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[Europäische Fa-Konferenz 2026] Reinigungsprozess während der Berichterstattung über Shen Yun

7. Oktober 2026 |   Von einem Falun-Dafa-Praktizierendem aus Spanien

(Minghui.org) Grüße an den Meister, Grüße an die Mitpraktizierenden.

Ich bin ein Praktizierender aus Spanien und möchte heute meine Erfahrungen mit euch teilen, die ich während der Berichterstattung über Shen Yun Performing Arts auf der Tournee 2026 gemacht habe.

Da ich vom lokalen Veranstalter beauftragt wurde, für NTD Zuschauer von Shen Yun zu interviewen, und ohnehin Vollzeit für NTD arbeite, ging ich zunächst davon aus, dass es kein Problem sein würde, mir ein paar Tage frei zu nehmen, um in die verschiedenen spanischen Städte zu reisen, in denen Shen Yun auftreten würde. Ich dachte sogar, dass die Berichterstattung als Arbeitszeit gelten würde, da die Interviews von NTD verwendet werden sollten. Daher wartete ich fast bis zum letzten Moment, bevor ich die freien Tage beantragte. Dabei ging ich eher mit der Haltung auf meinen Vorgesetzten zu, ihn darüber zu informieren, dass ich mir ein paar Tage freinehmen würde, als ihn tatsächlich um Erlaubnis zu bitten. Schließlich ging es um Shen Yun, oder? Und auch um NTD. Wie hätten sie also nein sagen können?

Ich war also ziemlich schockiert, als die Antwort „Nein“ lautete und mir mitgeteilt wurde, dass ich nicht so viele Tage frei nehmen könne. Der Grund war einfach: Es herrschte akuter Personalmangel und sie hatten einfach niemanden, der mich so viele Tage lang vertreten konnte. Mir wurde sofort klar, wie falsch meine Denkweise gewesen war und dass ich auch NTD wertschätzen und berücksichtigen musste – ein Projekt, das ebenfalls über die wahren Umstände aufklärt und Lebewesen errettet.

Dazu hat der Meister gesagt: 

„Sie haben es gut gemacht, aber plötzlich gehen sie zu anderen Projekten, so dass es plötzlich an Einsatzkräften mangelt. Wenn manche Lernende schlechter Laune sind, berücksichtigen sie nicht mehr, wie es anderen geht. Sie achten auch nicht mehr darauf, wie sich eine Sache auf die Fa-Bestätigung auswirkt. Sie tun das, was sie tun wollen. Solche Lernenden habe ich gesehen. Auch die Gottheiten bewundern sie nicht. Aber bei anderen Projekten werden wirklich Menschen benötigt. Wenn du Zeit hast, dabei zu helfen, sollte das kein Problem sein. Denn viele Dafa-Jünger haben gleichzeitig mehrere Aufgaben übernommen. Wir haben darüber dies und jenes gesagt, allerdings geht es um die Frage unserer Koordination und auch um die Frage der Kultivierung.“ (Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz des Großraums New York 2009, 07.06.2009) 

Nachdem mir klar geworden war, dass ich mein Bestes tun sollte, um NTD während der Shen-Yun-Tour nicht zu beeinträchtigen, überprüfte ich meine Zugtickets, die ich bereits gebucht hatte, und stellte fest, dass ich an den meisten Tagen, für die ich frei nehmen wollte, immer noch arbeiten konnte. Es gab nur drei Tage während der einmonatigen Tour, an denen ich wirklich nicht arbeiten konnte. Mir wurde klar, dass ich ursprünglich so viele freie Tage beantragt hatte, weil ich mich nicht unter Zeitdruck setzen wollte – etwa in einer Stadt anzukommen und sofort mit der Arbeit beginnen zu müssen, bevor es Zeit war, zum Veranstaltungsort aufzubrechen. Aber sobald ich auf Tour war, wurde mir klar, dass das keine große Sache war. Wann immer ich mir eine Unterkunft mit anderen Praktizierenden teilte, wiesen sie mir, ohne dass ich darum bitten musste, ein Zimmer mit einem Schreibtisch zu, damit ich bequemer arbeiten konnte. Wenn ich in Hotels übernachtete, konnte ich ohne Aufpreis früher einchecken. Ich habe das Gefühl, dass der Meister mir, nachdem ich meine Einstellung korrigiert hatte, während der gesamten Tournee half, sodass ich beide Aufgaben erfüllen konnte.

