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Invalide nach erzwungener Medikamenteneinnahme, Freilassung zur medizinischen Behandlung wird verweigert (Provinz Henan)

10. Januar 2026 |   Von einer Minghui-Korrespondentin in der Provinz Henan, China

(Minghui.org) Xu Jianchao reichte um den Oktober 2025 herum alle erforderlichen Unterlagen für eine Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung ein. Er sitzt jedoch zwei Monate später immer noch im Gefängnis, weil die Gefängnisbehörden behaupten, sein Gesundheitszustand sei „chronisch und erfordere mindestens noch einige Monate weiterer Beobachtung“.

Xu ist aus dem Kreis Taikang in der Provinz Henan. Er wurde am 29. März 2023 verhaftet, weil er Falun Dafa praktiziert. Im Gefängnis des Kreises Taikang wurde er misshandelt. Einmal bekam er 70 Tage lang nur ein oder zwei Mahlzeiten pro Tag. Deshalb magerte er schnell ab.

Xu wurde am 12. Oktober 2023 insgeheim zu fünf Jahren Haft verurteilt und wenige Tage später in die Abteilung 9 des Gefängnisses Xinmi in Zhengzhou, der Hauptstadt der Provinz Henan, gebracht. Seit seiner Einweisung ins Gefängnis steht er unter „strenger Bewachung“, wobei zwei Schwerverbrecher rund um die Uhr mit seiner Überwachung beauftragt sind.

Die Polizeihauptkommissare Yang Chen und Ren Zijun befahlen Xu, Falun Dafa abzuschwören. Er weigerte sich und wurde um den Dezember 2023 herum zu einer ärztlichen Untersuchung aufgefordert. Xu wandte ein, er sei gesund und brauche keine Untersuchung. Mehrere Wärter hielten ihn daraufhin am Boden fest und maßen seinen Blutdruck. Sie erklärten, er habe „hohen Blutdruck“, und befahlen ihm, ein unbekanntes Medikament einzunehmen. Er weigerte sich.

Als seine Familie ihn kurz darauf besuchte, zwang der Wärter Lu Junyi sie, eine Verzichtserklärung zu unterschreiben, um das Gefängnis von der Verantwortung zu entbinden, falls Xu aufgrund seiner „Weigerung, die Medikamente einzunehmen” gesundheitliche Probleme bekommen sollte.

Invalide nach erzwungener Einnahme von Medikamenten 

Xu wurde später gezwungen, die Medikamente einzunehmen. Danach litt er unter starken Kopfschmerzen und verlor das Gefühl in seinen Füßen. Auch seine rechte Hand wurde taub und er bekam Mobilitätsprobleme. Jetzt braucht er Hilfe von anderen und ist auf den Rollstuhl angewiesen, wenn er mehr als ein paar Schritte gehen muss.

Xu reichte um Oktober 2025 alle erforderlichen Unterlagen für eine Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung ein. Aber die Gefängnisleitung teilte ihm mit, dass die Provinzstaatsanwaltschaft seinen Zustand als chronisch eingestuft habe und er noch einige Monate in Haft bleiben müsse. Erst dann könne man sehen, ob er für eine Haftentlassung in Frage komme.

Das Gefängnis Xinmi ist seit Beginn der Verfolgung im Juli 1999 an der Verfolgung männlicher Falun-Gong-Praktizierender in der Provinz beteiligt. Viele Praktizierende starben infolge der Folter, die sie dort erlitten. Weitere wurden verletzt oder erkrankten schwer. Einzelheiten zu diesem Thema sind im dritten verlinkten Bericht aufgeführt.

Frühere Berichte:

Unter strenger Aufsicht bekommt Praktizierender gewaltsam unbekannte Medikamente verabreicht

Zwei Bürger zu Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie Falun Dafa praktizieren (Kreis Taikang, Provinz Henan)

Zahlreiche Falun-Gong-Praktizierende sterben nach Folter im Gefängnis Xinmi