(Minghui.org) In einem Dorf im Nordosten Chinas wurde ich geboren. Meine Kindheit verbrachte ich zwischen Melonen- und Bohnenranken. Im Laufe der Zeit wurde ich eine äußerst dominante Frau.
Meine ältere Schwester wuchs bei meinen Großeltern mütterlicherseits auf. Meine beiden jüngeren Brüder, meine jüngere Schwester und ich lebten bei meinen Eltern. Meine Eltern waren aufbrausend und von der Ideologie des Klassenkampfes, von Hass und den Lügen der Kommunistischen Partei indoktriniert. Sie waren intolerant und unversöhnlich und stritten sich oft zu Hause. Mein Vater war Zimmermann, hatte mehrere Affären und verschwendete sein gesamtes Einkommen. Meine Mutter war fleißig und hielt viel aus. Sie weigerte sich allerdings, ihre Fehler einzugestehen. Bei einem Streit schlug mein Vater mit einem Aluminium-Reislöffel nach meiner Mutter, die Narbe unter dem Auge meiner Mutter ist bis heute zu sehen. Wir hatten jedes Mal Angst, wenn unsere Eltern sich stritten. Als wir älter wurden, lernten meine Brüder und ich, mit ihren Streitereien umzugehen. Ab da beschützten wir unsere Mutter.
Ein Junge aus unserem Dorf namens Gousheng schikanierte früher meine jüngeren Geschwister. Mich ließ er in Ruhe, deshalb schikanierte ich ihn auch nicht. Meine Mutter gab mir jedoch einen Stock und befahl mir, ihn zu schlagen. Als ich mich weigerte, schlug sie mich mit zunehmender Härte, bis mir schließlich keine andere Wahl blieb. Ich schlug ihn zweimal mit solcher Wucht auf den Kopf, dass der Stock zerbrach. Von da an wagte er es nicht mehr, meine jüngeren Geschwister zu schikanieren.
Die Erziehungsmethoden meiner Mutter, Böses mit Bösem zu bekämpfen, führten schließlich dazu, dass ich mich immer weiter von den traditionellen chinesischen Tugenden entfernte. Ich wusste, dass mir die Sanftmut und die Tugenden fehlten, die eine Frau besitzen sollte. So wollte ich mein schlechtes Temperament verbessern. Mit 20 konvertierte ich zum Christentum, aber nachdem ich mehr als ein Jahr die Religion ausgeübt hatte, war mein Charakter immer noch derselbe. Bei der geringsten Provokation schimpfte und schlug ich immer noch zu. Zu Hause schlug ich meine jüngere Schwester und meinen Mann, nachdem wir geheiratet hatten.
Nach der Heirat weigerte ich mich, Haus- oder Feldarbeit zu verrichten. Gierig, faul und egoistisch beschwerte ich mich über die Unfähigkeit meines Mannes und schimpfte oft mit ihm. Ich gab sein hart verdientes Geld rücksichtslos aus, ohne auf unsere Ersparnisse und laufenden Ausgaben zu achten. Ich war zu Hause die Chefin, der man ohne Widerrede gehorchen musste. Ich aß mich satt an dem guten Essen und teilte es selten mit meinem Mann. Einmal dämpften wir einen Fisch zum chinesischen Neujahrsfest. Mein Mann aß nur ein paar Bissen und musste dann hinauseilen, um sich um etwas zu kümmern. Ich aß den ganzen Rest des Fisches auf. Als mein Mann an diesem Abend nach Hause kam, suchte er den Fisch, konnte ihn aber in der Küche nicht finden. Er fragte mich und ich sagte ihm, ich hätte ihn ganz aufgegessen. Mein hungriger Mann hatte keine andere Wahl, als sich mit den Resten zu begnügen.
Mein Mann vermied es, mir etwas Unangenehmes zu sagen, sonst hätte ich mit ihm gestritten und ihn sogar geschlagen. In einem Jahr zog mein Mann mehr als 20 Kühe auf. Als die Feldfrüchte zu sprießen begannen, befürchtete er, dass die Kühe die Ernte der Dorfbewohner auffressen würden, und bat mich, die Kühe jeden Tag für ihn zu hüten. Ich musste mich um unsere schulpflichtigen Kinder kümmern, die Wäsche waschen und kochen. Diese zusätzliche Belastung durch das Hüten der Kühe machte mich sehr unglücklich. Eines Tages schimpfte ich mit meinem Mann. Als er mir die Lage erklären wollte, griff ich nach der Kuhpeitsche und schlug wiederholt auf ihn ein.
Anfang 1999 versuchte meine Schwägerin zweimal, mich zu überreden, Falun Dafa zu lernen. Bei ihrem dritten Versuch sagte sie mir: „Dafa hat sich in unserem Dorf verbreitet.“ Ich ging zu einem Haus in unserem Dorf und hörte mir die Audio-Vorträge des Meisters an, verstand aber kein Wort. Ich konnte nicht verstehen, was ich in dem Buch Zhuan Falun las, und verstand die Lehre des Meisters über Tugend und Karma nicht. Aber die Übungsmusik von Falun Dafa elektrisierte meine Ohren und mein Herz. Eine derart schöne Musik hatte ich zuvor noch nie gehört. Mit jedem weiteren Zuhören wurden Herz und Geist leichter.
