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[Fa-Konferenz in der deutschsprachigen Schweiz 2026] Zwei Jahre auf meinem Kultivierungsweg

Wieder zur regelmäßigen Übungspraxis finden

1. November 2026 |   Von einem Dafa-Praktizierenden in Europa

(Minghui.org) Jahrelang fiel es mir schwer, mich unter der Woche morgens aufzuraffen und die Übungen regelmäßig zu praktizieren. Meine Ausrede war, dass ich aufgrund der Zeitverschiebung zu New York oft bis spät in die Nacht arbeite und meist erst gegen 1:00 Uhr morgens ins Bett komme. Ich versuchte, dies auszugleichen, indem ich tagsüber die Übungen machte, wenn ich etwas Freizeit hatte oder weniger Telefonate anstanden. Meistens schaffte ich jedoch nur kurze Einheiten – 13 Minuten, 4 Minuten oder lediglich eine halbe Stunde Meditation zwischendurch.

Ich habe festgestellt, dass ich mindestens fünf bis sechs Stunden Schlaf brauche. Ich muss früh aufstehen, um meiner Tochter beim Fertigmachen für die Schule zu helfen. Anschließend arbeite ich an anderen Dafa-Projekten, bei denen ich Texte redigiere und übersetze. Es klappte mal mehr, mal weniger gut, doch oft fühlte ich mich tagsüber müde und musste mich hin und wieder für 15 bis 30 Minuten ausruhen – manchmal sogar noch vor Beginn meiner Abendschicht. Auch beim Fa-Lernen, ob gemeinsam mit der Familie oder allein, wurde ich häufig müde. Eines Abends, kurz bevor ich ins Bett gehen wollte, wurde mir klar, dass ich den Meister nicht wirklich von Herzen um Hilfe gebeten hatte. Ich erkannte, dass ich es aus eigener Kraft nicht schaffte, mit meiner gewohnten Denkweise diese Situation zu überwinden.

Aus diesem Grund setzte ich mich an jenem Abend vor das Bild des Meisters und bat ihn um Hilfe, diese Schwierigkeit zu überwinden. Danach ging ich zu Bett und dachte nicht weiter darüber nach. Am nächsten Tag erhielt ich eine Nachricht von einem meiner Brüder mit dem Vorschlag, ob wir nicht gemeinsam morgens die Übungen praktizieren sollten. Im vergangenen Jahr hatte unsere Familie mit schweren Krankheiten und Todesfällen zu kämpfen – Ereignisse, die für mich und unsere gesamte Familie eine große Prüfung darstellten. Wir besitzen einen Bauernhof mit Wald, Gemüsegarten, Bienen und Hühnern, um die sich meine Mutter, mein Vater und mein Bruder viele Jahre lang gekümmert hatten. Doch nach dem Tod meines Bruders und meines Vaters war es nicht mehr möglich für meine Mutter, die Arbeit allein zu bewältigen. Nun lebt nur noch meine Mutter auf dem Bauernhof.

Wir alle durchlebten eine lange Zeit der Trauer, die mir zugleich half, den Wert des Lebens und seine Zerbrechlichkeit besser zu verstehen. Mir wurde bewusst, wie wichtig die Familie ist, und dass wir alle eine Rolle dabei spielen, füreinander zu sorgen. Meine Mutter hatte früher die Falun-Dafa-Übungen praktiziert, musste dies jedoch jahrelang unterbrechen, da sie durch die schwierige Situation mit meinem Vater und meinem Bruder stark beansprucht war. Schon lange hatte ich vorgehabt, sie zu unterstützen, indem ich morgens zur gleichen Zeit wie sie die Übungen praktizierte. Da ich im Ausland lebe, konnten wir dies nur aus der Ferne tun. Doch bisher hatte ich mich nicht dazu aufraffen können.

Der Meister hört meinen Hilferuf

Als mein Bruder mir die Nachricht schickte, wurde mir klar, dass der Meister meinen Hilferuf erhört hatte. Mein Bruder, der selbst das Fa liest und praktiziert, wenn auch häufig unregelmäßig wie ich, schlug vor, gleich am nächsten Tag zu beginnen. Er wollte auch einen anderen Praktizierenden einbeziehen, der mit ähnlichen Schwierigkeiten beim Praktizieren zu kämpfen hatte wie wir. Wir beschlossen, sofort am nächsten Tag loszulegen. Wir informierten meine Mutter sowie den anderen Praktizierenden; beide bekundeten umgehend ihr Interesse, mitzumachen.