Als die Tournee in Spanien anlief und ich mir die Show zum ersten Mal ansah, fiel mir etwas Ungewöhnliches auf, obwohl ich dem zunächst keine große Beachtung schenkte: Während ich der Aufführung zusah, war ich nicht bewegt. Normalerweise bin ich zu Tränen gerührt, sobald sich der Vorhang hebt, aber dieses Mal war da nichts. Tanz für Tanz, Stück für Stück – nichts. Mir wurde klar, dass ich abgelenkt war und der Aufführung nicht wirklich meine Aufmerksamkeit schenkte, dachte mir aber nichts dabei.

Das war mein Gemütszustand während der ersten Aufführungen. Dann begann ich, ein Muster zu erkennen: Die Zuschauer, die ich interviewte, machten keine besonders tiefgründigen Kommentare zur Show. Sie sagten, es sei eine schöne Aufführung, sehr farbenfroh, mit hervorragenden Tänzern, aber viel mehr auch nicht. Da wurde mir klar, dass etwas nicht stimmte, und ich brachte es sofort mit meiner eigenen Geisteshaltung in Verbindung. Ich verstand, dass diese oberflächlichen Kommentare ein Spiegelbild meines Kultivierungszustandes waren. Wenn ich keine Verbindung zur Aufführung herstellen konnte, wenn ich selber ihre tieferen Bedeutungen nicht erfasste, wie sollte ich dann den Zuschauern helfen, sich diesbezüglich auszudrücken?

Natürlich behaupte ich nicht, dass die Kommentare des Publikums ausschließlich vom Reporter abhängen. Es liegt auf der Hand, dass manche Menschen die Darbietung auf einer tieferen Ebene verstehen und andere nicht. Manche sind zu Tränen gerührt und andere nicht, manche sind vor der Kamera schüchtern und manche sehr ausdrucksstark. Aber ich glaube fest daran, dass der Kultivierungszustand des Reporters die Fähigkeit der Zuschauer beeinflussen kann, sich auszudrücken. Wenn wir uns in einem guten Kultivierungszustand befinden, kann unser aufrichtiges Feld negative Elemente beseitigen, die sie möglicherweise einschränken, und es ihnen ermöglichen, tiefere Einsichten über Shen Yun mitzuteilen. Ist unser Feld hingegen nicht aufrichtig, verstärken wir diese negativen Elemente möglicherweise, anstatt sie zu beseitigen, und schränken so die Fähigkeit der Menschen ein, sich zu äußern.

Und genau das, so glaube ich, geschah: Die Tatsache, dass ich keine Verbindung zur Aufführung hatte, dass ich nicht mit ihr im Einklang war, wirkte sich negativ auf die Interviewpartner aus. Sofort begann ich, nach innen zu schauen und meinen Kultivierungszustand zu stärken. Mir wurde klar, dass ich die aufrichtigen Gedanken nicht konzentriert ausgesendet hatte, sondern den ganzen Tag über weltliche Gedanken gehabt hatte. Deshalb begann ich, meinen Gedanken große Aufmerksamkeit zu schenken und darauf zu achten, stets die Denkweise eines Praktizierenden beizubehalten. Als ich mir die Aufführung dann erneut ansah, bemühte ich mich bewusst, mich voll und ganz darauf zu konzentrieren und meinen Geist klar zu halten.

Es funktionierte. Die Aufführung berührte mich allmählich und endlich gelang es mir, einige der Geschichten tiefer zu verstehen. Allerdings fiel mir auch auf, dass es einen Aspekt der Show gab, der mir Unbehagen bereitete: die Lieder, genauer gesagt, die Liedtexte. Sie sind so direkt, dass ein Teil von mir das Gefühl hatte, manche Menschen könnten sie vielleicht nicht akzeptieren. Doch mir wurde klar, dass etwas in mir nicht stimmte und ich mich deshalb so fühlte. Ich begann, nach innen zu schauen in dem Versuch, die Ursache für diese Gefühle zu finden.

Ungefähr zu dieser Zeit erfuhr ich von einigen besonderen Anweisungen für die Shen-Yun-Reporter, von denen ich zuvor noch nichts gehört hatte. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: In den Anweisungen wurde betont, dass Reporter keine Angst haben sollten, bestimmte Fragen zu stellen. Ich hatte das Gefühl, dass es vom Meister so arrangiert war, dass ich diese Anweisungen genau in diesem Moment hörte – als einen Hinweis, der mir helfen sollte, diese Prüfung zu bestehen. Es half mir zu verstehen, dass mein Gemütszustand mit Angst zusammenhing. Ich schaute nach innen auf der Suche nach der Angst, die mich blockierte.

