(Minghui.org) Im Alltag müssen wir Praktizierende stets aufrichtige Gedanken bewahren, um menschliche Anschauungen, menschliche Gedanken und menschliche Gefühle loszulassen. Im Folgenden möchte ich meine jüngsten Erfahrungen mit Mitpraktizierenden teilen, wie ich menschliche Gedanken und Emotionen loslassen konnte.

Im Januar bekamen alle sechs Familienmitglieder außer mir eine Erkältung. Nach etwa einer Woche wurden die anderen langsam wieder gesund – nur mein Mann hatte weiterhin Husten. Mal ging es ihm besser, dann wurde es wieder schlimmer. So ging es bei ihm hin und her bis April.

Mehr als drei Monate waren vergangen, und er war immer noch nicht gesund. Ich begann mir Sorgen zu machen und wollte ihn zum Arzt begleiten. Der Husten wurde schlimmer, und so nahm er stärkere Medikamente, wodurch es ihm zeitweise besser ging. Innerlich war ich sehr besorgt, und schlechte menschliche Gedanken kamen in mir auf. Meine Schwiegermutter hatte auch eine lange Zeit anhaltenden Husten gehabt, bevor bei ihr Lungenkrebs diagnostiziert wurde. Könnte es bei meinem Mann auch so sein...? Jedes Mal, wenn ich ihn husten hörte, wurde ich innerlich nervös, und negative Gedanken kamen hoch. Ich drängte ihn: „Ich begleite dich ins Krankenhaus, ja?“ Andere versuchten ebenfalls, ihn zu überreden. Doch mein Mann weigerte sich entschieden. Ich begann, aufrichtige Gedanken für ihn auszusenden und dachte dabei: „Lass den Husten meines Mannes schnell besser werden.“ Doch das waren keine aufrichtigen Gedanken, sondern rein menschliche Gedanken. Ich war durch meine emotionale Bindung zu ihm innerlich unruhig, was mir in dem Moment nicht bewusst war.

Genau zu dieser Zeit bekam ich selbst einen ähnlichen Husten wie mein Mann. Ich dachte: Das ist etwas Gutes. Der Meister reinigt wieder meinen Körper – ich soll meine Xinxing erhöhen. Während meines starken Hustens musste ich sogar erbrechen. Aber ich betrachtete es nicht als Krankheit und machte ganz normal weiter mit meinen täglichen Aufgaben. In diesen Tagen lernte ich gerade das Fa und stieß auf die Stelle: Der Meister sagt: 

„Dein Weg wurde arrangiert und dein Körper darf nicht krank werden. Es ist wirklich nicht erlaubt, dass dein Körper krank wird. Die Krankheit kann dich schon nicht mehr angreifen und dir schaden. Die Krankheitserreger werden von deiner positiven Energie getötet.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in New York 2019, 17.05.2019)

Diese Worte des Meisters stärkten meinen Glauben, dass ich nicht krank war. Mein Husten verschwand schnell.

Das brachte mich zum Nachdenken: Warum wurde mein Husten schnell besser, während der meines Mannes sich so lange hinzog? Rückblickend hatte ich meinen Husten mit aufrichtigen Gedanken behandelt – darum heilte er schnell. Doch als mein Mann hustete, hielt ich es für etwas Schlechtes, für eine Krankheit, und fügte ihm negative Gedanken hinzu. Es waren eben mein menschliches Herz, meine menschlichen Gedanken und meine Gefühle, die dazu führten, dass sein Husten nicht besser wurde.

Eigentlich sollte mich das lange Leiden meines Mannes dazu bringen, mein menschliches Herz, meine menschlichen Gedanken und meine Gefühle loszulassen und die Situation mit aufrichtigen Gedanken zu betrachten. Nachdem ich das erkannt hatte, klammerte ich mich nicht mehr daran, ob mein Mann hustete oder nicht, sondern sah es als etwas Gutes, also als Abbau von Karma. Und unversehens verschwand sein Husten sehr schnell.

Tatsächlich war das ebenfalls ein geschicktes Arrangement des Meisters. Normalerweise ist mein Mann sehr empfindlich, was seine Gesundheit angeht – bei jeder Kleinigkeit geht er ins Krankenhaus. Doch dieses Mal wollte er trotz vieler Bitten nicht gehen. Der Meister nutzte die Krankheitsillusion meines Mannes, um mein menschliches Herz, meine menschlichen Gedanken und meine Gefühle zu beseitigen. Aber ich erkannte es zunächst nicht. Dann arrangierte der Meister, dass ich selbst dieselbe Krankheitserscheinung bekam. Ich konnte sie mit aufrichtigen Gedanken überwinden. Erst da wurde mir klar: Auch mit der Krankheit meines Mannes sollte ich aufrichtig umgehen, wie bei mir selbst, also nicht mit menschlichen Gedanken. Das heißt aber auch: Ganz gleich, welche Situation ich künftig erlebe, ich muss stets aufrichtige Gedanken bewahren. Nur so kann ich mein menschliches Herz, meine menschlichen Gedanken und meine Gefühle vollständig ablegen, das Menschliche hinter mir lassen und ins Göttliche gehen.

Dies ist meine derzeitige Erkenntnis. Sollte etwas davon nicht im Einklang mit dem Fa sein, bitte ich um gütige Korrektur.