Am Abend zuvor hatte ich wie üblich lange gearbeitet und gedacht, ich würde rechtzeitig aufstehen können. Am nächsten Morgen war ich jedoch sehr müde, verschlief um eine Stunde und verpasste so erneut die Gelegenheit. In dieser Stunde hatte ich jedoch einen Traum. Ich befand mich auf einer Touristeninsel und sah plötzlich eine Gruppe von Praktizierenden, die im Rahmen einer kleinen Parade Musik spielten und Übungen machten. Dann sah ich eine weitere Gruppe von Praktizierenden, die ihnen entgegenkamen. Als sie aufeinandertrafen, wurde die Musik lauter. Ich sah zwei große, rotierende Räder, die weißes Licht ausstrahlten. Es herrschte eine sehr starke, positive Energie, und viele Menschen schauten zu.

Als ich aufwachte, erkannte ich, dass ich nicht enttäuscht sein sollte. Es war dennoch ein guter Anfang. Am nächsten Tag gelang es mir aufzustehen, und wir praktizierten zum ersten Mal zu viert gemeinsam online. Sogar meine Mutter machte mit. In der darauffolgenden Woche standen wir alle um sechs Uhr morgens auf und schafften es, die Übungen gemeinsam zu machen, mit Ausnahme des Tages, an dem ich selbst mit unserer lokalen Gruppe übte.

Die Auswirkungen zeigten sich auch auf anderen Ebenen. Meine Tochter und ich hatten uns lange darüber unterhalten, ob sie am europäischen Minghui-Camp für Familien teilnehmen sollte. In den Vorjahren hatte sie immer daran teilgenommen, doch als wir dieses Jahr darüber sprachen, wollte sie plötzlich nicht mehr. Schließlich nannte sie verschiedene Gründe, warum das Camp für sie nicht mehr lohnenswert erschien – etwa den Stress durch den Wechsel zwischen Kampfkunst- und Tanzunterricht, der Lärm anderer Kinder usw. Sie erklärte, dass ihr das einfach nicht mehr gefalle. Ich versuchte auf verschiedene Weise, sie doch noch zur Teilnahme zu bewegen. Zum Beispiel sprach ich mit ihr über den Ablauf und andere Aktivitäten, die ihr Spaß machen würden, doch meine Bemühungen blieben erfolglos.

In jener Woche, als ich begann, regelmäßig zu üben, gelang es mir, ruhiger zu bleiben und ihr besser zuzuhören. Ich konnte ihre Sorgen und Gefühle ernst nehmen und ihr Feedback als etwas betrachten, aus dem wir für das diesjährige Camp lernen konnten. Ich informierte die Organisatoren des Camps. Sie alle stimmten ihrer Kritik zu und wollten die Situation verbessern. Meine Tochter war sich jedoch immer noch unsicher, ob sie überhaupt teilnehmen wollte.

Am nächsten Tag sprach ich erneut mit ihr. Diesmal, mit dem aufrichtigen Wunsch, ihr zu helfen – und zwar um ihretwillen, nicht um meinetwillen. Ich erklärte ihr, dass wir – ebenso wie die Camp-Leitung – uns das Feedback von ihr und anderen zu Herzen genommen hätten und Verbesserungen vornehmen würden. Am darauffolgenden Tag sagte sie, dass sie auch dieses Jahr am Minghui-Camp teilnehmen wolle.

Der Geist ist klar

Im vergangenen Jahr war ich bisweilen etwas zerstreut und vergaß häufig Dinge. Auf dem Weg zu einem Flug hatte ich sogar mein Handy im Zug liegen lassen, was für meine Tochter und mich eine ziemliche Zerreißprobe geworden war. In Stresssituationen ließ ich mich leicht von anderen beeinflussen. Wenn ich nach innen schaute, waren die Angst, nicht akzeptiert zu werden, und das Bedürfnis nach Bestätigung meist die Ursache für meine Zerstreutheit.

In derselben Woche, in der ich mit dem regelmäßigen Üben begann, wollte ich mich mit meiner Schwiegermutter treffen. Meine Tochter hatte das Wochenende bei ihr verbracht und nun wollte ich sie abholen. Auf dem Weg zum Bahnhof geriet ich wegen des bevorstehenden Treffens erneut etwas unter Stress, konnte mich jedoch schnell wieder beruhigen. Weil ich achtsam blieb, bemerkte ich noch rechtzeitig, dass ich mein Handy auf einer Bank an der Bushaltestelle vergessen hatte. Bei einer anderen Gelegenheit wäre mir beim Aussteigen aus dem Bus beinahe meine Lesebrille abhandengekommen. Früher wäre ich in solchen Situationen vermutlich hastig weitergeeilt und hätte die Sachen einfach liegen lassen.

