(Minghui.org) Von seiner Tätigkeit als IT-Ingenieur im taiwanischen Hsinchu Science Park bis hin zu seiner Vollzeitstelle bei einem unabhängigen Medienunternehmen – Yang Chun-haos entscheidender Wendepunkt im Leben ereignete sich während der COVID-Pandemie im Jahr 2021.
Taiwan befand sich in damals auf Alarmstufe drei. Die Menschen waren stark betroffen und blickten mit Unsicherheit in die Zukunft. Yang hatte weniger als zwei Jahre im Hsinchu Science Park gearbeitet. Er kam zu dem Schluss, dass es besser wäre, seine Energie und Zeit nicht auf seine Karriere zu konzentrieren, sondern einen neuen Weg einzuschlagen, um zur Verbreitung sachlicher Informationen beizutragen und für Gerechtigkeit einzutreten.
Auch wenn seine Entscheidung vielleicht plötzlich erschien, hatten ihn seine Erfahrungen mit der Videospielsucht während des Studiums sowie das spätere Kennenlernen von Falun Dafa und das Lesen des Buches Zhuan Falun dazu gebracht, neu darüber nachzudenken, wie er sein Leben gestalten wollte.
Yang Chun-hao in Kanada (Minghui.org)
Yang stammte aus einer gebildeten Familie. Seine Eltern waren Mittelschullehrer und legten großen Wert auf die Bildung ihrer Kinder. Er erreichte gute schulische Leistungen und besuchte während der Oberstufe, des Studiums und des Aufbaustudiums renommierte Bildungseinrichtungen. Im Grundstudium studierte er Elektrotechnik und brachte sich die digitale Informationstechnologie selbst bei. Nach seinem Abschluss begann er, als Ingenieur im Hsinchu Science Park zu arbeiten.
Da sein Zeitplan nach dem Abschluss weniger streng war, verbrachte er seine Freizeit mit Online-Spielen. Am Ende des ersten Semesters seines zweiten Jahres im Masterstudium vertiefte er sich in die Forschung, spielte aber weiter, um Stress abzubauen, wenn er müde war. Er rechnete nicht damit, nicht mehr damit aufhören zu können, sobald er einmal mit dem Spielen angefangen hatte. Nach einer Reihe heftiger Online-Kämpfe hatte er blutunterlaufene Augen und fühlte sich körperlich und geistig ausgelaugt.
„Wenn ich so weitermache, wo wird das enden?“, fragte er sich. Er erinnerte sich an das Hauptwerk von Falun Dafa, Zhuan Falun, das er etwa zwei Jahre zuvor gelesen hatte. Ein Freund hatte ihm während seines letzten Studienjahres an der Hochschule von Falun Dafa erzählt. Als er das Zhuan Falun zum ersten Mal online las, verspürte er einen inneren Widerstand, weshalb er mit dem Lesen aufhörte. Zwei Jahre später schlug er das Buch erneut auf. Als er den Abschnitt „Gedanken“ in Lektion 9 las, beschloss er, Falun Dafa zu praktizieren.
Später wurde ihm bewusst, dass er oft impulsiv handelte, dass seine Gedanken beim Lesen abschweiften und dass er einen gewissen Widerstand verspürte, wenn er sich Vorträge anhörte. Trotzdem fand er Antworten auf Fragen, die ihn schon lange beschäftigt hatten.
„Ich kann nicht weiter ziellos leben! Seit ich mich entschlossen habe, mich zu kultivieren, muss ich gemäß den Anforderungen von Dafa handeln“, sagte er sich. Daraufhin nahm er Kontakt zu einem Praktizierenden auf und besuchte ein Neun-Tage-Seminar. Im Jahr 2017 begann er, mit der Kultivierung im Dafa.
Als er beharrlich das Fa lernte und die Übungen praktizierte, fühlte er sich körperlich stärker. Seine Gedanken waren klar und konzentriert und er konnte Situationen mit einer positiven und optimistischen Einstellung begegnen. „Falun Dafa lehrt die Menschen, gut zu sein, und hilft ihnen, sich zu erhöhen, aber die Anforderungen an die Kultivierenden sind auch hoch.“
Er empfindet die Kultivierung als einen Prozess, bei dem man seine Worte, sein Verhalten und seine Gedanken in jedem Augenblick im Zaum hält und sich an die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht hält.
