(Minghui.org) Als ich begann, Falun Dafa zu praktizieren, war mein Sohn sehr aufsässig. Er hasste die Schule und war süchtig nach Videospielen. Ich machte mir Sorgen um seine Zukunft und beobachtete ihn genau. Ich stellte mir sogar mitten in der Nacht den Wecker, um nach ihm zu sehen, und erwischte ihn dann jedes Mal dabei, wie er Computerspiele spielte.
An einem regnerischen Nachmittag verschwand er. Mein Mann und meine Freunde suchten bis in die Nacht hinein nach ihm – ohne Erfolg. Ich war voller Angst und gleichzeitig wütend. Unter Tränen dachte ich: „Ich werde ihn dem Meister anvertrauen!“
In dieser Nacht kam mein Sohn nicht nach Hause. Ich fragte mich, ob ich womöglich nur eine Schuld aus einem früheren Leben beglich und ihn einfach gewähren lassen sollte. Doch dann entschied ich, dass ich die Verantwortung trug, ihm auf den richtigen Weg zurückzuhelfen.
Der Meister sagt:
„Aus der Sicht der Lebewesen auf höheren Ebenen entwickelt sich die Gesellschaft der Menschen nur nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Deshalb ist das, was du in deinem Leben machst, nicht aufgrund deiner Fähigkeiten arrangiert. Im Buddhismus spricht man vom Kreislauf der karmischen Vergeltung. Dein Leben ist aufgrund deines Karmas arrangiert worden.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 354)
Plötzlich wurde mir klar, dass ich zu sehr an der Zukunft meines Sohnes hing. Sein Leben war von höheren Wesen arrangiert worden. Meine Aufgabe bestand lediglich darin, ihm zu helfen, ein aufrechter Mensch zu werden und eine richtige Lebenseinstellung sowie gute Werte zu entwickeln.
Ich sprach mit meinem Mann über meine Gedanken und wir kamen überein, unseren Sohn nicht zu beschimpfen oder zu schlagen, wenn er nach Hause käme, sondern mit ihm zu reden. Unser Sohn kam um 7 Uhr morgens nach Hause. Mit der Weisheit, die mir Dafa verliehen hatte, sagte ich ruhig und vernünftig zu ihm: „Du hast eine Grenze überschritten und wir sind sehr aufgebracht. Aber da du noch minderjährig bist, geben wir dir eine letzte Chance und hoffen, dass du sie zu schätzen weißt. Wir verzeihen dir, aber das bedeutet nicht, dass du im Recht warst. Wenn du so etwas noch einmal machst, werden wir dich nicht mehr aufnehmen, selbst wenn das bedeutet, die Schlösser auszutauschen oder das Haus zu verkaufen.“
Er antwortete nicht, verschwand aber nie wieder. Seine Sucht blieb jedoch bestehen. Gelegentlich bekam er Wutanfälle, wenn mein Mann nicht zu Hause war. Er hatte Angst vor meinem Mann, der ihn früher schon einmal gezüchtigt hatte. Ich nutzte dann die Gelegenheit, ihm zu erzählen, was ich durch Dafa gelernt hatte. Er war neugierig genug, heimlich einen Blick in einige Seiten der Dafa-Bücher zu werfen, wenn ich nicht da war, und stellte auf eher indirekte Weisen Fragen.
Eines Tages, nach einem weiteren Vorfall schlechten Benehmens, sagte er unter Tränen: „Es ist mein Unglück, in eure Familie hineingeboren worden zu sein.“ Ich war schockiert, das zu hören, und erkannte, dass meine Art der Erziehung falsch gewesen war.
Da beschloss ich, ihn nicht mehr wie früher zu trösten, und erwiderte: „Sag so etwas nicht. Es ist nicht dein Unglück, sondern unseres, denn du hast uns ausgesucht, nicht umgekehrt. Du hast vor diesem Leben vom Himmel aus zugesehen und unser Zuhause gewählt, weil du hier die Chance hattest, Falun Dafa kennenzulernen. Wer hätte gedacht, dass du nach deiner Geburt hier nicht nur die Schule hasst, sondern auch so etwas Undankbares und Verletzendes sagst? Und dann hast du auch noch die Frechheit zu weinen!“
Er hörte auf zu weinen und zu widersprechen. Ich fuhr fort: „Yong und Jing [Pseudonyme für seine besten Freunde] sind fünf beziehungsweise sechs Monate jünger als du. Ihre Familien sind wohlhabend. Warum hast du dich nicht entschieden, in ihre Familien hineingeboren zu werden? Weil du gesehen hast, dass die Wahrscheinlichkeit, Dafa kennenzulernen, dort geringer gewesen wäre. Wenn du von nun an so etwas noch einmal sagst, dann geh! Du hast es nicht verdient, in unserem Haus zu leben.“
Er hörte auf, so zu reden, und sein Verhalten besserte sich. Er bestand sogar die Aufnahmeprüfung für die Highschool und wurde dort aufgenommen.
Danke, verehrter Meister! Danke, Dafa!
