(Minghui.org) Zhao Jiuzhou aus der Stadt Baoding in der Provinz Hebei starb am 26. April 2025 in der Haftanstalt. Der Epileptiker war im September 2024 festgenommen worden, weil er positive Botschaften über Falun Dafa an Strommasten geschrieben hatte. Schon früher war er ins Visier der Behörden geraten. Ihm wurden unbekannte Substanzen gespritzt, die zu einer psychischen Erkrankung führten.

Ausweis, der Zhao eine psychische Erkrankung bescheinigt

Im Alter von 18 Jahren war bei Zhao Epilepsie diagnostiziert worden. Viele Jahre später begann seine kranke Mutter Cui Shumei, Falun Dafa zu praktizieren. Zhao war glücklich, dass sie wieder gesund wurde und ein glückliches Leben führen konnte. Er unterstützte sie beim Praktizieren, woraufhin sich auch seine Gesundheit verbesserte und er weniger Anfälle erlitt.

Im Jahr 2007 wurde seine Mutter wegen ihres Glaubens an Falun Dafa festgenommen und zu drei Jahren Haft verurteilt. Die Polizei drohte auch Zhao eine Gefängnisstrafe an. Der psychische Druck machte ihm schwer zu schaffen. Seine Anfälle häuften sich wieder, sodass es ihm schlechter ging als je zuvor.

Am 22. Mai 2016 wurde seine Mutter erneut festgenommen. Damals schrieb Zhao „Falun Dafa ist gut“ auf die Wand seines Wohngebäudes. Er fertigte auch ein großes Plakat an, dass er auf einem öffentlichen Platz positionierte. Einige Tage später wurde Zhao von dem Beamten Wang Junchang abgeführt. Einen halben Tag blieb er in Gewahrsam.

Während seiner Haft musste Zhao Handschellen und Fußfesseln tragen. Er wurde von Polizisten mit Elektroschocks gequält. Die Beamten stachen ihm Nadeln in die Finger, die unter Strom gesetzt wurden, und warfen ihn zu Boden. Dann schlugen sie ihn mit einem speziellen Stock, was zu inneren Verletzungen führte. Außerdem bekam Zhao eine unbekannte Substanz in den Oberschenkel gespritzt. Als er freigelassen wurde, waren seine Augen gerötet und der Mund blutverschmiert. Er war völlig verängstigt, sobald er auch nur Menschen sah.

Bald darauf wurde Zhao psychisch krank und litt auch weiterhin unter epileptischen Anfällen. Wenn er aus dem Haus ging, fand er den Weg nicht zurück. Einmal blieb er eine ganze Nacht lang weg. Als seine Familie ihn am nächsten Morgen fand, war er barfuß und zitterte vor Kälte; seine Hose war von Schlamm verschmutzt. Zhao war damals so hungrig, dass er das Essen ungekaut hinunterschlang.

Aufgrund seiner psychischen Erkrankung war Zhao nicht mehr arbeitsfähig und musste täglich Medikamente nehmen.

Zhaos Frau, Cao Hongmei, reichte später eine Anzeige gegen die für Zhaos Zustand verantwortlichen Beamten ein. Daraufhin wurde das Paar am 19. Mai 2023 festgenommen und für 14 Tage inhaftiert.

Am 23. September 2024 verschwand Zhao. Ein Nachbar teilte der Familie mit, dass er von Beamten der Polizeiwache Chengguan verhaftet worden sei. Als die Angehörigen die Beamten zur Rede stellen wollten, bekamen sie ausweichende Antworten und wurden zwischen der Polizeiwache und der Polizeibehörde des Kreises Li hin- und hergeschickt. Am 26. September erfuhren sie endlich, dass Zhao verhaftet worden war, weil er „Falun Dafa ist gut“ an Strommasten geschrieben hatte. Es hieß, er müsse 15 Tage Verwaltungshaft im Untersuchungsgefängnis des Kreises Li verbringen.

Am 7. Oktober 2024 nahmen Beamte der lokalen Polizeibehörde Zhao in Untersuchungshaft. Er wurde wegen „Untergrabung der Strafverfolgung durch eine Sekte“ angeklagt – ein üblicher Vorwand, mit dem Praktizierende kriminalisiert werden. Später wurde er in die örtliche Haftanstalt überführt. Nachdem die Polizei den Fall an die Staatsanwaltschaft des Kreises Gaoyang abgegeben hatte, erhob diese Anklage. Am 25. März 2025 sprach das Gericht des Kreises Gaoyang den Praktizierenden für schuldig

Im Gefängnis litt Zhao nach Aussage eines Insiders immer wieder an epileptischen Anfällen. Trotzdem sagten die Wärter seiner Familie, es gehe ihm sehr gut, und lehnten Besuche ab.

Am 26. April 2025 rief die Haftanstalt bei den Angehörigen an und teilte mit, dass sie Zhao im Krankenhaus für Chinesische Medizin im Kreis Li besuchen könnten. Doch als sie dort ankamen, war er bereits tot. Eine Krankenschwester sagte, er sei auf dem Weg in die Klinik gestorben. Während des gesamten Aufenthalts im Krankenhaus wurde Zhaos Familie von mehr als zehn Beamten gefilmt.

Als die Angehörigen wieder zu Hause waren, setzten örtliche Regierungsbeamten und Polizisten sie unter Druck. Sie verlangten eine schnellstmögliche Beerdigung und dass die Familie nicht viel Aufhebens um seinen Tod macht.