Yang begann 2019 mit seiner Arbeit im Hsinchu Science Park. Da es ihm an Dienstalter und Erfahrung mangelte, übertrug ihm sein Vorgesetzter nicht viele Aufgaben. Yang war bescheiden, eignete sich fleißig neues Wissen an und gab sein Bestes, um seine Aufgaben zu erfüllen.
Im Frühsommer 2021 mussten die Menschen aufgrund der COVID-Pandemie von zu Hause aus arbeiten. In seiner Freizeit engagierte sich Yang ehrenamtlich für The Epoch Times und verteilte Zeitungen. Ob bei Regen oder Sonnenschein – er machte sich jeden Morgen früh auf den Weg.
Aufgrund der Pandemie gingen die Menschen weniger hinaus und in der Gesellschaft herrschte große Unruhe. Yang war überzeugt, dass eine objektive, neutrale und ehrliche Zeitung den Menschen sachliche Informationen liefern könne.
Nach einigen Monaten spürte er zunehmend die Verantwortung, Teil der Medien zu sein. Im September desselben Jahres gab er seine Stelle als IT-Ingenieur auf und bewarb sich bei einem unabhängigen Medienunternehmen. Der Schritt vom Zeitungsvertrieb zur hauptberuflichen Tätigkeit im Medienbereich bedeutete für Yang weit mehr als einen beruflichen Wechsel: Er entschied sich damit zugleich für den Weg, den er künftig in seinem Leben gehen wollte.
Nachdem Yang seine Arbeit in der US-Zentrale aufgenommen hatte, lief zunächst alles reibungslos. Das Arbeitsklima war angenehm, er verstand sich gut mit seinen Kollegen und ging jeden Tag voller Tatendrang an seine Aufgaben. Doch dann unterlief ihm ein Fehler. Sein Vorgesetzter übertrug ihm daraufhin keine weiteren Aufgaben mehr, sondern betraute andere Kollegen damit. Yang fühlte sich plötzlich ausgegrenzt und war zutiefst niedergeschlagen.
„Ich war von so weit her gekommen, um hier mitzuarbeiten, und wollte einfach nur mein Fachwissen einbringen. Dass man mich stattdessen ins Abseits stellen würde, hatte ich nicht erwartet“, erzählte er. Zunächst beklagte er sich über die Situation und entwickelte zunehmend Groll. Wenn seine Kollegen über ihre Kultivierungserfahrungen sprachen, hörte er kaum noch zu. Erst später begann er, nach innen zu schauen, und erkannte, dass die Ursache seiner Schwierigkeiten möglicherweise bei ihm selbst lag.
„Ich betrachtete alles unter dem Gesichtspunkt von Gewinn und Verlust und wünschte mir, dass andere meine Bemühungen anerkannten und wertschätzten. Wenn ich nicht das Gefühl hatte, etwas erreicht zu haben, warum sollte ich dann überhaupt weitermachen?“, fragte er sich. „Ich ließ mich von meinem Streben nach Anerkennung und persönlichem Gewinn leiten. Da ich mich nicht gut kultiviert und auch meine fachlichen Fähigkeiten nicht ausreichend verbessert hatte, unterliefen mir Fehler.“
Diese Erfahrung bewog ihn dazu, seine fachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und bei Schwierigkeiten am Arbeitsplatz verstärkt nach innen zu schauen. Einmal schlug er seinem Vorgesetzten einige Änderungen vor, doch dieser griff seine Vorschläge nicht auf. Zunächst war Yang enttäuscht. Als er später über sein eigenes Verhalten nachdachte, erkannte er: „Ich darf nicht nur auf das schauen, was ich richtig mache, und dabei übersehen, wo ich noch Schwächen habe.“
„Ich hatte mich nicht zum richtigen Zeitpunkt zu Wort gemeldet. Außerdem waren die Umstände schwierig.“ Er beruhigte sich, indem er die Situation aus der Perspektive des anderen betrachtete. „Der Koordinator musste mehrere Aufgaben bewältigen und sich zudem um andere Projekte kümmern. Aus Sicht des Betriebsablaufs muss er Probleme aus vielen Blickwinkeln heraus betrachten“, stellte er fest. „Ich sollte das positiv sehen und mein Bestes tun, um etwaige Mängel still und ruhig auszugleichen.“
Yang bekleidet mittlerweile eine Führungsposition. Wenn die Zusammenarbeit im Team ins Stocken gerät, kommt es unvermeidlich vor, dass er manchmal die Beherrschung verliert. Meistens wird er sich seiner Emotionen jedoch schnell bewusst. „Anstatt mich zu beschweren, sollte ich lieber darüber nachdenken, was ich noch tun kann. Vor allem, wie ich meinen Kollegen dabei helfen kann, sich zu verbessern und das Team gemeinsam voranzubringen“, erkannte er.
