(Minghui.org) Ich bin eine Falun-Dafa-Praktizierende und habe 1997 das Fa erhalten. Ich bin 61 Jahre alt und kultiviere mich nun schon seit 29 Jahren im Falun Dafa. Heute möchte ich erzählen, was ich während des Neujahrsfestes 2025 erlebt habe. Ich bin dem barmherzigen und großartigen verehrten Meister für die Gnade der Errettung zutiefst dankbar!
Groll gegenüber meiner Schwester
Gut einen Monat vor dem chinesischen Neujahrsfest wollte ich in unserer alten Wohnung aus den 1990er-Jahren die abgehängte Kunststoffdecke in der Küche erneuern lassen. Sie war stark gealtert und brüchig geworden. Als ich meinen Mann, der ebenfalls Falun Dafa praktiziert, nach seiner Meinung fragte, lehnte er das sofort ab. Er sagte: „Lassen wir es so, es geht doch noch!“
Ich dachte jedoch: Die alte Küchendecke bröckelt ständig, die Fliesen im Wohnzimmer sind ebenfalls sehr alt, die Wände im Wohnzimmer müssten neu gestrichen werden, und auch die Klimaanlage sollte ersetzt werden. Kurz gesagt, wohin ich auch blickte, machte es mich unzufrieden. So setzte ich mich über die Meinung meines Mannes hinweg und begann eigenmächtig, Teile der Wohnung zu renovieren und zu erneuern.
Während der gesamten Renovierung musste ich mich um alles selbst kümmern, zum Beispiel Handwerker beauftragen, Materialien kaufen und viele andere Dinge erledigen. Jeden Tag war ich total beschäftigt. Die drei Dinge, die ein Kultivierender tun sollte, erledigte ich daher nur noch oberflächlich und der Form halber. Beim Fa-Lernen, bei den Übungen und beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken konnte ich überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommen.
Was mein menschliches Herz dabei am stärksten berührte, war der Kauf der Klimaanlagen. Da das chinesische Neujahr kurz bevorstand, veranstaltete ein Kaufhaus in unserer Gegend gerade eine Rabattaktion für Haushaltsgeräte. Gegen Vorlage eines Personalausweises mit örtlicher Meldeadresse konnte man ein Haushaltsgerät kaufen, das vom Staat mit 30 bis 40 Prozent bezuschusst wurde.
Dieses Angebot reizte mich sehr, und ich wollte beide alten Klimaanlagen bei uns zu Hause ersetzen und zusätzlich auf meine Kosten eine für meine Schwester kaufen. Dafür brauchte ich drei Personalausweise. Meine Schwester hatte jedoch die Ausweise meines Sohnes, meiner Schwiegertochter und meines Mannes bereits zuvor benutzt, um Klimaanlagen und andere Haushaltsgeräte für die Wohnung zu kaufen, in die ihre Tochter nach der Hochzeit einziehen sollte. Nun wollte ich selbst etwas kaufen, doch in unserer Familie stand nur noch ein Personalausweis zur Verfügung. Mir fehlten also noch zwei.
(Anmerkung der Redaktion: Im gesellschaftlichen Umfeld in Festlandchina, in dem Täuschung und Fälschung weit verbreitet sind, finden viele Menschen nichts dabei, sich Personalausweise auszuleihen, falsche Angaben zu machen oder sich als eine andere Person auszugeben. Nach den üblichen Wertvorstellungen westlicher Gesellschaften ist ein solches Verhalten nicht richtig.)
Als meine Schwester hörte, dass ich auch für ihre Familie eine Klimaanlage kaufen wollte, sagte sie sofort erfreut zu mir, dass ihr Personalausweis und der von ihrem Mann noch nicht benutzt worden seien und ich sie dafür verwenden könne. Nachdem die Klimaanlagen gekauft worden waren, hätte ich jedoch niemals erwartet, dass meine Schwester mit ihren beiden Personalausweisen die Zuschüsse für alle drei Klimaanlagen beantragte und vollständig für sich einbehielt. Hinterher sagte sie mir nicht einmal etwas davon.
