(Minghui.org)
Sehr verehrter Meister,liebe Mitpraktizierende,
ich bin eine Falun-Dafa-Praktizierende aus Österreich und kultiviere mich seit 2009 im Falun Dafa. Während der Europatournee von Shen Yun unterstütze ich jedes Jahr ehrenamtlich das Küchenteam und widme dieser Aufgabe in der Regel mindestens fünf Monate. Um diese Tätigkeit mit meiner Berufstätigkeit vereinbaren zu können, arbeite ich inzwischen im vierten Jahr als Saisonkraft in der Schweiz.
Der Meister erklärt:
„Das Ren wird besonders betont. Nur durch Ren kann man sich zu einem Menschen mit großer Tugend kultivieren. Ren ist etwas sehr Starkes, das über Zhen und Shan hinausgeht. Während des ganzen Kultivierungsprozesses musst du Nachsicht üben und deine Xinxing bewahren, du darfst nicht nach eigenem Belieben handeln.“ (Falun Gong - Der Weg zur Vollendung, 2006, S. 50)
Seitdem ich diese Worte tiefer verstanden habe, zieht sich dieser Grundsatz durch meinen Alltag und er hat mir schon sehr geholfen. Wenn ich dann diese starke Kraft in Konfrontationen spüre und ich die Situation gemäß dem Fa durchstehen kann, dann umhüllt mich eine tiefe Dankbarkeit gegenüber unserem Meister.
Da ich viel unterwegs bin, einmal mit Shen Yun und dann zwischendurch saisonal in einem Hotel arbeite und sehr wenig zu Hause in Wien bin, wird mir auch immer wieder aufgezeigt, dass ich meinen kleinen geschützten Bereich, meine kleine Welt, loslassen muss. Das merke ich dann besonders deutlich, wenn ich mit vollendeten Tatsachen konfrontiert werde und meine kleine Welt in Unordnung gebracht wird. In solchen Situationen muss ich sehr achtsam sein, um mich nicht zu ärgern.
Als ich das letzte Jahr nach Hause kam, gab es auch diverse Herausforderungen für mich, sodass meine kleine Welt vorerst in Unordnung gebracht wurde. Doch dank der Hilfe des Meisters gelang es mir, ruhig zu bleiben und mich nicht zu ärgern. Eine offensichtliche Prüfung gab es auch, als ich einmal in Gedanken versunken war und jemandem hinter mir die Aufzugstüre nicht aufhielt, sodass sie ihm vor der Nase zuschlug. Die Person schrie mich an, wodurch ich erschrak und wach wurde.
In diesem Moment sagte ich gar nichts außer „Sorry“ und konnte mich beherrschen. Früher hätte ich mich immer gerechtfertigt. Aber genau durch diese Nachsicht gab es keine Gegenkraft und der Konflikt löste sich sofort wieder auf.
Durch diese Situation wurde mir auch klarer, dass wir durch diese Nachsicht uns selbst und auch andere davor bewahren, dass sich Ärger und Wut weiter ausdehnen können. Nachsicht verhindert, Groll entstehen zu lassen und bei beiden Parteien Karma zu verursachen. Durch die starke Kraft der Nachsicht können Konflikte gelöst werden.
Dieses Jahr gab es viele Störungen während der Tournee von Shen Yun Performing Arts. Das zeigte sich im Großen sowie auch in vielen Kleinigkeiten. Einmal konnte ein Flug nach Berlin wegen starkem Eisregen nicht durchgeführt werden. Ich musste dann eine Nacht lang am Flughafen bleiben. Der Anschlussflug in der Früh brachte mich jedoch nur bis Frankfurt. In Berlin konnte aber noch immer kein Flugzeug landen. Schließlich nahm ich den Zug, um gerade noch rechtzeitig zum Einkaufen der Lebensmittel für die Küche anzukommen. Nicht allen Kollegen war es möglich gewesen, rechtzeitig hier zu sein. Es war eine leicht angespannte Situation, weil es auch die Künstler von Shen Yun direkt betraf, die von uns mit dem Essen versorgt wurden.
Ein anderes Mal fuhr ich mit dem Zug in eine andere Stadt. Unterwegs kam es zu zahlreichen Verspätungen. Da das Auto meiner Kollegen bereits voll besetzt war, konnten sie mich nicht wie vereinbart abholen. So musste ich meine Reise mit dem Zug fortsetzen, wobei es zu weiteren Verspätungen kam und ich mehrmals umsteigen musste. Zweimal verpasste ich meinen Anschlusszug. Schließlich war ich den ganzen Tag bis spät in die Nacht unterwegs und musste das letzte Stück meines Weges auch noch zu Fuß durch die Dunkelheit zurücklegen.