Meine Schwiegermutter hatte mir eine Nachricht geschickt, wann wir uns treffen wollten, aber versehentlich die falsche Uhrzeit angegeben. Nachdem ich zehn Minuten gewartet hatte, kamen ängstliche Gedanken in mir hoch, was wohl schiefgelaufen sein könnte. Ich rief sie an, erhielt aber keine Antwort, was mich noch mehr beunruhigte. Als diese Gedanken auftauchten, dachte ich zunächst, ich sollte sie ihr nicht mitteilen. Als Praktizierender sollte ich ihnen auch keine große Bedeutung beimessen. Doch dann erkannte ich, dass dahinter eine Angst steckte: die Angst vor dem Unmut oder Empörung anderer, wenn sie erfahren, dass sie etwas falsch gemacht haben. Somit wies ich sie darauf hin, dass sie die Uhrzeit falsch angegeben hatte, und konnte ein Stück weit von dieser Angst loslassen. Inzwischen ist mir klar geworden, dass dies eigentlich meine eigene Angst widerspiegelte, Fehler zu machen. Ich sollte in der Lage sein, meine Meinung zu äußern, auch wenn andere etwas tun, das ich für falsch halte. Ich sollte keine Angst davor haben, was andere denken könnten. Es ist nicht richtig, immer zu schweigen, besonders wenn dieses Schweigen aus der Angst vor Fehlern oder Kritik herrührt.

Anhaftung an die Zeit

Eine weitere Sache, von der ich merkte, dass sie mich und unsere gesamte Gesellschaft beherrscht, ist die Anhaftung an die Zeit. Mit der Zeit lassen sich Menschen – und ich selbst – unter Druck setzen und dazu bringen, Unmengen zu leisten. Doch was steckte für mich persönlich dahinter? Warum empfinde ich bei vielen Tätigkeiten Stress statt Freude? Ist es nicht auch Angst? Die Angst, keine Zeit zu haben oder nicht pünktlich zu sein, zu versagen oder von anderen herablassend behandelt zu werden? Gleichzeitig regt sich in mir Widerstand, der entsteht, wenn ich dieses Gefühl wahrnehme – der Widerstand, eine bestimmte Sache nicht tun zu wollen, weil sie nicht aus meinem eigenen Verständnis heraus stammt. Dies führte oft zu einer Art passiven, niedergeschlagenen Gemütszustand.

Heute glaube ich, dass dies auf Gedanken und Gefühle von äußerem Druck und mangelnder Wertschätzung zurückzuführen ist sowie darauf, dass ich Dinge nur tat, weil ich glaubte, andere würden sie von mir erwarten. Daraus entstand der Widerstand gegen diese Aufgaben, da ich das Gefühl hatte, nicht gehört zu werden, sondern von außen dazu gezwungen zu werden. Dies wiederum führte dazu, dass ich unbewusst Dinge aufschob und mich müde fühlte. Meist wartete ich bis zur allerletzten Minute, bevor ich etwas erledigte. Dabei empfand ich Scham oder Angst davor, was andere von mir denken könnten. Dieser Kampf mit der Zeit, der daraus resultierende Stress und die Angst wurde zu einer Art Lebensweise, die mir über lange Zeit hinweg meine Energie raubten. Durch mehr Übungen, Meditation und Fa-Lernen habe ich endlich das Gefühl, mich davon zu lösen. Heute handle ich aus aufrichtigem Wohlwollen, mit einem klaren Bewusstsein für den Sinn meines Handelns und aus tiefem Verständnis heraus.

Das Fa beseitigt die sozialistischen Einflüsse meiner entstandenen Angst

Wenn ich tiefgründiger nach innen schaue, woher meine Ängste vor Fehlern kommen, ist mir klar geworden, dass unsere gesamte Gesellschaft – insbesondere diejenigen mit starken sozialdemokratischen und sozialistischen Einflüssen – von autoritären Regeln regiert wird, die vorschreiben, was richtig und falsch ist. Sie fordern blinden Glauben. Diejenigen, die sich nicht daranhalten, werden eliminiert oder hinausgedrängt.

