Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

China Fahui | Falun Dafa bei der Arbeit in der Redaktion bestätigen

30. Oktober 2026

(Minghui.org) 1996 habe ich begonnen, Falun Dafa zu praktizieren. Mittlerweile bin ich 63 Jahre alt. Anlässlich der 23. China-Fahui möchte ich meine Kultivierungserfahrungen mit Meister Li, dem Begründer von Falun Dafa, und meinen Mitpraktizierenden teilen.

Dafa-Praktizierende strahlen hell, wo immer sie auch sind

Im Jahr 2008 wurde ich, eine Lehrerin, in die Redaktion der wissenschaftlichen Fachzeitschrift einer Universität versetzt. Als ich dort als Redakteurin für die Geisteswissenschaften anfing, hatten sie drei weitere Redakteure für dieses Fachgebiet: zwei Lehrerinnen und einen Lehrer. Sie verfügten über zwei Büros. Eines lag auf der Südseite, wo es warm und hell war und wo die beiden Lehrerinnen arbeiteten. Es gab noch ein dunkles und feuchtes Büro zur Nordseite hin. Im Prinzip handelte es sich um einen Abstellraum mit zwei großen Eisenregalen sowie einem Schreibtisch neben der Tür. Dort hatte der Lehrer seinen Arbeitsplatz.

Als ich ankam, meinte die Direktorin: „Die derzeitigen Arbeitsbedingungen sind schlecht, die beiden Lehrerinnen sind nicht bereit, das Büro zu tauschen.“ Sie deutete damit an, dass ich mir den Raum, der nach Norden lag, mit dem Lehrer teilen müsse. Sie meinte, bald würde mir vielleicht ein neues Büro zugewiesen werden. Ich sagte daraufhin sofort: „Das ist in Ordnung, kein Problem.“ So stellte ich meinen Schreibtisch neben den des Lehrers.

Ich konnte meinen Schreibtisch nirgendwo anders aufstellen; der restliche Platz war von dem großen Eisenregal belegt, auf dem sich Zeitschriften aus den letzten circa zehn Jahren stapelten. Außerdem lagen dort die Publikationen, die von anderen Universitäten stammten. Einige waren aufgeschlagen, andere nicht. Der ganze Raum roch nach muffigem Papier.

Ich bin davon überzeugt, dass Falun-Dafa-Praktizierende, wo auch immer sie sich befinden, hell erstrahlen. Wir richten unser Leben nach Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht aus. Der Glanz, der von diesen Prinzipien ausgeht, erfreut auch unsere Mitmenschen.

Nachdem ich mich eingelebt hatte, ordnete ich alles im Raum. Ich ging systematisch vor: Jeden Tag las und überarbeitete ich die Manuskripte und verbrachte meine Pausen damit, den riesigen Stapel alter Zeitschriften durchzusehen und nach Jahrgang und Ausgabe zu sortieren. Zehn Ausgaben aus einem Zeitraum oder einer Kategorie legte ich beiseite, damit sie von den Autoren meiner Universität eingesehen werden konnten. Denn manchmal forderten sie ihre bereits veröffentlichten Artikel bei uns an, beispielsweise wenn es um eine Beförderung ging. Die übrigen Zeitschriften setzte ich alle nach Jahrgängen gebündelt in die unteren Regale.

Ich räumte alles rund um das Fenster weg und putzte es. Mein Kollege kam nie pünktlich zur Arbeit und wirkte zudem seltsam. Jeden Tag brachte er einen geflochtenen Einkaufskorb mit und trug einen abgetragenen Freizeitanzug, an dem sogar ein Knopf fehlte. Er war Mitte fünfzig, nicht besonders groß und hatte ein schmales Gesicht. Hinter seiner schlichten, gelehrten Erscheinung verbarg sich eine gewisse Unnahbarkeit. Ich begrüßte ihn immer fröhlich mit „Guten Morgen, Herr Lehrer!“ oder „Bis morgen, Herr Lehrer!“, er antwortete aber kaum.

