(Minghui.org) Ich helfe oft an einem Informationsstand am Eingang einer bekannten kulturellen Sehenswürdigkeit in Taiwan aus. Dort herrscht ein ständiger Strom von Passanten. Der Stand wurde ursprünglich vor allem für chinesische Touristen eingerichtet, damit diese die wahren Umstände über Falun Dafa sehen und hören können.
Da sich die politische Lage zwischen Taiwan und China ständig verändert, ist die Zahl der chinesischen Touristen deutlich zurückgegangen. Wir passten unsere Strategie an und weiteten unsere Maßnahmen auf Einheimische und internationale Touristen aus.
Im Folgenden möchte ich vor allem Begegnungen mit hochbetagten Senioren dokumentieren, die aufgrund ihres hohen Alters eine größere Dringlichkeit und ein stärkeres Verlangen verspüren, das Fa zu erhalten.
An einem heißen Nachmittag setzte sich ein älterer Lebensmittellieferant, der gebräunt und kräftig aussah, neben uns auf eine Bank, um sich abzukühlen und eine Pause zu machen. Er sah mehrere Falun-Dafa-Praktizierende, die die Übungen vorführten, und fragte: „Ist das Falun Gong? Welche gesundheitlichen Vorteile hat das Praktizieren?“
Nachdem ich ihm einige grundlegende Fakten über Falun Dafa erklärt hatte, erhob er die Stimme und sagte: „Ich wusste es doch. Diese Übungen machen einen gesund! Warum unterdrückt die Kommunistische Partei Chinas [KPCh] die Falun-Gong-Praktizierenden ständig, als wären sie Feinde? Das liegt daran, dass Falun Dafa eine buddhistische Lehre ist, es ist ein Glaube. Die KPCh ist atheistisch, glaubt also nicht an Gott und will auch nicht, dass andere an Gott glauben. Ich bin Christ und weiß, dass die KP in China auch Christen verfolgt. Im Gegensatz zu den meisten Menschen höre ich zu und denke selbst darüber nach, anstatt blindlings dem zu folgen, was andere sagen.“
Ich zeigte ihm den Daumen nach oben, woraufhin er fragte: „Sie sagten, Falun Gong werde mittlerweile in über hundert Ländern praktiziert. Das muss ja etwas sehr Gutes sein. Wie fängt man denn damit an? Ich würde wirklich gerne mehr darüber erfahren und mich näher damit beschäftigen.“
Ich spürte, dass er auf der Suche war und den starken Wunsch hatte, das Fa zu erhalten, und so sprach ich mit ihm über Kultivierung. Daraufhin meinte er: „Ich habe tatsächlich schon mehr als ein Dutzend Kirchen besucht. Mit 40, also vor 34 Jahren, fand ich schließlich meine jetzige Kirche. Ich stimme mit ihren Lehren überein.“ Ich ergänzte: „Sie suchten nach dem Weg!“ – „Natürlich muss ich danach suchen. Haben Sie ein Zhuan Falun? Ich möchte es sofort lesen! Ich kaufe Ihnen ein Exemplar ab.“
Ich gab ihm ein Exemplar und wies ihn auf einige Dinge hin, auf die er beim Lesen beachten sollte. Er verstand sofort: „Ich soll es so angehen, als wäre Gott anwesend, während ich lese. Gott ist immer an meiner Seite. Das verstehe ich, und ich werde es in die Praxis umsetzen.“
Er schlug das Buch sofort auf und begann zu lesen. Etwa eine halbe Stunde später erhielt er einen Anruf wegen eines Vorstellungsgesprächs für eine Stelle als Pflegekraft in der Langzeitpflege und musste gehen. Er sagte zu mir: „Wissen Sie, warum ich mich auf diese Stelle bewerbe? Ich möchte das Evangelium weitergeben. Bei der Pflege älterer Menschen verbringt man viele Stunden mit ihnen, sodass ich ihnen während der Arbeit solche guten Nachrichten mitteilen kann.“
Ich erinnerte ihn daran, das Buch bald fertigzulesen und er versicherte mir: „Keine Sorge, das werde ich auf jeden Fall!“ Er befestigte das Buch sorgfältig ganz oben auf dem Versandkarton und deckte es mit Plastikfolie ab, um es vor Witterungseinflüssen zu schützen.
