(Minghui.org) Ein Fahrer eines Mitfahrdienstes in der Stadt Tieling, Provinz Liaoning, wurde kürzlich zu anderthalb Jahren Haft verurteilt, weil er einem Fahrgast erzählt hatte, wie die Praxis von Falun Dafa sein Leben grundlegend gewandelt hatte.
Zhang Junjia war früher spielsüchtig. Er nahm Kredite in Höhe von insgesamt über 300.000 Yuan (etwa 38.700 Euro) auf und verlor das gesamte Geld. Seine Eltern mussten sich Geld leihen, um seine Schulden zu begleichen. Unter dem Stress dieser Situation bekam sein Vater ein Herzleiden und erlitt später einen Schlaganfall, was die finanzielle Notlage der Familie weiter verschärfte.
Erschwerend kam hinzu, dass Zhang in einen Autounfall verwickelt war und mehr als 30.000 Yuan (etwa 3.870 Euro) für die Reparatur des anderen Fahrzeugs zahlen musste. Dem zunehmenden Druck nicht gewachsen versuchte er dreimal, sich das Leben zu nehmen.
Um seine Schulden abzubezahlen, kaufte Zhang ein Auto und begann, als Fahrer für einen Fahrdienst zu arbeiten. Die monatliche Kreditrate von 3.100 Yuan (etwa 450 Euro), die Schulden seiner Familie und die Behandlungskosten für seinen Vater setzten ihn enorm unter Druck.
Später lernte Zhang einige Falun-Dafa-Praktizierende aus der Umgebung kennen. Beeindruckt von ihrer Ruhe und Gelassenheit begann er, Falun-Dafa-Bücher zu lesen. Dabei stellte er fest, dass die Praxis ganz anders war, als sie in der Propaganda der Kommunistischen Partei Chinas dargestellt wurde. Durch die Lehre erkannte er, wie wichtig es ist, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Diese Erkenntnis brachte ihm Erleichterung und half ihm, mit den Fehlern der Vergangenheit abzuschließen. Fortan bemühte er sich, nach den Falun-Dafa-Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu leben, und wurde im Umgang mit anderen rücksichtsvoller und nachsichtiger.
Weil er einem Fahrgast davon erzählte, wie er durch die Praxis von Falun Dafa profitiert hatte, wurde Zhang am 23. September 2025 von Beamten der Polizeiwache Dugong festgenommen. Er wurde im Untersuchungsgefängnis Dadong festgehalten und später von der Staatsanwaltschaft des Bezirks Dadong angeklagt. Das Bezirksgericht Dadong setzte zunächst eine Anhörung für den 3. Juli 2026 an, verschob den Termin dann jedoch auf den 13. Juli und anschließend auf den 7. August.
Am 4. August 2026 begab sich Zhangs Mutter, Geng Yuhua, zur Postfiliale der Gemeinde Jinjia, um einen Brief zu verschicken, in dem sie Gerechtigkeit für ihren Sohn forderte. Sie wurde von Beamten der Staatssicherheitsabteilung des Kreises Changtu festgenommen; diese beschlagnahmten auch ihren Brief.
Die Anhörung am 7. August dauerte weniger als zwei Stunden. Der Vorsitzende Richter Chen Zhuangwei unterbrach die Sitzung am Mittag mit der Begründung, er müsse am Nachmittag an einer Besprechung teilnehmen.
Während Zhangs zweiter Anhörung am 13. August unterbrach Chen die Verhandlung, nachdem der Verteidiger darauf hingewiesen hatte, dass die chinesische Behörde für Presse und Publikationen das Verbot von Falun-Dafa-Büchern bereits 2011 aufgehoben hatte.
Nach der Fortsetzung der Verhandlung untersagte Chen dem Anwalt, Falun Dafa in seiner Verteidigung zu erwähnen. Als dieser dennoch darauf bestand, Zhang entsprechend zu verteidigen, wies Chen einen Gerichtsdiener an, ihn aus dem Gerichtssaal zu entfernen. Anschließend fragte er Zhang, ob er einen Pflichtverteidiger wünsche, was dieser ablehnte.
Auch als Zhang zu seiner eigenen Verteidigung aussagte, wurde er von Chen unterbrochen. Schließlich vertagte Chen die Verhandlung und verkündete das Urteil einige Wochen später.
Zhang legte gegen das Urteil Berufung ein.
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