Nach mehr als einem Monat hatten wir noch keinen einzigen Satz von Bedeutung miteinander gewechselt. Nachdem das Büro durch meine verschiedenen Bemühungen „heller“ geworden war, sprach er mich eines Tages endlich an: „Sie haben ausgezeichnete Manieren!“ Ich lächelte und bedankte mich. Da die anderen sagten, er sei seltsam und unvernünftig, wagte ich nicht, etwas Unangebrachtes ihm gegenüber zu äußern.

Im Laufe der Zeit unterhielten wir uns immer öfter. Er erzählte mir, dass er freiwillig in diesen Raum gezogen sei, weil er die beiden Lehrerinnen nicht schätze und sie vulgär finde. Sein Vater war ein hochgebildeter Intellektueller gewesen, der während der Kulturrevolution von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verfolgt worden war.

Nach unserem Gespräch versuchte ich, ihm die wahren Umstände über Falun Dafa zu erklären, doch jedes Mal wurde ich durch seine seltsame Art zu sprechen und meine eigenen Bedenken abgelenkt. Vielleicht lastete die familiäre Tragödie zu schwer auf ihm, sodass er Angst hatte, etwas mitzubekommen, was von der Propaganda der KPCh abwich. Bald darauf ging er in den Ruhestand und ich sah ihn nie wieder.

Eines Tages kam die Direktorin in unser Büro. Als sie sah, dass ich den Raum geputzt und aufgeräumt hatte, rief sie: „Sie sind einfach großartig! Hier ist alles so ordentlich und aufgeräumt – wie ein Sonnenstrahl!“ Dann entschuldigte sie sich dafür, dass ich in einer solchen Umgebung arbeiten musste. Ich erwidert: „Das ist kein Problem, es ist in Ordnung.“

Es ist schade, dass sie später, als ich ihr die Fakten über Falun Dafa erklärte, nur zustimmte, dass die KPCh bösartig ist. Denn auch ihr Vater war verfolgt worden. Aber sie trat nicht aus den Organisationen der KPCh aus. Dennoch erkannte sie an meinem Verhalten die Güte, Nachsicht und Aufrichtigkeit einer Falun-Dafa-Praktizierenden.

Persönlichen Gewinn loslassen und sich wirklich weiterkultivieren

Im Jahr 2012 erhielt die Redaktion eine neue Direktorin und das Arbeitsumfeld verbesserte sich erheblich. Die Fachzeitschrift wurde zudem in zwei voneinander unabhängige Zeitschriften umstrukturiert – eine für die Geisteswissenschaften und eine für die Naturwissenschaften – und offiziell eingeführt. Die Anzahl der Redakteure für die Geisteswissenschaften stieg auf sechs und wir zogen in ein großes, gut ausgestattetes Büro.

Da das Büro immer größer wurde, nahm auch die Unordnung zu. Niemand war für die Sauberkeit und Ordnung zuständig und es herrschte schnell Chaos. Die anderen Redakteure waren zwischen dreißig und Mitte vierzig; ich war die Älteste. Jeden Tag wischte ich den Boden, räumte auf, goss die Pflanzen und so weiter. Jedes Mal, wenn die Direktorin in unser Büro kam, sagte sie: „Die Atmosphäre in diesem Büro ist sehr angenehm.“

Die Arbeit in der Redaktion bringt Vorteile mit sich: Es gibt häufig Dienstreisen, Besprechungen oder Fortbildungen, an denen die Redakteure abwechselnd teilnehmen. Die meisten wählen die Veranstaltung nach dem Ort aus und bevorzugen ihnen unbekannte oder landschaftlich reizvolle Gegenden. Sie kaufen sich lokale Spezialitäten und reichen die Kosten als Reise- oder Besprechungsaufwendungen ein. Ich meldete mich nie freiwillig, wenn mein Vorgesetzter etwas organisierte. Nach Möglichkeit vermied ich, daran teilzunehmen, da ich kein Interesse an touristischen Besichtigungen hatte und zudem keine Zeit verschwenden wollte. Selbst wenn ich doch einmal mitfahren musste, rechnete ich meine eigenen Ausgaben nie in die offiziellen Reisekosten ein; ich nahm nicht einmal ein Taxi. Als Falun-Dafa-Praktizierende sollte man in erster Linie kein Interesse an persönlichem Gewinn haben.

