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Kultivierung ist eine ernsthafte Angelegenheit – es ist dringend notwendig, den Menschen die Fakten hinter der Verfolgung zu vermitteln

5. Oktober 2026 |   Von einer Falun-Dafa-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Während die Fa-Berichtigung rasch voranschreitet, habe ich kürzlich tief empfunden, wie ernst die Kultivierung ist und wie dringend es ist, den Menschen zu helfen, die wahren Umstände hinter der anhaltenden Verfolgung zu verstehen. Ich möchte meine jüngsten Erkenntnisse mit meinen Mitpraktizierenden teilen.

Bedingungslos nach innen schauen

Die Selbstreflexion ist für jeden Falun-Dafa-Praktizierenden unerlässlich und unterscheidet uns grundlegend von den gewöhnlichen Menschen. Vor kurzem habe ich über meinen Kultivierungszustand nachgedacht. Ich habe mich in allem, was ich tat, anhand der Maßstäbe des Fa bewertet und jedem Gedanken und jeder Handlung große Aufmerksamkeit geschenkt. Wenn plötzlich falsche Gedanken auftauchten, gelang es mir meist, sie zu erkennen und die dahinterstehenden Anhaftungen zu identifizieren. Selbst wenn ich ungerecht behandelt wurde, suchte ich dennoch nach meinen eigenen Unzulänglichkeiten, anstatt die Situation aus menschlicher Perspektive zu betrachten.

Dennoch hatte ich oft das Gefühl, dass in meiner Kultivierung etwas fehlte und ich nur langsam vorankam, was mich verwirrte. Da der Meister meine aufrichtige Absicht, mich zu kultivieren, erkannte, erleuchtete er mich durch das Fa.

Eines Tages, als ich das Zhuan Falun auswendig lernte, stieß ich auf folgende Passage:

„Wir sprechen nur über die üblichen Krankheiten. Jemand hat beispielsweise irgendwo einen Tumor, eine Entzündung, eine Knochenwucherung und so weiter. In einem anderen Raum ist zu sehen, dass an jener Stelle ein intelligentes Wesen hockt. Das intelligente Wesen befindet sich in einem tiefliegenden Raum. Normale Qigong-Meister können das nicht sehen; mit normalen übernatürlichen Fähigkeiten ist es auch nicht zu sehen. Sie können nur schwarzes Qi am Körper sehen. Wo es schwarzes Qi gibt, da ist Krankheit; das ist richtig. Aber das schwarze Qi ist nicht die grundlegende Ursache für die Krankheit, sondern das intelligente Wesen, das in einem noch tiefer liegenden Raum existiert und genau dieses Feld erzeugt. Manche Leute sprechen von Ableiten und Austreiben. Dann versuch doch mal, das schwarze Qi abzuleiten! Das intelligente Lebewesen hat es in einem Moment wieder erzeugt; manche davon haben sehr viel Kraft. Kaum ist das schwarze Qi abgeleitet worden, schon wird es wieder zurückgezogen; das intelligente Lebewesen kann das selbst zurückziehen. Es hilft also nicht, es einfach so zu behandeln. (Zhuan Falun, 2019, S. 362)

Jedes Wort in dieser Passage hat mich tief bewegt, mich hart getroffen und mich aufgerüttelt. Ich war erschüttert bei der plötzlichen Erkenntnis, dass ich die ganze Zeit über nur mechanisch in mich hineingeschaut und an der Oberfläche gekratzt hatte, ohne das Wesentliche zu finden.

