Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

Das Fa beherzigen, polizeiliche Schikanen eindämmen

27. Januar 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Da er nicht hörte, dass sein Mobiltelefon klingelte, verpasste mein Sohn einen Anruf. Es war eine Festnetznummer. Als er zurückrief, stellte sich heraus, dass es sich um die Polizeistation handelte. Man teilte ihm mit, dass jemand anderes angerufen hätte und diese Person gerade außer Haus sei. Mein Sohn dachte: „Die Polizeistation hat angerufen, wahrscheinlich suchen sie nach meiner Mutter.“ Das war nichts Neues – die Polizei hatte das schon einmal gemacht – anstatt mich direkt zu kontaktieren, riefen sie meinen Sohn an.

Einen Tag später besuchte ich eine Mitpraktizierende. Sie erzählte mir, dass auch ihr Mann einen Anruf von der Polizei erhalten hatte – in den letzten zwei Tagen zweimal. Er wurde nach seiner Adresse gefragt und ob sie sich noch in deren Zuständigkeitsbereich befänden. Sie und ihr Mann besitzen zwei Wohnungen und hatten früher in der anderen gelebt. Ich dachte, dass mich die Polizei aus demselben Grund angerufen hatte, da auch wir zwei Wohnungen besitzen.

Gegen 19:20 Uhr klingelte mein Mobiltelefon und zeigte eine unbekannte Rufnummer an. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass es jemand von der Polizeistation war. Während ich noch zögerte, den Anruf entgegenzunehmen, fielen mir diese Worte des Meisters ein:

„Ich schlage vor, dass alle Schüler, die momentan mittels Zwang umerzogen werden sollen (außer denen, die nicht zur Umerziehung festgenommen worden sind), den Umerziehern das Böse aufzeigen und ihnen die wahren Umstände erklären. Gleichzeitig sollt ihr ihnen den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung erklären, und zwar, dass Gutes und Böses mit Sicherheit vergolten werden.“ (Vorschlag, 10.04.2001, in: Essentielles für weitere Fortschritte II)

Es galt also, die Situation mit einer aufrichtigen Haltung und Würde zu meistern, und so nahm ich den Anruf entgegen.

Am anderen Ende war eine Polizistin. Auf meine Frage nach ihrem Namen, antwortete sie mit „Polizistin Wang“. Dann fragte sie mich: „Sind sie Frau so und so?“ Ich wollte wissen, woher sie meinen Namen kannte, aber sie ignorierte dies und hakte nach: „Wohnen Sie in …?“ und nannte meine genaue Adresse. „Wir haben versucht, Ihren Sohn anzurufen, ihn aber nicht erreicht.“

Ich fragte: „Woher wissen Sie so viel über meine Familie? Wie heißen Sie?“

„Warum wollen Sie meinen Namen wissen?“, so die Polizistin, und bohrte weiter: „Wohnen Sie in…?“ und nannte erneut meine Adresse.

Ich ließ mich nicht beirren und sagte: „Sie wissen sehr viel über meine Familie. Ist es da nicht selbstverständlich, nach Ihrem Namen zu fragen? Sie kennen sogar den Namen meines Sohnes. Was genau wollen Sie von mir? Wie heißen Sie?“

Unwillig nannte sie mir ihren Namen und fragte wieder: „Wohnen Sie in …? Sie sind jetzt pensioniert, nicht wahr?“

Als ich bejahte, erklärte sie, dass sie zu mir nach Hause kommen und mich fotografieren müsse. „Wozu?“, fragte ich. „Haben Sie vor, jeden Haushalt zu besuchen?“ Sie bejahte. „Heißt das, dass Sie jeden Bewohner in jedem Viertel der ganzen Stadt aufsuchen und fotografieren werden?“ In dem Moment brach die Verbindung ab und auf dem Display meines Handys erschien die Nachricht, dass das Netzwerk getrennt und eine Verbindung nicht möglich war. Ich wusste nicht, ob es an meinem oder ihrem Signal lag.

Ich besprach die Situation mit meinem Mann, der ebenfalls Falun Dafa praktiziert. Der meinte: „Mach es ihr nicht so schwer. Behandle sie gütig wie ein Familienmitglied. Sie macht nur ihre Arbeit. Bewahre Ruhe, ich werde aufrichtige Gedanken für dich aussenden. Wahrscheinlich gab es in unserem Signal einen Unterbruch. Du kannst sie ja später zurückrufen.“

Ich dachte an die Ermahnung des Meisters: Dass wir dem Fa und allen Lebewesen gegenüber verantwortlich sein sollten, dem Meister bei der Errettung der Lebewesen helfen müssen und keinesfalls zulassen dürfen, dass das Böse sie zerstört. Ich darf mich nicht gegen die Lebewesen stellen – wir stehen auf derselben Seite. Wir alle wissen, dass Falun-Dafa-Praktizierende verfolgt werden. Tatsächlich werden auch diejenigen verfolgt, die diese Verfolgung ausüben, aber sie wissen es nicht. Das Böse benutzt sie, um die Praktizierenden zu verfolgen und sie dadurch zu vernichten. Die Beziehung zwischen den Praktizierenden und den Lebewesen ist so, dass wir sie erretten und sie gerettet werden; sie alle gehören zur Familie des Meisters.

