Freude, wenn wir gewannen, als Anhaftungen, deshalb schaute ich mir die Weltmeisterschaft nicht mehr an.

Damals dachte ich fälschlicherweise, dass meine Kultivierung eine sehr hohe Ebene erreicht hätte und war sogar ein wenig selbstgefällig.

Zurück zum Alltag

An der Universität stieß ich in meiner Kultivierung auf ein schwieriges Hindernis: die Leere und Einsamkeit, nachdem ich in meiner Kultivierung nachgelassen hatte, sowie die bevorstehende Frage der Einberufung zum Militärdienst. Die Vorlesungen an der Universität bieten flexible Stundenpläne und viel Freizeit, aber ich nutzte diese nicht gut. Infolgedessen wurde meine Freizeit zu einer großen Herausforderung.

Als mir bewusstwurde, dass ich in meiner Kultivierung nachgelassen hatte, stieg ein starkes Gefühl der Leere und Einsamkeit in mir auf. Ich wurde allmählich passiv und fühlte mich sogar unfähig, weiter zu praktizieren. Ich sagte oft zu einem Mitpraktizierenden, dass ich das Gefühl hätte, nicht mehr würdig zu sein, mich zu kultivieren.

Gegen Ende 2005 saß ich eines Abends im Freien und beobachtete den Sonnenuntergang. In diesem Moment hatte ich das Gefühl, dass die Kultivierung unglaublich schwierig war. Ich sehnte mich danach, wie meine Freunde zu sein, sorglos und fröhlich.

Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich diesen Gedanken akzeptierte. Die Arrangements der alten Mächte waren ziemlich offensichtlich, doch da ich das Fa-Lernen vernachlässigt hatte, fehlte es mir an aufrichtigen Gedanken, um dieses Arrangement zurückzuweisen.

Später nahm ich eine Auszeit vom Studium, um mich auf den Militärdienst vorzubereiten. Allmählich entfernte ich mich von der Kultivierung, wobei ich in den großen Farbtopf der gewöhnlichen Menschen fiel. Ohne Selbstdisziplin glaubte ich fälschlicherweise, dass das Leben einfach und sorglos sei. Meine Selbstsucht und meine Angst, ausgenutzt zu werden, wurden immer stärker.

Es ist wirklich schwierig, in der Kultivierung voranzukommen, aber ein Sturz kann in einem Augenblick geschehen.

In den Monaten vor meinem Eintritt in die Armee suchte ich nach einem Teilzeitjob, um etwas Taschengeld zu verdienen, aber die einzigen offenen Stellen erforderten eine Mindestbeschäftigungsdauer von sechs Monaten. Ich log und sagte, ich könne sechs Monate arbeiten. Als ich jedoch meinen dritten Monatslohn erhielt, beging ich einen großen Fehler: Ich kündigte ohne ein Wort und sagte es nicht einmal meinem Chef.

Die Vergeltung kam schnell. Eines Abends bekam ich Bauchschmerzen, alle drei Sekunden hatte ich starke Schmerzen. Das ging bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages so weiter. Als die Schmerzen unerträglich wurden, wollte ich den Meister um Hilfe bitten, aber ich schämte mich zu sehr. Stattdessen ging ich in die Notaufnahme, wo die Ärzte eine akute Blinddarmentzündung diagnostizierten. Ich wurde sofort operiert. Das war das erste Mal, dass ich im Krankenhaus war.

Süchtig nach Spekulationen mit Aktien

Nachdem ich den Militärdienst beendet hatte, begann ich gierig, nach Ruhm und Reichtum zu streben, wobei ich die grundlegendsten Prinzipien eines anständigen Menschen immer mehr aus den Augen verlor. Nachdem ich angefangen hatte zu arbeiten, wurde mein Verlangen nach Gewinn immer stärker, sodass mein Gehalt meine Wünsche nicht mehr befriedigen konnten. Und so begann ich, in Aktien zu investieren.

Bald wurden Aktien ein äußerst wichtiger Bestandteil meines Lebens; ich konnte kaum aufhören, den Markt zu beobachten. Allerdings verlor ich jedes Mal Geld, wenn ich kaufte oder verkaufte. Mein einziger Gedanke war – mein Kapital zurückzugewinnen, aber ich versank immer tiefer im Sumpf.

