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[Fa-Konferenz in der deutschsprachigen Schweiz 2026] Mein Weg zum chinesischen „Zhuan Falun“

26. Oktober 2026 |   Von einem Dafa-Praktizierenden aus Europa

(Minghui.org)

Geschätzter Meister,Seid alle gegrüßt, liebe Mitpraktizierende!

Heute möchte ich mit euch meine Erfahrungen teilen, wie ich es geschafft habe, das Zhuan Falun auf Chinesisch lesen zu können. Vielleicht ist mein Bericht eine Ermutigung für die Mitpraktizierenden, die auch den Wunsch haben, das Zhuan Falun in der Originalsprache lesen zu können.

Das Fa erhalten

Bevor ich das Fa erhielt, hatte ich schon lange nach einem Weg gesucht, an mir selbst zu arbeiten und mich weiterzuentwickeln. Ich las viele Bücher zu diesem Thema und probierte auch verschiedene Qigong-Methoden aus. Doch bei keiner blieb ich lange, sondern suchte immer weiter nach etwas, das mich wirklich erfüllte.

Im Jahr 2006 kam ich in Luzern an einem Informationsstand vorbei, der über Falun Dafa und die in China stattfindende Verfolgung aufklärte. Zuerst ging ich zügig daran vorbei.

Ich dachte: „Die wollen bestimmt wieder Geld sammeln. Ich unterstütze bereits eine Hilfsorganisation und möchte nicht noch mehr Geld ausgeben.“ Als ich ein zweites Mal an dem Stand vorbeikam, fiel mein Blick auf ein Bild, das eine Mutter mit ihrer Tochter im Gefängnis zeigte. Das berührte mich so sehr, dass ich stehen blieb und mehr darüber erfahren wollte.

Eine Praktizierende erzählte mir von der Verfolgung in China und erklärte mir die Übungen von Falun Dafa. Außerdem erläuterte sie, wie man die Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“ im Alltag umsetzen kann. Am Ende unseres Gesprächs gab sie mir die Zeitung „Blickpunkt Falun Gong“ mit. Noch heute erinnere ich mich daran, was die beiden Worte „Falun Gong“ in mir auslösten. Ich spürte irgendwie eine starke Verbindung. Später wurde mir bewusst, dass in diesem Moment meine Schicksalsverbindung mit dem Meister und Dafa geknüpft worden war.

Anfängliche Prüfungen beim Erhalten des Fa

Ich erinnere mich noch an zwei Begebenheiten, die meinen Entschluss zu praktizieren testen wollten bzw. mich von der Kultivierung abhalten wollten.

2006 lebte ich noch bei meinem Vater und seiner Lebensgefährtin. Als ich an jenem Tag mit der Zeitung „Blickpunkt Falun Gong“ nach Hause kam, berichtete ich ihnen von der schlimmen Verfolgung in China und diesem Kultivierungsweg, der mit mir sehr stark resonierte.

Die Lebensgefährtin meines Vaters, die sich in ihrem Leben auch schon mit vielen verschiedenen Wegen befasst hatte, meinte, dass Falun Dafa ein sehr hohes Qi Gong sei. Ich müsse zuerst normale Qi Gong praktizieren, bevor ich mit Falun Dafa beginnen könne. Ich hatte aber den starken Wunsch, Falun Dafa sofort zu praktizieren und hörte zum Glück nicht auf ihre Worte. Was hätte ich doch für eine enorme Schicksalsverbindung mit Dafa verpasst!

Als ich eine Zeitlang Falun Dafa praktiziert und die Schriften des Meisters gelesen hatte, fühlte ich mich einfach wunderbar. Ich badete im barmherzigen Licht von Dafa und konnte glücklicher nicht sein! Eines Tages war ich mit meinem Auto auf dem Heimweg von der Arbeit. Auf einem Teil meines Arbeitsweges verlief entlang der Straße parallel zu den Bahngleisen. Während der Fahrt stellte ich etwas an meinem Radio ein und achtete für einen kurzen Moment nicht auf den Verkehr. Plötzlich hörte ich ein wummerndes Geräusch beim Fahren und merkte, wie das Auto heftig erschüttert wurde. Als ich aufschaute sah ich, dass ich mit meinem Auto von der Straße abgekommen, über ein kleines Mäuerchen gefahren war und nun auf dem Gleisschotter fuhr. In diesem Moment war ich aber ganz ruhig und lenkte einfach wieder auf die Straße zurück – nichts war passiert und das Auto blieb unbeschädigt.

