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Falun Dafa half mir, meinen Groll loszulassen

13. Januar 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Im Jahr 1995 begann ich, Falun Dafa zu praktizieren. Dafa heilte den Schmerz in meinem Herzen, korrigierte meine verdrehte Denkweise und löste den Groll auf, den ich gegenüber meiner Familie empfand. Hier möchte ich davon berichten, wie ich meinen Groll loslassen konnte und dadurch meine Dankbarkeit für die gütige Erlösung durch den Meister zum Ausdruck bringen.

Eine schwierige Kindheit

Der Groll zwischen mir und meiner älteren Schwester begann, als wir Kinder waren. Als ich zwei Jahre alt war, trug mich meine Schwester auf dem Rücken. Während sie auf einem Dachbalken spielte, ließ sie mich versehentlich kopfüber auf den Boden fallen. Ich überlebte, aber mein Hals wurde in meine Brusthöhle gedrückt, und meine Pupillen verschwanden. Nachdem ich mit der Kultivierung begonnen hatte, wurde mir klar, dass ein Sturz aus vier Metern Höhe mich hätte töten müssen. Aber der Meister muss mich beschützt haben.

Durch diesen Sturz war ich stark entstellt, sodass mich die Leute nicht mochten. Die Kinder aus der Nachbarschaft wollten nicht mit mir spielen, und meine Mitschüler mobbten mich. Meine Familie war arm, und weil ich unterernährt war, konnte ich mich nicht wehren. Ich schwänzte oft die Schule.

Gerade als ich mich entschlossen hatte, ernsthaft zu lernen, begann die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) die Kulturrevolution. Damit zerstörte sie meine Chance auf eine Ausbildung. Infolgedessen blieb ich Halb-Analphabetin.

Als ich dreizehn war, fing ich an, auf die Kinder meiner Schwester aufzupassen. Nie gab sie mir Geld, nicht mal die vier Cent für die Busfahrt. Ich musste mehr als zehn Bushaltestellen nach Hause laufen. In dem Alter wusste ich noch nicht, wie ich mich wehren sollte.

Vier Jahre später brachte mich meine Schwester zum Haus ihrer Schwiegermutter. Die Frau war psychisch labil und bat mich oft, unangenehme Aufgaben zu erledigen, wie zum Beispiel Würmer aus Kohlköpfen zu entfernen. Ich wollte diese dicken, grünen Würmer mit ihren gewundenen Köpfen nicht anfassen, deshalb benutzte ich einen Stock, um sie herauszupicken und zu töten. Der Schwiegervater meiner Schwester kritisierte mich, als ich auf die Würmer trat. Er bestand darauf, dass ich sie mit den Händen zerquetschte. Als ich einen davon erdrückte, wäre ich fast ohnmächtig geworden.

Unter dem Dach dieser Schwiegereltern begann für mich ein alptraumhaftes Leben. Durch ihre endlosen unvernünftigen Forderungen und harschen Vorwürfe fühlte ich mich verloren und hilflos. Ich bekam die Bitterkeit des Leidens wirklich zu spüren.

Bevor ich eines Abends zu Bett ging, kam ihre gesamte fünfköpfige Familie in mein Zimmer. Ich merkte, dass etwas nicht stimmte. Und ehe sie mich misshandeln konnten, rannte ich in die nahe gelegenen Berge und wanderte die ganze Nacht umher. Ich war erst 17 Jahre alt, aber seltsamerweise verspürte ich keine Angst. Der ruhige Wald schien von einer barmherzigen Kraft erfüllt zu sein, die die Wunden in meinem Herzen linderte. Als ich Kind war, hatte mir meine Mutter oft Geschichten über Kultivierung erzählt, und ich hatte den aufkeimenden Gedanken gehegt, mich kultivieren zu wollen.

Während meiner Zeit bei der Schwiegerfamilie meiner Schwester habe ich unendlich gelitten. Einmal arbeitete ich in der Ziegelei ihres Schwiegervaters und schnitt Fliesen (ein Prozess bei der Fliesenherstellung). Er sagte mir, ich würde pro Stück bezahlt werden. Meine Familie hatte es schwer, und so arbeitete ich hart und hoffte, ein wenig zum Einkommen beitragen zu können. Aber nach einem Jahr bekam ich keinen einzigen Cent. Ich hielt es nicht mehr aus, in diesem Haushalt zu leben, also teilte mich das Produktionsteam einem Kollektivhaushalt zu.

