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Meine grundlegenden Anhaftungen: Wie ich sie beseitigen konnte

28. Januar 2026 |   Von der Falun-Dafa-Praktizierenden Huazi in der Provinz Hunan

(Minghui.org) Vor einigen Nächten hatte ich einen Traum, in dem ich gemeinsam mit einer Person nach meinen eigenen Anhaftungen suchte. Auf einem kleinen Zettel standen dicht geschrieben viele Wörter. Ich erinnere mich nur noch sehr klar an drei davon: „Selbstzweifel, Arroganz, Starrsinn“. Die Person sagte, dies seien meine grundlegenden Anhaftungen. Nach dem Aufwachen wusste ich, dass mir dieser Traum ganz deutlich gezeigt hatte, worin meine grundlegenden Anhaftungen bestanden.

Im Folgenden berichte ich über zwei kleine Begebenheiten aus meinem Leben, in denen es darum ging, diese Anhaftungen zu beseitigen.

Eine Betriebsversammlung

Ich erinnere mich an eine Begebenheit im Jahr 1996, kurz nachdem ich das Fa erhalten hatte. Eines Abends hielt meine Arbeitseinheit eine Betriebsversammlung zum Thema Personalabbau ab. Während der Versammlung erwähnte einer der Chefs plötzlich meinen Namen. Mein Herz schlug mir sofort bis zum Hals, da ich mir nicht sicher war, ob ich einen Fehler begangen hatte. Tatsächlich nahm der Chef mich als Beispiel und sagte sinngemäß: „Seht euch doch einmal Z (gemeint war ich) an, sie hat eigentlich keine besonderen Fähigkeiten, kann aber dennoch so gute Leistungen unserer Einheit genießen – Wohnung, Heizung, Klimaanlage, 24-Stunden-Warmwasser usw. (In Wirklichkeit hatte ich, außer einer von mir zum höchsten Preis gekauften Werkswohnung, keine derartigen Vergünstigungen, während gerade die anderen diese Leistungen genossen.) Und seht euch Zs jüngere Schwester an: In Bezug auf Fähigkeiten und Aussehen steht sie ihr in nichts nach, ist aber arbeitslos und betreibt ein kleines Geschäft, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Warum ist das so? Nur weil Z Glück im Leben hat … 

Vor mehr als zweihundert Kolleginnen und Kollegen hörte ich diese Worte und war völlig wie vor den Kopf gestoßen. Ein Gedanke kam auf: „Warum nimmt er mich als Beispiel? Will er mich schikanieren, weil ich alleinstehend bin, oder weil ich als ehrlich und unfähig angesehen werde? Ich habe zwar keine besonderen Fähigkeiten, aber meine eigentliche Arbeit erledige ich durchaus kompetent – nicht so wie seine Frau, die nichts zustande bringt und den ganzen Tag faulenzt. Sollte ich aufstehen und ihn zur Rede stellen?“ Ein anderer Gedanke sagte mir: „Du bist jetzt eine Dafa-Jüngerin, dies ist eine Prüfung, eine Hürde, du musst sie ertragen.“ Diese beiden Gedanken rangen miteinander. Schließlich siegte die Vernunft über die negativen Gedanken und ich hielt es unter Tränen aus.

Auf dem Heimweg im Bus scherzten einige Kolleginnen und Kollegen auch noch: „Heute gehen wir alle zu Z nach Hause und genießen Heizung, Klimaanlage und 24-Stunden-Warmwasser, ha, ha, ha.“ Ich sagte nichts dazu, doch mir kamen sofort die Tränen. Ich fühlte mich so ungerecht behandelt, dass ich am liebsten laut geweint hätte. Zu Hause waren meine Schwester und mein Schwager anwesend. Als sie meinen Zustand sahen, fragten sie mich, was los sei. Und so erzählte ich ihnen alles. Sie wollten zu dem Chef gehen, ihn bloßstellen und mir Genugtuung verschaffen. Ich hielt sie davon ab. Innerlich war ich jedoch unausgeglichen und konnte dieser Person nicht mehr wie früher begegnen oder sie grüßen; es war mir irgendwie peinlich.

Später lernte ich im Stillen einen Artikel aus dem Fa auswendig:

„Nachsicht ist der Schlüssel für die Erhöhung der Xinxing. Das Ertragen unter Wut und Tränen und sich dabei ungerecht behandelt zu fühlen, gehört zur Nachsicht eines gewöhnlichen Menschen, der an seinen Bedenken festhält. Das Ertragen völlig ohne Wut und ohne sich ungerecht behandelt zu fühlen, das ist die Nachsicht eines Kultivierenden.“ (Was bedeutet Nachsicht (Ren), 21.01.1996, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)

Da verstand ich sofort den Unterschied zwischen der Nachsicht eines Kultivierenden und der eines gewöhnlichen Menschen. Ich bin eine Dafa-Kultivierende. Diese Anhaftungen loszulassen, überhaupt keinen Groll zu empfinden und mich nicht gekränkt zu fühlen, ist etwas äußerst Leichtes und Schönes. Die Lehre des Meisters veranlasste mich augenblicklich loszulassen.