Die Illustrationen in Hong Yin, die Buddhas, Taoisten und Gottheiten zeigten, überzeugten mich davon, dass dieses Werk nicht von einem gewöhnlichen Menschen geschrieben worden war. Also begann ich, es zu lesen. Da ich nur bis zur zweiten Klasse zur Schule gegangen war, musste ich meinen Mann und meine Tochter fragen, wenn ich auf unbekannte Schriftzeichen stieß. Nachdem ich Hong Yin gelesen hatte, las ich das Zhuan Falun. Allerdings kultivierte ich mich nicht fleißig und ging nur gelegentlich zum gemeinsamen Fa-Lernen. Ich erhöhte meine Xinxing nicht und legte meine schlechten Gewohnheiten nicht ab. Bis heute bereue ich es, dass ich meinen Mann mit einer Peitsche geschlagen hatte.
Nachdem ich Zhuan Falun wiederholt gelesen hatte, wurde mir endlich klar, dass Fluchen und Schlagen unmoralische Handlungen sind, die viel Karma erzeugen. Ich lernte auch, dass Faulheit eine dämonische Sünde ist. Daraufhin hörte ich auf, meinen Mann zu schlagen und zu beschimpfen, und wurde fleißiger. Ohne Klagen half ich ihm bei der Schweinezucht, der Viehhaltung und der Feldarbeit, ganz gleich, wie anstrengend die Arbeit war. Ich achtete darauf, ihm etwas Gutes zu essen aufzuheben, und hörte auf, ihm seine vermeintliche Unfähigkeit vorzuhalten. Wie in einer wahren Ehe begann ich, Freude und Leid mit ihm zu teilen.
Ich hörte auch auf, mich mit unseren Nachbarn zu streiten. Wenn nun jemand Müll oder zerbrochene Glasflaschen in unseren Garten wirft, beschwere ich mich nicht mehr darüber, sondern räume alles stillschweigend weg. Wir kaufen Holz und verarbeiten es zu Holzscheiten. Eines Winters stahl ein Nachbar, der einen Kohleofen benutzte, unsere Holzscheite, um damit sein Feuer anzuzünden. Ein anderer Nachbar riet mir, den Dieb zur Rede zu stellen. Bevor ich mich im Falun Dafa kultivierte, hätte ich das ohne Zögern getan. Doch durch Falun Dafa erkannte ich, dass es unmoralisch ist, andere zu beschimpfen und zu schikanieren. Wenn heute jemand unser Holz stiehlt, lasse ich es dabei bewenden. Ich weiß, dass ich gemäß den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht ein guter Mensch sein muss.
Meine ältere Schwester sagte einmal etwas Verletzendes zu mir. Ich hielt meine Gefühle zurück und besuchte sie ein paar Tage später zu Hause. Ich sagte zu ihr: „Erinnerst du dich, wie ich war, bevor ich Falun Dafa praktiziert habe? Ich war 17, als du nach deiner Heirat nach Hause kamst und bei uns um Essen gebettelt hast. Ich weigerte mich, dir etwas zu geben. Du durftest dich nicht einmal an unseren Tisch setzen, um mit uns zu essen. Ich warf dich kurzerhand hinaus. Du siehst, wie mich die Kultivierung verändert hat.“ Meine Schwester stimmte stillschweigend zu und redete ab da nicht mehr schlecht über Falun Dafa. Ich riet ihr sogar, innerlich „Falun Dafa ist gut“ zu rezitieren – für ihre Sicherheit und eine gute Zukunft.
Ich war 14 Jahre alt, als sich meine Eltern wegen den Affären meines Vaters scheiden ließen. Danach hatte ich keinen Kontakt mehr zu meinem Vater. Als ich 18 wurde, kam er zu uns, um etwas Zeit mit mir zu verbringen. Ich behandelte ihn herzlich, weil ich Geld von ihm wollte. Schließlich gab er mir Geld, damit konnte ich mir eine Hose kaufen. Nachdem er wieder weg war, verloren wir erneut den Kontakt zueinander.