Mit der Zeit wurde ich immer gieriger. Angetrieben von wiederholten Verlusten und Stress suchte ich nach Aktien mit hohem Risiko und hoher Rendite. Schließlich investierte ich meine gesamten Ersparnisse und Kredite in eine Biotech-Aktie, die Gerüchten zufolge kurz vor dem Abschluss einer klinischen Phase-III-Studie für Diabetes stand. Aber die Realität erwies sich als anders. Nachdem die Nachricht vom Scheitern der Studie bekannt wurde, stürzte die Aktie in den nächsten zwei Tagen ab. Aufgrund unzureichender Margen war ich gezwungen, sie zu liquidieren. Das stürzte mich fast in den Bankrott.

Ich war am Boden zerstört und dachte sogar daran, aus einem fahrenden Auto zu springen. Doch am Ende kniete ich vor meinen Eltern nieder, weinte und flehte sie an, mir Geld zu leihen. Wir mussten unser Haus beleihen, was mich gerade noch vor dem Bankrott rettete.

Danach dachte ich jedes Mal, wenn ich mich hinlegte und die Augen schloss, an meine Schulden und die Belastung durch die Hypothek auf das Haus meiner Eltern. Der Druck verursachte mir immense Schmerzen.

Später stieß ich auf etwas, das noch schlimmer war als Aktien: Kryptowährung (Bitcoin). Aktien haben Öffnungs- und Schließungszeiten, aber der Kryptowährungsmarkt ist rund um die Uhr geöffnet und unterliegt extremen Preisschwankungen.

Ich transferierte mein gesamtes verbleibendes Geld in Kryptowährung. Zu Beginn erzielte ich überraschenderweise eine Rendite in Höhe des 30-fachen meiner ursprünglichen Investition und zahlte sofort die Schulden meiner Eltern zurück. Doch nach diesen enormen Gewinnen kam die Gier wieder zum Vorschein. Der ursprüngliche Gedanke „zufrieden zu sein, solange die Schulden beglichen sind“, verschwand.

Ich hatte fast eine Milliarde südkoreanische Won (etwa 583.382 Euro) in der Hand, und mein Kopf war voller gieriger Gedanken wie: „Wenn sich der Wert noch einmal verdoppelt, habe ich zwei Milliarden Won, und dann kann ich Urlaub machen und die Welt bereisen! “ Ich ignorierte völlig die Warnungen meiner Mitmenschen, damit aufzuhören.

Der Meister sagt:

„Doch je besser ein Mensch lebt, desto egoistischer wird er und will dann noch mehr besitzen. So entfernt er sich immer weiter von den kosmischen Eigenschaften und geht der Vernichtung entgegen.“ (Zhuan Falun, 2019, S.134)

Letztendlich verlor ich mit dem Börsencrash alles. Ich benutzte sogar wieder törichterweise mein Überziehungskonto und geriet dadurch erneut in hohe Schulden.

Rückkehr zur Kultivierung

Zu allem Übel wurde bei mir ein Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule diagnostiziert und ich musste ins Krankenhaus. Das erfüllte mich mit Verzweiflung. War ich dazu bestimmt, für immer so zu leben? Ich empfand eine tiefe Leere gegenüber dem Leben und erkannte, dass all dies die Vergeltung für meine Gier war.

In meiner Verzweiflung erinnerte ich mich an Falun Dafa, das ich früher praktiziert hatte. Ich war mir sicher, dass die Kultivierung der richtige Weg war. Tatsächlich hatte ich schon 2010 versucht, die Kultivierung wieder aufzunehmen, aber mir fehlten die aufrichtigen Gedanken und ich gab nach weniger als einem Monat auf. Dieses Mal war es anders. Da ich so viel erlebt hatte, war die Unvorhersehbarkeit und die Illusionen des Lebens tief im Inneren eingeprägt, sodass ich die Kostbarkeit von Dafa noch mehr zu schätzen wusste.

