(Minghui.org) Eine arbeitsunfähige Frau aus Chongqing wurde in den letzten drei Monaten vor ihrem Tod von der örtlichen Polizei und Angestellten des Straßenkomitees ständig schikaniert, weil sie an ihrem Glauben an Falun Dafa festhielt. Ihr Tod am 1. Januar 2026 beendete die jahrzehntelange Verfolgung, die sie erleiden musste, weil sie ihr verfassungsmäßiges Recht auf Glaubensfreiheit wahrgenommen hatte. Sie war 64 Jahre alt.
Tang Bin schrieb Falun Dafa die Befreiung aus ihrer Verzweiflung zu, wurde jedoch vom kommunistischen Regime wiederholt wegen ihres Glaubens verfolgt. Sie wurde mehrfach verhaftet und zu zwei Zwangsarbeitsstrafen sowie einer Haftstrafe von insgesamt fünf Jahren verurteilt.
Tang begann am 8. Februar 1996, Falun Dafa zu praktizieren und erholte sich innerhalb von sechs Monaten von ihren Depressionen, einer Zervikalspondylose, chronischen Kopfschmerzen, gynäkologischen Beschwerden sowie Arthritis. Auch das angespannte Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter harmonisierte sich. 1995 stahl ihre Schwägerin die einzigen 600 Yuan Bargeld, die Tang zu Hause hatte. Ihre Schwiegermutter, die mit ihr zusammenlebte, ließ den Diebstahl zu und beschuldigte Tang, nicht auf ihr Geld aufgepasst zu haben. Angesichts dieser Ungerechtigkeit unternahm Tang einen Selbstmordversuch. Ihr Mann fand sie gerade noch rechtzeitig, um sie davon abzuhalten.
Im April 1998 stahl dieselbe Schwägerin weitere 3.900 Yuan aus Tangs Wohnung und verzockte das Geld. Diesmal blieb Tang ungerührt und behandelte ihre Schwiegermutter und ihre Schwägerin weiterhin freundlich.
Nachdem die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 eine landesweite Kampagne gegen Falun Dafa angeordnet hatte, hielt Tang an ihrem Glauben fest und wurde deshalb wiederholt ins Visier genommen.
Am 18. August 1999 wurde sie von dem Ausbilder Li Houyou von der Polizeistation Guojiatuo verhaftet und etwa zehn Stunden lang festgehalten. Am 25. September 1999 wurde sie von den Beamten Wang Jinglian und Liu Zucheng vom Polizeirevier Wangjiang erneut verhaftet und eine Woche lang in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten.
Am 25. November 1999 reiste Tang nach Peking, um für Falun Dafa zu appellieren, und wurde dort erneut festgenommen. Sie wurde 20 Tage lang im Gefängnis des Bezirks Shijingshan in Peking festgehalten und anschließend nach Chongqing zurückgebracht. Dort hielt man sie weitere 30 Tage im Gefängnis des Bezirks Jiangbei fest. Nach ihrer Freilassung erhielt sie von ihrem Arbeitgeber, der Wangjiang Qinghua Fabrik, die Kündigung.
Später eröffnete Tang ein Bekleidungsgeschäft. Der KPCh-Parteisekretär Zhou Shumin der Guojiatuo-Straße wies ihren Vermieter an, den Mietvertrag zu kündigen, und stellte mehrere Personen zu ihrer Überwachung ab.
Im April 2000 nahm der Beamte Liu Yonggang von der Polizeistation Guojiatuo Tang fest und sperrte sie für eine Woche in eine Gehirnwäsche-Einrichtung. Parteisekretär Zhou, die Beamten Wang und Liu sowie die Beamten des Straßenkomitees Pu Dongmei, Jiang und Liu waren ebenfalls an ihrer Verfolgung beteiligt. Im Mai 2000 hielten die Beamten Li Houyou und Li Xiaoxiao die Praktizierende 15 Tage lang im Gefängnis des Bezirks Jiangbei fest.
Im August 2000 wurde Tang zur Polizeistation Guojiatuo vorgeladen, um Dokumente zu unterschreiben. Wie sich herausstellte handelte es sich dabei um den Haftbescheid für ein Jahr Zwangsarbeit. Während ihrer Haftzeit wies Hauptmann Yu die Gefangenen Hu Min und Zheng Shimei an, sie zu foltern.
Im Januar 2002 wurde Tang erneut verhaftet und 15 Tage lang festgehalten. Im April desselben Jahres verhafteten die Beamten Wang und Liu sie erneut, zusammen mit Fan Xia, Mitarbeiter des Büro 610 ihres früheren Arbeitgebers. Sie wurde rund sieben Tage lang in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten. Nach einer weiteren Festnahme im Dezember 2002 wurde sie eine Woche in derselben Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten.
Am 18. März 2005 drangen vier bewaffnete Polizisten, darunter Li Xiaoxiao, in Tangs Bekleidungsgeschäft ein. Zwei von ihnen packten sie an den Schultern und bogen ihren Kopf nach hinten. Dann platzierten sie von ihnen mitgebrachte Informationsmaterialien über Falun Dafa neben sie und machten Fotos, um sie zu belasten. Sie durchsuchten sowohl ihr Geschäft als auch ihre Wohnung. Nach einem Monat Gewahrsam wurde sie zu eineinhalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt.