Ich fuhr fort, das Fa zu rezitieren. Der Meister sagte:

„Wenn das intelligente Lebewesen weggenommen wird, wirst du feststellen, dass es auf dieser Seite am Körper nichts mehr gibt. Sei es ein Bandscheibenvorfall, sei es eine Knochenwucherung – wenn du jenes Ding weggenommen und das Feld ausgestoßen hast, wirst du feststellen, dass es sofort wieder in Ordnung ist. Wenn du dich noch einmal röntgen lässt, gibt es überhaupt keine Knochenwucherung mehr. Die grundlegende Ursache ist jenes intelligente Wesen gewesen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 363)

Nachdem ich diese beiden Passagen gelernt hatte, spürte ich plötzlich einen tieferen Sinn – einen, der unter der Oberflächenschicht der dunklen Energie lag. Zum Beispiel erlebte ich einmal eine Situation, in der ich missverstanden wurde. Ich bewahrte meine Gelassenheit und verzichtete darauf, mich zu verteidigen. Später, als die Wahrheit ans Licht kam, sagte mir jemand: „Es stellte sich heraus, dass du daran keine Schuld hattest.“ In diesem Moment verspürte ich eine tiefe Erleichterung. Ich dachte, ich hätte Zurückhaltung geübt und mich dafür entschieden, eine freundliche Erklärung erst dann zu geben, wenn ich danach gefragt würde. Jetzt sehe ich jedoch, dass ich die Sache nicht wirklich losgelassen hatte. Was ich zeigte, war eine oberflächliche Gelassenheit, eine gewöhnliche Art von Selbstbeherrschung, die edel wirken sollte, aber ich hatte den Maßstab eines Kultivierenden nicht wirklich erreicht.

Wahre Kultivierung legt Wert darauf, nichts auszulassen. Bei tieferer Reflexion habe ich meine Anhaftung an Selbstschutz aufgedeckt, die in einer tieferen Dimension diese Geisteshaltung darstellte. Ohne diese Anhaftung auszugraben, kann die bloße Behandlung oberflächlicher Probleme wie Tumore, Entzündungen oder Knochensporne nicht den Maßstäben eines wahren Schülers genügen. Ich bin dankbar für die barmherzige Führung des Meisters. Ich muss tiefgehend nach Anhaftungen suchen und mich wahrhaftig und beständig kultivieren.

Ein kleiner Zwischenfall hat mich kürzlich ziemlich niedergeschlagen. In der Vergangenheit habe ich, wann immer ähnliche Gefühle aufkamen, normalerweise nach innen geschaut und geglaubt, dass Neid im Spiel war. Da ich mir des Schadens bewusst bin, den Neid anrichtet, habe ich stets darauf geachtet, ihn zu beseitigen. Wann immer ich mich im Alltag unausgeglichen oder unglücklich fühlte und in mich hineinhörte, fand ich immer Neid und lehnte ihn sofort ab. Doch dieses Mal wurde mir nach langem Nachdenken klar, dass Neid nicht die wahre Ursache war, was mich verwirrte.

An jenem Abend nach dem gemeinsamen Fa-Lernen erzählte mir die Mitpraktizierende Ying von ihrem Traum: Sie sah mich an der Haustür ihres Hauses und wir unterhielten uns fröhlich. Während wir sprachen, bemerkte sie, wie mein Körper immer durchsichtiger wurde, bis ich schließlich vor ihren Augen vollständig verschwand. Um meine Anwesenheit zu spüren, griff sie nach meinem Arm. Sie stellte fest, dass nur noch die Spitzen meiner zehn Finger schwach sichtbar waren. Im Traum spürte sie den reinen Kultivierungszustand einer Dafa-Schülerin und drückte ihre Dankbarkeit für die grenzenlose Barmherzigkeit des Meisters aus. Mit Tränen in den Augen beschrieb sie mir die Szene in ihrem Traum.

Ich dachte danach immer wieder über diesen Traum nach. Auch wenn der Meister den Traum vielleicht genutzt hatte, um Ying zu ermutigen, war es kein Zufall, dass auch ich davon erfahren hatte. Ich glaubte, dass es weit mehr war als nur eine Prüfung meiner Freude. Der Meister wollte mich sicherlich auf eine Anhaftung aufmerksam machen, die ich beseitigen musste. Ying sah nur meine Fingerspitzen – das heißt, es waren nur noch meine Fingerkuppen übrig. Das chinesische Schriftzeichen für „Fingerkuppe“ hat dieselbe Aussprache wie das Wort für „Neid“ im Chinesischen. Der Meister erinnerte mich daran, meinen Neid zu beseitigen.