Als ich dann mit meinem Personalausweis selbst den Zuschuss beantragen wollte, geriet ich dadurch in eine sehr unangenehme Situation. Ich war damals äußerst wütend und dachte: „Ich bezahle sogar eine Klimaanlage für dich. Du bist mir nicht nur nicht dankbar, sondern nimmst auch noch den Zuschuss, der eigentlich mir zusteht!“ Ich fand meine Schwester wirklich gierig. Wegen dieser Angelegenheit entwickelte ich in meinem Innern Groll gegen sie.
Groll gegenüber meiner Schwägerin
Mein Groll gegen meine Schwester hatte sich noch nicht gelegt. Da räumte ich etwa zwei Wochen später eines Nachmittags zu Hause auf und entdeckte einen warmen, langen Mantel, den mir eine Mitpraktizierende geschenkt hatte. Der Mantel war noch fast neu. Ich wollte ihn meiner 97-jährigen Schwiegermutter bringen, damit sie ihn im Winter zum Wärmen über ihre Beine legen konnte. Sie konnte ihn auch als Auflage für ihre lange Holzbank verwenden, um darauf weicher und wärmer zu sitzen.
Weil das Neujahrsfest ohnehin bald bevorstand, wollte ich ihr bei der Gelegenheit gleich auch das Neujahrs-Geldgeschenk (den roten Umschlag) vorbeibringen. Beim Befüllen des Umschlags dachte ich: Meine Schwiegermutter bekommt jeden Monat mehrere tausend Yuan Rente und kann das allein ohnehin nie ausgeben. Ich hatte gerade renoviert und so viel Geld ausgegeben, also legte ich nur symbolisch 200 Yuan hinein (in früheren Jahren war es deutlich mehr gewesen). Ich dachte: „Es ist ja nur eine Geste. Meine Schwiegermutter glaubt an den Buddhismus, sie wird sich schon nichts dabei denken.“
Anschließend besuchte ich meine Schwiegermutter. Gleich beim Hereinkommen warf ich den Mantel auf ihre Holzbank und erklärte ihr, dass sie ihn über ihre Beine legen oder als Sitzauflage verwenden könne. Ich ließ dabei einen Satz aus: dass der Mantel halbneu und von jemand anderem geschenkt war. Ich überreichte ihr den roten Umschlag. Sie sagte zunächst nichts dazu.
Am nächsten Morgen gegen neun Uhr rief mich meine Schwägerin (die Schwester meines Mannes) an und forderte mich laut auf, sofort zur Schwiegermutter zu kommen. Meine Schwiegermutter wohnte im Erdgeschoss des Hauses direkt gegenüber von uns. Von unserem Fenster aus konnten wir sie sehen, wenn sie sich draußen aufhielt.
Wenige Minuten später war ich bei ihr. Kaum hatte ich die Tür geöffnet und noch bevor ich ein Wort sagen konnte, fuhr mich meine Schwägerin mit lautem Geschrei an. Gleichzeitig schleuderte sie mir den halbneuen Mantel ins Gesicht und rief: „Wer will schon dein altes Zeug?!“ Auch meine Schwiegermutter machte mir lautstark Vorhaltungen. Meine Schwägerin überschüttete mich hemmungslos mit allen möglichen bösen Worten und schob mich dabei zur Tür hinaus. Ich zitterte vor Wut am ganzen Körper und brachte kein Wort heraus.
Nachdem ich hinausgegangen war, warf ich den Mantel, der diesen ganzen Ärger verursacht hatte, direkt in die Mülltonne. Danach ging ich nach Hause und weinte bitterlich vor Wut. Ich dachte: „Ich bin doch immer so gut zu meiner Schwiegermutter. Seit so vielen Jahren kümmere ich mich in jeder Hinsicht fürsorglich um sie. Ich kaufe ihr leckeres Essen und neue Kleidung, sehe tagsüber und abends mehrmals nach ihr und nehme mir auch Zeit, mich mit ihr zu unterhalten …“ Je länger ich darüber nachdachte, desto wütender wurde ich und desto ungerechter fühlte ich mich behandelt.
Auch die gehässigen Worte meiner Schwägerin empörten mich zutiefst. Ich dachte: „Normalerweise ist meine Schwiegermutter sehr gut zu mir. Dass sie mir heute solche Vorwürfe gemacht hat, liegt einzig daran, dass meine Schwägerin Zwietracht gesät hat.“ So entstand in meinem Innern Groll gegen meine Schwägerin.
