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65-Jähriger aus Hunan monatelang inhaftiert

20. Oktober 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Hunan, China

(Minghui.org) Ein 65-jähriger Mann aus dem Kreis Guiyang in der Provinz Hunan wurde um den 30. Juni 2026 festgenommen, nur weil er Falun Dafa praktiziert. Wang Xiaoping befindet sich derzeit in der Haftanstalt des Kreises Guiyang und sieht sich einem Gerichtsverfahren gegenüber.

Obwohl die Einzelheiten seiner jüngsten Festnahme noch unklar sind, gibt dieser Artikel einen Überblick über die Verfolgung, der Wang bislang ausgesetzt war.

Von schwerer Krankheit zu bester Gesundheit

Wang wurde im Oktober 1961 geboren und war früher Leiter der Kriminalabteilung des Amtes für öffentliche Sicherheit der Blei-Zink-Silber-Mine Baoshan. Bevor er begann, Falun Dafa zu praktizieren, litt er an einer schweren Hepatitis B, die blutende Magengeschwüre und Nierenfunktionsstörungen zur Folge hatte. Er war körperlich stark geschwächt. Trotz längerer Krankenhausaufenthalte besserte sich sein Gesundheitszustand nicht. Ein Arzt sagte zu ihm: „Dieser Zustand ist äußerst schwer zu behandeln. Vielleicht wird er nie vollständig geheilt werden können.“

Da ihm die schulmedizinische Behandlung nicht helfen konnte, wandte er sich den damals beliebten Qigong-Praktiken zu. 1994 besuchte er eine Vortragsreihe über Falun Dafa und entschied sich, bei dieser Praxis zu bleiben. Sein Gesundheitszustand verbesserte sich rasch. Er richtete sein Leben nach den Prinzipien von Falun Dafa – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – aus und achtete bei der Bearbeitung von Fällen stets auf Unparteilichkeit. Bei seinen Vorgesetzten und Kollegen genoss er hohes Ansehen und wurde deshalb zum Leiter der Kriminalabteilung ernannt.

Druck zur „Umerziehung“ und berufliche Herabstufung zu Beginn der Verfolgung

Nach Beginn der Verfolgung im Juli 1999 suchten Verantwortliche des Amtes für öffentliche Sicherheit Wang zu einem „Gespräch“ auf, um ihn zur Aufgabe seines Glaubens zu zwingen. Wang hielt jedoch daran fest, dass es nicht falsch sei, Falun Dafa zu praktizieren und ein guter Mensch zu sein. Er weigerte sich, sich einer „Umerziehung“ zu unterziehen.

Im Jahr 2000 wurde Wang beruflich herabgestuft und in die Logistikabteilung versetzt. Nach einer weiteren Umstrukturierung im Jahr 2007 musste er Mahlzeiten in die unterirdische Kantine liefern. 2010 wurde er in den unter Tage gelegenen Bergbaubereich versetzt, wo er als Fahrer eines Transportfahrzeugs eingesetzt wurde.

In den vergangenen 27 Jahren war Wang ständiger Überwachung und Schikanen durch das Büro 610 ausgesetzt, insbesondere an wichtigen Feiertagen und politisch sensiblen Tagen. Auch seine Familie und sein Kind standen unter enormem Druck.

Gewaltsamer Übergriff und erste Inhaftierung

Mitte 2001 suchten Hu Yunguo, der Leiter des Büros 610 im Kreis Guiyang, und Li Jiushe, der politische Ausbilder dieses Büros, Wang zu einem „Gespräch“ auf. Als Wang die Propaganda kritisierte, mit der Falun Dafa verleumdet wurde, geriet Hu in Wut und drohte ihm: „Ich vertrete Jiang Zemin (den damaligen Führer der KPCh). Wegen deiner eben gemachten Äußerung werde ich dich noch heute einsperren lassen.“

Später drangen Li und weitere Personen in Wangs Haus ein und brachten ihn zur Befragung in das Amt für öffentliche Sicherheit des Kreises. Wang versuchte zu fliehen, jedoch ohne Erfolg. Hu und Li legten ihm Handschellen an und schlugen ihm Dutzende Male gegen die Schläfen.