Ich spürte, dass der Meister von seinen Schülern erwartete, sich immer reiner zu kultivieren. Rückblickend war der Neid die eigentliche Ursache für mein Leid wegen belangloser Dinge. Ich beschloss, den Neid vollständig abzulegen. Als ein Wesen, das aus Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht besteht, muss ich dieses verdorbene Element durch Kultivierung beseitigen.

Das Fa gründlich lernen und die wahren Umstände mit einem Bewusstsein für die Dringlichkeit klarstellen

Ich bin dem Meister zutiefst dankbar, dass er mich mit einer angenehmen Arbeit und einer unterstützenden Familie gesegnet hat, wodurch ich mich vollkommen auf die drei Dinge konzentrieren kann. In den letzten Jahren sind Ying und ich gemeinsam regelmäßig hinausgegangen, um mit den Menschen über die wahren Umstände von Falun Dafa zu sprechen. Als Ying familiäre Schwierigkeiten hatte, mussten wir unsere Ausgehzeiten von vormittags auf mittags verlegen, dann wieder von mittags auf nachmittags und schließlich wieder zurück auf vormittags verschieben. Ständig passten wir die Zeiten an, um sicherzustellen, dass unsere Bemühungen zur Rettung der Menschen nicht unterbrochen werden.

Jeden Tag begegneten wir Menschen, die die wahren Umstände akzeptierten und Dafa unterstützten. Wir erlebten viele bewegende Momente, wodurch die Skepsis, die Vorwürfe oder das körperliche Anrempeln durch andere Menschen unbedeutend erschienen.

Wir beide verspürten in letzter Zeit die Dringlichkeit, die wahren Umstände aufzuzeigen. Es wurde uns immer klarer, dass wir den Menschen nur dann wirksam von der brutalen Verfolgung berichten können, wenn wir das Fa gründlich lernen und uns solide kultivieren.

Mein Tagesablauf ist fest durchgeplant. Die Übungen beginnen morgens um 3:20 Uhr. Nachdem wir um 6:00 Uhr aufrichtige Gedanken ausgesendet haben, holt mich Ying mit ihrem E-Bike ab, und gemeinsam machen wir uns auf den Weg, um mit den Menschen über Falun Dafa zu sprechen. Ich komme zwischen 8:00 und 9:00 Uhr morgens wieder nach Hause, nehme ein schnelles Frühstück zu mir und mache mich dann auf den Weg zur örtlichen Polizeiwache, um in der Nähe aufrichtige Gedanken auszusenden. Danach kehre ich nach Hause zurück, um das Fa zu lesen und zu rezitieren, während ich zu jeder vollen Stunde aufrichtige Gedanken aussende. So gestaltet sich mein Tag sehr erfüllend.

Gegen 18:30 Uhr versammeln sich Mitpraktizierende bei mir zu Hause zum gemeinsamen Fa-Lernen. Unter dem Segen und dem Schutz des Meisters hat sich das Umfeld unserer Fa-Lerngruppe verbessert, und wir alle sind dem Meister zutiefst dankbar und schätzen dieses Umfeld sehr. Wenn die Mitpraktizierenden gegangen sind, lerne ich weiter das Fa und lerne es auswendig bis Mitternacht, dann sende ich aufrichtige Gedanken aus. Da ich oft unter Zeitdruck stehe, habe ich andere alltägliche Dinge in meinem Leben nach und nach reduziert.