Groll gegenüber meiner Schwiegermutter
Doch damit war es noch nicht vorbei. Als mein Mann am nächsten Morgen von seiner Mutter zurückkam, hielt er einen roten Umschlag in der Hand. Er sagte mir, dass meine Schwiegermutter unserer Enkelin damit schon vorab ihr Geldgeschenk zum Neujahrsfest überreichen ließ. Die Botschaft war eindeutig: Unsere Familie brauchte dieses Jahr nicht zum großen gemeinsamen Neujahrsessen zu kommen. Wir waren ausgeschlossen worden. Ich war so wütend! Diese Wut ließ sich einfach nicht vertreiben.
Trotzdem machte ich mir noch Hoffnungen: Vielleicht würde sich meine Schwiegermutter bis zum gemeinsamen Neujahrsessen beruhigen und uns fünf doch noch einladen. Doch zwei Tage später sah ich vom Fenster aus, wie die älteren und jüngeren Schwestern meines Mannes mit ihren Familien fröhlich lachend und plaudernd durch die Wohnanlage spazierten. Nur unsere Familie war nicht dabei. Da wusste ich, dass das gemeinsame Neujahrsessen bereits vorbei war. Meine Schwiegermutter hatte es tatsächlich übers Herz gebracht, unsere ganze Familie auszuschließen! In diesem Augenblick entstand in mir auch ihr gegenüber ein sehr starker Groll.
Groll gegenüber meiner Mutter
Zwei Tage später fuhren wir als Familie von drei Generationen zu meiner Mutter, um dort das Neujahrsfest zu feiern. Als ich sah, dass meine Schwester, die meine Zuschüsse eingestrichen hatte, sich nicht nur nicht schämte, sondern dies auch noch für selbstverständlich hielt, fühlte ich mich innerlich äußerst unwohl.
Auch beim Anblick meiner Stiefschwester stieg sofort Wut in mir auf. Vor über zehn Jahren hatte ich ihr nämlich, damit ihre Tochter in der Stadt zur Schule gehen konnte und ein ruhiges, sicheres Zuhause hatte, Geld geliehen und mit dem Ausweis meines Stiefvaters eine gebrauchte Wohnung für sie gekauft. Damals waren mir mein Stiefvater, meine Mutter und meine Stiefschwester alle sehr dankbar.
Einige Jahre später erfuhren sie jedoch, dass das Haus abgerissen werden sollte. Meine Mutter besprach sich mit meinem Stiefvater, und sie zahlten mir das Geld für den Wohnungskauf zurück. Ich ahnte damals nichts und dachte noch: „Wie anständig sie doch sind!“ Erst später erfuhr ich, dass die drei gemeinsam dafür gesorgt hatten, die Wohnung noch vor dem Abriss auf meine Stiefschwester umschreiben zu lassen. So erhielt sie anschließend die Entschädigung für die Wohnung. Als ich die Wahrheit erfuhr, war sie längst in eine neue Wohnung eingezogen.
Seitdem hegte ich auch gegen meine Mutter und diese undankbare Stiefschwester viel Groll. Besonders den Groll gegen meine Mutter konnte ich einfach nicht auflösen und loslassen. Nach außen hin behandelte ich sie im Alltag sehr gut. Doch ich wusste, dass ich das nur aus moralischem Pflichtgefühl tat. Denn sie wusste genau, dass ich die Wohnung gekauft hatte und die Entschädigung für den Abriss daher mir zustand. Es ging um einen so großen finanziellen Vorteil, doch sie hielt zu einer Außenstehenden – meiner Stiefschwester. Deshalb ließ mein Groll gegen meine Mutter nie nach, und ich überwand diese Prüfung nicht. Kurzum, während des Neujahrsfestes war mir niemand recht.
Das chinesische Neujahr war gekommen. Da ich mich auf der Seite meiner Schwiegermutter um nichts mehr kümmern musste, verbrachte ich meine Zeit ganz bei meiner Mutter. Als meinen Schwestern dort beim Mah-jongg der vierte Mitspieler fehlte, nahm ich ihre Einladung ohne Weiteres an und sprang ein. Ich wollte die unangenehmen Erlebnisse für kurze Zeit vergessen.