Trotz der vielen Arbeit in den Medien praktizierte Yang weiterhin jeden Tag die Übungen.
Er war während des Höhepunkts der Pandemie in den USA, als die Menschen Versammlungen und Ausflüge ins Freie mieden. Dennoch ging er jeden Nachmittag und Abend zum Übungsplatz in der Nähe seines Büros, um dort die Übungen zu praktizieren. Er war und ist davon überzeugt, dass das gemeinsame Lernen des Fa und das Praktizieren der Übungen mit anderen Praktizierenden die Kultivierungsform ist, die der Meister den Praktizierenden aufgetragen hat.
Neben Arbeit und Kultivierung ist das Musizieren seine wichtigste Freizeitbeschäftigung. In der Grundschule nahm er an einer Musik-Talentshow teil. Heute ist er Mitglied der Tian Guo Marschkapelle und nimmt an Paraden teil.
Yang tritt mit der Tian-Guo-Blaskapelle auf (Minghui.org)
Er stellte fest, dass es schwierig ist, Kultivierung und Arbeit vollständig voneinander zu trennen. „Unser Arbeitsumfeld ist auch ein Kultivierungsumfeld – je besser unser Kultivierungszustand ist, desto besser sind unsere Leistungen bei der Arbeit“, so seine Erfahrung.
Dank der musikalischen Grundlagen, die er in seiner Jugend gelegt hatte, lernte er das Instrument relativ schnell zu spielen. Angesichts dieses Vorteils erinnert er sich immer wieder daran: „Bei der Kultivierung geht es nicht darum, sich selbst zu bestätigen. Ich sollte nicht zulassen, dass Stolz in meinem Herzen Fuß fasst. Wir sollten stets gütig sein und gemeinsam mit anderen Großes erreichen.“
Yang fragt sich oft, wie sein Leben verlaufen wäre, wenn er Falun Dafa nicht gefunden hätte. „Ich wäre wahrscheinlich den ganzen Tag in Arbeit versunken gewesen und hätte danach stundenlang Videospiele gespielt. Hätte ich eine eigene Familie gegründet, müsste ich mir wahrscheinlich Gedanken über die Heirat machen und planen, wie ich Geld verdiene, um ein Haus zu kaufen, und so weiter“, vermutet er. „In dieser Welt führen das Streben nach Ruhm, Gewinn und Gefühlen dazu, dass sich die Menschen um Gewinn und Verlust sorgen und keinen inneren Frieden finden.“
Inzwischen ist Yang in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Seine Arbeit stellt weiterhin hohe Anforderungen an ihn. Wenn er heute auf seinen beruflichen Weg vom IT-Ingenieur zum Medienmitarbeiter zurückblickt, wird ihm bewusst, dass es bei seiner Entscheidung weder um eine bestimmte Position noch um das Einkommen ging. Entscheidend war vielmehr die Frage, was für ein Mensch er sein wollte.
„Falun Dafa hat mir geholfen zu verstehen, dass das Leben der Menschen vorherbestimmt ist und es keinen Grund gibt, irgendetwas anzustreben“, sagte er. „Falun Dafa zu praktizieren, ist die beste Entscheidung, die ich in diesem Leben getroffen habe. Heute bemühe ich mich jeden Tag, meine Xinxing zu erhöhen. Dabei fühle ich mich innerlich ausgeglichen und spirituell erfüllt. Die Welt erscheint mir wunderschön.“