(Minghui.org) Im Juli und August 2025 wurden insgesamt 937 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verhaftet oder schikaniert – diese Fälle sind inzwischen bestätigt.
Unter den neu bestätigten 937 Fällen gehörten 468 Verhaftungen und 469 Schikanen. Bei 319 Praktizierenden wurden die Wohnungen durchsucht und zwölf Praktizierende wurden in Gehirnwäsche-Einrichtungen festgehalten. Einige der Verfolgungen fanden bereits in früheren Jahren statt. Die immer strengere Informationszensur durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) erschwerte es den Minghui-Korrespondenten, die Daten rechtzeitig zu sammeln, zu überprüfen und zu melden. Das hat zu weiteren Verzögerungen bei der Berichterstattung geführt.
Bei mindestens 159 Praktizierenden betrug das Alter zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung oder Schikane 60 Jahre oder älter. Darunter waren 43 Praktizierende über 60, 61 über 70, 53 über 80, und 2 über 90 Jahre alt. Der älteste war ein 92-jähriger Mann aus der Stadt Jixi, Provinz Heilongjiang, der zusammen mit seiner 86-jährigen Frau schikaniert wurde.
Die 937 festgenommenen oder schikanierten Falun-Dafa-Praktizierenden stammen aus 27 Provinzen und regierungsunmittelbaren Städten. Die meisten Fälle wurden aus der Provinz Hebei gemeldet (170), gefolgt von Heilongjiang mit 39 und Shandong mit 120 Fällen. Fünfzehn Regionen verzeichneten zweistellige Fallzahlen zwischen 10 und 75. Die restlichen neun Orte verzeichneten einstellige Fallzahlen zwischen 1 und 7.
Vor der Militärparade der KP Chinas: Verhaftungen in ganz China
Falun-Dafa-Praktizierende in ganz China wurden im Vorfeld der großen Militärparade der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) am 3. September 2025 verstärkten Verhaftungen und Schikanen ausgesetzt. Vor wichtigen Veranstaltungen oder Jahrestagen nimmt die KPCh regelmäßig Falun-Dafa-Praktizierende ins Visier, um sie daran zu hindern, auf die seit 26 Jahren andauernde Verfolgung aufmerksam zu machen.
Die 85-jährige Deng in Peking wurde in der zweiten Augusthälfte jedes Mal von zwei Sicherheitsbeamten beschattet, wenn sie das Haus verließ. Sie sagte zu ihnen: „Das kommunistische Regime hat Waffen, Kanonen und eine Armee. Warum haben Sie Angst vor einer 85-jährigen Frau wie mir?“ Die Beamten schwiegen.
Auch andere Praktizierende in Peking berichteten von Schikanen in ihren Wohnung und dass sie von der Polizei gefilmt worden seien. Einige Mitarbeiter des Nachbarschaftskomitees warnten die Praktizierenden davor, unzensierte Nachrichten online zu lesen.
Ab dem 26. August 2025 begannen Polizei und/oder Mitarbeiter des Nachbarschaftskomitees in Shanghai, bestimmte Praktizierende rund um die Uhr zu überwachen. Sie sagten, die Überwachung werde neun Tage dauern, bis die Militärparade am 3. September beendet sei. Die Polizei reagierte sogar sehr nervös, wenn die Familienangehörigen dieser Praktizierenden das Haus verließen.
Am 6. August 2026 wurden in der Stadt Jiamusi, Provinz Heilongjiang, Li Huihui und ihre Großmutter, Qiu Zhiyun (82), verhaftet. Die Polizei durchsuchte die gemeinsame Wohnung der beiden Frauen und beschlagnahmte zahlreiche persönliche Gegenstände. Li äußerte gegenüber den Polizisten, dass sie nicht ihr Feind sei. Ihre Antwort darauf lautete: „Ihr seid der Feind.“
Darüber hinaus wurden am 18. August 2025 neun Praktizierende im Kreis Bin, Provinz Heilongjiang, festgenommen, verhaftet oder schikaniert. Am 28. August 2025 wurden zwischen 30 und 40 Praktizierende in der Stadt Dehui, Provinz Jilin, verhaftet oder schikaniert.
