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Meine Schwiegermutter hilft mir bei der Kultivierung

30. Januar 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in der Provinz Sichuan, China

(Minghui.org) Ich hatte das Glück, im Mai 1999 Falun Dafa zu finden, aber ich war mit meiner Arbeit beschäftigt und kultivierte mich nicht fleißig. Der Meister gab mich jedoch nicht auf. Durch seine barmherzige Führung nahm ich Ende 2010 das Praktizieren wieder auf.

Ich möchte meine Erfahrungen darüber teilen, wie mich die Fa-Prinzipien des Meisters dazu geführt haben, meine Xinxing zu erhöhen und mit meiner Schwiegermutter auszukommen.

Meine Beschwerden loswerden

Meine Familie mietete im Mai 2019 eine neue Wohnung am Rande der Stadt. Ich hatte keine negativen Gedanken über meine Schwiegermutter, da ich der Lehre des Meisters folgte, ein guter Mensch war und meine Xinxing kultivierte. Sie war nie zur Schule gegangen, sondern hatte auf einem Bauernhof gesarbeitet und sich um ihre Kinder gekümmert. Ihr Mann starb, als sie um die 30 war, und sie arbeitete hart. Sie war sehr fleißig und sparsam, sprach aber oft unverblümt.

Als Kind war ich introvertiert und weinte oft heimlich oder wurde wütend, wenn ich kritisiert wurde. Nachdem ich angefangen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, folgte ich der Lehre des Meisters – zuerst an die anderen zu denken. Ich bemühte mich, dem Maßstab eines Falun-Dafa-Praktizierenden zu entsprechen, egal wie unverblümt meine Schwiegermutter mit mir sprach.

Nach unserem Umzug begann ich jedoch, mich zu beschweren und auf sie herabzuschauen. Mir fiel auf, dass sie außer Kochen kaum Hausarbeit verrichtete. Sie putzte das Haus nicht und ignorierte den Schmutz auf den weißen Fliesen im Badezimmer. Ich beschwerte mich still: Warum putzt du nicht richtig, vor allem, wo du doch nichts zu tun hast? Wie kannst du den Schmutz ignorieren? Mit der Zeit begann ich sie zu verachten.

Normalerweise versuchte ich, jede Anhaftung loszulassen, sobald ich sie erkannte. Aber ich war den ganzen Tag mit der Arbeit beschäftigt und kam in ein schmutziges Haus zurück. Dann war ich wütend und dachte: Normalerweise würde ich nichts sagen, aber es ist Neujahr und ich habe keine Zeit zum Putzen. Du solltest wenigstens das Haus putzen. Wie kannst du nur so sein? All meine Wut und meine Beschwerden kamen zum Vorschein und ich wollte weder mit ihr sprechen noch sie ansehen.

Als Praktizierende wusste ich, dass meine Wut nicht richtig war. Ich sollte dies als Gelegenheit nutzen, mich selbst zu kultivieren und meinen Groll zu beseitigen. Ich fragte mich, warum ich der Lehre des Meisters nicht folgen und sie nicht tolerieren konnte. Ihre mangelnde Sauberkeit war nichts Neues, da sie schon immer so gewesen war, und es würde ihr schwerfallen, sich zu ändern. Ich sollte tolerant gegenüber den Unzulänglichkeiten anderer sein und mich in ihre Lage versetzen. Ich wusste, dass ich meine Beschwerden loswerden und aufhören sollte, auf sie herabzuschauen.

Eines Tages erinnerte ich mich an die Lehre des Meisters:

„Nehmen wir den Menschen als Beispiel: In der daoistischen Schule wird der menschliche Körper als ein kleiner Kosmos betrachtet. Der Mensch hat einen materiellen Körper; aus diesem allein lässt sich allerdings noch kein vollständiger Mensch bilden. Um einen vollständigen und selbstständigen Menschen mit eigenem Charakter zu bilden, gehören noch die Temperamente, das Naturell, die Eigenschaften und die Urgeiste dazu.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 18)

Allmählich wurde mir klar, dass meine Schwiegermutter keine Hausarbeit mochte und dass sie sich nicht darum scherte, ob das Haus schmutzig war. Meine Beschwerden und meine Geringschätzung ihr gegenüber wurden allmählich schwächer, waren aber noch nicht ganz verschwunden.