Zufällig ging ich auf Minghui.org und sah den neuen Artikel des Meisters Die Kultivierung im Dafa ist ernsthaft, der im September 2023 veröffentlicht wurde. Insbesondere diese Passagen berührten mich:

„Ihr konntet damals zum Praktizieren kommen, weil ihr schon mit eurem Leben als Pfand ein Versprechen gegeben habt. Ganz gleich, wie alt oder jung du gewesen bist, oder wie viel Zeit vergangen ist; ein Gelübde abzulegen, ist ernsthaft. Das bedeutet, dass diejenigen, die sagen, dass sie nicht mehr praktizieren – und es spielt keine Rolle, ob sie Dafa vor langer Zeit oder vor kurzem verlassen haben –, ihr Gelübde einlösen müssen, ob sie sich kultivieren oder nicht.“

„Für solche Menschen, und aus Barmherzigkeit, erklärt dir der Meister noch einmal und damit auch das letzte Mal das Fa. Wo du landest, musst du selbst entscheiden!“ (Die Kultivierung im Dafa ist ernsthaft, 1.09.2023)

Der Satz: „Wo du landest, musst du selbst entscheiden!“ hat mich wirklich erschüttert. Ich wusste, dass der barmherzige Meister mich, diesen törichten und verlorenen Schüler, daran erinnerte, dass ich noch immer die Möglichkeit habe, mich zu kultivieren.

Ich beschloss, zur Kultivierung zurückzukehren.

Ich hörte mir die Audio-Vorträge des Meisters in Guangzhou an und praktizierte einen Monat lang zuhause die Übungen. Danach fand ich einen Übungsplatz in meiner Nähe und schloss mich einer Fa-Lerngruppe an.

Obwohl ich die Kultivierung einmal aufgegeben habe, wusste ich sehr gut, dass dies daran lag, dass ich mich nicht genug bemüht hatte. Dafa und der Meister waren die Rechtschaffensten, und ich habe Dafa und den Meister immer respektiert. Ich hatte keine Dafa-Bücher oder -Materialien weggeworfen, sondern sie ordentlich in meinem Bücherregal aufbewahrt. Ich glaube, dass ich deshalb zur Kultivierung zurückkehren konnte.

Nachdem ich erneut mit der Kultivierung begonnen hatte, erlangte ich durch das Fa-Lernen und das Praktizieren der Übungen inneren Frieden und meine Gesundheit zurück.

Ich hatte mich als Teenager kultiviert. Damals war ich bei guter Gesundheit gewesen und hatte keine körperlichen Beschwerden gehabt. Aber nun als Erwachsener, der mit Karma belastet war, konnte ich die Veränderungen in meinem Körper deutlich spüren: Beschwerden wie Bandscheibenprobleme im Nackenbereich, wiederkehrende Mandelentzündungen und andere Beschwerden verschwanden, ohne dass ich es bemerkte.

Meine Sucht nach Aktien und Kryptowährungen loslassen

Ich habe kaum jemals aufgehört zu spekulieren. Nachdem ich die Kultivierung wieder aufgenommen hatte, versuchte ich zwar mein Bestes, um das Fa zu lernen und die Übungen zu machen, aber es fiel mir schwer, meine Anhaftung an Kryptowährungen und Aktien loszulassen. Diese vollständige aufzugeben war so schwierig wie eine Prüfung auf Leben und Tod.

Ich begann, mir Ausreden zu suchen und dachte: Solange ich nicht mehr so häufig kaufe und verkaufe und mich nicht zu sehr in Versuchung führen lasse, ist das dann nicht eine Form der Selbstbeherrschung? Wenn ich jetzt einfach komplett damit aufhören könnte, wäre ich dann nicht jetzt schon ein Buddha?

Ich handelte zehnmal seltener als zuvor, aber ich hörte nicht vollständig auf. Danach erholte sich der Wert meiner Anlagen langsam und reichte fast aus, um alle meine Schulden zu begleichen.

Allerdings fand ich eine andere, scheinbar vernünftige Ausrede für meine gierigen Gedanken: „Wenn ich jetzt verkaufe, habe ich nichts mehr übrig. Ich werde warten, bis der Wert noch etwas steigt, damit ich zur Ruhe kommen, ein Haus kaufen und ein normales Leben führen kann.“

Ich kultivierte mich acht Monate lang wieder, tat aber diesen entscheidenden Schritt nicht, und mein Herz war immer noch zerrissen und unruhig.

Als ich eines Tages vom gemeinsamen Fa-Lernen nach Hause kam, öffnete ich Minghui.org und sah einen Artikel von der Minghui-Redaktion mit dem Titel Die Risiken von Kryptowährungen für unsere Gesellschaft. In dem Moment, als ich den Titel las, fühlte es sich an, als hätte mir jemand ins Herz gestochen, es begann wild zu pochen. Ursprünglich war die Mitteilung am 5. Juli 2018 veröffentlicht worden, nun erschien derselbe Inhalt erneut im Juni 2024. Ich empfand es wie eine letzte Mahnung des barmherzigen Meisters, die mich vor die Wahl stellte, ob ich ein wahrer Kultivierender werden wollte oder nicht.