Als er älter wurde, erkrankte er an Kehlkopfkrebs. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits eine Falun-Dafa-Praktizierende und war sogar ein Jahr lang illegal von der KPCh inhaftiert worden. Ich arbeitete damals in der Stadt und lud meinen Vater ein, bei mir zu wohnen. Ich buchte ihm ein Hotelzimmer, bezahlte seine Unterkunft, wusch seine Wäsche, kaufte ihm leckeres Essen und kümmerte mich aufrichtig um ihn. Nach ein paar Tagen kehrte mein Vater nach Hause zurück. Bevor er ging, sagte er gerührt: „Du hast wirklich deine Pflicht als Tochter erfüllt.“
Meine Mutter heiratete nach der Scheidung erneut. Mein Stiefvater hatte keine eigenen Kinder und zog mit meiner Mutter zusammen meine jüngeren Geschwister groß. Mein inzwischen alter Stiefvater ist nun nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen, daher besuche ich ihn regelmäßig. Dann wasche ich ihm die Haare, seine Bettwäsche und Kleidung und schneide ihm die Nägel. Früher gab ich ihm jedes Jahr 2000 Yuan (etwa 240 Euro), seit letztem Jahr habe ich den Betrag um einige hundert Yuan erhöht. Mit diesem Geld können mein jüngerer Bruder und seine Frau die Lebensmittel kaufen, die er gern essen möchte. Er weiß, wie positiv ich mich verändert habe, und rezitiert deshalb die zwei glücksverleihenden Sätze. Ohne Falun Dafa hätte ich das ganze Geld egoistisch für mich selbst verschwendet, anstatt es meinem Stiefvater zu geben.
Seitdem ich angefangen habe, Falun Dafa zu praktizieren, verdienen wir Geld mit der Aufzucht von Rindern, Schweinen und dem Anbau von Getreide.
Unsere erste Kuh litt an Maul- und Klauenseuche. Deshalb hatte ich es beim Kauf geschafft, sie gegen eine alte Sau einzutauschen. Im folgenden Jahr erholte sich die Kuh von der Maul- und Klauenseuche und brachte sogar zwei weiß gefleckte Kälber zur Welt. Zu Spitzenzeiten besaßen wir mehr als 30 Kühe. Unser Viehstall konnte nicht alle beherbergen. Wir mussten sie deshalb in einem provisorischen Schuppen, der nach allen vier Seiten hin offen war, unterbringen und festbinden. Die Kühe waren starkem Wind ausgesetzt, der Schnee konnte sogar auf ihre Hinterteile fallen. Doch sie blieben immer gesund. Die Dorfbewohner nannten unsere Kühe „Eisenkühe“.
Einmal waren wir mit der Aussaat auf unseren Feldern spät dran, weil der Boden zu trocken war. Wir wollten Kohl anpflanzen, streuten eine Schicht Kuhdung auf den Boden und beabsichtigten, ihn mit einer Bodenfräse einzuarbeiten. Doch der Boden war so trocken, dass die Samen selbst dann nicht gekeimt wären, wenn wir das Vorhaben vollständig umgesetzt hätten. Mein Mann lief voller Sorge auf und ab, als es plötzlich zu nieseln begann und den Boden gründlich befeuchtete. Zwei oder drei Tage später säten wir den Kohl aus und die kleinen Keimlinge gingen in sauberen, gleichmäßigen Reihen auf. Im Herbst ernteten wir unseren ersten Kohl und verkauften die Ernte für etwas mehr als 30 Cent pro Cattie. Am nächsten Tag stieg der Preis für Kohl und schließlich verdienten wir mehr als 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro) mit unserem über 1,2 Hektar großen Grundstück. Das waren Tausende von Yuan mehr als wir normalerweise mit dem Verkauf von Sojabohnen verdienten.
Meine Familie pachtete ein Reisfeld auf einer Anhöhe, das schwer zu bewässern war. Da niemand anderes es wollte, bekamen wir das Land zu einem günstigeren Preis und vereinbarten, die Pacht schon im Herbst zu zahlen, statt sie wie andere Familien erst im Frühjahr zu zahlen. Wasser ist für das Anpflanzen von Reissetzlingen unbedingt notwendig. Daher war es ein Glück, dass es zu regnen begann, während wir das Feld bestellten. Wir sparten die Kosten für den Diesel, da wir kein Wasser auf das Feld hochpumpen mussten. In diesem Herbst fuhren wir eine Rekordernte ein und verkauften unseren Reis für mehr als 170.000 Yuan (etwa 20.000 Euro). Die Dorfbewohner staunten alle über diesen Segen. Ich weiß, dass er uns von Falun Dafa geschenkt wurde!
Falun Dafa hat mich von einer herrischen Person zu einer gutherzigen und nachsichtigen Frau verändert. Alle Menschen in meinem Dorf können dies bezeugen. Vor mehr als zehn Jahren wurde ich von den kommunistischen Behörden illegal inhaftiert. Mein Mann sammelte Unterschriften im Dorf, um meine Freilassung zu beantragen. Diejenigen, die mich kannten, unterschrieben eifrig, um die Rettungsbemühungen meines Mannes zu unterstützen.
Von einer ungebildeten, herrischen Dorfbewohnerin habe ich mich zu einem guten Menschen verändert, dessen moralische Maßstäbe sich ständig erhöhen. Ich bin dem Meister dankbar, dass er mich auf diesen rechtschaffenen Weg geführt hat!