Polizeiliche Gewalt bei Festnahmen
Die jüngste Verfolgung einer dreiköpfigen Familie
Am Tag seiner Verhaftung fühlte sich Ma Yongxiao, ein 42-jähriger Einwohner der Stadt Handan, Provinz Hebei, nicht wohl und ging früh zu Bett. Um 23 Uhr schlief er tief und fest, als er plötzlich spürte, wie jemand heftig an seinen Armen zerrte. Er erholte sich noch immer von einer Verletzung am linken Arm und schrie vor Schmerzen. Es stellte sich heraus, dass mehr als 20 Beamte mit Hilfe eines Schlüsseldienstes die Tür der Wohnung aufgebrochen hatten. Die Polizisten packten ihn und stießen ihn zu Boden, legten ihm Handschellen an und schlugen und traten ihn, bis er zusammensackte und sich nicht mehr bewegte.
Nach der Razzia schlugen die Polizisten Ma erneut und warfen ihn in einen Streifenwagen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits das Bewusstsein verloren. Als er wieder zu sich kam, befand er sich mit vermummtem Gesicht in einem Aufzug. Die Polizisten schlugen ihn erneut.
Einer von ihnen sagte: „Hören wir auf. Wir haben ihn zu hart geschlagen.“ Ein anderer antwortete: „Nun, die Vorgesetzten haben es so befohlen!“
Der Aufzug stoppte. Die Polizisten schlugen weiter auf Ma ein und zerrten ihn nach draußen, woraufhin er abermals das Bewusstsein verlor. Als er wieder zu sich kam, fand er sich mit gefesselten Händen und Füßen in einer Folterkammer wieder. Es war kalt, aber er steckte immer noch in seinem dünnen Schlafanzug und trug keine Schuhe. Er war verwirrt und hatte die Kontrolle über seine Gliedmaßen verloren, fing an Unsinn zu reden und zeigte Symptome eines Schlaganfalls. Er hörte einen Beamten sagen: „Vielleicht haben wir die falsche Person verhaftet.“ Ein anderer entgegnete: „Auch wenn es so ist, können wir ihn nicht freilassen.“
Als die Polizisten ihn ins Polizeikrankenhaus brachten, betonte der Arzt, Ma habe Glück, nach diesen brutalen Schlägen noch am Leben zu sein. Ohne weitere Behandlung brachten die Polizisten Ma ins Untersuchungsgefängnis. Dort legten ihm die Wärter die Handschellen so extrem eng an, dass sie in sein Fleisch schnitten. Die Wunden entzündeten sich, bluteten und eiterten. Er wurde um den 2. Mai 2025 gegen Kaution freigelassen.
Mutter von drei kleinen Kindern verhaftet und gewaltsam einer körperlichen Untersuchung unterzogen
Jin Yu, eine Einwohnerin des Kreises Cang, Provinz Hebei, wurde am 13. Mai 2025 verhaftet, weil sie eine Beschwerde gegen die Polizei eingereicht hatte, die sie zuvor wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verfolgt hatte. Die Polizei packte sie an den Haaren und zerrte sie in ihren Streifenwagen.
Am 14. Mai 2025 um 8 Uhr suchte Jins Schwiegermutter mit ihren drei Enkeln die Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Cang auf, um Jins Freilassung zu erwirken. Hauptmann Zhao hielt die ältere Frau rund vier Stunden lang in Gewahrsam, bevor er sie gehen ließ.
In der Zwischenzeit wurde Jin zu einer ärztlichen Untersuchung gebracht. Dort hielten sieben Polizisten sie fest, während sie einem Elektrokardiogramm, einer Röntgenaufnahme der Brust und einer Blutentnahme unterzogen wurde. Nachdem die Wärter des Bezirksgefängnisses in Cang die Untersuchungsergebnisse der Praktizierenden gesehen hatten, nahmen sie sie nicht auf. Hauptmann Zhao Junfeng von der Staatssicherheitsabteilung des Kreises Cang, der Jin während der Untersuchung auf den Kopf und den Rücken geschlagen hatte, meinte, dass das örtliche Komitee für Politik und Recht sowie der Leiter der Haftanstalt, Jings Einweisung in die Haftanstalt genehmigt hätten.
Während Jin widerrechtlich festgehalten wurde, weinten ihre drei kleinen Kinder jeden Tag um sie.