Die starke Ausrichtung auf Konkurrenz und Machtkämpfe führt dazu, dass der Wert des Einzelnen, seine Erfahrungen und persönlichen Erkenntnisse in den Hintergrund treten. Stattdessen wird der Mensch dazu angehalten, blind an vorgegebene Vorstellungen zu glauben und seinen Wert durch Wettbewerb, Ansehen und Ruhm zu bestimmen. Dahinter steht vor allem die Angst, von dem abzuweichen, was das System und die Gemeinschaft für richtig halten. Eigenständiges Denken, persönliche Integrität und die Entwicklung einer gefestigten Persönlichkeit, die auf eigenen Erfahrungen und der Suche nach Wahrheit beruhen, werden in einem solchen System kaum gefördert.

In diesem System war es möglich, das Individuum zu kontrollieren, indem das Individuum seinen Wert von anderen und die damit verbundenen oberflächlichen Gefühle abfragen lässt, egal ob es sich um negative oder positive Gefühle handelt. Aus Angst, nicht wertgeschätzt zu werden, sucht man nach Bestätigung, gibt Energie an andere ab und ist sehr leicht zu manipulieren und zu kontrollieren.

Wenn ich auf meine Kindheit zurückblicke, denke ich, dass ich größtenteils in einem Bestrafungs- und Belohnungssystem des Schulsystems in Schweden gefangen war. Erst durch das Lernen des Fa und die Erkenntnis, wie das kommunistische Gespenst die Welt beherrscht, habe ich diese Zusammenhänge verstanden. Mir wurde klar, dass dies ein komplizierter Plan der alten Mächte ist.

Während meiner Schulzeit wurde ich bisweilen gemobbt, weil ich einen anderen Dialekt sprach und aus Nordschweden stammte. Um das auszugleichen, lernte ich, mich im Wettbewerb zu behaupten, um mich besser zu fühlen; dieses Verhalten wurde vom System mit besseren Noten, Anerkennung und Preisen belohnt – oder mit Worten wie: „Wie talentiert, stark oder klug du doch bist.“

Da ich die Unzufriedenheit anderer nicht verstand, äußerte ich meine eigene Sichtweise kaum, aus Angst, jemanden zu verärgern. Um mich mit anderen verbunden zu fühlen, begann ich stattdessen zu tun, was ich glaubte, dass andere von mir erwarteten. Dabei verlor ich allmählich meine Neugier auf das Leben, meine Kreativität, meine Integrität und mein Selbstvertrauen. Stattdessen lernte ich lediglich, die Dinge auf der Grundlage dessen zu interpretieren, was mir in der Schule und durch die „Wahrheiten“ der modernen Wissenschaft vermittelt worden war. Ich habe den Eindruck, dass wir in unserer Gesellschaft lernen, dass es wichtiger ist, recht zu haben, als freundlich miteinander umzugehen.

Doch dieses Konzept von „Richtig“ oder „Falsch“ beruht allein auf menschlichem Wissen – für einen Kultivierenden ist das überhaupt nicht wichtig. Bei der Erziehung meiner Tochter werde ich fast täglich an diese Dinge erinnert. Es ist nur allzu leicht, in eine Denkweise zu verfallen, in der ich ihr nur dann Aufmerksamkeit schenke, wenn sie etwas tut, das ich möchte, oder sie dazu dränge, etwas zu tun, indem ich sage: „Wenn du das machst, bekommst du, was du willst.“ Heute verstehe ich, dass dies eine Art Bestrafung und eine Methode ist, ihre Bedürfnisse zu nutzen, um ein von mir gewünschtes Ergebnis zu erzielen. Natürlich versuche ich, ihr zu vermitteln, was in der heutigen Gesellschaft gut oder schlecht ist, ohne jedoch ihre Wünsche als Druckmittel einzusetzen, damit sie tut, was ich will. Stattdessen gehe ich auf ihre Bedürfnisse ein und versuche ihr zu vermitteln, dass man zum Beispiel sein Zimmer aufräumt, um Ordnung zu schaffen und sich dabei gut zu fühlen – und nicht, um dafür eine Belohnung zu erhalten.

Viele Kinder stehen durch das schulische Umfeld oft unter starkem psychischem Druck. Wenn sie dann nach Hause kommen, fällt es ihnen sehr schwer, sich um Hausarbeiten oder andere von uns Eltern gewünschte Dinge zu kümmern. Oft gab es deswegen Konflikte, doch heute verstehe ich, was sie brauchen: Ruhe. Wir als Eltern können ihnen dabei helfen, diese Ruhe zu finden, indem sie unsere bedingungslose Liebe spüren. Deshalb versuche ich jetzt meistens, ihr zuzuhören und für sie da zu sein, wenn sie nach Hause kommt.

