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Nach drei Gefängnisstrafen erneut festgenommen

30. Oktober 2026 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierende aus der chinesischen Provinz Anhui

(Minghui.org) Eine 62-jährige Frau aus der Stadt Hefei in der Provinz Anhui befindet sich seit ihrer Festnahme am 1. Juli 2026 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa in Haft.

Ein Essenslieferant hatte Wang Kezhen gefilmt, als sie mit Menschen über die anhaltende Verfolgung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) sprach, und sie anschließend bei der Polizei angezeigt. Daraufhin durchsuchten Polizisten ihre Wohnung und brachten sie in die Haftanstalt der Stadt Hefei. Inzwischen hat die Polizei ihren Fall an die örtliche Staatsanwaltschaft übergeben. Wang droht nun eine Anklage.

Wang wurde im März 1964 geboren und begann am 19. Mai 1998, Falun Dafa zu praktizieren. Kurz darauf verschwand ihr Diabetes insipidus, eine seltene Erkrankung, die starken Durst und häufiges Wasserlassen verursacht. Als die KPCh ein Jahr später die Verfolgung von Falun Dafa einleitete, hielt Wang an ihrem Glauben fest. Seitdem wurde sie dreimal zu Gefängnisstrafen von insgesamt siebeneinhalb Jahren verurteilt.

Im November 1999 reiste Wang nach Peking, um sich für das Recht einzusetzen, Falun Dafa frei praktizieren zu dürfen. Dort wurde sie festgenommen. Nach ihrer Rückführung in die Provinz Anhui hielt man sie 13 Tage lang in der Haftanstalt Feidong fest.

Im März 2000 reiste Wang erneut nach Peking, um für Falun Dafa zu appellieren. Wieder wurde sie festgenommen und in die Haftanstalt Feidong gebracht. Während ihrer siebenwöchigen Haft wurde sie geschlagen, weil sie die Falun-Dafa-Übungen praktizierte. Außerdem misshandelten die Wärter sie mit Elektroschlagstöcken und zwangen sie, niederzuknien. Aus Protest trat Wang in den Hungerstreik. Später wurde sie freigelassen.

Im September 2000 fuhr Wang zum dritten Mal nach Peking, um für Falun Dafa zu appellieren. Auf dem Platz des Himmlischen Friedens wurde sie festgenommen und nach Hefei zurückgebracht. Diesmal hielt man sie mehr als 40 Tage lang in einer Gehirnwäsche-Einrichtung fest, wo sie wiederholt geschlagen und beschimpft wurde.

Am 30. Juni 2001 wurde Wang erneut festgenommen, weil sie Plakate über Falun Dafa aufgehängt hatte. Zwei Tage später gelang ihr die Flucht aus der Polizeistation. Um weiteren Festnahmen zu entgehen, konnte sie nicht mehr nach Hause zurückkehren und musste sich andernorts verborgen halten. Am 22. September reiste sie zum vierten Mal nach Peking, um für Falun Dafa zu appellieren. Erneut wurde sie festgenommen. In der Haftanstalt Shunyi in Peking weigerte sie sich, ihren Namen preiszugeben, und trat in den Hungerstreik. Eine Woche später, als sie sich bereits in Lebensgefahr befand, ließen die Wärter sie frei.

Im August 2005 wurde Wang bei der Polizei angezeigt, als sie nach Hause zurückkehrte, um ihr Kind zu besuchen. Polizisten drangen durch ein Fenster im dritten Stock in ihre Wohnung ein. Wang konnte jedoch entkommen.

Am 13. Juni 2010 wurde Wang erneut festgenommen, weil sie anderen Praktizierenden Informationsmaterialien über Falun Dafa gegeben hatte. Sie wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Da sie sich weigerte, ihrem Glauben abzuschwören, wurde sie geschlagen, beschimpft und mit Elektroschocks gefoltert. Die Wärter zwangen sie außerdem, stundenlang zu stehen, und schränkten ihre Toilettengänge ein. Infolge der Misshandlungen litt Wang unter gefährlich hohem Blutdruck, Brustschmerzen, Schwindel und Schwäche in den Gliedmaßen.

Am 16. Februar 2017 wurde Wang abermals festgenommen, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Am 22. Februar kam sie wieder frei.

Vier Monate später, am 6. Juni, wurde sie zusammen mit sieben weiteren Praktizierenden festgenommen, während sie gemeinsam die Lehre von Falun Dafa lasen. Nach acht Tagen Haft wurde Wang am 14. Juni aus der Haftanstalt Hefei entlassen.

Am 3. September 2020 wurde Wang festgenommen, als sie einen älteren Mitpraktizierenden besuchte. Sie wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Nach Ablauf ihrer Haftstrafe veranlasste das Komitee für Politik und Recht ihre Überstellung in eine Gehirnwäsche-Einrichtung.

Am 3. August 2022, weniger als ein Jahr nach ihrer Freilassung, wurde Wang erneut festgenommen, als sie einen Freund besuchte. Am folgenden Tag kam sie gegen Kaution frei. Im November desselben Jahres übergab die Polizei ihren Fall jedoch an die örtliche Staatsanwaltschaft. Am 6. September 2023 musste sich Wang vor dem Bezirksgericht Shushan einer Gerichtsverhandlung stellen. Am 2. November 2023 wurde sie zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Frühere Berichte:

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