Mann aus Hebei nach Verhaftung geschlagen, daraufhin lockerten sich seine Zähne
Xi Zhaojun, ein Mittelschullehrer aus der Stadt Zhangjiakou, Provinz Hebei, wurde am 8. Juli 2025 auf dem Weg in den Kreis Shangdu in der Inneren Mongolei festgenommen. Er wurde zunächst in einem Gefängnis in Shanghdu festgehalten und am 24. Juli in eine Haftanstalt in der Stadt Ulanqab verlegt.
Auf dem Weg dorthin schlugen drei Beamte Xi mehrmals ins Gesicht, das daraufhin anschwoll und blutete. Außerdem stießen sie die Schnalle des Sicherheitsgurts in seinen Mund, um seine Zähne auszuhebeln. Als er sich dagegen wehrte, stachen sie ihm mit der Schnalle in die Augen und drohten, ihn in eine psychiatrische Klinik einzuweisen.
Als Xis Anwalt ihn acht Tage später besuchte, war sein Gesicht immer noch geschwollen. Er blutete immer noch aus dem Mund und mehrere seiner Zähne waren locker. Außerdem hatte er ein Mundgeschwür.
Trotz gesundheitlicher Beschwerden inhaftiert
Von Lungenkrebs im Endstadium nach acht Tagen des Praktizierens von Falun Dafa geheilt – pensionierter Polizist 15 Tage wegen seines Glaubens inhaftiert
Li Zhongxiao, ein 74-jähriger pensionierter Polizist aus der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning, erholte sich innerhalb von acht Tagen, nachdem er 2006 angefangen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, von seinem Lungenkrebs im Endstadium. Wegen seines Glaubens wurde er jedoch im August 2025 für 15 Tage inhaftiert.
Am 14. August 2025 brachen sieben Zivilbeamte in Lis Wohnung ein. Sie verhörten ihn den ganzen Tag, ohne ihm etwas zu essen zu geben.
Gegen 16 Uhr gingen fünf Beamte während seiner Abwesenheit erneut zu seine Wohnung und beschlagnahmten seinen Computer, seinen Drucker, seine Falun-Dafa-Bücher, Informationsmaterialien, sein Mobiltelefon, seine Schlüssel, 2.500 Yuan Bargeld und weitere persönliche Gegenstände. Eine Liste der beschlagnahmten Gegenstände wurde nicht vorgelegt.
Am 15. August gegen 1.50 Uhr wurde Li zu einer körperlichen Untersuchung ins Krankenhaus Weikang gebracht. Erst dann gaben ihm die Polizisten ein Stück Brot. Der Untersuchungsbericht ergab auffällige EKG-Ergebnisse und einen gefährlich hohen systolischen Blutdruck von 160 mmHg. (Der Normalwert beträgt 120 mmHg oder weniger.)
Angesichts seines Gesundheitszustands brachte ihn die Polizei nicht sofort in eine Haftanstalt, sondern fuhr ihn am Nachmittag zu einer weiteren Untersuchung in das Zentralkrankenhaus der Medizinischen Fakultät Shenyang. Das Ergebnis ist unklar, dennoch wurde Li in die Haftanstalt des Bezirks Tiexi eingeliefert und dort bis zum 30. August festgehalten.
Nach seiner Verhaftung gingen seine Familienangehörigen immer wieder zur Polizeistation Gongren und erbaten dort das Vorlegen ordnungsgemäßer Rechtsdokumente zu Lis Festnahme und Inhaftierung. Die Polizei verbot den Angehörigen, irgendwelche Fragen zu stellen und verweigerte auch die Ausstellung von Dokumenten Als die Angehörigen erneut zur Polizeistation kamen, waren die Beamten entweder „außer Haus“ oder „im Urlaub“.
Im April 2006 wurde bei Li Lungenkrebs im Endstadium festgestellt; der Arzt gab ihm höchstens noch zwei bis drei Monate zum Leben. Li wusste, dass sich ein Familienangehöriger durch das Praktizieren von Falun Dafa von seinen jahrzehntelangen Krankheiten erholt hatte. So fing er an, die Übungen zu praktizieren, woraufhin es ihm von Tag zu Tag besser ging. Innerhalb von nur acht Tagen wurde er komplett gesund.