Gemäß den Vorschriften kann für leitende Fachkräfte das Renteneintrittsalter von 55 auf 60 Jahre angehoben werden. Als ich 55 wurde, fragte ich mich, ob ich mit Arbeiten aufhören sollte. Die meisten Menschen wollen nicht in Rente gehen; manche versuchen sogar, etwas länger zu arbeiten. Auch mir fiel es nicht ganz leicht, auf die Vorteile des Arbeitens zu verzichten. Ich überlegte: „Wenn ich noch fünf Jahre weitermachen würde, könnte ich in dieser Zeit über 200.000 Yuan verdienen und dann eine deutlich höhere Altersrente erhalten.“

Während ich noch darüber nachdachte, hatte ich einen lebhaften Traum über eine Kommilitonin, sie arbeitete an einer Universität – sie putzte dort die Toiletten und leerte die Papierbehälter in eine große Mülltonne aus. Ich fragte sie: „Warum machst du das?“ Sie antwortete: „Um mir etwas dazuzuverdienen.“ Ich fragte: „Wie viel verdienst du?“ Da nannte sie mir genau den Betrag, den ich nach meiner Pensionierung jeden Monat weniger zur Verfügung hätte.

Ich verstand, dass der Meister mir einen Hinweis gab: Ich sollte nicht am Geld haften. Die Zeit ist begrenzt und ich sollte die Gelegenheit nutzen und das tun, was eine Dafa- Praktizierende tun sollte. Da beschloss ich sofort, mein Amt niederzulegen. Die begrenzte Zeit könnte ich dann nutzen, um die drei Dinge zu tun und mein Gelübde erfüllen – dem Meister helfen, Menschen zu erretten.

Niemand konnte meine Entscheidung nachvollziehen. Manche sagten, ich sei töricht, schon in den Ruhestand zu gehen, andere meinten, sie würden mich vermissen, und einige Lehrkräfte baten: „Bitte gehen Sie nicht in den Ruhestand. Kann ich Ihnen irgendwie bei den Manuskripten helfen?“ Ich freute mich sehr über ihre Freundlichkeit, aber ich bin eine Praktizierende. Ich habe viel zu tun und noch wichtigere Aufgaben zu erfüllen.

Bevor ich ging, sortierte ich sorgfältig alle Nachschlagewerke, Wörterbücher, Hefter und die anderen Büromaterialien, die mir die Redaktion im Laufe der Jahre zur Verfügung gestellt hatte. Ich legte sie zusammen mit dem Büroschlüssel auf meinen Schreibtisch und verließ ohne großes Aufsehen meinen Arbeitsplatz. Seit meiner Pensionierung gehe ich, sofern nichts Besonderes anliegt, jeden Tag hinaus und erkläre den Menschen die wahren Umstände über Dafa.

Sie ist die qualifizierteste Mitarbeiterin in unserer Abteilung

Zum Abschluss möchte ich noch etwas über die Atmosphäre in der Redaktion berichten. Intellektuelle bilden eine komplexe Gruppe. Viele besitzen bereits ein angeborenes Überlegenheitsgefühl und darüber hinaus auch eine durch die Parteikultur der KPCh erzeugte Gerissenheit. Deshalb sind Konflikte mit ihnen einzigartig und herausfordernd. Mehrere Mitarbeiter waren untereinander in Streitereien verwickelt. Selbst diejenigen, die oberflächlich betrachtet ein gutes Verhältnis untereinander hatten, blockierten und bekämpften sich gegenseitig, sobald es um ihre eigenen Interessen ging. Es kam zu unfairen Manuskriptzuteilungen, zu nicht nachvollziehbaren Lektorats- und Korrekturhonoraren und zu ungleichen Chancen bei Dienstreisen. Es wurde auch über angeblich schlecht editierte Manuskripte gesprochen. Es betraf zudem die Geschenke an die Führungskräfte: Wer verteilte sie und wer erhielt dann die Vorteile und so weiter? Das war Alltag in der Redaktion.

