(Minghui.org) Am Morgen des 17. Oktober 2026 erstrahlte der Freiheitsplatz in Taipeh bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius im hellen Sonnenschein. Rund 4.600 Falun-Dafa-Praktizierende aus Taiwan und anderen Ländern formierten sich zu einem imposanten Bild: den beiden chinesischen Schriftzeichen „Da Fa“ (Großes Gesetz) und einer riesigen, leuchtenden Lotusblume. Im strahlenden Sonnenlicht bot die Formation einen besonders eindrucksvollen Anblick.
Rund 4.600 Falun-Dafa-Praktizierende formen am 17. Oktober 2026 auf dem Freiheitsplatz in Taipeh die chinesischen Schriftzeichen „Da Fa“ und eine riesige, blühende Lotusblume (Minghui.org)

Auf dem Platz informieren Schautafeln über Falun Dafa und die Verfolgung (Minghui.org)
Diese groß angelegte Formation fand am Vorabend der taiwanischen Konferenz zum Erfahrungsaustausch statt. Das diesjährige Motto lautete „Dafa verbreitet sich weit und breit, aufrichtige Frucht, jeder Lotus blüht“. Es brachte den unerschütterlichen Glauben der Falun-Dafa-Praktizierenden zum Ausdruck, den sie auch angesichts schwieriger Prüfungen auf ihrem Kultivierungsweg bewahren. Touristen aus aller Welt blieben stehen, um das Geschehen zu verfolgen. Während einige den beeindruckenden Anblick der Tausenden von Menschen in präziser Formation bewunderten, nutzten andere die Gelegenheit, mehr über Falun Dafa und die Verfolgung in China zu erfahren.



Nach der Bildung der Schriftzeichen drücken die Praktizierenden durch Transparente mit der Aufschrift „Falun Dafa ist gut“ und „Vielen Dank, Meister, für Ihre unendliche Gnade“ ihre Dankbarkeit gegenüber Meister Li aus, dem Begründer von Falun Dafa (Minghui.org)
Nach der Schriftzeichen-Formation machen die Praktizierenden die Übungen (Minghui.org)
Professor Xiao Songshan, der Vorsitzende des Falun Dafa Vereins Taiwan, erklärte, dass Falun Dafa seit seiner ersten öffentlichen Unterweisung im Jahr 1992 weltweit verbreitet sei. Die alljährliche große Schriftzeichenformation zeige den festen Glauben der Praktizierenden an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Er hoffe, dass durch diese Veranstaltung noch mehr Menschen Falun Dafa kennenlernen.
Er wies darauf hin, dass die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) 1999 die Verfolgung von Falun Dafa eingeleitet habe, die bis heute andauere. Inzwischen habe das Regime die Verfolgung über die Grenzen Chinas hinaus ausgeweitet und eine Kampagne transnationaler Repression sowie juristischer Angriffe gegen Falun Dafa und Shen Yun Performing Arts gestartet. Die Praktizierenden würden sich jedoch weiterhin friedlich dafür einsetzen, die Menschen über die Hintergründe der Verfolgung aufzuklären.
Xiao Songshan erklärte, dass sich bisher 17 der 22 Landkreise und Städte Taiwans mit entsprechenden Anträgen für die Vorführung des Dokumentarfilms „State Organs“ („Staatsorgane“) und den Schutz der Shen-Yun-Aufführungen ausgesprochen hätten. Zugleich hätten die Verantwortlichen die taiwanische Regierung aufgefordert, die gesetzlichen Maßnahmen gegen transnationale Repression zu verstärken. Xiao hoffe, Falun Dafa durch friedliche Aktionen wie die Bildung der Schriftzeichen und die fortgesetzte Aufklärung über die Verfolgung noch mehr Menschen näherbringen zu können. Darüber hinaus rief er die Öffentlichkeit dazu auf, der Glaubensfreiheit und den grundlegenden Menschenrechten mehr Beachtung zu schenken.
Laut Wu Qingxiang, der für die Gestaltung der Formation verantwortlich war, setzte sich das Motiv aus den Schriftzeichen „Da Fa“, einer riesigen Lotusblume und 38 Lichtstrahlen zusammen. Die Lotusblume symbolisiert Reinheit und Standhaftigkeit, da sie aus dem Schlamm emporwächst, ohne von ihm beschmutzt zu werden. Ebenso bewahren die Falun-Dafa-Praktizierenden auch angesichts schwieriger Prüfungen ihren festen Glauben und bleiben auf ihrem Kultivierungsweg standhaft. Die Worte „Aufrichtige Frucht, jeder Lotus blüht“ stammen aus einem Gedicht von Meister Li Hongzhi, dem Begründer von Falun Dafa, aus der Gedichtsammlung „Hong Yin II“.