Er lächelte, winkte zum Abschied und sagte: „Seien Sie aufrichtig und respektvoll im Beisein der göttlichen Worte – so, als würde Gott zusehen. Das kann ich sogar als Anfänger auf dem Weg der Kultivierung. Bis zum nächsten Mal.“
An einem regnerischen Nachmittag kam ein älterer Herr vorbei. Er schien sich verlaufen zu haben. Plötzlich sagte er: „Aua, mein Fuß! Das tut wirklich weh.“ Ich half ihm schnell, das Gleichgewicht wiederzufinden, und fragte ihn, ob er bereit sei, gemeinsam mit mir zwei glückverheißende Sätze zu sprechen: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Er willigte ein und bestand sogar darauf, dass ich ihm beibringe, wie man die Sätze auf Chinesisch ausspricht. Er wiederholte die chinesischen Worte langsam nacheinander, und seine Fußschmerzen ließen bald nach.
Er stamme aus Dublin, Irland, erzählte er. In Dublin sei er schon mehrmals auf große Kundgebungen gestoßen, bei denen gegen die Verfolgung protestiert wurde, daher wisse er von der Verfolgung von Falun Gong in China. Er unterstütze Falun Dafa, wisse aber nicht viel darüber, berichtete er.
Und weiter erzählte er: Nach der Pandemie habe er mindestens die Hälfte jedes Jahres in Taiwan verbracht, vor allem, um traditionelle chinesische Medizin zu studieren. Er leide unter langanhaltender Schlaflosigkeit, und seine Beine zitterten unkontrolliert. Er habe es mit Fitnessstudio, Tai-Chi und Yoga versucht, aber nichts habe ihm geholfen. Nachdem er östliche und auch westliche Ärzte erfolglos aufgesucht hatte, beschloss er, sich selbst in traditioneller chinesischer Medizin weiterzubilden. Seine Chinesisch-Kenntnisse reichten aus, um die Pharmakologie zu verstehen, einschließlich Heilkräutern und Rezepturen.
Ich lächelte und sagte: „Heute haben Sie das echte Elixier gefunden, das besser ist als jedes andere Heilmittel! Es wirkt wahrhaft Wunder, aber nur, wenn Sie ein Dafa-Kultivierender werden.“
Seine Augen funkelten vor Begeisterung, und er wurde ganz wie ein Kind: „Das werde ich! Sagen Sie mir, wie kann ich ein Praktizierender werden? Wissen Sie, dass ich nur zwei oder drei Stunden in der Nacht schlafen kann? Ich bin tagsüber immer schläfrig und habe keine Energie. Ich leide schon seit vielen Jahren darunter.“
Ich zeigte ihm die Falun-Dafa-Website und führte ihn zu den Dafa-Büchern und den Videos mit den Übungsanleitungen, wobei ich ihm alles ausführlich erklärte. Da er in einer abgelegenen Gegend wohnte, schlug ich ihm vor, zunächst auf eigene Faust online zu lernen. Es wäre besser, wenn er an Feiertagen an den gemeinsamen Gruppenübungen teilnehmen könnte.
Er sagte, er empfinde Dafas Prinzipien – Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht – als sehr wichtig und fragte nach der Bedeutung der einzelnen Begriffe auf Chinesisch und Englisch.
Leider sind meine Englischkenntnisse begrenzt, aber ich ermutigte ihn, das Zhuan Falun so bald wie möglich zu Ende zu lesen. Er antwortete: „Das werde ich auf jeden Fall tun. Ich kann es kaum erwarten, es zu lesen. Ich möchte es auch meinem Chinesisch-Lehrer empfehlen!“
Eines Abends, als ein leichter Nieselregen fiel, kam eine ältere Frau vorbei und fragte: „Könnte ich bitte eine Ausgabe dieser Zeitung haben? Seit meiner Ankunft in Taiwan hatte ich noch keine Gelegenheit, eine Ihrer Lokalzeitungen zu lesen.“
Wir luden sie und ihren Mann ein, unter dem großen Schirm an unserem Stand Schutz zu suchen. Sie erzählten uns, dass sie mehrere Jahrzehnte in den USA gelebt hätten. Nachdem sie einige Tage zuvor nach China zurückgekehrt waren, um Verwandte zu besuchen, waren sie nach Taiwan gekommen, um sich die Sehenswürdigkeiten anzusehen.