Als ich kurz vor Mitternacht am Zielort eintraf, waren meine Kollegen noch immer damit beschäftigt, unsere Ausrüstung auszuladen. Alle waren bereits sehr müde. Früher hatte ich mich in schwierigen Situationen gewöhnlich an eine Praktizierende gewandt, die ich gut kannte, um gemeinsam mit ihr nach Lösungen zu suchen. Allmählich erkannte ich jedoch, dass ich lernen musste, solche Probleme selbst zu lösen, statt andere bei ihrer Arbeit unnötig zu beanspruchen. Dazu musste ich meine innere Unruhe und mein Ego ablegen, um auch in schwierigen Situationen ruhig und gelassen zu bleiben. Ich erkannte, dass unser Meister alle Probleme für uns lösen kann, wenn wir ein aufrichtiges Herz bewahren und anderen Menschen und Lebewesen mit innerer Ruhe und Güte begegnen.
Da wir mit vielen verschiedenen Mitpraktizierenden zusammenarbeiten und in unterschiedlichen Städten und Küchen im Einsatz sind, stehen wir immer wieder vor größeren und kleineren Herausforderungen. Manchmal funktionieren Geräte nicht auf Anhieb, es fehlen wichtige Küchenutensilien oder die Zeit für die Zubereitung der Mahlzeiten ist äußerst knapp. Doch mit einem weiten, gütigen Herzen, dem Wunsch, Shen Yun zu unterstützen und zur Errettung der Lebewesen beizutragen, sowie dem Vertrauen in den Meister können wir diese schwierigen Situationen meistern.
Nach den Shen-Yun-Tourneen arbeite ich seit einigen Jahren als Köchin in einem Saisonbetrieb in einer wunderschönen Umgebung in der Schweiz. Wenn das Wetter schön ist, dann ist Hochbetrieb, und es kommen sehr viele Gäste – von Jahr zu Jahr werden es mehr. Das ist natürlich eine gute Sache, vor allem, weil sie hier an der Hotelrezeption von Falun Dafa oder Shen Yun erfahren können.
Vor allem bei schönem Wetter stehen wir Angestellten oft unter Druck. Vor Kurzem fiel mir auf, wie oft ich das Wort „schnell“ benutze. „Ich hole noch schnell etwas“, „Das mache ich noch schnell“ oder „Ich gehe noch schnell frühstücken“ – selbst wenn es schon 10 Uhr ist. Ein Arbeitskollege sagte einmal zu mir: „Du kannst auch in einem normalen Tempo arbeiten.“ Ja, genau! Trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, alles schnell erledigen zu wollen. Dadurch wurde mir bewusst, wie tief solche Gewohnheiten in uns verwurzelt sein können.
Gleichzeitig bemerkte ich, dass ich unter diesem inneren Druck oft nur im Vorbeigehen ein paar hastige Worte mit meinen Kollegen wechselte. Dabei war mein Ton manchmal nicht so ruhig und freundlich, wie er hätte sein sollen. Besonders dann, wenn ich bei der vielen Arbeit in der Küche an meine Grenzen stieß und zusätzliche Schwierigkeiten hinzukamen.
Diese Situationen veranlassten mich, nach innen zu schauen und darüber nachzudenken, wie ich meiner Verantwortung gerecht werden und zugleich Nachsicht üben kann. Dabei erinnerte ich mich daran, dass die Gottheiten keine Regeln aufstellen, sondern ihre Himmelreiche mit Barmherzigkeit verwalten.
Der Meister erklärt:
„Ich sage dir, der Buddha ist der König des Fa seines Himmelreiches. Wir nennen ihn Tathagata, das ist nur eine Benennung, die sich auf den Maßstab seines Xinxing und die Verkörperung seiner Ebene bezieht. In Wirklichkeit ist er der König des Fa seines Himmelreiches. In jener Welt hat er unzählige Lebewesen zu verwalten. Natürlich verwaltet er nicht mit Gesetzen und Zwang wie bei uns gewöhnlichen Menschen, sondern vollständig mit der Barmherzigkeit und Gutherzigkeit, alle entsprechen dem Maßstab jener Ebene, unvergleichlich schön. Er hat keine Gefühle des gewöhnlichen Menschen, aber die Barmherzigkeit, etwas, was noch höher und noch reiner ist.“ (Fa-Erklärung in Sydney, 03.08.1996)
Ich erkannte, dass diese komplizierte Kultivierungsumgebung mir ermöglicht, meine Barmherzigkeit weiter zu vergrößern, was auch notwendig ist um zur Vollendung zu kommen.
