(Minghui.org) Die australische Falun-Dafa-Erfahrungsaustauschkonferenz 2026 fand am 25. Oktober 2026 in Melbourne statt. Mehr als 1.000 Falun-Dafa-Praktizierende aus Australien und den umliegenden Regionen nahmen an der diesjährigen Konferenz teil.
22 Praktizierende mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund und verschiedenen Alters berichteten von ihren Erfahrungen im Leben, bei der Arbeit und bei der Aufklärung über die Verfolgung. Sie schilderten, wie sie dem Fa folgen, Rücksicht auf andere nehmen, sich von den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht leiten lassen, nach innen schauen, Anhaftungen ablegen und ihre Xinxing erhöhen.

Die australische Konferenz zum Erfahrungsaustausch 2026 findet am 25. Oktober 2026 in Melbourne statt (Minghui.org)
Harrison aus Sydney berichtete, wie er während seiner Studienzeit Falun Dafa in der Hochschule bekannt machte. Er praktiziert seit vier Jahren. Wenn andere Studenten ihn seltsam ansahen oder sich über ihn lustig machten, fühlte er sich entmutigt und haderte damit, dass er sich in einem so schwierigen Umfeld befand. Durch das Fa-Lernen und die Selbstreflexion erkannte er, dass dies Gelegenheiten sind, Anhaftungen zu beseitigen und seine Xinxing zu erhöhen. Er begriff zudem, dass er lernen sollte, ruhig mit anderen zu kommunizieren und die Wahrheit über die Verfolgung zu erklären. Außerdem wurde ihm klar, dass es bei der Übernahme von Verantwortung nicht darum ging, eine bestimmte Position einzunehmen, sondern darum, andere Praktizierende zu unterstützen, mit ihnen zusammenzuarbeiten und weiteren jungen Praktizierenden dabei zu helfen, sich auf dem Campus an der Aufklärungsarbeit zu beteiligen.
Harry berichtete, dass er eine Xinxing-Prüfung durchlebte, als er die Vorführung des Dokumentarfilms „Unbroken“ koordinierte. Wenn die Arbeit nicht reibungslos voranging oder andere Praktizierende abweichende Meinungen äußerten, empfand er bisweilen Unzufriedenheit. Er war der Ansicht, dass die anderen seinen Vorstellungen folgen sollten, da er selbst einen größeren Beitrag leistete. Als er über sein Verhalten nachdachte und in sich ging, erkannte er, dass er aus dem Gleichgewicht geraten war; er verspürte einen Kampfgeist und den Wunsch, sich selbst zu profilieren. Während eines gemeinsamen Fa-Lernens sprach er offen darüber und entschuldigte sich bei den anderen Praktizierenden. Ihm wurde klar, dass mehr Erfahrung keineswegs rechtfertigt, die Ansichten anderer zu ignorieren. Vielmehr ist dies eine Gelegenheit, das Ego wirklich loszulassen, zu lernen zuzuhören und mit anderen zusammenzuarbeiten.
John de Buaex, ein Praktizierender aus Westaustralien, reflektierte über seine innere Haltung während seiner Teilnahme an der internationalen Kunstausstellung „Die Kunst von Zhen Shan Ren“ (Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht). Als er zum ersten Mal als Hauptkoordinator fungierte, suchte er nach Aufmerksamkeit und Anerkennung. Am Tag der Eröffnungsfeier empfand er Enttäuschung, als er sah, dass andere Praktizierende Aufgaben wie die Moderation oder Koordination übernahmen; dabei übersah er die aufrichtigen Bemühungen, die diese in das Projekt einbrachten.
Dreizehn Jahre später, als er erneut an der Ausstellung mitwirkte, war er nicht mehr darauf fixiert, eine koordinierende Rolle einzunehmen. Stattdessen freute er sich einfach darüber, Teil des Teams zu sein. Durch den Austausch untereinander, das gemeinsame Fa-Lernen und die Klärung der jeweiligen Verantwortungsbereiche arbeitete die Gruppe harmonisch zusammen. Er setzte sich zudem erneut mit seinen eigenen Anhaftungen auseinander und begann, die Unterstützung durch andere Praktizierende wertzuschätzen. Er erkannte, dass er durch eine Veränderung seiner selbst in der Lage war, andere objektiver zu betrachten und sich besser in die Gemeinschaft zu integrieren.