Die Frau erzählte: „Taiwan ist mittlerweile so berühmt. Wir sind zum ersten Mal hier, aber wir wollen diese Wolkenkratzer und innovativen Bauprojekte gar nicht sehen. Davon haben wir in Festlandchina schon so viele gesehen. Dort ist kein traditioneller Charme mehr geblieben.“
Davon ausgehend sagte ich: „Taiwan hat die traditionelle chinesische Kultur bewahrt und weitergeführt, daher sind wir als Gesellschaft höflicher und achten mehr auf angemessene Umgangsformen als Festlandchinesen. Das Chaos in der chinesischen Gesellschaft rührt von der Verfolgung der Falun-Dafa-Praktizierenden her, die sich nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güt und Nachsicht kultivieren. Die vorherrschende Parteikultur, die Lügen, Böses und Zwietracht fördert, hat zu einem allgemeinen Verfall der Moral geführt und das gesamte chinesische Volk in Leid gestürzt.“
Ich erzählte ihnen, dass Falun Dafa einst in ganz China weit verbreitet war. Damals fühlten sich die Menschen zum Guten hingezogen, ihre Moral verbesserte sich, und sie profitierten körperlich und geistig davon. Mehr als 100 Millionen Menschen schlugen den Weg ein, um zu ihrem wahren Selbst zurückzukehren.
Die Frau sagte sofort: „Oh je, davon wussten wir ja gar nichts. Ich komme zwar aus China, aber zu dieser Zeit waren wir bereits in den USA. Damals ging es uns nur darum, zu überleben und ein Leben in Freiheit zu führen, wie wir es in China nie hatten. Wir habe so vieles verpasst. Haben Sie ein Exemplar des Zhuan Falun? Ich würde es wirklich gerne lesen.“
Der Mann fügte hinzu: „Falun Gong ist so wunderbar. Ich hoffe, meine Frau fängt sofort an, es zu lesen und zu praktizieren. Seit sie in Rente gegangen ist, sind schon ein paar Jahre vergangen, und sie beklagt sich ständig darüber, dass sie mit den aktuellen Trends in der amerikanischen Gesellschaft nicht mehr mithalten kann. Aber wenn sie nach China zurückkehrt, fühlt sie sich auch fehl am Platz. Ich kann es schon bald nicht mehr hören! Ich hätte nie gedacht, dass sie sich so darüber freuen würde, von Falun Gong zu erfahren. Es ist, als habe sie einen Schatz gefunden. Ich glaube, sie ist extra hierhergekommen, um Falun Gong zu finden. Bitte erzählen Sie ihr mehr darüber.“
Wir unterhielten uns mehr als drei Stunden lang. Sie hatten völlig vergessen, dass sie müde und hungrig waren.
Ich glaube, das ist diese unbeschreibliche Begeisterung und Hochstimmung, die Menschen empfinden, wenn sie zum ersten Mal von Dafa hören. In dem Moment, in dem sie eine Verbindung zu Dafa herstellen, scheint alles andere im Vergleich dazu zu verblassen.
Ich bin Meister Li zutiefst dankbar dafür, dass er es mir ermöglicht hat, an Sehenswürdigkeiten das Fa zu verbreiten. Jedes Mal, wenn ich die tief empfundene Sehnsucht der Menschen nach dem Fa und die Begeisterung in ihren Gesichtern sehe, während sie darauf warten, mehr über Dafa zu erfahren, werde ich daran erinnert, diese einmalige Gelegenheit zu schätzen und niemals nachzulassen.