(Minghui.org) Ein 57-jähriger Mann aus der Stadt Anlu in der Provinz Hubei befindet sich wegen seines Glaubens an Falun Dafa erneut in Haft.
Huang Xuejun, ein ehemaliger Apotheker des Puai-Krankenhauses in Anlu, wurde Anfang November 2025 verhaftet, als er Gelegenheitsarbeiten in der Stadt Guangshui in derselben Provinz verrichtete. Er wurde nach Anlu zurückgebracht und in das Untersuchungsgefängnis von Anlu eingeliefert. Kurz darauf verlegte man ihn in das Umerziehungslager Changsong. Ende Dezember 2025 wurde er wieder in dasselbe Untersuchungsgefängnis zurückgebracht.
Huangs jüngste Tortur ist fast eine exakte Wiederholung dessen, was er bereits im Jahr 2024 durchmachen musste. Damals wurde er am 19. April verhaftet, als er Gelegenheitsarbeiten in Wuhan, der Hauptstadt der Provinz Hubei, verrichtete. Auch damals wurde er nach Anlu zurückgebracht und später, am 24. Mai 2024, in das Umerziehungslager Changsong verlegt. Etwa 40 Tage später brachte man ihn in die Haftanstalt der Stadt Anlu zurück.
Nach Huangs Freilassung am 8. Juli 2024 war er fortwährender Schikane ausgesetzt. Der Leiter des Büro 610 der Stadt Anlu erschien im August 2024 in seinem Haus und forderte ihn auf, in ein Umerziehungslager zu gehen, um ein Video aufzunehmen, in dem er Falun Dafa abschwören und verurteilen sollte. Als er sich weigerte, drohte man ihm mit einer Gefängnisstrafe. Um weiterer Verfolgung zu entgehen, tauchte er im Oktober 2024 unter, wurde jedoch im November 2025 in Anlu erneut verhaftet.
Vor seinen beiden jüngsten Verhaftungen war Huang bereits mehrfach wegen des Praktizierens von Falun Dafa verfolgt worden – einer Praktik, der er die Heilung von chronischer Rhinitis und Pharyngitis zuschreibt. Im Oktober 1999 wurde er verhaftet und zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt. Nach einer weiteren Verhaftung am 29. August 2001 erhielt er erneut eine einjährige Zwangsarbeitsstrafe. Im März 2004 wurde er einen Monat lang im Umerziehungslager Tangxunhu in Wuhan festgehalten und gezwungen, 3.000 Yuan (ca. 360 Euro) für die Lebenshaltungskosten zu zahlen. Im Juni 2004 wurde er erneut verhaftet und 15 Tage lang inhaftiert.
Huang arbeitete am 22. März 2007 im Puai-Krankenhaus, als er von der Polizei verhaftet wurde. Die Wärter des Gefängnisses von Yunmeng stifteten drei Mithäftlinge an, ihn zu verprügeln. Aufgrund seiner Verletzungen konnte er sich zwei Wochen lang nicht bewegen. Im Juli 2007 wurde er gegen Kaution freigelassen. Nachdem ihm sein Gerichtstermin mitgeteilt worden war, tauchte er Ende August 2007 unter, um einer Strafverfolgung zu entgehen.
Als Huang im April 2008 nach Anlu zurückkehrte, ließ ihn sein Arbeitgeber zunächst nicht wieder arbeiten, gab jedoch später nach. Am 3. November 2010 wurde er erneut an seinem Arbeitsplatz verhaftet. Anschließend hielt man ihn über 40 Tage lang im Umerziehungslager der Provinz Hubei fest.
Am 31. Juli 2012 wurde Huang von der Polizei erneut an seinem Arbeitsplatz verhaftet. Bei einem Fluchtversuch am 5. August desselben Jahres stürzte er von einem Zaun und erlitt einen Wirbelbruch. Der Arzt verordnete ihm drei Monate Bettruhe. Seine Familie holte ihn am nächsten Tag aus dem Krankenhaus ab, und er erholte sich innerhalb eines Monats durch das Praktizieren der Falun-Dafa-Übungen.
Während eines Besuchs bei einem anderen Falun-Dafa-Praktizierenden am 10. September 2016 wurde Huang der Polizei gemeldet und verhaftet. Zunächst hielt man ihn 14 Tage lang in Anlu fest, bevor er am 23. September in das Umerziehungslager der Provinz Hubei verlegt wurde. Am 16. Dezember 2016 brachte man ihn dann wieder in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Anlu zurück.
Das Gericht in Anlu verurteilte Huang im Juni 2017 zu vier Jahren Haft. Er wurde in das Gefängnis von Fanjiatai eingeliefert. Sein Arbeitgeber entließ ihn kurz darauf.
Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis verrichtete Huang Gelegenheitsarbeiten in der Provinz Hubei. Dennoch wurde er 2024 und erneut 2025 verhaftet. Er befindet sich weiterhin im Untersuchungsgefängnis der Stadt Anlu in Haft.
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