In unserem Hotelbetrieb arbeiten mehrere Falun-Dafa-Praktizierende. Aufgrund der unterschiedlichen Arbeitszeiten ist es jedoch oft schwierig, gemeinsame Zeit für die Übungen oder das Fa-Lernen zu finden. In der Küche muss häufig noch bis Mitternacht oder länger abgewaschen und geputzt werden. Auch das Servicepersonal arbeitet abends oft noch länger als ich. Ich habe festgestellt, dass sich meine Freude bei der täglichen Arbeit auch auf die anderen Mitarbeiter überträgt und selbst die Gäste diese positive Ausstrahlung wahrnehmen. Daran erkenne ich, dass wir unsere Umgebung selbst mitgestalten. Die Möglichkeit, abends regelmäßig mit Praktizierenden aus der Schweiz das Zhuan Falun zu lesen, schätze ich daher sehr.
Jeden Morgen stehe ich um 3:40 Uhr auf, um die fünfte Übung zu machen. Danach lese ich um 5:00 Uhr mit Praktizierenden aus der Schweiz Jingwen bis zum Aussenden der aufrichtigen Gedanken. Wenn es möglich ist, mache ich danach draußen mit meinen Mitpraktizierenden die Übungen 1-4, bevor ich mit der Arbeit beginne.
In dieser intensiven Zeit merke ich es sehr, wie wichtig das Fa-Lernen und die Übungen sind, vor allem wenn mein Körper an die Grenzen kommt. Jeder Mitpraktizierende hat seine eigene Situation im Alltag. Darum ist es wichtig, dass wir uns selbst gut kultivieren, um positiv auf unseren gemeinsamen Körper zu wirken.
Meine Müdigkeit erinnert mich auch immer daran, mein Hauptbewusstsein zu stärken. Das fällt mir besonders auf, wenn ich beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken einnicke.
In diesem Jahr musste ich feststellen, dass ich noch menschliche Gefühle habe, die tief in meinem Inneren verwurzelt sind.
Schon als ich ein Kind war, wurde mir besonders durch meine Patentante ein schönes Familienleben vorgelebt. Ich hatte oft wochenlang die Ferien bei ihr verbracht, weil ich mich bei ihr so wohlgefühlt hatte.
Gleichzeitig betonte sie immer wieder, dass ich einmal eine gute Hausfrau sein würde. Das wurde mir regelrecht eingetrichtert. Doch als mein Sohn erst zwei Jahre alt war, wurde ich bereits alleinerziehende Mutter. Von da an war ich ständig mit der Arbeit beschäftigt. Rückblickend erkenne ich, dass ich durch die viele Arbeit meine Gefühle verdrängte und tief in mir vergrub. Obwohl mein Sohn inzwischen erwachsen ist und meine Fürsorge nicht mehr braucht, hat sich an meinem Arbeitspensum nichts geändert. Im Gegenteil, es ist sogar noch größer geworden. Durch die Kultivierung wurde ich anderen gegenüber offener und liebevoller. An mich selbst stellte ich jedoch weiterhin sehr hohe Anforderungen, denn die Kultivierung ist eine sehr ernsthafte Angelegenheit.
Da in letzter Zeit unter den Mitpraktizierenden oft die grundlegende Anhaftung angesprochen. wurde angesprochen wurde, habe ich auch sehr viel darüber nachgedacht. Bei einem jüngsten Online-Erfahrungsaustausch hat jemand die grundlegenden Anhaftungen, welche auf die Kindheit zurückzuführen sind, angesprochen. Das hat mich wachgerüttelt.
Soweit hatte ich noch gar nicht zurückgeschaut. Somit fand ich eine grundlegende Anhaftung, auf die ich ohne diesen Austausch gar nicht gekommen wäre. Es war der Wunsch nach einem harmonischen Familienleben. Damit ich noch tiefer nach innen schauen und verstehen konnte, wurden mir Szenen im Traum gezeigt, die mich schmerzten.
Eigentlich schon vor der Kultivierung, nach einer Reise nach China, hatte ich sehr viele Träume. Die Szenen handelten immer in verschiedenen Epochen. Ich hatte immer geliebte Menschen neben mir, sei es ein beschützender Bruder als ich noch ein Kind war, oder einen geliebten Ehegatten, der jedoch im Krieg ums Leben kam, usw.
Kurz danach habe ich begonnen Falun Dafa zu praktizieren. Anfangs schenkte ich diesen Träumen auch keine so große Aufmerksamkeit. Im diesem Jahr wurden diese Szenen verschärft und nicht nur in Träumen. Wenn ich dann das Leiden eines dieser Menschen wahrnahm, welches so real dargestellt wurde, schmerzte es mich im Inneren. Damit konnte ich dann nicht so gut umgehen.