Nhung Le aus Hobart berichtete darüber, wie sie während ihrer Tätigkeit im Bereich der frühkindlichen Bildung sowie bei der Teilnahme an öffentlichen Märkten die Wahrheit über die Verfolgung vermittelte. Zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn glaubte sie, es reiche aus, einfach nur fleißig und gewissenhaft zu arbeiten. Eine Kollegin wies sie jedoch darauf hin, dass sie distanziert wirke und sich eher wie eine „Maschine“ verhalte. Ihr wurde klar, dass sie zwar ihre Aufgaben pflichtbewusst erfüllte, ihren Kollegen jedoch kaum echte Anteilnahme zeigte – ihr Verhalten wurzelte in Arroganz und Egoismus.
Nachdem sie sich ihrer Defizite bewusst geworden war, begann Nhung, ihren Kollegen mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge entgegenzubringen, demütig um ihren Rat zu fragen und deren Stärken wertzuschätzen. Infolgedessen verbesserten sich ihre Beziehung zu ihnen allmählich. Als sie später allein an einem öffentlichen Markt teilnahm, war sie zunächst besorgt, dass Informationen über die Verfolgung bei den Menschen dort möglicherweise auf Ablehnung stoßen könnten.
Nachdem sie jedoch das Fa gelernt und über die Situation nachgedacht hatte, wandte sich Nhung an die Organisatoren, um ihnen zu erklären, was Falun Dafa ist und wie es um die Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) tatsächlich bestellt ist. Es gelang ihr, einen kostenlosen Stand zu erhalten. Sie erkannte, dass man nicht aus Angst oder Sorge, andere könnten negativ reagieren, darauf verzichten sollte, Informationen weiterzugeben. Vielmehr sollte man den Menschen mit Geduld und Aufrichtigkeit begegnen.
Julia Yi berichtete von ihren Erfahrungen, als sie auf die Gemeindevertreter zuging, um auf die Verfolgung aufmerksam zu machen. Bei früheren Gesprächen mit Amtsträgern hatte sie manchmal versucht, eine Fülle von Fakten über die Verfolgung auf einmal zu präsentieren – in der Hoffnung, sofortige Unterstützung zu erhalten. Später wurde ihr klar, dass der Aufbau von Vertrauen ein schrittweiser Prozess ist. Sie begann, regelmäßig an Veranstaltungen in der Gemeinde teilzunehmen, lernte zuzuhören und zu beobachten, und passte ihre Gespräche jeweils individuell ihrem Gegenüber an.
Einmal meldeten sich fast 70 Personen an, um Falun Dafa zu erlernen, doch nur wenige erschienen tatsächlich. Dies veranlasste sie dazu, über ihre eigenen Anhaftungen nachzudenken – insbesondere über ihr starkes Augenmerk auf Ergebnisse sowie ihre Sorge, das Gesicht zu verlieren. Sie erkannte, dass die Bedeutung einer Aktivität nicht allein an unmittelbaren Resultaten gemessen werden kann. Später besuchten dann viele Menschen den Stand.
Emma Hall aus Melbourne ist seit Jahren an einem Dafa-Projekt beteiligt und berichtete von ihren Erfahrungen nach ihrem Umzug in eine ländliche Gegend in Victoria. Ihr Kultivierungsumfeld war schwierig, da es in dieser Gegend keine weiteren Praktizierenden gab. Sie erkannte, dass sie sich nicht darauf verlassen durfte, dass andere ein solches Umfeld schufen – stattdessen musste sie selbst die Verantwortung übernehmen. Sie rief einen Übungsplatz ins Leben und verbesserte ihren Kultivierungszustand, indem sie das Fa lernte, die Übungen praktizierte und aufrichtige Gedanken aussandte.
Während ihrer Teilnahme am Online-Unterrichtsprogramm von Falun Dafa ermutigte sie das Team, mehr Zeit in das gemeinsame Fa-Lernen und den Austausch über Kultivierungserfahrungen zu investieren. Das ermöglichte es allen, über Herausforderungen zu sprechen, denen sie bei ihrer Arbeit oder im täglichen Leben begegneten. Ihr wurde klar, dass ein Umfeld für die Kultivierung eine gemeinsame Anstrengung erfordert. Da sich alle in ihrer Kultivierung stetig weiterentwickelten, nahm auch die Wirkung ihrer Bemühungen zu, und das Online-Unterrichtsprogramm trug dazu bei, dass mehr Menschen Falun Dafa kennenlernten.