Polizei und Ärzte fälschen den Untersuchungsbericht einer Frau, um sie festzunehmen
Die 67-jährige Zhang Shuying, ebenfalls aus der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning, wurde am Morgen des 25. April 2025 von einem Mann auf einem Fahrrad verfolgt. Als sie ihn nach dem Grund fragte, bekannte er, er sei Polizist und nahm sie fest.
Nachdem Zhang am Nachmittag verhört worden war, brachte die Polizei sie am frühen Abend zur Untersuchung ins Krankenhaus. Dort stellte man bei ihr einen systolischen Bluthochdruck von 179 mmHg (derer Normalwert beträgt 120 mmHg oder weniger) und ein auffälliges EKG fest.
Die Wärter der ersten Haftanstalt der Stadt Shenyang nahmen Zhang nicht auf. Daraufhin brachten die Beamten sie in ein anderes Krankenhaus, wo sich herausstellte, dass sich ihr systolischer Blutdruck sogar auf 200 mmHg erhöht hatte. Als ihr Blutdruck wenige Minuten später erneut gemessen wurde, betrug er 197 mmHg. Um sie festzunehmen zu können, forderten die Beamten einen Arzt auf, einen Blutdruck von 179 mmHg in die Akte einzutragen, was dieser auch tat.
Danach brachten die Beamten Zhang zurück in die Haftanstalt und führten dort mit der Ärztin ein Gespräch unter vier Augen. Als diese das Zimmer betrat, sagte sie zu Zhang: „Keine Sorge. Ich habe Ihnen bereits gesagt, dass Sie in ein paar Tagen entlassen werden.“ Ein Beamter echote: „Genau! Sie werden in fünf Tagen entlassen. Ich werde Sie am 30. abholen.“ Anschließend maß die Ärztin Zhangs Blutdruck und gratulierte ihr zu dem niedrigeren Wert von 140 mmHg. Danach wurde Zhang in die Haftanstalt eingeliefert.
Am 28. April brachte die Polizei Zhang zu einer weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. Diesmal betrug ihr systolischer Blutdruck 170 mmHg. Der Arzt, der das Elektrokardiogramm durchführte, war jedoch mit den ersten beiden Aufnahmen nicht zufrieden. Er forderte Zhang auf, den Atem anzuhalten, und machte dann ein weiteres Foto, stempelte es als Bescheinigung ab und gab es der Polizei. Zhang wurde zwei weitere Tage festgehalten und am 30. April freigelassen.
Engmaschige Überwachung
Shanghaierinnen drei Tage lang streng bewacht
Nachdem Li Hong, eine Einwohnerin Shanghais, am 8. September 2023 nach einer einjährigen Haft wegen ihres Glaubens an Falun Dafa freigelassen worden war, wurde sie von der Ortspolizei streng überwacht.
Vom 20. bis 22. Juli 2025 wurde sie von zwei Personen überwacht und beschattet. Sie machten Fotos von ihr und meldeten ihre Aktivitäten. Li Hong versuchte, die beiden Personen davon zu überzeugen, sich nicht an der Verfolgung zu beteiligen. Sie sagten ihr, sie würden für ihre Arbeit 300 Yuan (etwa 36 Euro) pro Tag verdienen.
Fahrtenschreiber eines Ehepaars aus Liaoning von der Polizei geortet
Ein Ehepaar im Kreis Qingyuan in der Provinz Liaoning wurde gegen 22 Uhr zu Hause festgenommen. Am 21. Juli 2025 durchsuchte die Polizei ihre Wohnung und brachte Chen Guicun in das Untersuchungsgefängnis Dashagou und seine Frau Chen Ji’e in das Untersuchungsgefängnis Nangou.
Als die Polizisten ihre Wohnung durchsuchten, kannten sie den Grundriss der Wohnung genau und stiegen direkt auf einer Leiter auf den Dachboden, um dort die Falun-Dafa-Bücher zu holen, die die beiden dort aufbewahrt hatten. Auch der Fahrtenschreiber des Paares wurde von der Polizei geortet. Das Paar vermutete, dass die Polizei ihre Telefongespräche abgehört und mit Überwachungskameras aufgezeichnet hatte.
Willkürliche Verhaftungen
Polizei von Liaoning verdeckt Autokennzeichen mit Gesichtsmasken
Die Polizei in Panjin in der Provinz Liaoning verhaftete am 3. Juni 2025 mehrere Falun-Dafa-Praktizierende. Um ihre Identität zu verschleiern, verdeckten sie sogar die Nummernschilder der Streifenwagen mit Gesichtsmasken.