Vor meiner Kultivierung war ich in unserer großen Familie als leidenschaftliche Mah-jongg-Spielerin und regelrecht Süchtige bekannt. Um mich selbst zu betäuben, gab ich meiner Anhaftung nach und brach damit die Selbstdisziplin, die ich als Praktizierende 28 Jahre lang eingehalten hatte, indem ich kein Mah-jongg mehr gespielt hatte. In dieser „Mah-jongg-Schlacht“ vergaß ich, dass ich eine Praktizierende war. Später forderte ich meine Schwestern sogar von mir aus zum Spielen auf. Je mehr ich spielte, desto stärker wurde meine Sucht.
So geriet ich, ohne es recht zu merken, vollständig in den großen „Farbbottich“ der gewöhnlichen Menschen hinein – in Ruhm, persönliche Vorteile, Gefühle, Ärger und Hass. Weil ich meine starken Anhaftungen nicht losließ, zog ich schließlich dämonische Schwierigkeiten an.
Kurz nach dem Neujahrsfest, am 21. Februar 2025, dem zweiten Tag nach dem Laternenfest, kam ich vormittags nach zehn Uhr nach Hause zurück. Ich war draußen gewesen, um mit Menschen über Falun Dafa zu sprechen. Plötzlich verlor ich das Bewusstsein und brach auf dem Wohnzimmerboden zusammen. Davon erfuhr ich erst später durch meine Angehörigen.
Als ich aus der Bewusstlosigkeit erwachte, war es bereits am nächsten Tag gegen sechs Uhr abends. Ich öffnete die Augen und sah, dass ich auf einem Bett in der Notaufnahme des Krankenhauses lag. Mein ganzer Körper steckte voller Infusions- und Überwachungsschläuche, und meine Arme und Beine waren am Bett fixiert. Ich konnte mich überhaupt nicht bewegen. Ich sah nur die Ärzte und Pflegekräfte in ihrer weißen Kleidung neben meinem Bett. Da begriff ich, dass ich im Krankenhaus war. Ich fragte den Arzt, warum ich dort sei, und verlangte aufgeregt, nach Hause gehen zu dürfen!
Daraufhin ließ der Arzt sofort meinen Sohn und meine Schwester herein, die draußen auf Nachricht über meinen Zustand warteten. Mit aller Kraft sagte ich zu meinem Sohn: „Ich will sofort nach Hause!“ Er schrie mich an: „Nach Hause? Willst du etwa sterben?! Du warst über 30 Stunden bewusstlos. Mehrmals wurde uns mitgeteilt, dass du in Lebensgefahr schwebst. Du hast wirklich Glück gehabt, dass du dem Tod gerade noch entkommen bist. Weißt du überhaupt, dass dein Blutzucker so hoch war, dass er die Skala gesprengt hat? Du hast die schwerste Komplikation von Diabetes: eine Ketoazidose. Das hätte dich beinahe das Leben gekostet!“ Ich sagte: „Ich bin eine Praktizierende. Mein Meister kümmert sich um mich. Ich will nach Hause.“ Danach verlor ich erneut das Bewusstsein.
Später blieb ich auf starken Wunsch meiner Familie und der Ärzte gegen meinen Willen einen halben Monat im Krankenhaus. Jeden Tag musste ich passiv pünktlich Medikamente nehmen, mir Insulin spritzen lassen, Infusionen bekommen und so weiter. Nach zwei Wochen hatte ich mehr als zehn Kilo abgenommen, und mein Nervenkostüm war am Ende. Da erinnerte ich mich an folgende Worte des Meisters:
Ja, hatte der Meister mit dieser Stelle im Fa nicht genau mich gemeint? Erst jetzt, als ich im Bett lag, wurde mir bewusst, dass die Konflikte vor dem Neujahrsfest und die Gewinne und Verluste bei meinen persönlichen Interessen, die mich bis ins Innerste getroffen hatten, nicht zufällig gewesen waren. Sie sollten mir helfen, mich zu erhöhen.