William Zhang aus Sydney, der in der Forschung tätig ist, empfand es als ungerecht, dass andere sich mit seinen mühsam erarbeiteten Forschungsergebnissen schmückten. Er begann, über sein eigenes Streben nach Ruhm, persönlichem Gewinn und die Bedeutung seiner eigenen Beiträge nachzudenken. Bei späteren Gemeinschaftsprojekten hörte er auf, sich auf die Reihenfolge der Autorennamen zu fixieren, und konzentrierte sich stattdessen darauf, die Qualität der Forschungsarbeiten zu verbessern – was wiederum zu noch besseren Ergebnissen führte.
Während er an der Videoproduktion für die Aktivitäten am 20. Juli in Sydney arbeitete, wurde er zudem ungeduldig, wenn es Probleme mit Ausgangsmaterialien, Entwürfen oder Tonaufnahmen gab. Ein Koordinator riet ihm, sich mit dem Fa zu befassen. William kam zur Ruhe und schaute nach innen. Er erkannte, dass er von dem Wunsch nach schnellen Ergebnissen, einer Abneigung gegen Schwierigkeiten und dem Verlangen nach Anerkennung angetrieben wurde. Er ordnete das Material neu und stellte das Video in Zusammenarbeit mit anderen Praktizierenden fertig. Er verstand, dass man sich bei Schwierigkeiten zunächst darauf konzentrieren sollte, den eigenen Teil so gut wie möglich zu erledigen.
Der elfjährige Zhang Shuo aus Melbourne berichtete von einer Meinungsverschiedenheit mit seinem Lehrer. Als der Lehrer seine Ansichten infrage stellte, verspürte er das Bedürfnis, sich zu rechtfertigen, wobei seine Frustration immer weiter zunahm. Später dachte er über seinen Drang nach, unbedingt beweisen zu wollen, dass er im Recht sei, und erkannte, dass es ihm an Nachsicht fehlte. Zudem wurde ihm klar, dass er bei unterschiedlichen Meinungen Ruhe bewahren, seine Gedanken geduldig äußern und dem Gegenüber mit Verständnis und Toleranz begegnen sollte.
Er teilte zudem den Dokumentarfilm „Unbroken“ mit einem anderen Lehrer, der zuvor durch negative Informationen beeinflusst worden war und Falun Dafa sowie Shen Yun kritisiert hatte. Nachdem der Lehrer den Film gesehen hatte, gewann er ein besseres Verständnis der Situation. Zhang erkannte, dass es Geduld und Aufrichtigkeit erfordert, die wahren Umstände zu erklären – und dass man anderen die Zeit geben muss, die sie benötigen, um die Fakten zu verstehen.
Edward Li, ein 13-jähriger Praktizierender aus Sydney, berichtete, dass er während eines Musik-Sommerlagers eine Sucht nach Videospielen entwickelte. Da er dort nicht unter der Aufsicht seiner Eltern stand, verbrachte er immer mehr Zeit mit Spielen – so viel, dass es schließlich seine Musikübungen und seine Erholungszeit beeinträchtigte.
Ihm wurde klar, dass er Videospiele als Fluchtmöglichkeit vor den Herausforderungen nutzte, die mit dem Musizieren und Lernen einhergehen – Tätigkeiten, die langfristige Ausdauer erfordern, ohne dass sich sofort sichtbare Ergebnisse zeigen. Er nahm sich vor, zwischen einem echten Bedürfnis nach Erholung und der Unwilligkeit, sich Schwierigkeiten zu stellen, zu unterscheiden, und gab seinen Verpflichtungen wieder den Vorrang. Er erkannte, dass ein Unterschied besteht zwischen dem theoretischen Verständnis der Prinzipien der Kultivierung und deren tatsächlicher Umsetzung im Alltag. Man muss lernen, Selbstdisziplin zu üben – auch dann, wenn niemand zusieht.

Praktizierende berichten von ihren Kultivierungserfahrungen (Minghui.org)