Befreit von den Fesseln der Schwiegerfamilie meiner Schwester fühlte ich mich wie ein wildes Pferd, voller Lebenskraft. Im Vergleich zu der anstrengenden Arbeit, die ich gewohnt war, war die Arbeit auf dem Bauernhof im Produktionsteam ein Kinderspiel. Bald wurde ich als „Fünf-Sterne-Mitglied“ eingestuft, zur „Teamleiterin der Frauen“ gewählt, als „Nachhilfelehrerin für die Abendschule“ eingestellt und später wurde ich „Miliz-Gruppenleiterin“. Am Jahresende erhielt ich zwei Jahre in Folge mehr als 200 Yuan (ca. 26,00 Euro) Dividende. Ich hatte zuvor noch nie mehr Geld als 20 Yuan (ca. 2,60 Euro) in der Hand gehabt. So traute ich mich nicht, das Geld selbst zu verwalten. Daher bat ich eine Mitschülerin aus dem Kollektivhaushalt, mir zu helfen, das Geld nach Hause zu schicken. Ich hoffte, dass meine Schwester unserer Mutter damit helfen würde.

Aber nachdem meine Schwester das Geld erhalten hatte, gab sie nur fünf Yuan aus, um meiner Mutter ein krankes Ferkel zu kaufen. Als ich das herausfand, hätte ich mich ohrfeigen können. Ich war voller Reue! Damals war es immer meine Mutter, die mir das Geld für meine Fahrkarte geliehen hatte, wenn ich verreiste. Sie hatte nicht einmal eine Arbeit – woher hatte sie also das Geld? Meine Schwester gab mir nie einen Cent, und dennoch behielt sie das Geld, das ich meiner Mutter geschickt hatte. Wie konnte unsere Mutter ohne Geld leben? Das Leben muss für sie wirklich schwer gewesen sein!

Mit jedem Konflikt wuchs mein Groll gegen meine Schwester. Unerwarteterweise war es genau diese Schwester, die mich später dazu brachte, Falun Dafa zu praktizieren!

Egoismus und Groll loslassen

Im Jahr 1994 sagte meine Schwester: „Meister Li wird in Harbin einen Vortrag halten, möchtest du hingehen?“ Ich war bereits verheiratet, hatte eine feste Arbeit und war gerade im Urlaub. Sie sagte: „Wenn du kein Geld hast, leihe ich dir welches.“ Sofort stieg Wut in mir auf. Ich dachte: „Du hast dir das Geld geliehen, das ich mir in jahrelanger harter Arbeit angespart habe, und hast es nie zurückgezahlt. Und jetzt wagst du, mir Geld zu leihen!“ Verärgert lehnte ich rundweg ab: „Ich fahre nicht mit!“ Ich kaufte mir eine Fahrkarte und fuhr mit dem Zug nach Hause.

Eine solch verdrehte, verbitterte Denkweise hinterließ bei mir lebenslanges Bedauern. Als ich 1995 mit der Kultivierung im Falun Dafa begann, verstand ich endlich, was ich versäumt hatte. Jedes Mal, wenn ich daran dachte, flossen mir die Tränen. Ich war von tiefer Reue erfüllt und konnte es nicht loslassen.

Nachdem ich geheiratet hatte, sparte ich über 10 Jahre lang und hatte schließlich 1.300 Yuan (ca. 176,00 Euro) zusammen, die meine Schwester in zwei Raten von mir geliehen hatte. Mehr als 30 Jahre später gab sie mir plötzlich diese 1.300 Yuan zurück und fügte hinzu: „Ich werde keine Zinsen zahlen.“ Ich war wütend und mein Groll flammte wieder auf. Ich dachte: „Damals war dieses Geld das Ergebnis eines Jahrzehnts der Sparsamkeit meiner Familie – es war eine riesige Summe für uns. Jetzt zahlst du nur so viel zurück, nicht einmal ein Drittel meines aktuellen Monatseinkommens. Was du getan hast, tut mehr weh, als mich direkt zu beschimpfen!“

Wäre ich keine Praktizierende, hätte ich das Geld in Stücke gerissen und ihr entgegengeworfen. Aber Falun Dafa hat mich verändert. Ich wusste, dass diese kochende Wut falsch war. Ich sagte mir: „Du bist eine Kultivierende. Lass es los, lass es los, lass es los!“

Ich beruhigte mich und steckte die 1.300 Yuan weg.