Kurz darauf, erinnere ich mich, war die Vorstellung fast zu Ende und ich wartete in der Nähe der Kamera – bereit, Zuschauer zu interviewen, sobald sie herauskamen. Ich sandte aufrichtige Gedanken aus, als es geschah – etwas wurde freigelegt. Ich konnte erkennen, worin meine Angst bestanden hatte, ich sah sie ganz klar.

Nun, der Meister hat gesagt:

„Sobald im Prozess der Kultivierung ein Teil des Kultivierenden entstanden ist, der sich fertig kultiviert hat, sobald sich sein gedanklicher Horizont erhöht hat und jenen Pass überwunden hat, wird er ohne zeitliche Einschränkung sofort abgetrennt.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in der Hauptstadt der USA, 22.07.2006)

Genau das ist geschehen. In dem Moment, als mir klar wurde, welche Anhaftung ich hatte, wurde dieser Teil von mir abgetrennt und ich konnte mich nicht mehr daran erinnern, um was für eine Angst es sich handelte! Daher kann ich euch leider nicht genau sagen, welche Anhaftung mich blockiert hatte. Doch auch wenn ich mich nicht an die Einzelheiten erinnern konnte, hatte ich doch insgesamt das Gefühl, dass es eine Angst war, die ich loslassen konnte. Und als die Aufführung zu Ende war und ich die Zuschauer zu interviewen begann, bemerkte ich sofort den Unterschied.

Plötzlich sagten die Zuschauer einer nach dem anderen, wie „mutig“ die Show sei, wie „mutig“ die Darsteller seien und wie „mutig“ alle an der Produktion Beteiligten seien. Sie bewunderten die fehlende Angst, die Wahrheit zu sagen. Wieder spürte ich, dass der Meister mich ermutigte, meine Ängste vollständig zu beseitigen.

Ich erinnere mich an einen Mann, den ich an diesem Tag interviewte. Er hatte die Aufführung auf einer sehr tiefen Ebene verstanden und sprach ausdrücklich die Liedtexte an. Er sagte, Shen Yun sei sehr mutig, so offen darüber zu sprechen, wie die Evolutionstheorie und der Atheismus den Menschen schaden würden, und drückte seine Bewunderung dafür aus. Er erzählte auch, dass er gläubig sei, weshalb er den Liedtexten voll und ganz zustimme und dass die Lieder denjenigen, die nicht religiös seien, sicherlich etwas zum Nachdenken geben würden.

Während ich ihm zuhörte, dachte ich, dass er selbst sehr mutig war. Er war ein ganz normaler Mensch und doch scheute er sich nicht, vor der Kamera offen über seine Überzeugungen zu sprechen. Warum sollte ich als Dafa-Schüler nicht genauso mutig sein wie er? Wovor hatte ich eigentlich solch eine Angst?

Die Tournee ging weiter und mit jeder Aufführung spürte ich, wie mein Geist immer mehr gereinigt und berichtigt wurde. Ein weiterer Durchbruch erfolgte, als eine andere Truppe in Spanien auftrat und ein anderes Lied mitbrachte. Diesmal fühlte ich mich, sobald ich den Text auf der Leinwand las, sofort mit der Botschaft verbunden. Ich erinnere mich, dass die erste Zeile davon handelte, wie sich die Hoffnung auf Erlösung im gesamten Kosmos ausbreitet. Und ich konnte es spüren. Ich konnte spüren, wie alle Lebewesen die Hoffnung auf Erlösung erlebten. Ich konnte spüren, dass jeder einzelne Zuschauer zu jenen Lebewesen gehörte, die viele Prüfungen und Leiden ertragen hatten, um an diesem Tag bei einer Shen-Yun-Aufführung sitzen und erlöst werden zu können. Als es in dem Lied um Evolution und Atheismus ging, konnte ich zugleich die Barmherzigkeit spüren, mit der die Menschen erweckt werden sollten. Ich war zu Tränen gerührt.

Ich erinnere mich, dass die Kommentare des Publikums in dieser Stadt besonders tiefgründig waren. Noch einmal: Ich behaupte nicht, dass dies allein an mir lag, aber vielleicht erzeugte die Tatsache, dass ich von der Aufführung so tief bewegt war, ein Feld der Rechtschaffenheit, das den Menschen half, sich zu öffnen und ihre wahren Gefühle mitzuteilen. Und ich glaube, dass ein solches Feld der Rechtschaffenheit auch negative Gedanken eindämmen kann.

