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Stumm und abgemagert: 74-Jähriger stirbt 20 Tage nach Haftentlassung

30. Januar 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Hebei

(Minghui.org) Als Gao Xingtai nach sieben Jahren Haft wegen Praktizierens von Falun Dafa aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig entlassen wurde, war er abgemagert und stumm. Er starb 20 Tage später im Alter von 74 Jahren.

Gao aus Qinhuangdao in der Provinz Hebei war der letzte der drei Praktizierenden, die nach ihrer Verhaftung im April 2018 starben. Sie waren festgenommen worden, weil sie sich zum gemeinsamen Lesen der Falun-Dafa-Bücher getroffen hatten. Bei den beiden anderen handelt es sich um zwei Frauen; eine von ihnen verstarb im Juni 2018 nach einem erlittenen Schlaganfall, die andere Frau verstarb im April 2023 nach einer vierjährigen Haftstrafe.

Festnahmen

Am 27. April 2018 las Gao in seiner Wohnung gemeinsam mit den Frauen Li Guibin (damals 75 Jahre alt) und Shang Xiujun (um die 50 Jahre alt) Falun-Dafa-Bücher, als über 20 Beamte der Polizeistation Shimenzhai die Wohnung stürmten.

Bei Li und Gao wurde bei der ärztlichen Untersuchung ein gefährlich hoher Blutdruck festgestellt, weshalb die Erste Haftanstalt der Stadt Qinhuangdao die Aufnahme der beiden verweigerte. Die Polizei ließ sie frei, stellte sie aber unter Hausarrest.

Tod von Shang Xiujun

Shang war zehn Tage lang in der Zweiten Haftanstalt der Stadt Qinhuangdao inhaftiert und wurde am 7. Mai freigelassen. Während ihrer kurzen Haftzeit verlor sie mehr als 9 Kilo an Gewicht und litt unter starken Rückenschmerzen. Zudem verlor sie ihren Appetit und war sehr schwach. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich weiter, bis sie einen Schlaganfall erlitt. Am 10. Juni wurde sie ins Volkskrankenhaus von Qinhuangdao eingeliefert, wo sie sieben Tage später verstarb. Sie war zwischen 50 und 60 Jahre alt.

Haftstrafen

Die Polizei übergab den Fall von Li und Gao später der Kreisstaatsanwaltschaft. Li wurde zweimal festgenommen – am 20. August und am 27. Dezember 2018. Jedes Mal wurde sie verhört und anschließend wieder freigelassen. Da sie sich weigerte, die Verhörprotokolle zu unterschreiben, unterzeichnete die Polizei die Dokumente gegen ihren Willen.

Aufgrund der psychischen Belastung durch die ständigen Schikanen erlitt Li einen Schlaganfall, konnte eine Zeit lang nicht sprechen und hatte Schwierigkeiten beim Gehen.

Das Gericht des Kreises Changli brachte Gao am 21. März 2019 zu Lis Wohnung und führte dort eine Anhörung durch. Am 16. Juli 2019 verurteilte der Richter Li zu vier Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.300 Euro) und Gao zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (etwa 2.600 Euro).

Tod von Li Guibin

Li wurde am 18. November 2020 im Gefängnis Qinhuangdao erneut inhaftiert und im Mai 2021 in das Frauengefängnis der Provinz Hebei verlegt. Während ihrer Haftzeit durfte sie keine Besuche ihrer Familie empfangen.

Mitte April 2023 wurde Lis Sohn vom Gefängnis darüber informiert, dass sie im Sterben liege. Er eilte dorthin und brachte sie in ein Krankenhaus in Shijiazhuang, nachdem das Gefängnis ihrer Entlassung aus medizinischen Gründen zugestimmt hatte.

Nach zweitägiger Behandlung wurde Li nach Hause zurückgebracht (etwa 600 Kilometer von Shijiazhuang entfernt) und in ein örtliches Krankenhaus eingeliefert. Sie starb kurz darauf am 16. April. Sie war 80 Jahre alt. Laut einer Augenzeugin war sie nach zwei Jahren Haft nur noch Haut und Knochen.

Tod von Gao Xingtai

Gao wurde im November 2021 erneut in das Gefängnis Jidong überstellt. Zunächst durfte er keine Besuche seiner Familie empfangen, später wurde ihnen ein Besuch im Monat gestattet. Aufgrund seiner Hörbehinderung konnten sie jedoch nicht mit ihm kommunizieren.

Im Juni 2025 teilte das Gefängnis Gaos Familie mit, dass er nicht mehr essen könne und sich hauptsächlich von Nährlösungen ernähre. Daraufhin beantragten sie seine Entlassung, die jedoch erst zwei Monate später genehmigt wurde.

Als Gao Mitte August 2025 schließlich entlassen wurde, war er abgemagert, stumm und völlig hilflos und erkannte seine Familie nicht mehr. Er verstarb 20 Tage später, am 6. September. Die Polizei forderte seine Familie auf, bei seiner Beerdigung Fotos zu machen, um den Behörden seinen Tod zu bestätigen.

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