Als die Polizei zu Wang Jianquans Wohnung ging, um ihn zu verhaften, war er nicht zu Hause. Sie durchsuchten seine Räumlichkeiten und beschlagnahmten seine Falun-Dafa-Bücher und Informationsmaterialien. Über die Ortung seines Mobiltelefons fanden sie ihn schließlich an seinem Arbeitsplatz und nahmen ihn fest. Er blieb fünf Tage in Haft.
Frau von Auto angefahren; Polizei nimmt sie anstelle des Fahrers fest
Yuan Chunni aus der Stadt Macheng in der Provinz Hubei wurde Mitte Juli 2025 von einem Auto angefahren. Der junge Fahrer, ein Essenslieferant, flehte sie an, den Unfall nicht zu melden. Sie tröstete ihn und sagte ihm, dass sie Falun Dafa praktiziere und keine Entschädigung von ihm verlangen werde. Doch ihr Gespräch und die Übergabe eines Falun-Dafa-Flyers an den jungen Mann wurden von der Überwachungskamera aufgezeichnet. Anstatt den Unfall zu untersuchen, verhaftete die Polizei Yuan und hielt sie eine Woche lang fest.
89-Jährige beim Lebensmitteleinkauf festgenommen
Wang Suqing, eine 89-jährige Einwohnerin der Stadt Chengdu in der Provinz Sichuan, wurde am 31. Juli 2025 beim Lebensmitteleinkauf auf einem Bauernmarkt festgenommen. Der Beamte brachte sie zunächst zur Polizeiwache und anschließend zu ihr nach Hause und durchsuchte ihre Wohnung. Ihre mehr als 50 Falun-Dafa-Bücher, ihr Computer, drei DVD-Brenner, sechs Drucker und 10.000 Yuan Bargeld (etwa 1.200 Euro) wurden beschlagnahmt. Kurz darauf kam sie frei.
Zwei Einwohner von Chongqing bei Patientenbesuch festgenommen
Zwei Männer aus Chongqing, Yang Dingchan (60 Jahre) und Li Chunyuan (77 Jahre), suchten am 21. Juli 2025 gemeinsam das Krankenhaus für Chinesische Medizin im Bezirk Changshou auf, um ihre Nachbarin Chen Xiaoli (60 Jahre) zu besuchen, die kürzlich einen Schlaganfall erlitten hatte. Kurz nach ihrer Ankunft im Krankenhaus traf die Polizei ein und verhaftete sie.
Chens Ehemann forderte die Freilassung der beiden Männer. Die Polizei versuchte jedoch, Chens Sohn zu zwingen, Informationen über die beiden zu verraten.
Am Abend durchsuchte die Polizei die Wohnungen von Yang und Li und brachte die Männer in ein örtliches Untersuchungsgefängnis.
Frau aus Hebei nach 13 Jahren Flucht verhaftet
Wang Zhixin, 43, aus der Stadt Tangshan in der Provinz Hebei wurde am 16. Juli 2025 verhaftet, nachdem sie 13 Jahre lang auf der Flucht vor der Polizei gewesen war. Sie befindet sich derzeit im Ersten Untersuchungsgefängnis der Stadt Tangshan; ihre Verhaftung wurde am 1. August genehmigt.
Wangs Leidensweg begann am 12. Mai 2010, als die Polizei sie verdächtigte, die internen Richtlinien des kommunistischen Regimes zur Verfolgung online veröffentlicht zu haben. Sie wurde acht Monate lang inhaftiert und am 27. Januar 2011 freigelassen. Später leitete die Polizei ihren Fall an die Staatsanwaltschaft weiter. Sie verließ ihr Zuhause, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen, und wurde daraufhin von den Behörden gesucht.
Da die Polizei sie nicht finden konnte, schikanierte diese häufig ihre Familie und Freunde. Sie hängte ihre Fahndungsliste im Dorf aus und verkündete über den Dorflautsprecher die Belohnung für die Meldung ihres Aufenthaltsortes.