Eines Tages wurde mir plötzlich klar, als ich las, was der Meister uns sagt:

„Deshalb sollt ihr unter jedem Umstand nicht von Taten und dem Herzen der gewöhnlichen Menschen, und nicht von weltlichen Gefühlen bewegt werden. Schaut mehr auf die gute Seite der anderen, und weniger auf die schlechte Seite.“ (Erläuterung des Fa auf der Fa-Konferenz im Westen der USA zur Zeit des chinesischen Laternenfestes, 15.02.2003)

Mir wurde klar, dass ich mich vom Verhalten meiner Schwiegermutter beeinflussen ließ und mich deshalb beschwerte. Ich fragte mich, warum ich ihr Verhalten normalerweise tolerieren konnte, mich aber während des chinesischen Neujahrsfestes über sie beschwerte. Als ich in mich hineinschaute, erkannte ich, dass es an meinem Egoismus lag. Je mehr Hausarbeit ich nach meiner Rückkehr zu Hause zu erledigen hatte, desto weniger Zeit hätte ich, um das Fa zu lernen. Je ängstlicher ich wurde, desto mehr beschwerte ich mich. Ich versuchte wirklich nicht, sie zu verstehen.

Mein Kopf war voller abwegiger menschlicher Anschauungen aus der modernen Welt. Ich erwartete von meiner Schwiegermutter, dass sie als Mitglied der Familie die Hausarbeit übernahm, während ich außerhalb arbeitete. Mir fehlte das in der traditionellen Kultur geschätzte Konzept des Respektes eines Kindes vor den Eltern. Als ich das verstand, verschwanden meine Beschwerden und meine Verachtung allmählich. Ich kümmerte mich nicht mehr darum, ob sie das Haus putzte, sondern tat es einfach selbst.

Weitere Beseitigung meiner Anhaftungen an Beschwerden und Herabwürdigung anderer

Bevor der Meister seinen Artikel Weckruf veröffentlichte, begann ich erneut, mich zu beschweren und meine Schwiegermutter herabzuwürdigen. Es war fast Sommer – sie konnte nicht gut schlafen, stand um 6 Uhr morgens auf, um Brei zu kochen, und machte dabei viel Lärm. Sie ließ den Brei immer auf den Herd überlaufen. Wenn der Reis schon gar war, öffnete sie den Deckel und kochte ihn weiter auf hoher Stufe. Innerlich beschwerte ich mich wieder: Weißt du nicht, wie man kocht, und warum drehst du die Hitze so hoch? Du solltest sie herunterdrehen und den Reis langsam kochen!

Es war mir auch unangenehm, ihr beim Abwaschen zuzusehen. Sie ließ die ganze Zeit das Wasser laufen. Ich fand, sie sollte zuerst das Geschirr spülen und dann das Wasser zum Abspülen aufdrehen. Jedes Mal, wenn ich das sah, kamen meine Beschwerden und meine Verachtung ihr gegenüber wieder zum Vorschein. Als Praktizierende wusste ich, dass ich diese menschlichen Vorstellungen beseitigen sollte. Meine Beschwerden blieben auch nach dem Aussenden aufrichtiger Gedanken bestehen.

Ich schaute nach innen und stellte fest, dass ich immer noch ziemlich egoistisch war und an meinen persönlichen Interessen festhielt. Jedes Mal, wenn ich Geschirr spülte, sagte mir das „Ego“, wie ich es spülen sollte. Ich sagte mir, dass das wirklich nicht ich war. Ich musste mich gut kultivieren und diesen Egoismus, der mich dazu bringt, mich zu beschweren und auf andere herabzuschauen, wirklich loswerden. Ich versuchte, ihn zu unterdrücken, konnte ihn aber immer noch nicht vollständig beseitigen.