Es war wirklich so, wie es der Meister im Zhuan Falun schreibt:

„Schulden müssen beglichen werden; deshalb könnte es auf dem Weg der Kultivierung einige gefährliche Situationen geben. Doch wenn solche Situationen auftreten, wirst du keine Angst haben. Es wird auch dafür gesorgt, dass du nicht wirklich in Gefahr gerätst.“ (Zhuan Falun, 2019, S.168)

Die wahren Umstände in Hongkong erklären

Eine Praktizierende, die regelmäßig nach Hongkong flog, um dort die örtlichen Praktizierenden bei der Erklärung der wahren Umstände zu unterstützen, fragte mich eines Tages, ob ich nicht auch einmal mitkommen möchte. Ich sagte kurzerhand zu, weil ich es für eine wertvolle Gelegenheit hielt, als westlicher Praktizierender direkt in Kontakt mit den Chinesen aus Festlandchina zu kommen.

In Hongkong erklärten wir jeden Abend die wahren Begebenheiten auf dem „Victoria Peak“ – ein Aussichtspunkt oberhalb von Hongkong, der jeden Tag von vielen Touristen, besonders aus Festlandchina besucht wurde. Die lokalen Praktizierenden gaben sich wirklich sehr viel Mühe, um die Tatsachen zu erklären. Jeden Tag luden sie das ganze Material, das aus Fernsehern mit Batterien, Bannern und verschiedenen Schautafeln bestand, in ein Taxi ein, fuhren auf den Peak und bauten dort oben an dieser bekannten Sehenswürdigkeit alles auf.

Die ersten Tage waren ziemlich hart für mich. Ich war noch ein relativ neuer Praktizierender. Als ich oben auf dem Peak war und beim Aufbau der Informationsmaterialien half, kamen auch schon die ersten Busse, aus denen jeweils ein Schwall von chinesischen Touristen ausstieg. Ich fühlte mich manchmal wie betäubt und musste mich mitunter aktiv zu aufrichtigen Gedanken ermahnen.

Nach einigen Tagen ging es dann dank regelmäßigem Fa-Lernen und Aussenden der aufrichtigen Gedanken immer besser. Ich lief mit einer Schautafel zwischen den Bussen und den Touristen hin und her. Manchmal konnte ich spüren, wie ich zu einem bestimmten Ort geführt wurde, wo sich die Touristen in den Bussen oder außerhalb hinter den Scheiben des Fahrzeugs die Schautafel dann interessiert anschauten. Ich arbeitete jeweils mit einer örtlichen Praktizierenden zusammen, die sich dann zu den Touristen, welche die Tafel lasen, stellte und ihnen die wahren Umstände erklärte.

Als wir nach ein paar Stunden die Informationstafeln wieder abbauten und nach Hause fuhren, fühlte ich mich zwar etwas müde, war aber erfüllt von einem wunderbaren Gefühl und fühlte mich sehr leicht.

Das Zhuan Falun mit chinesisch-sprachigen Praktizierenden lesen

Die lokalen Praktizierenden in Hongkong hatten eine Wohnung gemietet, in der Praktizierende wohnen konnten, die zur Unterstützung aus anderen Ländern kamen. Jeden Tag kamen einige Hongkonger Praktizierende zum gemeinsamen Fa-Lernen in die Wohnung. Während sie das Zhuan Falun auf Chinesisch lasen, bemühte ich mich, das Zhuan Falun in der deutschen Version still mitzulesen. Ich orientierte mich dabei an den Pausen zwischen den Absätzen, um auch an der gleichen Stelle wie die Hongkonger Praktizierenden zu lesen. Mit der Zeit hörte ich oft wiederkehrende chinesische Wörter heraus und konnte eine Verbindung zum deutschen Wort herstellen. Es war allerdings immer noch ein winziger Bruchteil von all den Wörtern, die ich nicht verstand.

Ohne Verlust, kein Gewinn

Als ich wieder in der Schweiz war, reifte der Wunsch, das Zhuan Falun auf Chinesisch lesen zu können, immer weiter in mir heran. Ich hatte in einigen Erfahrungsberichten gelesen, dass – vor allem ältere Praktizierende aus Festlandchina, die Analphabeten waren, das Zhuan Falun auf wundersame Weise lesen konnten. Ich wollte dann einmal ausprobieren, ob mir auch so ein Wunder vergönnt sei und so bestellte ich mir die chinesische Version des Zhuan Falun.