Während ihrer Haft im Arbeitslager wurde Tang von den Wärtern Su Chang und Zhao Yuanyuan sowie den Gefangenen Liu Haiyan, Wang und Tang auf unterschiedliche Weise misshandelt. Unter anderem klebten sie ihren Mund zu und stopften Lappen in ihren Mund. Zu den weiteren Misshandlungen zählten Schläge und Beschimpfungen, Zwangsernährung, Einzelhaft, langes Ausharren in der Hocke oder Stehen in militärischen Positionen, Schlafentzug, Verbot der Benutzung der Toilette oder Duschen, zweitägiges Fesseln ans Bett, stundenlanges Stehen in der prallen Sonne und das Fesseln der Arme auf dem Rücken, indem eine Hand auf den Rücken und die andere über die Schulter gezogen und in Handschellen gelegt wurde.
Im Mai 2005 trat Tang aus Protest in den Hungerstreik. Daraufhin holten Su und Zhao ihre Tochter aus der Schule und brachten sie zu ihrer Mutter ins Zwangsarbeitslager. Dort zwangen sie die Schülerin, 45 Minuten lang vor ihrer Mutter zu knien, um deren Willen zu brechen. Die Jugendliche war so traumatisiert, dass sie die bevorstehende Hochschulaufnahmeprüfung nicht bestand, was sich später negativ auf ihre Karriere auswirkte.
Während ihrer Haftzeit im Zwangsarbeitslager war Tangs Mutter so verzweifelt, dass sie am 2. Mai 2005 starb.
Im August 2011 brachen zwei Beamte und vier Gemeindemitarbeiter, darunter Chen Zhi, Su Xiaoling, Xie Qiaoli und Huang Tianping, in Tangs Wohnung ein und drohten, sie in eine Gehirnwäsche-Einrichtung einzuliefern, falls sie sich weigern sollte, Falun Dafa aufzugeben.
Als Tang am 1. März 2016 einen Zug besteigen wollte, wurde ihr Ausweis vom Sicherheitssystem als der einer Falun-Dafa-Praktizierenden erkannt. Die Bahnpolizei hielt sie daraufhin etwa eine Stunde lang in einem Verhörraum fest. Sie beschlagnahmte ihre Falun-Dafa-Materialien, fotografierte sie und zwang sie, die Verhörprotokolle zu unterschreiben. Anschließend wurde Tang von einem Beamten der Polizeistation Guojiatuo abgeholt.
Dieser Vorfall ereignete sich weniger als ein Jahr nach dem Tod von Tangs Ehemann, Li Zineng. Obwohl Li selbst nicht Falun Dafa praktizierte, wurde er wegen des Glaubens seiner Frau in die Verfolgung hineingezogen. 1999 wurde er von seinem damaligen Vorgesetzten Qian Chunhui beurlaubt und erst fünf Jahre später wieder zurückbeordert, während andere beurlaubte Mitarbeiter bereits nach einem Monat zur Arbeit zurückkehrten. Sein neuer Vorgesetzter, Hu Kezhi, degradierte ihn trotz seiner angeschlagenen Gesundheit vom Inspektor zum Umzugshelfer. Vor 1999 war Li als Maschinenbediener tätig und erhielt später aufgrund seiner Allergie und Photokeratitis (einer Art „Sonnenbrand“ der Hornhaut) eine Ausnahmegenehmigung für die Tätigkeit als Inspektor. Die Arbeit als Umzugshelfer war körperlich sehr anstrengend und er hatte große Schwierigkeiten, sie auszuführen. Er bat um eine entsprechend angepasste Tätigkeit, was Hu jedoch ablehnte, weil seine Frau Falun Dafa praktizierte.
Li erkrankte daraufhin an Asthma, einer Vergrößerung der rechten Herzkammer, einem Emphysem (eine Lungenerkrankung, die die Lungenbläschen schädigt), an einer obstruktiven Lungenerkrankung und Lungenfibrose. Trotzdem wies Hu ihn an, wieder die Arbeit als Maschinenbediener aufzunehmen. Er war dazu nicht in der Lage und musste sich krankschreiben lassen. Hu drohte, ihm zu kündigen. Li lebte in ständiger Angst und starb am 24. März 2015 im Alter von 56 Jahren.
Am 15. oder 16. Februar 2019 wurde Tang verhaftet, nachdem jemand sie wegen der Verteilung von Informationsmaterialien über Falun Dafa angezeigt hatte. Beamte der Polizeistation Tangjiatou durchsuchten ihre Wohnung und brachten sie in die Haftanstalt Fusheng.
Ende August 2019 wurde Tang zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt und im Dezember desselben Jahres in das Frauengefängnis Chongqing eingeliefert.
Nach ihrer Freilassung im August 2021 weigerte sich das Sozialversicherungsamt, ihr die während ihrer Haftzeit einbehaltene Sozialversicherungskarte zurückzugeben. Ohne diese Karte konnte sie ihre Krankenversicherung nicht beanspruchen und musste daher die Kosten von mehreren Krankenhausaufenthalten komplett selbst bezahlen.
In den ersten Monaten nach ihrer Freilassung erhielt Tang keine Rentenleistungen. Das Sozialversicherungsamt zahlte ihr später monatlich etwas über 2.000 Yuan als Unterstützung. Ihre volle Rente wurde ihr nie wieder gewährt.
Mit Tangs Gesundheit ging es rasch bergab, sodass ihre Tochter sie in ein Pflegeheim einwies. Im Juni 2025 musste sie von ihrer Tochter als medizinischer Notfall ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nach ihrer Entlassung nahm ihr jüngerer Bruder sie im September 2025 bei sich auf. Dort wurde sie von dem Polizisten Zhao Jingwei von der Polizeistation Guojiatuo und den Angestellten eines Wohnkomitees (darunter ein Mitarbeiter namens He) ständig schikaniert. Sie starb am 1. Januar 2026.