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73-Jährige festgenommen

14. Oktober 2026 |   Von einem Falun-Gong-Praktizierenden in der Provinz Liaoning, China

(Minghui.org) Eine 73-jährige Frau aus der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning, wurde in Strafhaft genommen, nur weil sie Falun Gong praktiziert.

Am 16. August 2026 nahmen Beamte der Polizeiwache Baogong Liu Yuqin fest und ordneten eine Verwaltungshaft von unbestimmter Dauer an. Diese wurde jedoch nicht vollstreckt, sodass Liu wenige Stunden später wieder freikam. Die Polizei überwachte sie weiterhin in ihrem Alltag und nahm sie am 16. September erneut fest. Zudem durchsuchten die Beamten ihre Wohnung. Seither befindet sich Liu Yuqin im ersten Untersuchungsgefängnis der Stadt Shenyang in Strafhaft.

Frühere Festnahmen und Misshandlungen

Liu begann im Oktober 1998 mit dem Praktizieren von Falun Gong. Sie lebt nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Ihre zahlreichen Leiden, darunter eine Herzerkrankung und rheumatoide Arthritis, verschwanden schon bald.

Nach Beginn der Verfolgung im Jahr 1999 hielt Liu unbeirrt an ihrem Glauben fest und wurde daraufhin wiederholt zur Zielscheibe von Repressalien.

Am Abend des 29. April 2002 drangen Polizeibeamte der Dienststelle Lingkong in Lius Wohnung ein. Sie beschlagnahmten ihre Falun-Gong-Bücher sowie ein Tonbandgerät. Anschließend brachten sie sie zur Vernehmung auf die Polizeiwache und befragten sie zu anderen Praktizierenden aus der Umgebung.

Die Beamten fesselten Liu an einen Stuhl. Fünf kräftige Männer schlugen ihr abwechselnd ins Gesicht und verbrannten ihre Finger mit Zigarettenstummeln. Als sie sich weigerte, ihre Fragen zu beantworten, hoben sie ihre Beine an. Einer der Beamten rollte daraufhin ein etwa 15 Zentimeter dickes Stahlrohr über ihre Schienbeine. Anschließend hob er das Rohr an und schlug damit auf ihren Oberschenkel. Dabei entstand eine tiefe Delle, die erst nach Jahren verheilte. Die Narben an ihren Unterschenkeln sind bis heute sichtbar.

Anschließend wollten die Beamten von Liu wissen, wie viele Falun-Gong-Flugblätter sie verteilt hatte. Indem sie die Folter immer weiter verschärften, zwangen sie Liu, zunehmend höhere Zahlen anzugeben, bis sie schließlich mehr als 100 Exemplare nannte. Diese Zahl reichte aus, um sie zu zwei Jahren Zwangsarbeit in einem Arbeitslager zu verurteilen.

Die Polizisten legten Liu die Hände hinter dem Rücken in Handschellen, drückten sie zu Boden und zogen ihren Kopf, ihren Nacken und ihre Arme gewaltsam nach oben. Dabei wurden ihre Arme so schwer verletzt, dass sie jahrelang keine schweren körperlichen Arbeiten mehr verrichten konnte.

Während der Polizist Han Yu auf Liu einschlug, schrie er: „Unsere Polizeiwache Lingkong ist landesweit führend bei der Verfolgung von Falun Gong! Ich glaube nicht, dass wir dich nicht gefügig machen können!“ Außerdem richtete er eine Schusswaffe auf ihre Stirn und drohte, sie zu töten.

Später wurde bekannt, dass die Polizei für jeden festgenommenen Falun-Gong-Praktizierenden eine Belohnung von 3.000 Yuan (etwa 390 Euro) erhielt.

Nach einer Nacht voller Folter waren Lius Arme stark angeschwollen. Ihre Beine schmerzten so heftig, dass sie nicht mehr gehen konnte. Die Polizei brachte sie zunächst für 15 Tage in eine Haftanstalt und verlegte sie anschließend in ein Zwangsarbeitslager.

Während ihrer zweijährigen Haft musste Liu täglich bis zu 17 Stunden Zwangsarbeit leisten. Ihre Finger verformten sich. Jeder Versuch, sie zu strecken oder zu beugen, verursachte unerträgliche Schmerzen.