Als ich es dann öffnete und lesen wollte, verstand ich überraschenderweise – gar nichts. Das war wohl nicht mein Weg und ich musste doch etwas Fleißarbeit hineinstecken. Zu dieser Zeit wohnte ein Praktizierender aus Deutschland in meiner Nähe, der in einem Krankenhaus in meiner Nachbarstadt als Assistenzarzt arbeitete. Wir trafen uns regelmäßig für die Übungen und zum gemeinsamen Fa-Lernen. Es stellte sich heraus, dass er das Zhuan Falun auf Chinesisch lesen konnte! Ich wollte natürlich ganz genau erfahren, wie er das geschafft hatte. Er zeigt mir dann eine App namens „Pleco“. Mit dieser App kann man chinesische Texte lesen, indem man auf die einzelnen Schriftzeichen tippt. Es erscheinen dann die Aussprache in Pinyin, eine Übersetzung sowie auch eine Stimme, die das Wort korrekt ausspricht.

Ich lud also die chinesische Version des Zhuan Falun auf Pleco und begann, Schriftzeichen für Schriftzeichen zu lesen. Der Anfang war natürlich schwierig, weil ich so viele unbekannte Schriftzeichen vor mir hatte. Aber ich ermutigte mich mit dem Gedanken, dass es vor mir auch andere geschafft hatten – so konnte ich es auch schaffen.

Ich konnte wirklich spüren, dass mir der Meister beim Lernen half, solange ich mit reinem Herzen und ohne zu trachten lernte. Mein anfänglicher Gedanke, das Zhuan Falun auf wundersame Weise sofort auf Chinesisch lesen zu können, war nicht aufrichtig gewesen. Dahinter verbarg sich ein trachtendes Herz und Geltungssucht.

So las ich also das chinesische Zhuan Falun Schriftzeichen für Schriftzeichen. Dabei schaute ich mit Pleco die Bedeutung nach und hörte mir die Aussprache an. Auch wenn ich anfangs nur sehr langsam vorwärtskam, dachte ich mir: „Die Geschwindigkeit ist nicht so wichtig. Ich bin ja schließlich auch auf diese Weise dabei, das Fa zu lernen.“ Um die bereits gelernten Schriftzeichen nicht zu vergessen, speicherte ich diese bei Pleco als Karteikarten ab. So konnte ich sie bei Gelegenheit – sei es beim Zug fahren, beim Essen oder einfach zwischendurch – lernen und rezitieren. Sobald ich die Aussprache und die Bedeutung eines Schriftzeichens in mein Langzeitgedächtnis übertragen hatte, löschte ich dieses aus den Karteikarten, um Platz für neue Schriftzeichen zu machen. Außerdem lernte ich mit verschiedenen Sprachlern-Apps die Grundstrukturen der Grammatik, was mir sehr dabei half, mein Hörverständnis und mein Sprachverständnis zu verbessern.

In Taiwan Chinesisch lernen und das Fa bestätigen

Um Chinesisch systematisch lernen zu können, schrieb ich mich an der Universität Zürich für einen Chinesischkurs ein. Nach einem Jahr wurde uns dann empfohlen, einen Sprachaufenthalt in China oder Taiwan zu machen. So entschied ich mich, für ein Jahr nach Taiwan zu gehen. Eine chinesische Praktizierende in der Schweiz half mir, eine Wohnung in Taiwan zu organisieren und gab mir die Kontakte zu örtlichen Praktizierenden.

Als ich dann schließlich in Taipei war, zeigte mir eine einheimische Praktizierende die verschiedenen Orte, wo sie den Festlandchinesen die wahren Umstände über die Verfolgung erklären. Ich war sehr beeindruckt von der großen Anzahl der Praktizierenden, die sich täglich aktiv gegen die Verfolgung einsetzten und wie gut alles organisiert war. Die Praktizierende brachte mich auch zum „Taipei 101“, ein über 500 m hoher Wolkenkratzer, der jeden Tag von vielen Festlandchinesen besucht wurde. Die lokalen Praktizierenden zeigten dort jeden Tag die Übungen, verteilten Flyer und stellten verschiedene Informationsmaterialien über die Verfolgung und die wahren Begebenheiten über Falun Gong auf.

Leider gab es dort auch eine Gruppe, die lautstark die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) propagierte, schreckliche Musik abspielte und die Blutfahne schwenkte. Ich war sehr beindruckt von den Praktizierenden, die dort trotz der Störung unbeirrt die Übungen zeigten, Flyer verteilten und mit den Touristen über die Verfolgung sprachen. Inspiriert von den aufrichtigen Gedanken und dem aufrichtigen Handeln der Praktizierenden, beschloss ich, ebenfalls beim „Taipei 101“ die Tatsachen zu erklären.