Der Freiheitsplatz im Taipeher Stadtbezirk Zhongzheng gehört zum weitläufigen Komplex der Chiang-Kai-shek-Gedenkstätte. Auf dem rund 250.000 Quadratmeter großen Gelände befinden sich neben einem großzügigen Veranstaltungsplatz der Zhongzheng-Park, ein monumentaler Torbogen, eine breite Prachtallee sowie bedeutende Kulturgebäude, darunter das Nationaltheater und die Nationale Konzerthalle. Seinen Namen verdankt der Freiheitsplatz der Inschrift auf dem markanten Torbogen.
Die Gedenkstätte wurde zu Ehren von Chiang Kai-shek (1887–1975) errichtet. Am 7. Dezember 2007 ließ die Regierung unter Präsident Chen Shui-bian im Zuge der sogenannten „Ent-Chiang-isierung“ öffentlicher Räume die Inschrift „Da Zhong Zhi Zheng“ auf dem Torbogen durch „Platz der Freiheit“ ersetzen. Zugleich erhielt die Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle den Namen „Nationale Gedenkstätte für die Demokratie Taiwans“.
Die ursprüngliche Inschrift „Da Zhong Zhi Zheng“ vereint vier Begriffe: „Da“ steht für Größe und Weite, „Zhong“ für Unparteilichkeit und Ausgewogenheit, „Zhi“ für das Höchste oder Vollkommene und „Zheng“ für Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit. Die dahinterstehenden Vorstellungen reichen bis zum „I Ging“, dem Buch der Wandlungen, zurück.
Unabhängig davon, ob der Ort „Da Zhong Zhi Zheng“ oder „Platz der Freiheit“ heißt, bietet er einen hervorragenden Rahmen für Großveranstaltungen. Solche Veranstaltungen zeigen die Haltung von Falun-Dafa-Praktizierenden und verdeutlichen den starken Unterschied in der Haltung zu diesem buddhistischen spirituellen Weg auf beiden Seiten der Straße von Taiwan. Sie bieten außerdem eine Plattform, um sich für die Falun-Dafa-Praktizierenden in China einzusetzen, die von der KPCh verfolgt werden.
Panoramaansicht des Torbogens am Freiheitsplatz (Chiang-Kai-shek-Gedenkplatz) (Gemeinfrei)
Damit sich mehr als 4.000 Menschen zu einer eindrucksvollen Formation zusammenfinden können, bedarf es einer sorgfältigen Vorbereitung. Dazu gehören neben dem Entwurf des Motivs auch die Vermessung des Geländes und die Koordination der Teilnehmer vor Ort. Huang Chunmei, stellvertretende Vorsitzende des Falun-Dafa-Vereins von Taiwan, ist seit Jahren für die Planung der Schriftzeichenformation und die Koordination am Veranstaltungstag verantwortlich. Sie berichtete, dass die Praktizierenden in diesem Jahr ihre Plätze schneller und reibungsloser eingenommen hätten als in den Vorjahren. Für sie sei die jährliche Bildung der Schriftzeichen in Taiwan eine heilige Veranstaltung, die den Menschen die Friedfertigkeit und Standhaftigkeit der Falun-Dafa-Praktizierenden nahebringe.

Zwei Tage vor der Aktion begeben sich die Praktizierenden vor Ort, um alles vorzubereiten (Minghui.org)
Eduardo aus Mexiko, der im Marketing tätig ist, bereiste während seines Urlaubs mehrere asiatische Länder. Einige Tage vor der Veranstaltung war er von Japan nach Taiwan gekommen. Gleich an seinem ersten Tag erhielt er von einem Falun-Dafa-Praktizierenden einen Flyer und erfuhr so von der geplanten Schriftzeichenformation auf dem Freiheitsplatz. Nachdem er einige Sehenswürdigkeiten besichtigt hatte, nutzte er vor seiner Abreise die Gelegenheit, sich die Veranstaltung anzusehen.