Vielleicht war ich ein engstirniger Mensch, denn ich stolperte immer wieder über die Anhaftung an Groll, nachdem ich mit der Kultivierung begonnen hatte.
Früher hatte ich einen Marktstand und musste mich jedes Mal hinfahren lassen, da ich nicht selbst Auto fahren konnte. Eine andere Händlerin wollte das Geschäft an sich reißen und mich vom Markt verdrängen. Deshalb mischte sie sich ständig ein, um zu verhindern, dass ich eine Mitfahrgelegenheit bekam. Da die meisten Fahrer Männer waren, verbreitete sie Gerüchte, ich hätte eine Affäre mit dem jeweiligen Fahrer. Doch nichts geschieht zufällig – all das diente meiner Kultivierung.
Eines Tages stellte mich die Frau eines Fahrers zur Rede: „Die oder der Soundso hat mir erzählt, dass du eine Affäre mit meinem Mann hast.“ Ich war außer mir vor Wut. All meine Anhaftungen brachen hervor: das Gefühl, ungerecht behandelt worden zu sein; Groll, Eifersucht und der Wunsch nach Vergeltung. Ich wusste zwar, dass dies nicht der Geisteszustand eines Kultivierenden war, aber ich wusste nicht, wie ich nach innen schauen sollte. Ich betrachtete diese Gedanken als einen Teil meiner selbst und war außerstande, sie zu beseitigen.
Dies führte dazu, dass die alten Mächte mich ausnutzten. Ich zog mir eine Zerrung im Rücken und im Bein zu. Zwei Jahre lang hatte ich Schwierigkeiten beim Gehen. Ich ertrug die Schmerzen passiv in dem Glauben, ich würde dabei Karma abtragen.
So gab ich den Verkauf auf dem Markt auf und blieb zu Hause, um das Fa zu lernen. Schließlich erkannte ich beim Lesen der Lektion Buddha-Natur im Zhuan Falun, Band II, meine Anhaftungen und verstand, wie man sich kultiviert. Während ich aufrichtige Gedanken aussandte und der Meister mich stärkte und unterstützte, spürte ich, wie ein kühler Hauch aus meinem Rücken und meinem Bein entwich. Da wusste ich, dass der Meister diese schlechten Dinge von mir entfernte.
Die Schmerzen in Rücken und Bein verschwanden, doch beim Gehen neigte ich mich immer noch zur Seite. Daraufhin fasste ich den Entschluss: „Ich erlaube nicht, dass böse Dinge bestimmen, wie ich gehe. Ich bin eine Dafa-Praktizierende und werde sie beseitigen.“
Wann immer ich merkte, dass ich mich zur Seite neigte, blieb ich stehen und ging erst nach einer Weile weiter. Wenn ich dann wieder schief zu gehen begann, hielt ich erneut an. Ich weigerte mich, mich von diesem unaufrichtigen Element beherrschen zu lassen. Das ging eine Woche lang so weiter, bis ich schließlich wieder normal gehen konnte.
Danke, verehrter Meister! Danke, Dafa!
Nachdem ich mit dem Praktizieren von Falun Dafa begonnen hatte, verbesserte sich meine Gesundheit erheblich und ich fühlte mich leicht und frei von Krankheiten. Meine Familie und meine Freunde bemerkten die Veränderungen an mir. Sie erkannten, dass Falun Dafa gut ist, und willigten ein, aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und den ihr angeschlossenen Organisationen auszutreten. Die einzige Ausnahme war die Frau meines älteren Bruders. Sie weigerte sich, die Fakten zu glauben.
Ich achtete auf meinen Umgang mit ihr und ermahnte mich, ihr nichts nachzutragen, auch wenn ich mich bisweilen ungerecht behandelt oder von ihr ausgenutzt fühlte. Manchmal dachte ich, ich würde es gut machen, doch ich war noch weit davon entfernt, den Anforderungen des Meisters zu entsprechen.
Während der Feiertage zum 1. Mai dieses Jahres erlebte ich eine große Xinxing-Prüfung im Anschluss an die Hochzeitsfeier, die mein älterer Bruder und seine Frau für ihre Tochter ausgerichtet hatten. Die Frau meines jüngeren Bruders erklärte, sie wolle sich der Pflege unseres Vaters, der sich im Januar einer Operation unterzogen hatte, entziehen. Sie könne den Körpergeruch des alten Mannes nicht ertragen und sich nicht auf seinen Tagesablauf einstellen.
Wir waren alle darüber bestürzt, doch es war unter den gegebenen Umständen unangebracht, die Angelegenheit zu erörtern, sodass das Abendessen einen unerfreulichen Abschluss fand.
Nachdem wir nach Hause zurückgekehrt waren und uns schlafen gelegt hatten, erhielten wir einen Anruf von der Frau meines älteren Bruders. Sie behauptete, er habe eine Affäre und habe ihr gedroht, sie zu töten. Wir eilten hinüber und fanden dort meine Schwägerin vor, die auf meinen Bruder eingeschlagen hatte und ihn wüst beschimpfte. Überall war Blut!