In der Mitteilung hieß es, dass Dafa-Jünger sich nicht an solchen Aktivitäten beteiligen dürfen und dass diejenigen, die gegen die Mitteilung verstoßen, das Fa sabotieren.

In diesem Moment wurde mir bewusst, dass Kultivierung ernst ist und ich niemals gegen die Prinzipien des Fa verstoßen darf. Als ich mich schließlich entschloss, die Kryptowährung endgültig aufzugeben, spürte ich ein brennendes Gefühl am ganzen Körper, als würde diese Anhaftung einen letzten verzweifelten Versuch unternehmen, sich gegen die Beseitigung zu wehren. In dieser Nacht dachte ich lange nach und entschied mich schließlich, bevor ich schlafen ging, den Handel mit Kryptowährungen vollständig aufzugeben.

Die Entscheidung, loszulassen, beruhte jedoch eher darauf, dass ich die Warnung gelesen hatte, als darauf, dass ich die Anhaftung an Gewinn und Reichtum wirklich beseitigte.

Meine Arbeit umfasst die Erforschung der Halbleiterindustrie und die Analyse von Unternehmenstrends. Die Beobachtung der Unternehmensleistungen und Aktienkursbewegungen ist Teil meiner täglichen Arbeit, daher kreisen meine Gedanken immer wieder um Aktien. Etwa zwei Monate später begann meine Entschlossenheit, Kryptowährungen aufzugeben, zu schwanken, und ich wurde wieder in Versuchung geführt, als ich die Börsenkurse sah.

Ich dachte: „Ich arbeite seit mehr als zehn Jahren für ein großes Unternehmen, habe aber fast keine Ersparnisse und wohnte immer noch in einem winzigen Zimmer zur Miete.“ Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht so leben sollte: „ sollen sich auch an die Realitäten der normalen Gesellschaft anpassen. Wenn ich zu arm bin, werden andere Menschen Dafa missverstehen. Vielleicht sollte ich erst einmal mehr Geld sparen.“

Ich dachte mir noch: „Wenn ich mir kein Geld leihe, keine Begierde verspüre und nur mein eigenes Geld in gute Unternehmen investiere, die einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen, sollte es doch kein Problem geben, oder?“ Also begann ich wieder, mir Aktien anzuschauen.

Obwohl ich mir verboten hatte, auf die Börse zu schauen, konnte ich manchmal nicht anders, als die Kurse zu überprüfen und dachte: „Das stimmt nicht“, während ich die Aktienkurse durchstöberte.

Jedes Mal, wenn das passierte, machte ich mir Vorwürfe: „So verhält sich kein Kultivierender. Das ist falsch. Wie konnte ich nur so sein?“ Und meine guten Gedanken schwanden immer mehr.

Dann weckte mich der barmherzige Meister in einem Traum erneut auf.

Im Traum stieg der Aktienmarkt sprunghaft an. Ich dachte: „Oh je, ich hätte diese Aktie kaufen sollen. Warum habe ich das nicht getan?“ Und so kaufte ich diese Aktie im Traum. Als der Kurs stieg, verspürte ich eine Welle der Begeisterung. „Genau, ich habe die richtige gekauft.“ Doch in diesem Moment der Freude brach im Traum plötzlich alles zusammen und verschwand.

Während wir gemeinsam das Fa lernten, sagte ein Praktizierender: „Wir müssen die Fa-Prinzipien klar verstehen.“ Diese Aussage fand tiefen Widerhall in mir. Ich erkannte, dass alle materiellen Vorteile tatsächlich durch die eigene Tugend erworben werden. Wenn ich meine Aktien zu einem hohen Preis verkaufte, musste sie zwangsläufig jemand anderes kaufen. Dieser Gedanke gab mir das Gefühl, dass es nicht tugendhaft war. Daher verkaufte ich schließlich alle meine Aktien und zog mich vollständig vom Aktienmarkt zurück.

Ein paar Tage später stieg die Aktie aufgrund positiver Nachrichten auf ihr Tageslimit, aber mein erster Gedanke war: „Gut, dass ich sie vorher verkauft habe. Sonst hätte ich meine kostbare Tugend gegen Geld eingetauscht.“ Nachdem ich die Fa-Prinzipien wirklich erkannt hatte, konnte ich mich endlich von meiner Anhaftung an Aktien, Kryptowährungen und andere Formen von Gewinn und Reichtum lösen.