Mich selbst erhöhen und Dafas Größe bestätigen

Meine Kindheitserfahrungen haben mich zu einem rachsüchtigen Menschen gemacht. Ich war immer bereit, mich an jedem zu rächen, der mir Unrecht getan hatte. Nachdem ich angefangen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, fühlte ich mich wirklich wie neu geboren. Durch das Lernen des Fa und das Praktizieren der Übungen erlebte ich enorme körperliche und geistige Veränderungen. Ich bin über siebzig Jahre alt, nehme aber keine Medikamente und bekomme keine Spritzen; ich fühle mich leicht und gesund. Auch geistig habe ich mich sehr verbessert. Ich hege gegenüber niemandem mehr Feindseligkeit und kann Menschen mit Aufrichtigkeit begegnen. Bei der Arbeit war ich fleißig und gewissenhaft und hatte einen sehr guten Ruf. Eine Kollegin sagte einmal voller Bewunderung: „Ich wünschte, ich hätte einen so guten Ruf wie du.“

Als ich in Rente ging, sagte der Chef: „Wenn andere Leute in Rente gehen, ist das keine große Sache. Aber als wir hörten, dass Sie in Rente gehen, waren wir [das Führungsteam] wirklich ungern bereit, Sie gehen zu lassen.“ Sie baten mich, noch sechs Monate zu bleiben, und wollten mich sogar wieder einstellen. Zu diesem Zeitpunkt hatte unser Falun-Dafa-Unterstützungszentrum jedoch bereits rund 200 Praktizierende und ein halbes Dutzend Fa-Lerngruppen. Ich hatte einfach keine Zeit dafür und lehnte daher höflich ab.

Es war Falun Dafa, das mir half, mich von meinem Groll zu befreien, mir beibrachte, wie man ein wirklich guter Mensch wird, und mich dazu anleitete, mich ständig zu verbessern. Es war Falun Dafa, das mir ermöglichte, alles zu erreichen, was ich heute bin. Die großen körperlichen und geistigen Veränderungen sind ein wahrer Ausdruck der grenzenlosen Kraft von Dafa!

Groll loslassen

Ich wusste, dass es mir schwerfiel, meinen Groll loszuwerden. Erst als ich diesen Artikel schrieb, wurde mir wirklich klar, dass der Groll, den ich seit Jahrzehnten mit mir herumtrug, eigentlich meine grundlegende Anhaftung war. Nach 30 Jahren Kultivierung hatte ich ihn nie wirklich losgelassen. All dies aufzuschreiben war ein Prozess, der meine Xinxing erhöht hat. Sorgfältig habe ich die Wurzel meines Grolls untersucht – er stammte aus der rachsüchtigen Denkweise, die ich entwickelt hatte, nachdem ich als Kind gemobbt worden war. Dabei wurden auch meine verborgenen Anhaftungen an Ruhm, Gewinn und Emotionen offenbart.

Der Groll war auch eine Falle, die von den alten Mächten gestellt worden war. Mit großer Barmherzigkeit erleuchtete mich der Meister wiederholt und ermöglichte mir, klar zu erkennen, wie erschreckend dieser aufgezwungene Groll war. Das stärkte meine Entschlossenheit, diese Anhaftung zu beseitigen. Ich schätze diese Gelegenheit sehr, wirklich aus dem Teufelskreis des Grolls auszubrechen, ihn an der Wurzel zu beseitigen und den Zustand der Selbstlosigkeit zu erreichen.

Ich sollte meiner älteren Schwester und ihren Schwiegereltern dafür danken, dass sie mir ein Umfeld geboten haben, in dem ich mein Karma umwandeln und mein Herz und meinen Verstand stählen konnte. Wie hätte ich ohne ihre Hilfe die tieferen Anhaftungen entdecken können, die sich hinter meinem Groll verbargen? Wie hätte ich mich wirklich über diese tückische, giftige Welt erheben können? Wie hätte ich die höheren Maßstäbe erreichen können, die Dafa von mir verlangt?

Rückblickend betrachtet sind all die „Ungerechtigkeiten“ und Missstände, unter denen ich zu leiden glaubte, tatsächlich zu den größten Segnungen in meinem Leben geworden.