Dann hörte sie auf, ihn zu beschimpfen, und begann, unserer ganzen Familie, und besonders unserem Vater, Vorwürfe zu machen. Sie warf ihm vor, sie zu benachteiligen. Sie sei schließlich die Einzige, die sich nach seiner Operation um ihn kümmere, während die Frau meines jüngeren Bruders nichts tue und mein Vater dazu schweige. Ihre Worte wurden immer schärfer. Sie holte alte Geschichten aus den letzten 20 Jahren hervor und behauptete, unsere ganze Familie habe sie schlecht behandelt. Ihre jüngere Schwester war anwesend und stimmte in die Kritik mit ein.
Da ich merkte, dass meine Schwägerin völlig irrational handelte, schwieg ich, um sie nicht noch mehr zu reizen. Sie fuhr den ganzen nächsten Tag und die folgende Nacht so fort. Alle waren erschöpft, doch sie ließ ihrem Unmut weiter freien Lauf. Schließlich verlangte sie die Scheidung und forderte, dass mein älterer Bruder mit leeren Händen gehen müsse. Wir willigten ein. Dann änderte sie ihre Meinung und behauptete, einer von beiden müsse sterben, damit der auf ihren Namen laufende Bankkredit beglichen werden könne.
Mein Mann und ich berieten uns und beschlossen, meinem älteren Bruder 40.000 Yuan (etwa 5.200 Euro) für die Kredittilgung zu leihen; sie bestand jedoch auf 45.000 Yuan. Also liehen wir ihr stattdessen diesen Betrag. Diese Frau tischte eine Lüge nach der anderen auf und handelte wider ihr Gewissen, nur um an das Geld zu kommen.
Die lebenslange, selbstlose Fürsorge meines Vaters für seine Kinder wurde von ihr mit verbalen Angriffen und Anschuldigungen vergolten. Wenn ich die Situation aus der Sicht einer Praktizierenden betrachte, handelte es sich womöglich um eine Schuld, die unsere Familie ihr aus früheren Leben schuldete.
Einige Tage später war der Sturm noch immer nicht vorüber. Sie beschwerte sich, dass 1.500 Yuan (etwa 200 Euro) bei den Geldgeschenken zur Hochzeit meiner Nichte fehlen würden. Ich hatte das Geld auf der Hochzeit persönlich entgegengenommen; drei Personen hatten den Betrag anschließend überprüft und alles hatte gestimmt. Dennoch erhob sie nun erneut Anschuldigungen.
Ich rief ihren jüngeren Bruder an, der sagte: „Ignorier sie einfach, wir alle vertrauen dir.“ Doch sie gab sich damit nicht zufrieden und rief meinen Vater und dessen Schwester an, um sie zu kritisieren. Die Aufregung führte bei der Schwester zu gesundheitlichen Problemen. Schließlich erreichte ich einen Punkt, an dem ich meine Xinxing nicht mehr bewahren konnte und mein Geist schwach wurde. Ich war so wütend auf sie, dass ich keinerlei Arbeit mehr verrichten konnte. Mein Groll überwältigte mich. Ich konnte ihn nicht ablegen, obwohl ich wusste, dass dies für eine Praktizierende die falsche Geisteshaltung war.
Ich konnte mich kaum an irgendwelche Stellen im Fa erinnern, außer an die Folgende:
„Ein böser Mensch ist böse aufgrund des Neids. Aus Egoismus und Ärger beklagt er sich über sogenannte Ungerechtigkeiten. Ein wohlwollender Mensch ist immer barmherzig. Ohne Beschwerde und Hass hält er die Leiden für Freude. Ein erleuchteter Mensch ist frei von Anhaftung. Ruhig beobachtet er die von Illusionen verblendeten Menschen der Welt.“ (Ebenen der Gesinnung, 25.09.1995, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)
Ich rezitierte dies immer wieder, mal still, mal laut. Währenddessen kämpften die bösen Elemente ums Überleben,und ich empfand tiefes Leid. Da ich nicht zwischen dem „Leid“ und mir selbst unterscheiden konnte, litt ich große Qualen.
Während ich das Fa weiter rezitierte, kehrte mein Hauptbewusstsein allmählich zurück. Mir wurde klar, dass ich im Unrecht war, denn das Geschehene legte meine Anhaftungen offen und half mir, meine Xinxing zu erhöhen.
Ich sagte mir: „Meine Schwägerin ist hier, um mir zu helfen, bei der Kultivierung Erfolg zu haben. Sie hilft mir, meine Xinxing zu erhöhen und meine Anhaftungen aufzudecken. Ich danke ihr und hege keinen Groll gegen sie. Der Groll, das Nachtragen, die Gedanken an Vergeltung und das Herabsehen auf sie gehören nicht zu mir und ich will sie nicht. Ich werde sie beseitigen und mich an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht angleichen. Ich werde ein gütiger Mensch sein, kein böser.“
Ich wiederholte dies, um mein Hauptbewusstsein zu stärken. Ich weiß nicht mehr, wie lange es dauerte, aber schließlich gewann ich den Kampf und legte die Anhaftungen vollständig ab.