Mir wurde klar, dass ich ohne gründliches Fa-Lernen nicht in der Lage war, mich fleißig zu kultivieren und die wahren Hintergründe über Dafa effektiv zu erklären. Andererseits entwickelte ich leicht den Drang, Dinge einfach nur zu erledigen. Mit Menschen über Dafa zu sprechen ist die heiligste Angelegenheit, und ich gehe sie mit einem reinen, respektvollen Herzen an – einem Herzen, das aus dem tiefen Fa-Lernen hervorgeht, welches wiederum aus dem Fa stammt. Indem ich mich fleißig dem Fa-Lernen widme und mich gut kultiviere, kann ich häufig die Unterstützung und die geordneten Arrangements des Meisters spüren.An einem Sommertag machten Ying und ich uns gegen 2:00 Uhr morgens auf den Weg, um Flugblätter mit Informationen über Dafa zu verteilen. Normalerweise gingen wir nach dem nächtlichen Verteilen der Informationsmaterialien erst nach 6:00 Uhr morgens wieder hinaus. Doch wir sprachen darüber, wie dringend es ist, den Menschen die wahren Hintergründe zu erklären, und beschlossen, nach unserer Rückkehr nach Hause die Übungen zu machen und nach dem Aussenden der aufrichtigen Gedanken um 6:00 Uhr morgens wieder hinauszugehen. Auf dieser Tour konnten wir dank der starken Unterstützung durch den Meister über zehn Menschen davon überzeugen, aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) auszutreten – mehr als sonst.

Ying plante für das diesjährige Mittherbstfest eine Reise in ihre Heimatstadt und wollte dort drei Tage bleiben. Da sie während ihres Aufenthalts weiterhin mit Leuten ins Gespräch kommen wollte, lud sie mich ein, sie zu begleiten. Ich sagte gerne zu. Allerdings sagte die Wettervorhersage für diese Tage Regen voraus. Wir baten den Meister, uns einen sonnigen Tag zu bescheren.

Am Tag nach dem Mittherbstfest klarte der Himmel auf. Ich packte die Informationsmaterialien zusammen und fuhr mit dem Auto in ihre Heimatstadt, Ying war schon mit ihrem E-Bike vorausgefahren. Wir besuchten mehrere Dörfer in der Umgebung. Wir sprachen mit den Dorfbewohnern, die gerade Mais in der Sonne trockneten, und mehr als 40 Menschen traten aus der Partei und ihren Unterorganisationen aus. Ihr aufrichtiges Lächeln erfüllte mich mit Freude.

Bei unseren letzten Besuchen in ihre Heimatstadt hatte Ying einen Freund gebeten, uns seinen Elektroroller zur Verfügung zu stellen. So konnten wir noch am selben Tag zurückfahren und hatten nach unserer Rückkehr mehr Zeit für das Fa-Lernen. Der Meister hatte unseren Weg für uns geebnet und darauf gewartet, dass wir ihn beschreiten.

Träume wahr werden lassen

Am Tag vor der Fertigstellung dieses Artikels hatte ich während meines kurzen Mittagsschlafes einen lebhaften Traum. In diesem Traum hielt ich ein kleines Notizbuch in der Hand, in das ich die Namen von Menschen eintrug, die aus der Partei und den ihr angeschlossenen Organisationen austraten. Mit einem Gefühl der Dringlichkeit notierte ich hastig alle Einträge. Da fragte mich eine Stimme: „Was denkst du über Hühnereier?“ Ich antwortete: „Das bedeutet ‚dringend‘.“ Das liegt daran, dass das Wort „Huhn“ (ji) genauso ausgesprochen wird wie das chinesische Wort für „dringend“. Ich schrieb weiter Namen auf, bis ich endlich fertig war.

Da tauchte vor mir ein Boot auf, das bereits voller Menschen war. Keiner von ihnen trug Gepäck. Sie standen mit leeren Händen da und lächelten mich an. Als ich gerade einsteigen wollte, verwandelte sich die Verbindung zwischen dem Land und dem Boot in eine schmale Hängebrücke. Ich rannte darüber und hielt mein kleines Notizbuch fest umklammert. Als ich ans neblige Ufer zurückblickte, standen dort viele Menschen, die zurückgelassen worden waren.

Aus dem Traum wurde mir klar, dass nicht mehr viel Zeit bleibt und wir unsere alltäglichen Angelegenheiten beiseitelassen müssen, um so vielen Menschen wie möglich zu helfen, die Schwere der andauernden Verfolgung zu verstehen, damit wir mit dem Meister nach Hause zurückkehren können.

Das sind meine jüngsten Erkenntnisse aus meiner Kultivierung. Bitte weist mich freundlich auf alles hin, was nicht mit dem Fa übereinstimmt.