Familienangehörige auch betroffen
Alleinige Pflegerin von behindertem Ehemann und kranker Tochter festgenommen
Nach der Verhaftung von Zhao Caixia am 25. April 2025 hatten ihr Mann und ihre Tochter, die beide behindert und auf ihre Pflege angewiesen sind, große Schwierigkeiten, sich selbst zu versorgen.
Zhao, 73, aus der Stadt Harbin, Provinz Heilongjiang, wurde am 25. April von der Polizei angesprochen und ihr Gepäck durchsucht, als sie und ihre Schwester, Zhao Caihong, am Bahnhof Harbin auf einen Zug warteten. Als die Polizei Geldscheine mit Informationen über Falun Dafa entdeckte, verhaftete sie die Schwestern und brachte sie auf eine Polizeiwache. Zudem durchsuchten die Beamten auch die Wohnungen der Schwestern und beschlagnahmte ihre Falun-Dafa-Bücher, Informationsmaterialien und Porträts des Begründers von Falun Dafa.
Zhao Caihong wurde nach 15 Tagen freigelassen, während Zhao Caixia in einem örtlichen Untersuchungsgefängnis inhaftiert blieb. Sie wird nun angeklagt, nachdem die Polizei ihren Fall am 28. Juli an die Staatsanwaltschaft für Eisenbahntransporte in Harbin weitergeleitet hat.
Zhaos Ehemann leidet an einem Bandscheibenvorfall, Gicht und einer Hirnparasiteninfektion. Er ist die meiste Zeit bettlägerig und kann sich nicht selbst versorgen. Ihre Tochter ist psychisch krank und benötigt ständige Betreuung. Durch Zhaos Inhaftierung befinden sie sich nun in einer sehr schwierigen Situation.
Mutter und Tochter im Urlaub festgenommen
In den vergangenen 26 Jahren wurde Lin Jinli, 48, aus der Stadt Harbin in der Provinz Heilongjiang wiederholt wegen ihres Glaubens an Falun Dafa ins Visier genommen. Sie wurde 2019 festgenommen, als sie ihre 15-jährige Tochter zur Schule brachte, und zu vier Jahren Haft verurteilt. Während ihrer Haft hatte ihr Ehemann Schwierigkeiten, seiner Vollzeitbeschäftigung nachzugehen und sich gleichzeitig um die Tochter zu kümmern. Das Mädchen weinte oft, weil es seine Mutter vermisste.
Lin fuhr im August 2025 mit ihrer Tochter in die Stadt Yangzhou in der Provinz Jiangsu, um dort Urlaub zu machen. Da sie ein Mobiltelefon mitbrachte, mit dem sie Textnachrichten über Falun Dafa verschickte, wurde sie am 10. August von der Polizei von Yangzhou aufgespürt und verhaftet. Sie durchsuchten auch ihre Wohnung in Harbin. Ihre Tochter wurde nach vier Tagen freigelassen. Sie blieb in Yangzhou inhaftiert und wurde einer Gehirnwäsche unterzogen.
Wiederholt verfolgt
In Haft bis zur Erblindung gefoltert – nach Entlassung ins Seniorenheim gesperrt
Als Shan Furong am 5. Juli 2025 seine 4,5-jährige, rechtswidrige Haftstrafe beendet hatte, brachten ihn die Behörden direkt in ein Seniorenheim. Selbst nachdem er infolge der Folter im Gefängnis vollständig erblindet war, verweigerten sie ihm die Rückkehr nach Hause.
Shan, etwa 60 Jahre alt und aus der Stadt Laohekou in der Provinz Hubei, wurde am 5. Januar 2021 verhaftet, als er Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Seine Familie wurde über den Stand seines Falles im Unklaren gelassen. Erst im Juli 2023 erfuhren sie von seiner geheimen Gefängnisstrafe. Sie waren am Boden zerstört, als sie erfuhren, dass er nach Folterungen im Gefängnis auf beiden Augen erblindet war.
An Shans planmäßigem Entlassungstag, dem 5. Juli 2025, brachte ihn das örtliche Komitee für Politik und Recht – eine außergerichtliche Behörde zur Verfolgung von Falun Dafa – in das Seniorenzentrum Sujiahe. Sie schränkten seine Freiheit ein und erlaubten ihm nicht, nach Hause zu gehen. Seine Familie forderte wiederholt, ihn nach Hause bringen zu dürfen, jedoch ohne Erfolg.