Als sie ihn anschließend zur Haftanstalt brachten, schlug Li Wangs Kopf gegen den Türrahmen des Autos. Dabei erlitt Wang eine mehr als 2,5 Zentimeter lange, stark blutende Platzwunde am Kopf. Die Haftanstalt verweigerte seine Aufnahme, weil Komplikationen infolge der Verletzung befürchtet wurden. Erst daraufhin brachten Hu und Li ihn ins Kreiskrankenhaus, wo die Wunde genäht wurde. Anschließend lieferten sie ihn erneut in die Haftanstalt ein.

Dort musste Wang Küchenabfälle essen, die normalerweise an Schweine verfüttert wurden. Außerdem war er an den meisten Tagen gezwungen, mehr als zehn Stunden lang dekorative Lichter zusammenzubauen. An seinen Fingern bildeten sich Blutblasen und unter den Fingernägeln Blutergüsse. Das Eindrehen der Lampensockel verursachte ihm starke Schmerzen. Erfüllte er jedoch sein Arbeitspensum nicht, drohte ihm der Häftling, der für die anderen Gefangenen zuständig war, mit Gewalt.

Als Wang nach 39 Tagen freigelassen wurde, erpressten die Behörden von ihm 3.000 Yuan (etwa 390 Euro) als Kaution. Das Geld erhielt er nie zurück.

Wiederholte Festnahmen und Inhaftierung in einer Gehirnwäsche-Einrichtung

Gegen Ende des Jahres 2001 drangen Li Zhiqiang, der Leiter der örtlichen Dienststelle für öffentliche Sicherheit, und der politische Ausbilder Li Chunan in Wangs Büro ein und brachten ihn in eine Gehirnwäsche-Einrichtung in der Stadt Chenzhou. Dort hielten sie ihn mehr als einen Monat lang fest. Sein Gehalt für diesen Monat wurde einbehalten.

Während der Gehirnwäscheverfahren musste Wang Videos ansehen, in denen Falun Dafa verleumdet wurde. Zudem wurde er von den Wärtern gefoltert und bedroht.

Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008 in Peking erschienen Hu und weitere Mitarbeiter des Büros 610 des Kreises erneut an Wangs Arbeitsplatz. Sie nahmen ihn fest und brachten ihn in die Gehirnwäsche-Einrichtung im Bezirk Beihu. Dort fixierten ihn fünf Wärter auf einem Bett und schlugen auf ihn ein, sodass er am ganzen Körper blaue Flecken davontrug.

In den folgenden Jahren musste Wang jedes Mal, wenn in Chenzhou ein Gehirnwäscheverfahren stattfand, daran teilnehmen. So wurde er beispielsweise im Juni und Oktober 2011 zu zwei solchen Sitzungen gezwungen.

Am 24. Oktober 2012 wurde Wang erneut an seinem Arbeitsplatz festgenommen. Diesmal waren Hu, der Leiter des Büros 610 des Kreises Guiyang, sowie Beamte der Abteilung für Staatssicherheit des Kreises Guiyang und der Polizeidienststelle Baoshan daran beteiligt. Sie brachten ihn in die Gehirnwäsche-Einrichtung Laodaohe in Changsha, der Hauptstadt der Provinz Hunan, wo er mehr als einen Monat lang festgehalten wurde.

Während dieser Zeit wurde Wang verhört und gedemütigt. Die Wärter schlugen ihm ins Gesicht, versetzten ihm mit einem zusammengerollten Buch Schläge gegen den Kopf und zwangen ihn, DVDs anzusehen, in denen Falun Dafa verleumdet wurde.

Die „Umerziehungsexperten“ aus Hainan und Hubei erhielten für diese Gehirnwäscheverfahren hohe Prämien und stattliche Gehälter. Sie setzten raffinierte Methoden ein, um auf die Praktizierenden einzuwirken.