Doch ich hatte eine Gelegenheit nach der anderen verpasst, meine Xinxing zu erhöhen. Ich hatte mich wie einen gewöhnlichen Menschen betrachtet und mich so sehr in Ruhm, persönliche Vorteile, Gefühle, Wut und Hass verstrickt, dass ich mich nicht mehr daraus lösen konnte. Beinahe hätte ich dafür mit meinem Leben bezahlt! Im Krankenbett flossen mir Tränen der Reue über das Gesicht. Im Stillen sagte ich zum verehrten Meister: „Barmherziger, großartiger Meister, ich habe meinen Fehler erkannt!“
Von diesem Tag an bat ich den Meister innerlich immer wieder, mich zu retten. Ich bat den verehrten Meister, mich nach Hause zurückkehren zu lassen und mir noch eine Gelegenheit zu geben, alles von Neuem gut zu machen.
Da ich nachdrücklich darauf bestand, entlassen zu werden, stimmte der Arzt nach einem halben Monat schließlich zu. Er verlangte jedoch, dass ich zu Hause regelmäßig dreimal täglich Medikamente einnahm, mir Insulin spritzte und meinen Blutzucker sowie weitere Werte kontrollierte. Damit ich ohne Schwierigkeiten entlassen werden konnte, stimmte ich den Forderungen meines Sohnes und des Arztes zu. Dabei dachte ich: „Wenn ich erst wieder zu Hause bin, kann ich selbst entscheiden.“
Doch als ich tatsächlich wieder zu Hause war, stellte sich heraus, dass vieles nicht so einfach war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich musste mich sowohl meiner inneren Angst als auch dem Druck von Verwandten und Freunden stellen.
Zum einen war da mein körperlicher Zustand: Nach meiner Rückkehr aus dem Krankenhaus war ich sehr schwach und ständig benommen. Ich wollte schlafen, konnte aber nicht einschlafen. Mein ganzer Körper war kraftlos, Arme und Beine waren taub. Ich konnte nichts schmecken; Mund und Zunge waren trocken und fühlten sich ebenfalls taub an. Wegen der vielen Medikamente hatte ich keinen Appetit. Ich sah verschwommen und konnte das Gleichgewicht nicht halten, so dass ich beim Gehen taumelte.
Zum anderen stand ich von allen Seiten unter psychischem und seelischem Druck. Ich hatte das Gefühl, dass meine Verwandten und Freunde nicht mehr so wie früher davon überzeugt waren, dass Falun Dafa gut ist. Besonders deutlich zeigte sich das bei meiner über achtzigjährigen Mutter.
Früher hatte sie gesehen, dass ich seit Beginn meiner Kultivierung im Dafa 28 Jahre lang keine einzige Tablette eingenommen und mich stets gesund und leicht gefühlt hatte. Auch hatte ich persönliche Vorteile leichter genommen und mich in jeder Hinsicht fürsorglich um meine Angehörigen gekümmert. Dadurch hatte sie erkannt, dass Falun Dafa gut ist. Wenn sie körperliche Beschwerden hatte, rezitierte sie von sich aus die Worte: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Die meisten meiner Angehörigen waren außerdem aus der Kommunistischen Partei und deren Jugendorganisationen ausgetreten.
Doch nach meiner Rückkehr aus dem Krankenhaus hatte sich die Einstellung meiner Mutter zum Dafa um 180 Grad gewendet. Sie erkannte nicht mehr an, dass Dafa gut ist, und äußerte sogar viele respektlose Worte über Dafa und den Meister. Sie sagte mir auch, ihre früheren Krankheiten seien nicht durch das Rezitieren der Worte „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ geheilt worden, sondern durch Spritzen, Medikamente und Krankenhausaufenthalte.
Unter diesem Druck lud ich mir zusätzlich die Last von Selbstvorwürfen und Angst auf. Ich machte mir Vorwürfe, dass ich, nachdem das Kultivierungsumfeld lockerer geworden war, es mit der Kultivierung meiner Xinxing nicht mehr ernst genommen und mich nicht solide kultiviert hatte. Dadurch war mein Körper in einen schlechten Zustand geraten, und ich hatte Dafa einen negativen Ruf eingebracht. Es hatte auch dazu geführt, dass meine Angehörigen Karma auf sich geladen hatten, das sie nicht hätten auf sich laden sollen.
