(Minghui.org) Xu Feilong, 32, aus dem Kreis Puyang, Provinz Henan, wurde am 10. August 2025 freigelassen. Er hatte dort eine zweijährige Haftstrafe verbüßt, während derer er brutal gefoltert wurde. Im Folgenden Einzelheiten dazu.
Beamte der Polizeibehörde Dongshahu nahmen Xu am 11. August 2023 gegen 2.30 Uhr in seiner Wohnung in Suzhou, Provinz Jiangsu, fest, weil er Flyer mit Informationen über Falun Dafa verteilt hatte. Sie durchsuchten seine Räumlichkeiten und brachten ihn am Abend desselben Tages in die zweite Haftanstalt von Suzhou.
Die Wärter in der Haftanstalt verboten Xu, die Falun-Dafa-Übungen zu praktizieren. Aus Protest trat er in Hungerstreik, woraufhin er geschlagen wurde. Dennoch weigerte er sich weiterhin zu essen. Die Wärter flößten ihm gewaltsam Wasser ein und unterzogen ihn ab dem fünften Tag zweimal täglich einer Zwangsernährung.
Sie banden Xu auf ein Bett und zogen die Seile so fest an, dass sie ihm in die Hände schnitten. Xu schrie vor Schmerzen. Seine Arme wurden dabei verletzt.
Ein Wärter gab einem Häftling einen Sechskantschraubendreher und forderte ihn auf, damit Xus Mund aufzuhebeln. Dabei brach ein Stück seines rechten oberen Backenzahns heraus. Xu litt bereits unter Zahnschmerzen auf der rechten Seite und konnte nur noch auf der linken Seite kauen.
Ein Gefängnisarzt namens Yong Mao kniff Xu während der Zwangsernährung in den Hals und hielt ihm so die Luftröhre zu, sodass er beinahe erstickte. Zudem schlug er ihm mehrmals ins Gesicht und schmierte es mit Chiliwasser ein.
Manchmal ließen sie die Magensonde fast eine Stunde lang in seinem Körper, sodass sein Mund oft voller Blut war. Die zweimal täglich durchgeführte Zwangsernährung bestand aus jeweils 500 bis 600 Milliliter flüssiger Nahrung. Einmal erhielt er zusätzlich über eine Stunde hinweg Spritzen.
Als Xus Eltern ihn besuchten, wies die Haftanstalt das Paar an, ihren Sohn dazu zu bewegen, den Hungerstreik zu beenden. Da sie sich keine Unterkunft leisten konnten, schliefen die Eltern über einen Monat lang auf dem Boden vor dem Eingang der Haftanstalt.
Mehr als drei Monate später, im November 2023, willigte Xu schließlich ein, wieder zu essen.
Infolge der unerbittlichen Folter konnte Xu um den Oktober 2023 herum nicht mehr gehen, und hatte sich bis zum Ablauf seiner Haftzeit im August 2025 immer noch nicht erholt.
Ende Januar 2024 wurde Xu in das Gefängnis Wuxi verlegt. Als ihm die dortigen Wärter erneut das Praktizieren der Falun-Dafa-Übungen untersagten, trat er abermals in den Hungerstreik. Die Wärter wiesen die beiden Drogenhändler Wan Tong (der eine Todesstrafe auf Bewährung verbüßte) und Zhao Lei (der über 136 kg wog), an, Xu zu schlagen.
Wan und Zhao stachen mehrfach und heftig auf Xus Akupunkturpunkte ein, da diese sehr empfindlich sind und heftige Schmerzen auslösen. Einmal schlugen sie ihm mit einer Perlenkette so fest auf die Schläfen, dass die Perlen zerbrachen.
Im März 2024 wurde Wang versetzt. Die Wärter sorgten dafür, dass ein Mörder namens Xu Qinchun (nicht mit Xu verwandt) seinen Platz einnahm. Dieser schlug Xu heftig ins Gesicht und kratzte die Innenseiten seiner Oberschenkel so stark, bis sich die Haut gelb verfärbte und bei der geringsten Berührung schmerzte. Die Wärter beauftragten mehrere neu eingelieferte Häftlinge, ihn zu beobachten. Sobald er sich auch nur ein bisschen bewegte, drückten sie ihn zu Boden.