Der Meister sagt:

„Wenn du aus Qing herausspringst, wird dich niemand mehr bewegen können. Die menschlichen Gesinnungen können dich dann nicht mehr mitreißen; stattdessen wirst du mit Barmherzigkeit erfüllt, etwas noch Erhabeneres.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 201)

Mir wurde klar: Diese Konflikte können mich nicht mehr beeinflussen, wenn ich weltliche Vorteile und Begierden loslassen kann. Da ich mich sogar mitten in einer Unstimmigkeit am Maßstab von Dafa ausrichtete, geriet ich mit niemandem in Konflikt.

Meine direkten Kollegen und auch diejenigen aus anderen Büros unterhalten sich gerne mit mir. Einige sagten, dass sie sich wohlfühlten, wenn sie mit mir redeten. Zum richtigen Zeitpunkt informierte ich sie dann auch über die Fakten von Falun Dafa. Intellektuelle haben komplexe Gedanken und viele Sorgen. Einige hatten Angst, nachdem sie die wahren Umstände gehört hatten; andere erklärten sich bereit, aus der KPCh und den ihr untergeordneten Organisationen auszutreten, und ein Kollege begann, Falun Dafa zu praktizieren. An meinen Worten und Taten erkannten sie alle, dass Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht großartig sind und dass Falun-Dafa-Praktizierende gute Menschen sind.

Nachdem ich 2015 eine formelle Klage gegen den ehemaligen KP-Chef Jiang Zemin wegen der Verfolgung von Falun Dafa eingereicht hatte, kamen sechs oder sieben Polizeibeamte der örtlichen Polizeiwache in einem Polizeiauto zur Universität; sie wollten mich festnehmen. Die Chefredakteurin sagte zu ihnen: „Ich weiß nichts über die Organisation, von der Sie sprechen, aber diese Lehrerin (sie bezog sich auf mich) ist die qualifizierteste Mitarbeiterin unserer Redaktion. Sie hat eine hohe Arbeitsmoral und beschwert sich nie über die Aufgaben, die ich ihr gebe. Wenn unsere Redaktion mehr solche Mitarbeiter hätte, wäre die Arbeit viel einfacher. Noch nie hat sie im Büro etwas Unangemessenes gesagt.“

Zwei Wochen später konnte ich wieder an die Universität zurück. Ein Direktor sagte zu mir: „Machen Sie sich bitte keine Sorgen. Ihre Kollegen werden Sie nicht anders behandeln.“ Als dieser Direktor einmal in die Redaktion kam, überreichte ich ihm einen Brief mit Informationen über die Verfolgung. Er erkannte die wahren Umstände und wurde dafür gesegnet. Er wurde zum führenden Professor für politische Arbeit befördert. Die Universität hatte sich mehrere Jahre lang intensiv bemüht, für unsere wissenschaftliche Fachzeitschrift den Status „nationale Kernzeitschrift“ zu erlangen. Schließlich wurde der Antrag während seiner Amtszeit bewilligt. Zufrieden ging er in den Ruhestand.

Wenn ich auf meine langjährige Kultivierung zurückblicke, erkenne ich, wie die barmherzige Fürsorge und Ermutigung sowie die Hinweise des Meisters mich angeleitet haben. Dafür bin ich stets sehr dankbar! Ich werde von nun an den Weg der Kultivierung gewissenhaft gehen, mich fleißig kultivieren und die drei Dinge gut erfüllen, damit ich der Barmherzigkeit des Meisters würdig bin.