Auf der anderen Seite quälte mich die Angst: Was wäre, wenn die „Krankheit" tatsächlich wiederkäme, sobald ich die Medikamente und Spritzen absetzte? Würde das dann nicht noch viel größeren Schaden für Dafa bedeuten? Dieses Ergebnis hätte ich auf keinen Fall ertragen können. Da mir die Fa-Grundsätze nicht klar waren und meine aufrichtigen Gedanken nicht stark genug waren, entschied ich mich, weiterhin die Behandlungsmethoden gewöhnlicher Menschen anzuwenden. Jeden Tag spritzte ich mir zu Hause nach ärztlicher Anweisung Insulin, nahm Medikamente ein und maß meinen Blutzucker. Zugleich begann ich wieder, das Buch Zhuan Falun zu lernen und die Übungen zu praktizieren – alle fünf Übungen zweimal täglich.
Nachdem ich eine Zeit lang so weitergemacht hatte, zeigte sich jedoch keinerlei Besserung meines körperlichen Zustandes. Im Gegenteil: Ich wurde immer schwächer. Jeden Tag verspürte ich nach der Einnahme der Medikamente und den Spritzen unerträgliche Beschwerden im Inneren meines Körpers. Ich magerte auf etwas über 35 Kilogramm ab und hatte das Gefühl, dass mein Leben bald zu Ende gehen würde. Der seelische Druck brachte mich beinahe zum Zusammenbruch.
In dieser Lage dachte ich: Wie wäre es, wenn ich einen oder zwei Tage lang probeweise die Spritzen und Medikamente absetzte, um zu sehen, ob es mir dann etwas besser ginge? Weil mein Xinxing nicht auf der Höhe war und ich nur den Schutz von Dafa erlangen wollte, geschah Folgendes: Kaum hatte ich zwei Tage lang Spritzen und Medikamente ausgesetzt, traten die Symptome der Ketoazidose wieder deutlich hervor, und meine Familie brachte mich erneut zur Notfallbehandlung ins Krankenhaus.
Nach all diesen Strapazen hatte ich noch mehr Angst, ein schlechtes Licht auf Dafa zu werfen. Auch fürchtete ich mich noch stärker davor, meine Angehörigen erneut in Angst und Sorge um mich zu versetzen. Deshalb nahm ich danach jeden Tag pünktlich meine Medikamente ein und spritzte mir Insulin. Ich wagte es nicht, auch nur eine Dosis hinauszuzögern. Zugleich lernte ich weiterhin das Fa und praktizierte die Übungen. So hielt ich einerseits an menschlichen Vorstellungen fest und wollte andererseits auch das Göttliche nicht loslassen.
Mein Kopf war jeden Tag voller negativer Gedanken. Ständig war ich benommen, und mein Hauptbewusstsein wurde immer schwächer. Auch mein Schlaf wurde immer schlechter. Tag für Tag gingen mir die einschüchternden Worte der Ärzte durch den Kopf: Wenn ich meine Medikamente und Spritzen nicht pünktlich nähme, wäre mein Leben in Gefahr. Ebenso hatte ich ständig vor Augen, wie meine Angehörigen mir ihre „Fürsorge“ aufdrängten. So verbrachte ich jeden Tag in unerträglichem Leid. Jeder Tag kam mir wirklich wie ein Jahr vor!
Von Angst und innerer Unruhe erfüllt und völlig hilflos, dachte ich eines Tages plötzlich an den allmächtigen, barmherzigen und großartigen Meister. Aus tiefstem Herzen rief ich: „Meister, bitte retten Sie mich, diese unwürdige Schülerin! Bitte geben Sie mir noch einmal die Gelegenheit, es von Neuem gut zu machen. Bitte geben Sie mir Kraft und weisen Sie mir den Weg: Was muss ich tun, um wieder auf den rechten Weg zu kommen?“
Gleichzeitig versprach ich dem Meister innerlich: „Ich werde mich auf jeden Fall wieder berichtigen und eine wahre Kultivierende des Meisters werden. Durch meine Taten werde ich die negativen Auswirkungen, die mein Fehlverhalten auf Dafa hatte, vollständig beseitigen und wiedergutmachen, damit gutherzige Menschen und Menschen mit einer Schicksalsverbindung wieder tiefe Achtung und Verehrung für Dafa und den Meister des Dafa empfinden können und dadurch die Errettung durch Dafa erhalten!“
Nachdem ich diesen aufrichtigen Gedanken gefasst hatte, erschien plötzlich ganz deutlich ein Satz in meinem Kopf:
„Bei dir als einem Dafa-Jünger kommen deine aufrichtigen Gedanken durch das Fa.“ (Noch fleißiger voranschreiten, 24.07.2010)
In einem Augenblick war mein Kopf nicht mehr benommen, und mein Körper fühlte sich nicht mehr schwebend an. Von diesem Tag an las ich drei Lektionen des Zhuan Falun und machte die drei Dinge, die wir Dafa-Praktizierenden tun müssen. Die gesamte übrige verfügbare Zeit nutzte ich, um mit großem Eifer alle weiteren Fa-Erklärungen des Meisters sowie seine neueren Schriften zu lernen. Ich hatte sie nach der zeitlichen Reihenfolge der Fa-Erklärungen des Meisters geordnet.
