(Minghui.org) Eine Einwohnerin der Stadt Qingdao, Provinz Shandong, wurde 2025 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu vier Jahren Haft verurteilt. Das hat Minghui.org kürzlich bestätigt.
Die rund 60-jährige Song Yun wurde im November 2024 festgenommen. Beamte der Polizeistation Badaxia durchsuchten auch ihre Wohnung. Wann sie angeklagt und verurteilt wurde, ist unklar. Sie verbüßt derzeit eine Haftstrafe im Frauengefängnis der Provinz Shandong.
Es war nicht das erste Mal, dass Song aufgrund ihres Glaubens ins Visier genommen wurde. Sie hat bereits eine nicht näher spezifizierte Zwangsarbeitsstrafe und zwei Haftstrafen mit einer Gesamtdauer von sieben Jahren abgeleistet.
Song wurde kurz nach Beginn der landesweiten Kampagne der Kommunistischen Partei Chinas gegen Falun Dafa im Juli 1999 verhaftet und im Gefängnis der Stadt Qingdao derart schwer gefoltert, dass sie kaum noch gehen konnte. Später wurde sie zu Zwangsarbeit verurteilt und in das Frauenarbeitslager der Provinz Shandong verlegt.
Die Wärter des Arbeitslagers entzogen Song über längere Zeit den Schlaf. Ihre Arme waren in einem Winkel von 45 Grad an die Ober- und Unterseite zweier gegenüberliegender Betten gefesselt (siehe Abbildung unten), sodass sie nicht aufrecht stehen konnte. Die Wärter setzten ihr außerdem einen Helm auf. Ein Wärter namens Ding Haiying schlug sie so heftig, dass ihre Nase blutete. Nach langem Stehen und Schlafentzug war ihr schwindlig, und sie hörte ein Pfeifen in den Ohren. Außerdem litt sie unter pulsierenden Schmerzen in Kopf und Ohren.
Illustration der Folter: Stehfolter mit gestreckten Armen und Schlafentzug
Beamte der Polizeistation Dengzhou-Straße nahmen Song am 19. Oktober 2007 fest und brachten sie in die Haftanstalt Dashan. Später wurde sie zu drei Jahren Haft verurteilt und am 10. Juli 2008 in das Frauengefängnis der Provinz Shandong eingeliefert.
Da Song an ihrem Glauben festhielt, wiesen die Wärter des strengen Führungsteams die Gefangenen an, sie zu schlagen. Die Gefangene Yao Jingjing kniff ihr immer wieder in die Brüste, während über ein Dutzend andere Gefangene sie traten und auf sie einschlugen. Die Gefangene Zhu Huifen packte Songs Kopf und schlug ihn gegen den Boden. Später wurde sie gezwungen, barfuß auf dem Balkon zu stehen. Wenn die Gefangenen ihre Haltung missbilligten, schlugen sie sie.
Eines Tages, während einer sogenannten „Lernstunde“, bekam Song ihre Periode und bat darum, in ihre Zelle zurückkehren zu dürfen, um eine Binde zu holen. Die Gefangenen verweigerten es ihr, da sie Falun Dafa nicht abgeschworen hatte und zwangen sie zu stehen. Als ihr Menstruationsblut auf den Boden tropfte, beschuldigten sie sie, den Boden verschmutzt zu haben und verprügelten sie. Später berief Wärterin Xue Yanqin eine Versammlung ein und zwang die Praktizierende, in Anwesenheit aller Gefangenen zuzugeben, dass sie die Schläge verdient habe.
Im September 2008 wurde Song in die 7. Abteilung verlegt. Sie hatte Gebärmutterblutungen und eine fahle Haut. Die Wärterinnen ordneten eine Operation zur Entfernung ihrer Gebärmutter an. Als sie dagegen protestierte, wurde sie drei Tage lang in Einzelhaft gesperrt.
Aufgrund ihrer angeschlagenen Gesundheit war Song nicht in der Lage, schwere körperliche Arbeit zu verrichten. Wärterin Deng Jixia wies mehrere Gefangene an, sie in die Werkstatt im Untergeschoss zu schleifen. Dabei stieß Songs Körper mehrmals gegen das Geländer und war danach voller blauer Flecken. Manchmal konnte sie aufgrund der Verletzungen nicht einmal stehen. Als sie sich in der Werkstatt hinsetzte, um zu meditieren, befahl Deng den Gefangenen, sie in die Toilette zu zerren und dort zu schlagen.
Nach einer weiteren Festnahme am 9. Januar 2018 wurde Song einen Tag später in die Haftanstalt der Stadt Qingdao überstellt. Später wurde sie zu vier Jahren Haft verurteilt und verbüßte diese im Frauengefängnis der Provinz Shandong.
Song wurde zeitweise in einem dunklen Raum festgehalten. Sie erlitt durch die Schläge von den Gefangenen Tang Weiwei und Zhang Yaoyun Prellungen am ganzen Körper. Außerdem riss man ihr eine Handvoll Haare aus. Cui Dongjun überwachte Song rund um die Uhr und mischte ihr giftige Medikamente ins Essen. Song war danach nicht mehr ansprechbar und wirkte oft verängstigt. Außerdem zitterte ihr Körper unwillkürlich.
Als Cui und Lu Meng die giftigen Medikamente ins Essen von Song mischten, sagten sie: „Gut, wenn sie das isst, wird sie gehorsam sein.“ Cui sagte zu einer verurteilten Mörderin namens Zhou Hongman: „Ich habe das Medikament vorher nicht ernst genommen. Aber es ist viel wirksamer, als ich dachte.“
Am 9. Januar 2022 wurde Song freigelassen, im Jahr 2024 jedoch erneut verhaftet und 2025 zu einer dritten Gefängnisstrafe verurteilt.
Frühere Berichte:
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Brutale Folterungen im Fraueninternierungslager Jinan
The Persecution of Falun Dafa Disciples in Wangcun Women's Labor Camp, Shandong Province