(Minghui.org) Ein 70-jähriger Einwohner von Jinzhou, Provinz Liaoning, der wegen seines Glaubens an Falun Dafa eine sechsjährige Haftstrafe verbüßt, wurde im Dezember 2025 erneut ins Krankenhaus eingeliefert und befindet sich derzeit in einem kritischen Zustand.

Liu Wansheng, geboren im Januar 1955, war am 23. April 2020 festgenommen und am 30. September desselben Jahres zu sechs Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro) verurteilt worden. Er wurde am 19. März 2021 in das Gefängnis von Panjin eingeliefert. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich aufgrund von Misshandlungen zusehends.

Am 23. November 2025 brachten die Gefängniswärter Liu zunächst in das städtische Krankenhaus Jinzhou. Er wurde am 27. November um 15 Uhr entlassen, nur um drei Stunden später erneut in die Notaufnahme desselben Krankenhauses eingeliefert zu werden. Noch in derselben Nacht brachte man ihn zurück ins Gefängnis. Seine Familie wurde zwar über seinen Krankenhausaufenthalt und seine Einlieferung in die Notaufnahme informiert, durfte ihn aber nicht besuchen.

Am 12. Dezember 2025 wurde Liu abermals in das städtische Krankenhaus Jinzhou eingeliefert und befindet sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts in stationärer Behandlung. Es ist unklar, ob seine Familie ihn besuchen durfte. Einem Insider zufolge befindet sich Liu in einem kritischen Zustand.

Liu begann im Juli 1996 Falun Dafa zu praktizieren. Vor seiner jüngsten Verurteilung wurde er sieben Mal festgenommen und war einmal im Arbeitslager inhaftiert. Die unten verlinkten Berichte dokumentieren Einzelheiten seiner früheren Verfolgung. Seine Frau, Zhou Hua, war ebenfalls wiederholt wegen des Praktizierens von Falun Dafa verfolgt worden und ist vor Kurzem verstorben. Ihr Sohn war so tief betrübt, dass er erkrankte und nicht mehr arbeiten kann.

Informationen zum Gefängnis

Das städtische Gefängnis Jinzhou ist das größte Gefängnis in der westlichen Provinz Liaoning und untersteht der Gefängnisverwaltung der Justizbehörde derselben Provinz. Die dortigen Gefängnisbeamten und Wärter beteiligen sich seit 23 Jahren aktiv an der Verfolgung von Falun Dafa. Das Justizministerium hat dem Gefängnis 2018 den Titel „Modernes Zivilisiertes Gefängnis“ und am 22. Juli 2013 den Verdienstorden „Erstklassig“ verliehen.

Rund 100 Wärter waren an der Verfolgung beteiligt. Zu den an den Praktizierenden angewandten Foltermethoden gehören Schläge, langes Stehen oder Sitzen, Schlafentzug und Einzelhaft. Han Chunlong, der eine vierjährige Haftstrafe verbüßt, wurde mehrfach in Einzelhaft gesperrt.

Mindestens vier Praktizierende starben nachweislich infolge der Folter im städtischen Gefängnis Jinzhou: Cui Zhilin am 5. August 2004 während seiner elfjährigen Haftstrafe im Alter von 43 Jahren; Xin Minze am 1. September 2006 während seiner elfjährigen Haftstrafe im Alter von 33 Jahren; Zhang Litan am 17. November 2008 während seiner fünfjährigen Haftstrafe im Alter von 36 Jahren und Zhao Jiyuan am 4. Juli 2025 während seiner siebeneinhalbjährigen Haftstrafe im Alter von 71 Jahren.

Viele weitere Praktizierende wurden im Gefängnis verletzt oder waren nach Folter behindert, darunter Tian Baochang, Yin Guozhi (der später nach seiner Verlegung in das Erste Gefängnis der Stadt Shenyang verstarb), Ma Wanlin, Sui Yongyan, Li Jiechun (der später nach seiner Verlegung in das Gefängnis Dalian verstarb), Lyu Kaili, Zhang Jihong, Pan Yufeng, Deng Yulin, Li Kai, Ju Shimiao, Zhao Liang, Zhang Kunshan, Wu Chengjun, Hu Zhanting und Zhang Chengjie.

Frühere Berichte:

Nach sieben Verhaftungen und drei Jahren Arbeitslager mit Folter erneut zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt

Zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wegen seines Glaubens - Vaters stirbt vor Kummer (Provinz Liaoning)