Während dieser Zeit wusste ich, dass meine Xinxing noch nicht auf der Höhe und mein Herz noch nicht wirklich stabil war. Deshalb nahm ich weiterhin regelmäßig meine Medikamente ein. Als ich die Fa-Erklärungen des Meisters fast zu Ende gelesen hatte, vergaß ich einige Male völlig, meine Medikamente einzunehmen und mir Insulin zu spritzen – meist zwei oder drei Tage lang. Sobald mich meine Angehörigen daran erinnerten, setzte ich die Einnahme jedoch fort.
Schließlich, fünf Monate nach meinem ersten Krankenhausaufenthalt, hatte ich alle diese Fa-Erklärungen vollständig gelesen. Meine menschlichen Gesinnungen und negativen Gedanken waren verschwunden, und ich war voller aufrichtiger Gedanken, deshalb fasste ich den festen Entschluss, ohne Wissen meiner Familie sofort alle Medikamente und die Insulinspritzen samt dem Blutzuckermessgerät sofort wegzuwerfen. Danach fühlte ich mich, als wäre mir eine tonnenschwere Last abgenommen worden. Beim Gehen fühlte ich mich ganz leicht, und ich war von großer Freude erfüllt.
Seit dem Tag, an dem ich die Medikamente weggeworfen habe, sind inzwischen mehr als elf Monate vergangen. Ich habe seitdem keine einzige Tablette mehr eingenommen und mir kein Insulin mehr gespritzt. In dieser Zeit ohne Medikamente geriet ich nicht in die von den Ärzten angekündigte Lebensgefahr. Stattdessen hat Dafa an meinem Leben hier in der Menschenwelt ein Wunder vollbracht! Inzwischen habe ich längst wieder mein normales Körpergewicht erreicht. Jeden Tag fühle ich mich beim Gehen sehr leicht und mache die drei Dinge, die ich als Dafa-Praktizierende tun soll!
Eines Tages, etwa drei Monate nachdem ich die Medikamente abgesetzt hatte, kam mein Sohn zu Besuch, um nach mir und seinem Vater zu sehen. Als ich die Tür öffnete, rief er überrascht: „Mama, du hast ja zugenommen! Und dein Gesicht hat wieder eine gesunde Farbe! Das ist ja großartig! Auf dem Weg hierher hatte ich noch vor Augen, wie abgemagert du warst und wie gelblich dein Gesicht aussah. Wie hast du dich nur so gut erholt?“
Als er genauer hinsah, staunte er noch mehr: „Du hast ja sogar so viele neue, dichte, schwarze Haare bekommen!“ Früher war mein Haar sehr dünn gewesen. Im Winter hatte ich eine Perücke tragen müssen, damit mir die Kopfhaut nicht kalt wurde. Mein Sohn freute sich über alle Maßen.
Er sagte: „Siehst du, es ist doch gut, die Medikamente regelmäßig einzunehmen!“ Ich erklärte ihm: „Seit mehr als drei Monaten habe ich keine einzige Tablette mehr genommen und mir keine einzige Spritze mehr gegeben. Dass es mir heute so gut geht, verdanke ich allein dem barmherzigen und großartigen Meister. Er hat mir die Gelegenheit gegeben, mich von Neuem zu kultivieren, und mir ein zweites Leben geschenkt!“ Mein Sohn war tief bewegt und sagte: „Falun Dafa ist wirklich gut! Ich danke dem Meister des Dafa, dass er meine Mutter gerettet hat!“ Mein Sohn hatte selbst einmal zwei Jahre lang Falun Dafa praktiziert und wusste, dass Dafa gut ist.
