(Minghui.org) Ich möchte euch von einem Vorfall erzählen, der sich vor acht Jahren ereignet hat. Wenn ich nicht Falun Dafa praktizieren würde, hätte ich wahrscheinlich nicht den Mut gehabt, zu helfen.
Unsere Wohnung liegt im dritten Stock. Eines Nachts, gegen 2 Uhr morgens, hörte ich ein Mädchen verzweifelt um Hilfe rufen: „Hilfe! Bitte helft mir! Irgendjemand, bitte helft mir!“ Die herzzerreißenden Schreie hielten einige Minuten lang an, doch niemand reagierte.
Ich machte mir Sorgen, stand auf und wollte nachsehen, was los war, doch mein Mann versuchte, mich davon abzuhalten.
Ich antwortete ihm: Ich bin eine Falun-Dafa-Praktizierende. Unser Meister sagt uns im Zhuan Falun:
Wenn du aber einen Mord oder eine Brandstiftung siehst und nicht eingreifst, dann ist das ein Xinxing-Problem. Wie könnte sich sonst ein guter Mensch zeigen? Wenn du bei einem Mord oder bei einer Brandstiftung nicht eingreifst, wo greifst du denn sonst ein? (Zhuan Falun, 2019, S. 476)
Ich hatte keine Angst. Ich sagte meinen Familienmitgliedern, sie sollten die Türen ihrer Schlafzimmer schließen, und ging hinaus auf den Flur.
Nicht weit vom Eingang unserer Wohnung drückte ein Mann ein Mädchen auf den Boden. Als das Mädchen mich sah, rief es: „Tante, bitte hilf mir! Hilf mir!“
Der Mann sah mich an und fauchte: „Wir kennen uns. Das geht Sie nichts an!“
Das Mädchen rief und weinte: „Tante, bitte hilf mir! Hilf mir, bitte! Ich weiß nicht, wer er ist!“
Ich sagte zu dem Mann: „Verschwinden Sie! Sonst rufe ich die Polizei!“
Als der Mann sah, dass ich nur eine Frau war und niemand sonst in der Nähe war, ignorierte er mich und hielt das Mädchen weiterhin am Boden fest.
Ich tat so, als würde ich den Notruf wählen. Dann sagte ich laut: „Ich habe die 110 angerufen, warum sind Sie immer noch hier? Verschwinden Sie!“
Als der Mann das hörte, stand er auf und rannte weg. Er war groß, etwa 1,80 Meter.
Das Mädchen stand unter Tränen auf und wollte sich hinknien, um mir zu danken. Ich hielt sie davon ab und nahm sie mit zu mir nach Hause. Ich machte ihr eine Tasse Tee und fragte sie, warum sie so spät in der Nacht noch unterwegs sei.
Sie erklärte: „Ich arbeite in einem Restaurant, und der Mann fing an, mir zu folgen, als ich Feierabend hatte. Ich ging in dieses Gebäude hinein, in der Hoffnung, ihn so loszuwerden. Aber er folgte mir und griff mich an.“
Ich antwortete: „Niemand sonst aus dem Gebäude ist herausgekommen, um zu helfen. Bitte denken Sie daran, dass Ihnen eine Falun-Dafa-Praktizierende geholfen hat. Sie brauchen mir nicht zu danken. Sie sollten meinem Meister danken, der mir den Mut gegeben hat, alles zu riskieren und Sie zu retten.“
Ich sagte ihr außerdem, sie solle sich immer daran erinnern und oft wiederholen: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“, um vor Gefahren geschützt zu sein.
Dann begleitete ich sie nach Hause, ging dann zu mir zurück und atmete erleichtert auf. Ich bin zutiefst dankbar für den Mut und den barmherzigen Schutz, den mir der Meister gewährt hatte. Das ermöglichte es mir, in einem entscheidenden Moment zu handeln.
Nicht lange danach wurde in der Lokalzeitung über einen ähnlichen Vorfall berichtet. An einem Winterabend kurz nach 22 Uhr wurde ein Mädchen im Erdgeschoss eines nahegelegenen Wohnhauses ermordet.
Die Familie des Mädchens wohnte im vierten Stock des Gebäudes. Bevor sie starb, rief sie immer wieder: „Mama! Bitte komm und hilf mir!“ Jeder im Gebäude konnte sie hören, doch niemand reagierte. Wahrscheinlich dachten sie alle: „In der heutigen Zeit ist es besser, sich nur um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern.“
Auch die Eltern des Mädchens hörten ihre Hilferufe, ignorierten sie jedoch. Sie dachten, es könne sich unmöglich um ihre Tochter handeln, da diese in einem Studentenwohnheim wohnte und zu dieser späten Stunde nicht unterwegs sein würde.
Die Hilferufe des Mädchens dauerten fünf oder sechs Minuten, dann wurde es still. Sie war erst 18 Jahre alt, als sie starb.
Viele Menschen gaben ihren Eltern schnell die Schuld und sagten Dinge wie: „Eure Tochter wurde festgehalten und schrie um Hilfe. Konntet ihr sie nicht an ihrer Stimme erkennen? Sie rief ihre Mutter um Hilfe. Ihre Mutter wohnt in diesem Gebäude. Wie konntet ihr nichts tun, um ihr zu helfen?! Könnt ihr euch vorstellen, wie schreckliche Angst sie in diesen Momenten hatte? Ihr seid so egoistisch und kaltherzig. Jetzt werdet ihr den Rest eures Lebens in Schmerz und Schuldgefühlen verbringen.“
Dieser tragische Vorfall offenbart auch das erschreckende Ausmaß der eigennützigen, selbstsüchtigen Haltung, die sich unter den Chinesen von heute breitgemacht hat.
Wenn ich nicht gehandelt und dem Mädchen in meinem Wohngebäude geholfen hätte, wäre ihr Leben in großer Gefahr gewesen. Wenn ich nicht Falun Dafa praktizieren würde, hätte auch ich vielleicht nicht den Mut und die Güte gehabt, ihr zu helfen.
Ich erzähle den Menschen von diesen beiden Vorfällen, während ich mit ihnen über Falun Dafa spreche.
Wenn ich mit jungen Frauen spreche, erzähle ich ihnen auch vom moralischen Verfall in der Gesellschaft. Ich warne sie davor, nachts alleine unterwegs zu sein, und rate ihnen, mehr auf ihre Sicherheit zu achten. Eltern mit kleinen Kindern sage ich, dass die Gesellschaft heutzutage ziemlich chaotisch ist und sie ihre Kinder gut im Auge behalten sollten.
Ich hoffe, dass immer mehr Menschen erfahren, wie wunderbar Falun Dafa ist, damit sie gesegnet werden und eine strahlende Zukunft haben.