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Über 80-Jähriger wegen Praktizierens von Falun Gong zu 16 Monaten Haft verurteilt (Provinz Heilongjiang)

24. Oktober 2026 |   Von einem Falun-Gong-Praktizierenden in der Provinz Heilongjiang, China

(Minghui.org) Wie Minghui.org kürzlich erfuhr, wurde ein Mann im Alter von über 80 Jahren am 2. Juli 2026 wegen des Praktizierens von Falun Gong zu einer 16-monatigen Haftstrafe sowie einer Geldstrafe von 3.000 Yuan (etwa 390 Euro) verurteilt.

Xu Haifeng aus dem Kreis Jixian, Provinz Heilongjiang, wurde am 5. Dezember 2025 festgenommen, nachdem er gemeldet worden war, weil er Informationsmaterialien über Falun Gong verteilt hatte. Beamte der Polizeistation Qianjin durchsuchten seine Wohnung und beschlagnahmten seine Falun-Gong-Bücher sowie Fotos des Begründers von Falun Gong. Seitdem befindet er sich in der Haftanstalt des Kreises Jixian in Gewahrsam.

Am 20. Mai 2026 fand vor dem Gericht des Kreises Baoqing eine Anhörung zu Xus Fall in der Haftanstalt statt. Sein Anwalt plädierte auf nicht schuldig und kritisierte das Vorgehen der Polizei: Diese hatte Xus Wohnung ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluss durchsucht. Zudem wurde er gezwungen, das Verzeichnis der beschlagnahmten Gegenstände zu unterzeichnen, ohne die Möglichkeit zu haben, den Inhalt zu überprüfen. Xu betonte zudem, dass er durch das Praktizieren von Falun Gong oder die Verbreitung von Informationen darüber gegen kein Gesetz verstoßen habe.

Am 2. Juli wurde Xu verurteilt, woraufhin er Berufung einlegte. Das Mittlere Volksgericht der Stadt Shuangyashan führte am 18. August eine Anhörung durch und bestätigte am 11. September das ursprüngliche Urteil. Am 17. September wurde Xu in das Gefängnis von Shuangyashan eingeliefert.

Nach Xus Verhaftung wurden seine Rente sowie sein Sozialzuschuss für einkommensschwache Personen gestrichen. Seine Frau, die bereits Ende 70 ist, musste auf einem Gemüsehof arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Ihr Arbeitstag begann gegen 1 Uhr morgens; sie erhielt einen Stundenlohn von 12 Yuan (etwa 1,60 Euro). Um Lebenshaltungskosten zu sparen, verzichtet sie trotz des kalten Wetters darauf zu heizen. Zudem kommt sie für die medizinischen Kosten ihres jüngeren Bruders auf, der sich von einem Schlaganfall erholt.

Xu litt früher an einer schweren Herzerkrankung und Tuberkulose. Als sein Sohn in jungen Jahren verstarb, war er einem psychischen Zusammenbruch nahe. Ein Freund riet ihm, Falun Gong zu praktizieren. Kurz nachdem er damit begonnen hatte, erlangte er seine Gesundheit zurück. Er wollte Falun Gong auch anderen Menschen näherbringen und verteilte entsprechende Informationsmaterialien – doch dafür wurde er verhaftet und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.