Ich erinnere mich an einen Mann, der positive Kommentare abgab, auch wenn sie nicht besonders tiefgründig waren. Als ich ihn fragte, welchen Einfluss Shen Yun seiner Meinung nach auf die Gesellschaft haben könnte, wenn immer mehr Menschen die Aufführung sähen, bemerkte ich, dass er zögerte. Schließlich sagte er, dass es bestimmte Dinge gebe, mit denen er nicht einverstanden sei. Ich blieb ruhig und begann, aufrichtige Gedanken auszusenden. Da bemerkte ich, dass er sich veränderte. Er sagte, dass er zwar mit bestimmten Botschaften in der Aufführung nicht einverstanden sei, diese Botschaften ihn aber sicherlich zum Nachdenken anregen würden. Er fügte hinzu, dass selbst Menschen, die den dargestellten Inhalten nicht voll und ganz zustimmen, dennoch darüber nachdenken und eine neue Perspektive gewinnen könnten.

Das war also meine Reise der Läuterung während der Shen-Yun-Tournee. 

Etwa einen Monat nach Ende der Spanien-Tournee durchlebte ich dann eine körperliche Prüfung, die mehrere Wochen andauerte. Indem ich nach innen schaute, kam ich zu der Erkenntnis, dass dies Teil des Reinigungsprozesses war. Mir wurde bewusst, dass ich im Laufe des Jahres vor dieser Shen-Yun-Tournee in meiner Kultivierung immer mehr nachgelassen hatte.

Einerseits war das vergangene Jahr sehr ruhig verlaufen. Ich hatte weder körperliche Prüfungen durchgemacht, noch war ich mit vielen bedeutenden Xinxing-Prüfungen konfrontiert worden. Zunächst hielt ich das für etwas Gutes. Ich hatte das Gefühl, dass der Meister mir eine Pause gönnte, nachdem ich einige Jahre zuvor einige große Prüfungen durchlaufen hatte. Doch durch die Prüfung, die ich nach der Shen-Yun-Tournee durchlebte, wurde mir klar, dass diese Denkweise in Wirklichkeit eine Falle war, die mich dazu brachte, meinen Maßstab zu senken.

Nach und nach hatte ich dem Aussenden der aufrichtigen Gedanken immer weniger Aufmerksamkeit geschenkt und auch mein Fleiß bei den Übungen hatte immer mehr nachgelassen. Ich hatte sonst dem Studium des Fa immer große Bedeutung beigemessen, doch mit der Zeit das Fa immer weniger gelernt. Im Hinterkopf hatte ich immer den Gedanken: „Es ist schon in Ordnung – du kannst dich ein wenig entspannen.“ Indem ich die wesentlichen Aspekte der Kultivierung vernachlässigte, wurde meine Denkweise zunehmend weltlich. Die Veränderung vollzog sich so schleichend, dass ich sie zunächst gar nicht bemerkte. Selbst zur Zeit der Shen-Yun-Tournee war mein Geist voller gewöhnlicher menschlicher Gedanken wie Neid, Anhaftung an Ansehen, Begierde und so weiter. Meiner Auffassung nach war das der Hauptgrund, warum es mir anfangs so schwerfiel, von der Aufführung berührt zu sein. 

Die körperliche Prüfung war daher ein dringend benötigter Weckruf. Sie gab mir die Gelegenheit, wieder zum regelmäßigen Fa-Lernen, zum regelmäßigen Üben und zu fleißigen aufrichtigen Gedanken zurückzukehren. Mein Geist wurde von vielen weltlichen Gedanken gereinigt. Durch Nach-innen-Schauen gelang es mir, mehrere langjährige Anhaftungen loszuwerden. Ich verstehe nun deutlicher, wie wichtig es ist, das ganze Jahr über einen starken Kultivierungszustand aufrechtzuerhalten, damit wir, wenn Shen Yun kommt, dem erforderlichen Maßstab entsprechen, um eine positive Rolle bei der Errettung der Lebewesen spielen zu können.

Das Obige ist mein persönliches Verständnis, das auf meinen Kultivierungserfahrungen basiert. Bitte weist mich gütig auf eventuelle Unstimmigkeiten hin. 

Danke, Meister. Danke, Mitpraktizierende.