Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

Nach zehn Jahren Haft wird 79-Jährige erneut wegen ihres Glaubens interniert

3. Januar 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Guizhou

(Minghui.org) Im September 2025 wurde eine 79-jährige Frau aus Guiyang, Provinz Guizhou, wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu einem Jahr Haft verurteilt.

Wang Tianyin (auch bekannt als Wang Tianyun), eine pensionierte Arbeiterin der Aluminiumfabrik im Bezirk Baiyun, war im Februar 2024 festgenommen worden. Das Bezirksgericht Nanming verurteilte sie im Januar 2025 zu einem Jahr Haft, erlaubte ihr jedoch aus gesundheitlichen Gründen, die Haftzeit zu Hause zu verbringen.

Im September 2025 wurde Wang erneut in Gewahrsam genommen. Die acht Monate, die sie bereits außerhalb des Gefängnisses verbracht hatte, wurden ihr nicht angerechnet. Sie muss nun ein volles Jahr im Gefängnis verbringen.

Es war nicht das erste Mal, dass Wang wegen ihres Glaubens, den sie seit 1993 praktiziert und dem sie die Verbesserung ihres körperlichen und seelischen Wohlbefindens zuschreibt, ins Visier genommen worden war. Sie hat bereits drei Jahre und drei Monate Zwangsarbeit (von 2002 bis 2005) abgeleistet und war 2012 zu neun Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Drei Jahre und drei Monate Zwangsarbeit

Im Frühjahr 2000 wurde Wang eines Nachts von Beamten des Büro 610 der Stadt Guiyang und der Polizei des Bezirks Baiyun verhaftet. Sie wurde an einen geheimen Ort gebracht, auf einem Metallstuhl gefesselt und dort fast zwei Tage lang verhört. Sie weigerte sich, irgendwelche Fragen zu beantworten und wurde schließlich freigelassen.

Am 10. März 2002 wurde sie abermals festgenommen, weil sie mit ihren Arbeitskolleginnen über Falun Dafa gesprochen hatte – zwölf Tage später verurteilte man sie zu drei Jahren Zwangsarbeit.

Nach ihrer Einlieferung in das Frauenarbeitslager der Provinz Guizhou wurde Wang dem Team für Neuankömmlinge (auch bekannt als strenges Managementteam) zugeteilt. Hauptmann Gu Xingying teilte die Insassinnen in Vierergruppen auf, die Wang abwechslungsweise überwachten. Sie durfte weder sitzen noch Wasser trinken oder die Toilette benutzen und auch nicht schlafen. Da Wang an ihrem Glauben festhielt, wurde sie gezwungen, von 5:30 Uhr morgens bis Mitternacht mit dem Gesicht zur Wand zu stehen. Als sie einer Insassin widersprach, stopfte diese ihr ein Handtuch in den Mund, mit dem sie vorher ihren Unterleib gereinigt hatte. Außerdem schlug sie Wangs Kopf mehrmals gegen die Wand.

Im Oktober 2003 verlängerte das Zwangsarbeitslager Wangs Haftzeit um drei Monate, weil sie sich weigerte, Erklärungen zum Verzicht auf Falun Dafa zu schreiben oder Zwangsarbeit zu verrichten. Die Wärter sperrten sie zudem für 15 Tage in Einzelhaft. Danach sperrten sie sie in einen dunklen, feuchten, schmutzigen und schimmeligen Abstellraum.

Am 15. März 2004 wurde sie einer anderen Gruppe zugeteilt. Hauptmann Yang Qionghua befahl ihr, Zwangsarbeit zu verrichten. Da sie sich weigerte, wies Yang vier Insassinnen an, sie zu schlagen. Dabei wurden ihr die Knöpfe ihrer Kleidung abgerissen und sie erlitt Verletzungen am ganzen Körper.

Am 23. Juni 2005 wurde Wang freigelassen.

2012: Zu neun Jahren Haft verurteilt

Am 12. April 2012 wurde Wang in der Wohnung ihrer Tochter verhaftet und vor das Bezirksgericht Baiyun gestellt. Sie erbrach Blut und wies Symptome von Bluthochdruck und einer Herzerkrankung auf. Am 16. April desselben Jahres wurde sie ins Polizeikrankenhaus eingeliefert.

Im Oktober 2012 verurteilte das Bezirksgericht Baiyun Wang zu neun Jahren Haft. Am 19. November desselben Jahres wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Guizhou eingeliefert.

Die Gefängniswärter setzten mehrere Häftlinge ein, die Wang rund um die Uhr beobachteten. Sie zwangen sie, sich Propaganda anzuhören und anzusehen und Materialien zu lesen, die Falun Dafa diffamierten. Dennoch hielt Wang ihren Glauben aufrecht, woraufhin sie unerbittlich gefoltert wurde. Auch andere inhaftierte Falun-Dafa-Praktizierende wurden gefoltert, in Einzelhaft gesperrt, mit Elektrostäben geschockt und zwangsernährt. Außerdem wurden ihnen gewaltsam toxische Substanzen injiziert, der Schlaf entzogen, der Gang zur Toilette eingeschränkt und Familienbesuche verwehrt.

Am 12. August 2019 wurde Wang vorzeitig entlassen.

Frühere Berichte:

Grundschullehrerin zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt

Bezirk Baiyun, Provinz Guizhou: Mehrere Praktizierende gleichzeitig verhaftet und mitgenommen