Ich erkannte, dass es auf dem Weg der Kultivierung keine Zufälle gibt. Weil ich diese Anhaftungen hatte, gab es Menschen und Ereignisse, die mir halfen, sie zu beseitigen; deshalb gab es diese Prüfung, diese Widrigkeit und deshalb auch diesen Chef, der mir half, meine Xinxing zu erhöhen und Karma zu beseitigen. Dafür sollte ich ihm sogar danken. Als ich ihm später wieder begegnete, war ich vollkommen ruhig und konnte ihn lächelnd grüßen.

Ein Klassentreffen

Ein weiteres Erlebnis war ein Klassentreffen im November 2019. Etwa fünfzig ehemalige Mitschülerinnen und Mitschüler aus der Mittelschulzeit kamen zusammen; alle waren bereits um die siebzig Jahre alt. Es war für mich eine seltene Gelegenheit, ihnen die wahren Umstände zu vermitteln. Ich hatte USB-Sticks mit Informationsmaterialien vorbereitet und sprach bei dem Treffen mit einigen Mitschülern über Falun Dafa und die Verfolgung. Manche lächelten nur und antworteten nicht, andere erklärten sich bereit, aus der Partei, dem Jugendverband und den Jungen Pionieren auszutreten.

Beim gemeinsamen Essen am nächsten Tag musste ein Mitschüler wegen familiärer Angelegenheiten frühzeitig gehen. Ich verabschiedete mich von ihm und gab ihm einen USB-Stick mit Informationen über Falun Dafa, damit er sich zu Hause alles in Ruhe ansehen konnte. Als er sah, was ich ihm gab, veränderte sich sein Gesichtsausdruck schlagartig: „Was ist das? Sind das etwa Falun-Gong-Sachen?“, wollte er wissen. Ich lächelte und sagte: „Ja, informiere dich doch darüber.“ Daraufhin wurde sein Ton noch schärfer: „Du verbreitest hier solche parteifeindlichen Dinge? Weißt du eigentlich, dass wir dich ursprünglich gar nicht zu diesem Klassentreffen einladen wollten? Erst nachdem sich einige von uns beraten haben und ein Mitschüler ein gutes Wort für dich eingelegt hat, durftest du kommen.“

In diesem Moment wurde der zuvor laute und lebhafte Raum schlagartig still. Die Blicke von über fünfzig Menschen richteten sich auf uns beide. Ein anderer Mitschüler, der in der Nähe stand, trat zu mir und sagte: „Warum machst du das immer noch?“ Ich erklärte: „Falun Gong ist gut, es lehrt die Menschen, sich nach Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu richten und gute Menschen zu sein …“ Er unterbrach mich: „Das sagst du immer noch? Weißt du eigentlich, wie gescheitert dein Leben ist? Bis heute hast du nicht einmal eine eigene Familie …“ (Damit meinte er, dass ich eine Frau war, die niemand wollte.) Auch der Mitschüler, der angeblich ein gutes Wort für mich eingelegt hatte, trat vor und machte mir Vorwürfe: „Ich habe dafür gesorgt, dass du kommen konntest, und jetzt machst du hier so etwas …!“

Mir schoss das Blut in den Kopf. Erniedrigung, Kränkung, verletzte Ehre und mangelnde Selbstachtung – ich war total am Boden und schämte mich zutiefst, als hätte man mir mehrmals ins Gesicht geschlagen. Am liebsten wäre ich im Boden versunken. Die Tränen, die ich mit Mühe zurückgehalten hatte, liefen unaufhörlich. Diese Szene und diese Worte trafen tief das falsche Selbst bestehend aus Selbstzweifel, Arroganz und Starrsinn, das ich immer geschützt hatte.

Nach und nach beruhigte ich mich. Innerlich sagte ich zum Meister: „Warum bin ich so nutzlos? Ein paar Worte von unwissenden gewöhnlichen Menschen werfen mich schon um und bringen mich zum Weinen. Würde ein göttliches Wesen deswegen weinen?“ Zu mir selbst sagte ich: „Du bist doch gekommen, um sie zu retten – warum lässt du dich dann so leicht verletzen?“ Der Grund war, weil ich das eigene Selbst zu wichtig genommen, die Lebewesen geringgeschätzt und mich nicht an die Eigenschaft des neuen Universums gehalten habe, nämlich andere vor mich selbst zu stellen und selbstlos zu sein.