Ich weiß, dass manche Situationen Prüfungen oder Störungen durch die alten Mächte sind und im Grunde auch Illusionen, an denen man nicht festhalten soll. Darum möchte ich an nichts mehr festhalten und alles loslassen. Die alten Mächte wenden auch alle möglichen Tricks an, um uns Praktizierende zu zerstören. Auch solche tiefliegenden, verdrängten Anhaftungen müssen losgelassen werden.
Dieses Jahr ist meine Mutter gestorben. Sie war sehr gutherzig gegenüber der Familie. Als sie gegangen war, fühlte ich eine tiefe Ruhe in mir. Ich erkannte, dass wahre innere Ruhe erst durch das Loslassen all dieser Gefühle entstehen kann.
Der Meister sagt:
„Wisst ihr, dass eine der größten Ausreden, welche die bösen alten Mächte derzeit benutzen, um Dafa zu verfolgen, die ist, dass eure grundlegenden Anhaftungen verborgen bleiben? Um diese Menschen herauszufinden, wurden die Drangsale verschärft.“ (Der Vollendung entgegen, 16.06.2000, in: Essentielles für weitere Fortschritte II)
Wenn ich Emotionen und Gefühle in rationales Denken umwandeln kann, komme ich schneller voran. Ich habe noch viel zu kultivieren und hoffe, dass ich beständig vorankommen werde.
Dazu möchte ich zwei Beispiele erwähnen:
Nachdem ich mich von meiner verstorbenen Mutter verabschiedet hatte, fuhr ich mit dem Zug zurück in die Schweiz. Plötzlich konnte ich das Handy nicht mehr aufladen. Sowohl im Zug, als auch auf meiner mitgenommenen Powerbank wollte sich mein Handy nicht aufladen lassen.
Ich schrieb dann für meine Abholung am Bahnhof eine SMS, dass ich vielleicht nicht erreichbar bin. Mein Chef sagte dann noch dazu: „Heute Nacht brauchst du es nicht mehr.“
Dadurch erkannte ich, wie abhängig ich schon von dem Handy geworden bin. Auch ich habe die Übungsmusik, die Musik zum Aussenden der aufrichtigen Gedanken und den Wecker alles auf dem Handy gespeichert. Es war schon fast Mitternacht, als ich im Hotel ankam. Ich steckte das Handy in die Ladestation und ging schlafen. Obwohl es nicht reagierte, ließ ich es so. Dann sandte ich aufrichtige Gedanken aus und bat den Meister um Hilfe. Ich benötige das Handy und lehnte alle Störungen ab. Zur Überraschung war das Handy am nächsten Morgen vollständig aufgeladen. Ich danke unserem barmherzigen Meister von Herzen.
Mein nichtpraktizierender Kollege unterstützt mich bei der Arbeit sehr, manchmal arbeitet er sogar zu viel. Daher kommen mitunter Zwischenfälle vor, wobei es für mich sehr schwierig ist, innerlich unbewegt zu bleiben.
Eines Tages hatten wir für eine wichtige Veranstaltung 20 kg Kartoffeln vorbereitet. Er hatte sie dann noch gedämpft und danach wurden sie in einem Kühlgerät schnell abgekühlt, damit die Struktur erhalten blieb. Als ich in der Früh in die Küche kam war das Gerät allerdings auf „Einfrieren“ eingestellt.
Kartoffeln sind nach dem Einfrieren nicht mehr als Beilage zu verwenden. Sie werden matschig und die einzige Möglichkeit ist, eine Suppe daraus zu machen. Das bedeutete, nochmals 20 kg Kartoffeln zu kaufen, zu schälen und vorzubereiten. In diesem Moment stand ich schockiert vor dem Gerät, mein Kopf war völlig leer.
Nach einer Weile gab ich einen Teil in den Ofen und erwärmte sie, um zu sehen, wie die Konsistenz wird. Glücklicherweise war die Konsistenz noch gut. Ich wusste, dass der Meister uns in dieser Situation geholfen hatte. Das spürte ich sehr stark in mir, weil ich mich nicht über den Kollegen geärgert und in Ruhe nach einer Lösung gebeten hatte.
Sehr verehrter Meister, vielen Dank für Ihren Schutz, die Geduld mit mir, und Ihre fürsorgliche Betreuung. Vielen Dank auch für alles, was ich jetzt noch nicht erkennen und begreifen kann.
Auch bin ich meinen Mitpraktizierenden und allen Lebewesen dankbar, die mich auf meinem Kultivierungsweg begleitet haben.
Vielen Dank, verehrter Meister!Vielen Dank, liebe Mitpraktizierende!