(Minghui.org) Nach dem Verlust ihres Mannes infolge der Verfolgung verstarb am 9. Januar 2026 eine Frau aus der Stadt Yingkou in der Provinz Liaoning ebenfalls an den Folgen der Verfolgung von Falun Dafa. Sie war 84 Jahre alt.
Zhu Ruimin, eine pensionierte Lehrerin an der Grundschule Qinghua, begann 1995, Falun Dafa zu praktizieren, und erholte sich bald darauf von einer schweren Herzerkrankung und einem Bandscheibenvorfall. Weil sie nach Beginn der von der Kommunistischen Partei Chinas im Jahr 1999 angeordneten Verfolgung an ihrem Glauben festhielt, wurde sie wiederholt zum Ziel staatlicher Repressionen.
Zhu wurde am 11. Oktober 2014 zusammen mit ihrem Mann Wu Ruiting festgenommen. Die Polizei war den beiden gefolgt, als sie auf der Straße mit anderen Menschen über Falun Dafa sprachen. Das Paar wurde später gegen Kaution freigelassen, nachdem das Untersuchungsgefängnis ihre Aufnahme abgelehnt hatte. Am 8. April 2015 mussten sie vor dem Bezirksgericht Xishi erscheinen. Am 3. Juni 2015 wurden beide zu jeweils vier Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Ihre Berufung beim Mittleren Gericht der Stadt Yingkou wurde zurückgewiesen.
Zhu wurde am 12. Januar 2016 in das Frauengefängnis der Provinz Liaoning gebracht und dort in der Abteilung für ältere Insassinnen festgehalten. Trotz ihres hohen Alters wurde sie gezwungen, täglich Wattestäbchen herzustellen.
Wu befand sich zu diesem Zeitpunkt noch auf Kaution in Freiheit, als er erfuhr, dass die Behörden seine Einweisung in das Gefängnis von Dalian planten. Am 13. Januar 2016 verließ er seine Wohnung und tauchte unter. Nachdem er auf die Fahndungsliste der Polizei gesetzt worden war, wagte er es kaum noch, seine vorübergehende Unterkunft zu verlassen, und hatte große Schwierigkeiten, seinen Alltag zu bewältigen. Die psychische Belastung durch die anhaltende Verfolgung sowie die Sorge um seine Frau setzten ihm schwer zu.
Nach der Freilassung seiner Frau am 11. Januar 2020 kam Wu wieder mit ihr zusammen. Kurz darauf erfuhr Zhu, dass ihre Pension während der vier Jahre ihrer Inhaftierung (12. Januar 2016 bis 11. Januar 2020) ausgesetzt worden war und auch nach ihrer Freilassung nicht wieder ausgezahlt wird. In den letzten zehn Jahren vor ihrem Tod wurden ihr mindestens 600.000 Yuan (etwa 73.700 Euro) an Rentenansprüchen vorenthalten.
Im Jahr 2021 wurde auch Wus Rente ausgesetzt. Um sich weiterhin vor der Polizei verbergen zu können, mietete sich das Paar eine kleine Wohnung. Aufgrund ihrer finanziellen Notlage blieb ihnen nur eine Unterkunft, die nicht einmal über eine Dusche verfügte.
Die entbehrungsreichen Lebensbedingungen im Versteck und der anhaltende psychische Druck infolge der Verfolgung verschlechterten Wus Gesundheitszustand erheblich. Er wurde zunehmend pflegebedürftig, hatte Schwierigkeiten beim Gehen und konnte sich kaum noch selbst versorgen. Er verstarb am 29. August 2021 im Alter von 81 Jahren.
Zhu musste danach allein zurechtkommen. Sie verstarb am 9. Januar 2026 im Alter von 84 Jahren.
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