Ich setzte mich an einen Tisch, saß dort ganz allein und dachte über mich nach. Eine Mitschülerin kam leise herüber und setzte sich neben mich, dann kamen zwei oder drei weitere Mitschüler hinzu und setzten sich mir gegenüber. Nach und nach saßen über zehn Mitschüler um mich herum, auch ein ehemaliger Landrat kam dazu.

Aus Rücksicht sprachen sie mich nicht direkt an. Nach einer Weile sagte dieser ehemalige stellvertretende Landrat: „Eigentlich glaube ich, dass es Gottheiten gibt.“ Daraufhin erzählte er von einigen außergewöhnlichen Erlebnissen. Er war bereits im Ausland gewesen und hatte dort von Falun Gong gehört. Auch hatte er mir mehrfach zugehört und USB-Sticks von mir erhalten. Er hatte in seiner Arbeitseinheit sogar Falun-Gong-Praktizierende geschützt. Einmal hatte er zu mir gesagt: „Das ist eine persönliche Glaubensfrage. Ich habe ihnen (den Praktizierenden seiner Einheit) nicht erlaubt, an sogenannten ‚Lernkursen‘ teilzunehmen (die in Wirklichkeit Gehirnwäschekurse waren); diese Menschen wollen im Grunde nur einen gesunden Körper haben.“ Auf diese Weise versuchte er, mich aus der peinlichen Situation zu befreien und mich zu trösten und die anderen Mitschüler stimmten ihm immer wieder zu. Das berührte mich sehr und ich erkannte, wie bemerkenswert Lebewesen sind, die die Wahrheit verstanden haben.

Nach dem Abendessen fuhren einige Mitschüler nach Hause, die vor Ort lebten, während wir Auswärtigen im Hotel übernachteten. Ich hatte kurz den Gedanken, sofort nach Hause zu fahren, wusste jedoch, dass ich das nicht tun durfte. Ich durfte nicht ausweichen, sondern musste mich der Situation stellen und für das spätere Verständnis bezüglich Falun Dafa bei den Mitschülern eine gute Grundlage schaffen. Am Abend besuchte ich mit meiner Zimmernachbarin die anderen in ihren Zimmern, sprach mit ihnen über Leben, Kinder und Familie und kümmerte mich um sie.

Nach meiner Rückkehr übergab ich die Telefonnummern der Mitschülerinnen und Mitschüler zwei Mitpraktizierenden, die ihnen telefonisch die wahren Umstände erklären. Ich bat sie, ihnen beim Austritt aus Partei und ihren Jugendorganisationen zu helfen und ihnen die Barmherzigkeit des Dafa zu übermitteln. Eine der Mitpraktizierenden berichtete später, dass fast die Hälfte der Angerufenen die Zusammenhänge verstanden habe und über zehn Personen den Austritt erklärt hätten. Ein Mitschüler aus dem Militärbezirk Peking verstand sehr gut, worum es ging. Zunächst dachte er, ich hätte angerufen. Nachdem die Mitpraktizierende ihm erklärt hatte, dass dies nicht der Fall war, trat er nicht nur aus, sondern lud sie sogar ein, ihn künftig in Peking zu besuchen. 

Es gab allerdings auch Personen, die weder austraten noch die Zusammenhänge verstanden. Unter ihnen war ein Mitschüler aus dem Militärbezirk Guangzhou. Er war derjenige, der mich bei unserem Klassentreffen beleidigt hatte. Auch er dachte beim Anruf zunächst, ich sei es. Als ihm erklärt wurde, dass es jemand anderes sei, legte er nicht auf und sprach über eine Stunde lang mit der Mitpraktizierenden. Offenbar hatte er wegen der damaligen Verletzung mir gegenüber Schuldgefühle. An dieser Stelle danke ich den Mitpraktizierenden für ihre Zusammenarbeit.

Im Grunde war dieses Klassentreffen ein Treffen, um meine Selbstzweifel, meine Überheblichkeit und meinen Starrsinn zu beseitigen. Auch wenn es mich bis ins Mark verletzt hatte, half es mir doch, meine grundlegenden Anhaftungen zu erkennen – Egozentrik und Egoismus, alles Ausdruck menschlicher Gefühle. Es sind nachträglich erworbene Anschauungen, die von den alten Mächten arrangiert wurden, um den Willen der Dafa-Jünger zu schwächen. Gleichzeitig erkannte ich: Alles, was mein Innerstes berührt, ist eine Gelegenheit, mich zu prüfen, zu erhöhen und zu reinigen. Diese Gelegenheiten sollten gut genutzt werden, um das Menschliche loszuwerden und die eigene Ebene zu erhöhen.

Das sind zwei kleine persönliche Geschichten, wie ich meine Anhaftungen an mich selbst und meinen Egoismus beseitigt habe. Meine Ebene ist begrenzt, daher bitte ich meine Mitpraktizierenden, mich barmherzig zu korrigieren, wenn etwas nicht dem Fa entspricht.