Die Kultivierungsumgebung in der Gruppe schätzen

Der Meister sagt:

„Der Mensch ist wie ein Gefäß; er ist das, was sich in ihm befindet.“(Im Fa verschmelzen, 3.08.1998, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)

Ich verstehe die Bedeutung dieses Abschnitts zutiefst. Ich bin jeden Tag bei der Arbeit von allen möglichen weltlichen Dingen umgeben, daher ist es nicht leicht, ein aufrichtiges Herz zu bewahren. Das gemeinsame Fa-Lernen und das gemeinsame Praktizieren der Übungen sind für mich sehr wertvoll, insbesondere das zweimal wöchentliche Fa-Lernen in unserer Gruppe.

Manchmal fühle ich mich müde und möchte mich nach der Arbeit ausruhen. Aber ich sage mir immer: „Auch wenn mir ein Messer an die Kehle gehalten wird, muss ich das Fa lernen.“ Sobald dieser Gedanke feststeht, verschwinden die mentalen Ablenkungen. Manchmal habe ich leichte Bauchschmerzen, bevor ich das Haus verlasse, aber die Schmerzen verschwinden, sobald ich am Ort des Fa-Lernens ankomme. Das ist schon mehrmals passiert.

Ich verbringe meine Wochenenden und Feiertage oft damit, das Fa zu verbreiten und die wahren Umstände über Falun Dafa und die Verfolgung zu erklären. Ich hoffe, dass ich einen Beitrag zu den allgemeinen Bemühungen leisten kann, auch wenn mein Beitrag nur ein kleiner ist.

Der Meister sah mein Herz und ermöglichte es mir, in kurzer Zeit an mehreren Projekten teilzunehmen. Dazu gehören beispielsweise den Passagieren auf einem chinesischen Kreuzfahrtschiff die wahren Umstände zu erklären, als Gastgeber bei der Vorführung des Films Brief aus Masanjia zu fungieren, als Busbegleiter und Mitarbeiter während der Shen Yun-Aufführungen zu arbeiten und bei einer Veranstaltung zum 20. Juli (Beginn der Verfolgung) interviewt zu werden.

Jede dieser Aktivitäten enthielt Elemente der Kultivierung: Einige halfen mir, Ängste zu überwinden, andere halfen mir, Widerstände loszulassen und wieder andere lehrten mich, Nachsicht zu üben. Jeder Moment war ein Prozess der Kultivierung, durch die Aktivitäten sammelte ich wertvolle Erfahrungen.

Schluss

Vor drei Jahren bin ich zur Kultivierung zurückgekehrt, habe aber immer noch viele Eigensinne, wie zum Beispiel den Hang anzugeben, den Wunsch nach Bequemlichkeit, Lust, Frohsinn und Groll – und viele menschliche Anschauungen. Trotzdem bin ich weiterhin bereit, meine Erfahrungen aus der Vergangenheit mit anderen Praktizierenden zu teilen, in der Hoffnung, dass diejenigen, die ihre Anhaftung an Aktien, Kryptowährungen und anderem Eigentum noch nicht losgelassen haben, sie loslassen können – sowie dass diejenigen, die die Kultivierung aufgegeben haben, zum Falun Dafa zurückkehren werden. Wenn es jemand anderem in irgendeiner Weise helfen kann, bin ich zufrieden.

Die Zeit vergeht wie im Flug, und das macht mich unruhig. Ich empfinde Reue für die Fehler, die ich gemacht habe und bedauere die Zeit, die ich verschwendet habe. Aber ich weiß, dass dies ebenfalls menschliche Anhaftungen sind, die ich loslassen soll.

Der Meister sagt:

„Natürlich ist die Sache noch nicht zu Ende, die Sache der Fa-Berichtigung ist noch nicht abgeschlossen, es gibt eine Möglichkeit für alle, es wieder gut zu machen. Wirklich, wenn es einen Tag der Verfolgung gibt, dann ist dieser Tag eine Chance.“ (Fa-Erklärung auf einer Rundreise in Nordamerika, März 2002)

Jeden Tag erinnere ich mich mit Dankbarkeit an alles, was der Meister für mich getan hat, und werde mich bemühen, den verbleibenden Weg der Kultivierung gut zu gehen.

Danke, verehrter Meister. Danke, liebe Mitpraktizierende.

Heshi