Wieder zu Hause stellte ich mich vor das Portrait des Meisters, legte die Hände aneinander und bat den Meister: „Meister, bitte stärken Sie meine aufrichtigen Gedanken. Bitte stärken Sie die gütige Seite von Polizistin Wang – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre ursprüngliche Natur.“

Um 20:30 Uhr rief ich sie zurück und entschuldigte mich: „Es tut mir leid, dass ich Sie so spät anrufe.“ Sie meinte, es sei kein Problem, deshalb fuhr ich fort: „Lassen Sie mich das erklären: Ich habe nicht aufgelegt, unser Gespräch wurde plötzlich unterbrochen und das Display auf meinem Handy zeigte die Meldung ‚Netzwerk getrennt, Verbindung nicht möglich‘ an. Ich war mir nicht sicher, ob es an meinem oder Ihrem Signal lag.“

„Kein Problem“, entgegnete sie. „Ich habe mich nur gewundert, warum ich Sie plötzlich nicht mehr hören konnte.“ – „Worum geht es denn genau? Keiner unserer Nachbarn hat etwas von Hausbesuchen gehört“, fragte ich behutsam. Ob ich Falun Dafa praktizieren würde, wollte sie wissen, und als ich das bejahte, sagte sie: „Ich muss einen Hausbesuch machen und Sie fotografieren, als Beweis, dass ich bei Ihnen war und mit Ihnen gesprochen habe.“

Ich lehnte den Besuch ab, mit der Begründung, dass er sich negativ auswirken würde. Daraufhin schlug sie vor, dass ich ja zur Polizeistation kommen könnte. Als ich dies ebenfalls ablehnte, schlug sie vor: „Dann können Sie ein Foto von sich machen und es mir schicken.“ Auch das lehnte ich ab: „Das geht nicht. Das wäre ein Beweis, dass Sie sich an der Verfolgung beteiligt haben, wofür Sie später zur Rechenschaft gezogen würden. Diese Verantwortung wird Ihnen für den Rest Ihres Lebens angelastet– die Untersuchungen werden auch noch Jahrzehnte später durchgeführt. All diejenigen, die Richtlinien festlegen, Befehle erteilen, sich an der Verfolgung beteiligen und sie aktiv umsetzen, ganz zu schweigen von den Kollaborateuren, werden da hineingezogen.“

Ich fuhr fort: „Was ist ein Kollaborateur? Jeder, der mitmacht. Falun Dafa lehrt Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Daran ist nichts falsch, es entspricht Artikel 36 der Verfassung. Lassen Sie nicht zu, dass Sie wegen Ihrer Arbeit ruiniert werden – das ist es nicht wert. Lesen Sie Artikel 60 des Beamtengesetzes einmal sorgfältig durch; er besagt, dass auch diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die fehlerhafte Anweisungen von Vorgesetzten ausführen.

Wenn Sie heute ein Foto machen, könnten Sie später dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Diese rechtliche Falle wurde schon vor langer Zeit gestellt. Sie müssen wachsam sein und sich einen Ausweg offenhalten. Jeder von uns versucht, seinen Lebensunterhalt zu sichern, das ist nicht immer einfach. Heutzutage ist es für die jungen Leute wirklich schwierig eine Arbeit zu finden. Aber niemand wird die Verantwortung für Sie tragen. So ist das nun mal. Jeder drückt sich davor und niemand wird Ihre Schuld auf sich nehmen“, gab ich zu bedenken.

„Ich habe bereits zwei Leute fotografiert“, warf sie ein. „Sie müssen vorsichtig sein. Andere zu fotografieren, ist nicht gut für Sie“, entgegnete ich sanft. Sie sagte: „Dann werde ich morgen mit meinem Vorgesetzten sprechen und fragen, ob es in Ordnung ist, keine Fotos zu machen.“ – „Angesichts der jüngsten Ereignisse in meiner Familie ist mir klar geworden, dass der Himmel uns beobachtet und alles sieht, was wir tun. Wir müssen gutherzig sein und dürfen niemanden verletzen“, erklärte ich. Sie stimmte zu: „Es ist nichts Falsches daran, gütig zu sein.“ – „Güte überdauert die Zeit“, bekräftigte ich und sie stimmte wieder zu. Dann entschuldigte ich mich noch einmal für den späten Anruf und die Störung. Sie meinte, es sei in Ordnung.

Am nächsten Morgen gingen mein Mann und ich in die Nähe der Polizeistation und sandten dort aufrichtige Gedanken aus. Die Polizistin rief nie wieder an. Sie hatte sich der Gutherzigkeit zugewandt und ich freute mich für sie.

Als ein örtlicher Praktizierender verhaftet und verfolgt wurde, recherchierte ich nach Referenzmaterial. In einem Artikel beschrieb der Autor, wie man Behördenmitarbeitern mit einer aufrichtigen Haltung begegnen sollte, was mich tief berührte. Er schrieb, dass jene Menschen, die in Polizeistationen, Staatsanwaltschaften und Gerichten arbeiten, in Wahrheit diejenigen sind, die sich der Verfolgung widersetzen müssen. Sie werden selbst vom Bösen verfolgt und stehen in ihrer Arbeit vor der Aufgabe, sich dieser Verfolgung entgegenzustellen. Zugleich werden sie dazu benutzt, unschuldige Menschen zu verfolgen. Ihnen zu helfen, dies zu erkennen, liegt in unserer Verantwortung. Dann werden sie wissen, was zu tun ist.