So besuchte ich am Vormittag einen Chinesischkurs, aß zu Mittag, machte die Hausaufgaben und fuhr dann mit dem Fahrrad zum „Taipei 101“, um dort Flyer zu verteilen und Schautafeln mit Informationen über die Verfolgung zu zeigen. Die Schergen der bösartigen Kommunistischen Partei Chinas, die sich dort ebenfalls aufhielten, waren sehr verärgert, dass ein Westler mithalf, die Verbrechen ihrer Partei aufzudecken. Sie kamen immer wieder zu mir und beschimpften mich lautstark. Zum Glück verstand ich nur einen Bruchteil ihrer Beschimpfungen. Sie holten sogar die Polizei, mit der Begründung, dass ich als Ausländer keine „Politik“ machen dürfe. Die einheimischen Praktizierenden unterstützen mich sehr und erklärten den Beamten, dass es hier nur um die Bewahrung des Glaubens und keineswegs um Politik gehe. So wurde die Situation gelöst und ich konnte dort weiter die wahren Umstände erklären.

Ein paar Mal pro Woche nahm ich am gemeinsamen Fa-Lernen teil. Zu Beginn war es sehr schwierig für mich, dem Lesetempo der Praktizierenden zu folgen, auch wenn ich nur leise mitlas. Mit der Zeit ging es jedoch immer besser und ich traute mich auch, teilweise laut mitzulesen. Beim Lesen auf Chinesisch musste ich immer sehr konzentriert lesen, um nicht den Faden uu verlieren.

Beim Lesen der deutschen Version des Zhuan Falun passierte es mir manchmal, dass mit den Gedanken abschweifte und so das Fa nicht hunderprozentig aufnehmen konnte.

Wie es der Meister im Zhuan Falun erklärt:

„Manche Leute können ihr Erkenntnisvermögen einfach nicht erhöhen. Manche nehmen dieses Buch von mir und machen beliebig Striche und Markierungen hinein. Diejenigen unter uns, deren Himmelsauge geöffnet ist, können sehen, dass dieses Buch in allen Farben leuchtet und golden glänzt.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 462-463)

Ich erkannte, dass ich während des Lesens mit meinen Gedanken unbewusst „Striche und Markierungen“ in das Buch machte. Wie zum Beispiel: „Das ist eine lange oder kurze Lektion“, „Ah, jetzt kommt der Abschnitt, wo der Meister über dieses oder jenes spricht“, „Das ist ein langer oder kurzer Abschnitt“ und so weiter. Mit diesen Gedanken legte ich die Bedeutung einer Lektion oder einzelner Abschnitte für mich bereits fest und hinderte mich dadurch selbst daran, weitere Erkenntnisse zu gewinnen.

Der Meister sagt im Zhuan Falun:

„In Wirklichkeit verändert sich dasselbe Fa auf unterschiedlichen Ebenen und hat unterschiedliche Erscheinungsformen. Es hat für die Kultivierenden auf unterschiedlichen Ebenen unterschiedliche Anleitungsfunktionen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 15)

Daraus verstand ich: Bedeutet das nicht, dass man – solange man seine Xinxing erhöht – immer ein neues Fa lernt?

Das Lesen des chinesischen Zhuan Falun hat mir sehr geholfen, in diesem Bereich an mir zu arbeiten. Da ich mich noch in der Anfangsphase des schrittweisen Lernens der chinesischen Schriftzeichen befand, hatte ich keine Kapazität für andere Gedanken und konnte mich so voll auf das Lernen des Fa konzentrieren.

Im Handumdrehen sind nun 13 Jahre vergangen, seit ich mit dem Lernen des chinesischen Zhuan Falun begonnen habe. In all diesen Jahren gab es immer wieder Hürden und Schriftzeichen, die einfach nicht in meinen Kopf wollten. Jedoch spürte ich auf der ganzen Wegstrecke, wie mich der Meister im Stillen angeleitet und ermutigt hat, dranzubleiben. Rückblickend sehe ich jetzt auch den Weg, den der Meister für mich arrangiert hat, um mir den Wunsch zu erfüllen, das chinesische Zhuan Falun lesen zu können.

Wenn ich heute an einem Informationsstand in Luzern mithelfe, wo ich vor über 20 Jahren das Fa erhalten habe, kann ich mich inzwischen auch ein wenig auf Chinesisch mit Touristen aus Festlandchina unterhalten.

Vielen Dank verehrter Meister! Danke, liebe Mitpraktizierende!