Ich las den aktuellen Artikel des Meisters mehrmals, nachdem er veröffentlicht worden war, war aber nicht sonderlich bewegt. Ich erinnerte mich daran, dass jeder Artikel, den der Meister veröffentlicht, eine tiefe Bedeutung hat und die Verkörperung der Fa-Berichtigung in der menschlichen Welt ist. Ich sollte das Fa auswendig lernen und mich an den Worten des Meisters messen.

Der Meister sagt:

„Jedem gegenüber barmherzig zu sein und jeden liebevoll zu behandeln, das ist wirklich nicht etwas, was normale Menschen schaffen können. Es ist noch schwieriger, bei allen Angelegenheiten mit einem barmherzigen Herzen allen Lebewesen gegenüber zu handeln. Aber genau das müssen Dafa-Jünger erreichen!“ (Weckruf, 6.06.2024)

Das Fa des Meisters hat mich wachgerüttelt, und ich fragte mich: „Bin ich barmherzig? Bin ich barmherzig im Umgang mit meiner Schwiegermutter?“ Sie ist über 70 Jahre alt und bereitet drei Mahlzeiten am Tag für die Familie zu. Manchmal muss sie zu Fuß in ihre Heimatstadt auf dem Land gehen, um dort auf dem Feld zu arbeiten. Jedes Mal, wenn sie mich bat, sie aus ihrer Heimatstadt abzuholen, war ich widerwillig und beschwerte mich insgeheim, dass sie meine Zeit verschwendete. Als Praktizierende versäumte ich es, mich in ihre Lage zu versetzen. Sie arbeitete auf dem Bauernhof, um Geld für die Familie zu verdienen. Sie versuchte, der Familie zu helfen, aber ich war nur auf meine eigenen Interessen fokussiert.

Das Fa des Meisters beseitigte mein Ego, meine Beschwerden und meine Verachtung ihr gegenüber. Als Falun-Dafa-Praktizierende sollte ich dem folgen, was der Meister uns lehrt, und jeden mit Barmherzigkeit behandeln. Ich musste meiner Schwiegermutter mit Güte und Liebe begegnen.

Früher sandte ich die aufrichtigen Gedanken sofort nach dem Frühstück aus, um Zeit zu sparen, und wusch danach meine eigene Schüssel, während ich den Rest des Geschirrs meiner Schwiegermutter zum Spülen überließ. Nachdem ich ein besseres Verständnis des Fa des Meisters gewonnen hatte, änderte ich mein Verhalten. Ich wusch das gesamte Geschirr, anstatt es ihr zu überlassen. Wenn sie zur Farm ging, holte ich sie ab, ohne zu meckern. Früher kaufte ich selten Milch für sie ein. Aber nun begann ich, ihr die Milch mitzubringen. Es gibt keine Barrieren mehr zwischen uns, und sie spricht mit mir nicht mehr so unverblümt. Jetzt unterhält sie sich mit mir, wenn wir essen.

Nachdem ich den Artikel des Meisters auswendig gelernt hatte, spürte ich, wie mein Raumfeld friedlich wurde, und ich behandelte alle und alles um mich herum mit Güte. Die menschlichen Anschauungen und Anhaftungen, die ich zuvor hatte, wie Herabsehen auf andere, Eifersucht, Kampfgeist, Arroganz und Selbstgerechtigkeitsgefühl, wurden vom Meister beseitigt. Ich verstehe jetzt wirklich, dass ich als Falun-Dafa-Praktizierende demütig, ehrfürchtig, dankbar und barmherzig sein soll.

Wenn ich auf meine Kultivierung zurückblicke, verstehe ich, dass jede Xinxing-Prüfung, die ich bestand, Schritt für Schritt vom Fa des Meisters geleitet wurde. Jedes Mal, wenn ich eine Prüfung bestand, habe ich Erkenntnisse aus dem Fa gewonnen. Ich bin jetzt aufmerksam und konzentriert, wenn ich das Fa lese. Ich lese auch die anderen Vorträge des Meisters, einschließlich derjenigen vor dem 20. Juli 1999.

Danke, Meister, für die barmherzige Erlösung!