Einmal forderten die Wärter Xu auf, seine biometrischen Daten preiszugeben, aber er weigerte sich. Daraufhin schlugen sie ihm ins Gesicht und kniffen ihn in den Bauch.
Am 22. April 2024 trat Xu erneut in den Hungerstreik. Anfang Mai 2024 bestellten die Gefängniswärter seine Eltern ein, um ihn zum Essen zu bewegen. Später wurde Zhao verlegt und Wan wieder an seiner Stelle eingesetzt, um Xu weiterhin zu quälen. Dennoch weigerte sich Xu, Erklärungen zum Verzicht auf Falun Dafa zu schreiben, woraufhin Wan und andere Häftlinge ihn verprügelten.
Da Xu nicht mehr laufen konnte, hatte er große Schwierigkeiten, die Toilette zu benutzen. Eines Tages, während einer Toilettenpause, wies der Wärter den Häftling Zhu Shilong an, Xu ohne Vorwarnung an den Armen zu packen und mit sich zu zerren. Xu schrie vor Schmerzen und trat aus Protest gegen die Misshandlung in Hungerstreik. Daraufhin wurde er jeden Tag ins Gefängniskrankenhaus gebracht und zwangsernährt, wobei man ihm einmal täglich 1300 Milliliter flüssige Nahrung verabreichte. Infolge der wiederholten Zwangsernährung wurde er sehr schwach. Er wurde jeden Tag ins Krankenhaus gebracht und verlor mehrmals beinahe das Bewusstsein.
Außerdem entzogen die Wärter Xu den Schlaf. Sie weckten ihn um 6 Uhr, fesselten ihn auf eine Tigerbank und holten ihn erst um Mitternacht wieder herunter. Am nächsten Tag wurde er erneut um Mitternacht geweckt und bis 2 Uhr auf die Tigerbank gefesselt. Am dritten Tag wurde er von 2 Uhr bis 16 Uhr auf die Tigerbank gefesselt. Am vierten Tag wurde er von 4 Uhr bis 21.20 Uhr wachgehalten und am fünften Tag von 18 bis 21.20 Uhr auf die Tigerbank gefesselt. Den anderen Häftlingen wurde jeden Tag ein Nickerchen gewährt, ihm jedoch nicht.
Sobald Xu einnickte, schlug der Häftling Lu Zhaowen gegen eine Metallschüssel, die er an seine Ohren hielt. Es war so laut, dass Xu kurzzeitig sein Gehör verlor. Zudem hatte er eine Zyste im linken Ohr. Lu zwickte ihn auch in die Brustwarzen und stach ihm in die Schläfen und Rippen. Einmal zwangsernährten die Wärter ihn mit 1600 bis 1800 Milliliter Wasser, um ihn zu quälen, später zweimal täglich mit 1300 Millilitern.
Als Xu auf dem Weg zum Gefängniskrankenhaus zur Zwangsernährung rief „Falun Dafa ist gut!“ stülpte Lu ihm eine schwarze Kapuze über den Kopf und verknotete den Kordelzug über seinem Mund, sodass er nur noch durch die Nase atmen konnte.
Eines Tages im Jahr 2025 zog Lu die Kapuze so eng über Lus Kopf, dass dieser zu ersticken drohte, seinen Mund und seine Zunge nicht mehr spürte und kaum mehr bei Bewusstsein war.
Sobald ein neuer Häftling eingeliefert wurde, erzählte Xu ihm von der Schönheit von Falun Dafa. Daraufhin stopfte Lu ihm den Mund mit Lappen, die zum Reinigen von Toiletten oder Aufwischen von überlaufendem Wasser benutzt worden waren. Er stach ihm außerdem in den Hals, was ihm unsägliche Schmerzen bereitete. Im Winter öffnete er das Fenster, damit Xu fror.
Trotz der Verletzung an seinen Beinen musste Lu weiterhin Nachtschicht leisten, wenn ihm nicht gerade der Schlaf entzogen wurde.
Xu blieb standhaft in seinem Glauben und weigerte sich, Garantieerklärungen zu unterschreiben, in denen er Falun Dafa aufgab. Schließlich befahlen die Wärter fünf bis sechs Häftlingen, seine Hand zu packen und seine Fingerabdrücke auf die bereits vorbereiteten Erklärungen zu drücken.
Am 10. August 2025 wurde Lu schließlich freigelassen.