Der Anblick versetzte ihn in Staunen: „So etwas habe ich noch nie gesehen! Dass so viele Menschen gemeinsam ein solches Bild formen! Die Farben sind unglaublich. Es ist wirklich atemberaubend!“
Eduardo aus Mexiko, der im Marketing arbeitet, ist überrascht vom Ausmaß der Schriftzeichenformation (Minghui.org)
Betroffen zeigte er sich von der Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh. Zugleich bewunderte er die Praktizierenden dafür, dass sie trotz der Verfolgung unbeirrt an ihrem Glauben festhalten. Er ermutigte sie: „Sie sollten ihren starken Willen bewahren. Ich finde es großartig, was sie hier zeigen. Eine solche Schriftzeichenformation zu bilden, ist nicht einfach und das Ergebnis ist wunderschön.“
Winston aus der Schweiz war nach Taiwan gekommen, um Chinesisch zu lernen. Die Schriftzeichenformation berührte ihn sehr: „So viele Menschen kommen hier zusammen. Sie können frei sein und tun, was sie möchten. Das finde ich großartig. So etwas habe ich in der Schweiz noch nie gesehen.“
Auch die Prinzipien von Falun Dafa – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – sprachen Winston an: „Diese Prinzipien gefallen mir sehr. Ich bin Christ und wurde dazu erzogen, ein guter Mensch zu sein. Wenn man ein guter Mensch ist und anderen hilft, kommt das letztlich auch einem selbst zugute.“
Winston konnte nicht nachvollziehen, warum die KPCh Falun Dafa verfolgt. „Falun Dafa möchte, dass die Menschen zu besseren Menschen werden. Es ist eine sehr friedliche Praxis, die dazu ermutigt, sich um andere zu kümmern. Das sind alles gute Dinge, und trotzdem hat die KPCh Angst davor“, kommentierte er die Situation. Den Praktizierenden möchte er mit auf den Weg geben: „Haltet an euren Überzeugungen fest. Das ist wichtig. Ich hoffe, dass die chinesische Regierung das eines Tages erkennt. Diese Menschen [Falun-Dafa-Praktizierende] sind gute Menschen und eine Bereicherung für die Gesellschaft. Ich hoffe, dass die Regierung ihre Haltung ändert.“
John Michael aus Pennsylvania, USA, unterrichtet Englisch in Taiwan. Er berichtete, dass er die jährliche Schriftzeichenformation bereits mindestens fünfmal miterlebt habe. „Es ist wirklich erstaunlich, dass diese Veranstaltung jedes Jahr stattfindet. Dahinter steht eine wichtige Mission“, fand er.
John Michael, ein Englischlehrer aus den USA, sagt, er sei immer wieder beeindruckt von der Schriftzeichenbildung (Minghui.org)
Xiao aus Changhua begleitet seine Frau, die seit mehr als zehn Jahren Falun Dafa praktiziert, jedes Jahr zur Schriftzeichenformation und hält das beeindruckende Ereignis mit seiner Kamera fest. Es bewege ihn zutiefst zu sehen, wie Tausende von Praktizierenden in der prallen Sonne gemeinsam die Lotusblume und die Schriftzeichen „Da Fa“ formen. Auch seine Frau lebe nach den Prinzipien von Falun Dafa: Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht.
Diese Werte berührten ihn ebenfalls sehr. Er betrachte Falun Dafa als einen aufrichtigen Kultivierungsweg und unterstütze den Glauben seiner Frau uneingeschränkt. Seiner Ansicht nach sei es wichtig, an das Göttliche zu glauben, einen Glauben zu haben und danach zu streben, ein guter Mensch zu sein.
Xiao wies darauf hin, dass Falun-Dafa-Praktizierende im demokratischen und freien Taiwan solche Großveranstaltungen durchführen könnten, während die KPCh auf der anderen Seite der Taiwanstraße diese gutherzigen Menschen weiterhin unterdrücke und verfolge. Er sei überzeugt, dass das Gute letztlich über das Böse siegen werde. Die Zeit werde es zeigen.
Xiao aus Zhanghua dokumentiert jedes Jahr die Schriftzeichen-Formation (Minghui.org)
Auch Herr Lin, ein Polizist in Zivil, zeigte sich von der friedlichen Atmosphäre der Veranstaltung berührt. Er bewunderte, dass sich so viele Praktizierende trotz der sengenden Sonne an der Bildung der Schriftzeichenformation beteiligten. Die gesamte Veranstaltung empfand er als friedlich und angenehm. Sie habe ihm vor Augen geführt, wie aufrichtig und friedfertig Falun Dafa sei. Zur seit 27 Jahren andauernden Verfolgung erklärte er: „Diese Verfolgung dauert schon viel zu lange an. Sie ist völlig ungerechtfertigt!“ Zugleich brachte er seine Bewunderung für den unerschütterlichen Glauben der Praktizierenden zum Ausdruck. Er betonte, wie wichtig es sei, einen Glauben zu haben. Dieser bilde eine moralische Grundlage, helfe den Menschen, sich zu beherrschen, und befähige sie, einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
Chen aus Guishan in Taoyuan ist Maschinenbauingenieur und war zum Freiheitsplatz gekommen, um an einem Seminar teilzunehmen. Als er die Schriftzeichenformation sah, wurde er neugierig. Noch nie zuvor hatte er so viele Falun-Dafa-Praktizierende bei einer solchen Veranstaltung erlebt. Er berichtete, dass es in seiner Wohngegend zwar einen Übungsplatz der Praktizierenden gebe, er bislang jedoch keine Gelegenheit gehabt habe, sich näher mit der spirituellen Praxis zu beschäftigen. Der Anblick der Tausenden von Praktizierenden, die auf friedliche Weise ihren Glauben und die Schönheit der Kultivierung zum Ausdruck brachten, habe ihn tief beeindruckt. Besonders angesichts der Verfolgung durch die KPCh habe ihm diese Veranstaltung geholfen, Falun Dafa besser zu verstehen.