Eines Tages, nachdem ich die Medikamente bereits seit etwa fünf Monaten abgesetzt hatte, besuchte ich meine über 80-jährige Mutter, die krank im Bett lag. Plötzlich sagte sie: „Du siehst ja richtig gut aus! Du hast zugenommen, dein Gesicht ist wieder rund, und deine Haut ist so hell und rosig geworden!“ Ich antwortete: „Ja, ich wiege inzwischen wieder fast 50 Kilogramm.“
Sie sagte: „Siehst du, letztlich können doch nur Medikamente, Spritzen und das Krankenhaus Menschen retten und Krankheiten heilen! Wenn du weiterhin so stur keine Medikamente genommen und keine Spritzen bekommen hättest, wärst du vielleicht längst nicht mehr am Leben!
Ich sagte: „Mama, weißt du was? Ich habe mir seit über fünf Monaten kein Insulin mehr gespritzt und keine Medikamente mehr genommen. Ich habe es dir nur nicht gesagt, weil ich nicht wollte, dass du dir Sorgen machst. Erst nachdem ich wieder ernsthaft Falun Dafa praktiziert habe und der Meister sich um mich kümmerte, hat sich mein Körper so schnell und so gut erholt. Vor einigen Monaten hast du gesehen, dass ich nur noch Haut und Knochen war und weniger als 40 Kilogramm wog. Das war die Folge davon, dass ich jeden Tag an Medikamenten und Spritzen festgehalten habe. Das war zugleich die Zeit, in der ich körperlich und seelisch am meisten gelitten habe.“
Meine Mutter war sprachlos vor Staunen. Ich erklärte ihr, dass der Meister des Dafa mir ein zweites Leben geschenkt und mein Leben gerettet hatte. Dass ich zuvor zweimal zur Notfallbehandlung ins Krankenhaus gebracht worden war, lag nicht daran, dass Dafa oder gar mein Meister nicht gut waren. Es lag daran, dass ich mich selbst nicht streng nach den Maßstäben einer Dafa-Praktizierenden gerichtet und mich nicht wirklich kultiviert hatte.
Nachdem meine Mutter das gehört hatte, murmelte sie vor sich hin: „Dann habe ich mich also geirrt und Falun Gong missverstanden. Ich sollte dem Meister dafür danken, dass er meine Tochter gerettet hat.“ Plötzlich sagte sie laut zu mir gewandt: „Meister des Dafa, ich habe mich geirrt! Alles, was ich zuvor Respektloses über Dafa und Sie gesagt habe, lag daran, dass ich als gewöhnlicher Mensch mit meinen menschlichen Augen das Göttliche nicht erkennen konnte. Bitte verzeihen Sie mir!“ Dann sagte sie zu mir: „Diesmal habe ich an dir wirklich gesehen: Falun Dafa ist gut! Von jetzt an werde ich jeden Tag ‚Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut‘ rezitieren. Auch ich möchte vom Meister des Dafa beschützt werden!“
Auch andere Angehörige und Freunde sowie die Nachbarn in unserer Wohnanlage, darunter viele ältere Menschen, hatten den ganzen Verlauf selbst miterlebt: Zweimal war ich mit dem Krankenwagen zur Notfallbehandlung ins Krankenhaus gebracht worden und mich danach wieder erholt. Später sagten sie deshalb alle aus tiefstem Herzen: „Falun Dafa ist gut! Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut! Meister Li Hongzhi ist gut!“
Durch diese schwere Prüfung auf Leben und Tod habe ich zutiefst erkannt: Kultivierung ist eine ernsthafte Angelegenheit! Wenn wir einer dämonischen Schwierigkeit begegnen, müssen wir zur Ruhe kommen und das Fa viel lernen, denn aufrichtige Gedanken entstammen dem Fa! Außerdem müssen wir nach innen schauen.
Ich habe diese Erlebnisse aufschreiben lassen, die ich damals als etwas „Schlechtes“ empfand und die mich bis ins Innerste schmerzten. Möge diese bittere Lektion anderen als Warnung dienen, damit sie nicht dieselben Umwege gehen wie ich!