79-jährige Frau nach elfter Festnahme strafrechtlich verfolgt
Guo Danxia, eine 79-jährige pensionierte Buchhalterin der Erdölgesellschaft der Stadt Yueyang in der Provinz Hunan, wurde am 15. Mai 2025 von mehr als zehn Beamten festgenommen. Dies war ihre elfte Festnahme wegen Praktizierens von Falun Dafa.
Polizisten durchsuchten Guos Wohnung ohne Durchsuchungsbefehl und beschlagnahmte ihre Falun-Dafa-Bücher und den MP3-Player, mit dem sie die Falun-Dafa-Übungsmusik abspielte. Sie sagten, eine Überwachungskamera habe sie am Vortag beim Verteilen von Informationsmaterialien über Falun Dafa in der nahegelegenen Stadt Linxiang aufgezeichnet.
Guo wurde wegen ihres hohen Blutdrucks nicht aufgenommen, als die Polizisten sie am Nachmittag in das zweite Untersuchungsgefängnis der Stadt Yueyang brachten. Sie wurde über Nacht auf der Polizeiwache der Stadt Linxiang festgehalten und am nächsten Tag in das Krankenhaus Guangji gebracht, wo sie seitdem inhaftiert ist.
Ein Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Linxiang nahm Guo am 10. Juni im Krankenhaus in Untersuchungshaft. Sie weigerte sich, Fragen zu beantworten. Kurz darauf genehmigte der Staatsanwalt ihre Verhaftung und beschuldigte sie, mehr als zehn verschiedene Falun-Dafa-Broschüren verteilt zu haben. Die Polizei konnte jedoch keine Aufnahmen davon vorlegen.
Guos jüngster Verhaftung ging eine Gefängnisstrafe von drei Jahren und zwei Monaten zwischen dem 18. März 2020 und dem 17. Mai 2023 voraus. Vor ihrer Haftstrafe wurde sie im Juni 2020 in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und zur Einnahme von Psychopharmaka gezwungen, obwohl sie nicht psychisch krank war. Infolgedessen litt Guo unter Atemnot und Schlaflosigkeit und befand sich häufig in einem deliranten Zustand.
Frau aus Gansu über zwei Jahrzehnte hinter Gittern – nun obdachlos
Zhang Rongjuan aus dem Kreis Zhenyuan in der Provinz Gansu war insgesamt 21 Jahre lang interniert, weil sie auf die Verfolgung ihres Glaubens aufmerksam gemacht hatte. Selbst nach ihrem Umzug nach Peking wurde die Schikane gegen sie unvermindert fortgesetzt.
Nachdem ihre ursprüngliche Haftzeit von 20 Jahren um ein Jahr verlängert worden war, wurde Zhang am 24. August 2022 endlich freigelassen. Sie fand eine Anstellung in einem Restaurant, jedoch suchten die Beamten der Polizeistation des Bezirks Zhenyuan sie häufig auf, um sie zu schikanieren und aufzufordern, Erklärungen über den Verzicht auf Falun Dafa zu unterschreiben.
Nach dem chinesischen Neujahr 2023 fuhr Zhang nach Peking, um dort Arbeit zu suchen. Aber die Polizei von Zhenyuan folgte ihr und schikanierte sie dort weiter.
Während der jährlichen Plenarsitzungen des Nationalen Volkskongresses und des Nationalen Komitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes im März 2025 in Peking fuhren Beamte des Polizeireviers Xincheng in Zhenyuan nach Peking und verlangten, Zhang zu treffen. Als sie sich weigerte, arbeiteten sie mit der Pekinger Polizei zusammen, um sie zu schikanieren.
Im Mai 2025 begaben sich Beamte der Polizeistation Beijie des Bezirks Dongcheng in Peking zum Haus von Zhangs Arbeitgeber, wo sie als Hausangestellte tätig war. Sie befahlen ihr, die Stelle sofort zu kündigen. Außerdem warnten sie ihre Tochter und ihren Schwiegersohn, weiterhin mit ihr unter einem Dach zu wohnen. Ansonsten würden sie die Wohnung von Zhangs Arbeitgeber, einem 90-jährigen Mann, durchsuchen und seine Rente streichen lassen.
Zhang hat ihre Arbeit verloren und ist obdachlos.
Frühere Berichte:
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