Durch das Lernen des Fa habe ich erkannt, dass wahre Liebe von Mitgefühl geprägt und bedingungslos ist. Sie stellt keine Forderungen an andere und erwartet keine Gegenleistung. Sie wünscht dem anderen von Herzen Glück und hilft ihm, Ängste und oberflächliche menschliche Gefühle loszulassen und der bedingungslosen Liebe, die dem Leben selbst innewohnt, näherzukommen. Es ist jene Barmherzigkeit, die Gottheiten verkörpern – eine Liebe, die auch Eltern ihren Kindern entgegenbringen sollten. Sie sollte sowohl die Erziehung der Kinder als auch den Umgang mit Freunden und anderen Menschen prägen.

Mein Verständnis von Familie und der göttlichen Verbindung

Für ein Kind sind die Eltern die erste und wichtigste Verbindung zur Welt. Nahrung, Sicherheit, emotionale Bindung, Fürsorge und das Spielen sind alles verschiedene Ausdrucksformen der elterlichen Liebe. Später im Kindergarten und noch stärker in der Schule lernen Kinder, dass dies nicht so wichtig ist. Stattdessen werden Vergleiche, Konkurrenz, gute Prüfungsergebnisse und gute Noten belohnt. Wahres Mitgefühl wird kaum gelehrt oder thematisiert. Durch Falun Dafa und meine eigene Kultivierung verstehe ich nun, dass dies für Kind und Eltern eigentlich an erster Stelle steht. Dieses Schulsystem führt zwangsläufig zu Problemen oder die schulischen Leistungen leiden darunter.

Der Meister erklärt im Jingwen „Die Menschheit erneuern“:

„Zahlreiche gesellschaftliche Probleme verschiedenster Art tauchen in der Welt auf und überall lauern Krisen. Doch die Menschen wissen nicht, dass die Ursachen in ihrer eigenen Natur zu finden sind. Aufgrund des Verfalls der Moral sind sie nicht mehr in der Lage zu erkennen, dass das schreckliche menschliche Herz die giftige Wurzel der gesellschaftlichen Probleme ist, und so versuchen sie törichterweise immer wieder, den Ausweg in gesellschaftlichen Vorgängen zu suchen. Infolgedessen erkennen die Menschen nie, dass all die sogenannten Auswege, die sie für sich selbst schaffen, in Wahrheit dazu führen, dass sie sich selbst einschließen. So gibt es noch weniger Auswege, und die neuen Probleme, die daraus entstehen, sind noch schlimmer.“ (Die Menschheit erneuern, 28.09.1996, in: Essentielles für weitere Fortschritte I).

Ich habe verstanden: Wenn ich meinen Selbstwert von der Anerkennung anderer abhängig mache oder aus Angst handle, andere könnten mit mir unzufrieden sein, bleibe ich innerlich unfrei. Dahinter steht eine Denkweise, die von Angst und starren Vorstellungen von Richtig und Falsch geprägt ist, statt von Nachsicht und Güte. Durch das Lernen des Fa habe ich verstanden, dass ich meine Ansichten offen äußern darf, auch wenn andere völlig anderer Meinung sind oder sogar verärgert reagieren. Ich kann ihre Meinung respektieren und es ihnen überlassen, was sie denken. Auch Fehler zu machen ist nichts Schlimmes. Durch eigene Erfahrungen lernen wir und entwickeln den Mut, unseren Weg weiterzugehen. Im Fa lernen wir, nicht aufzugeben und nicht am Boden liegen zu bleiben, wenn wir hinfallen.

Außerdem habe ich erkannt, dass mein Vertrauen wächst, wenn ich Gefühle von Einsamkeit, Angst und Traurigkeit zulasse und aushalte, statt vor ihnen davonzulaufen. So kann ich allmählich die Verbindung zur universellen Barmherzigkeit und zu meinem wahren Selbst wieder spüren. Wenn ich auch die ängstlichen und verlorenen Seiten in mir annehme und mir selbst vergebe, fällt es mir leichter, anderen zu vergeben und sie besser zu verstehen. Durch diese Erkenntnis ist meine Barmherzigkeit gewachsen. Ich bin auch froh, endlich die Ursache meines Grolls erkannt zu haben. Nun weiß ich, dass ich ihn aus eigener Kraft überwinden kann.

Sprache als Indoktrination und die Hoffnung für die Kinder von Praktizierenden

Durch das Lernen des Fa habe ich auch erkannt, dass selbst der Sprachunterricht in der Schule eine Form der Indoktrination darstellt. Komplizierte Grammatikregeln und endlose Vokabellisten erschweren meiner Ansicht nach das Erlernen und den natürlichen Gebrauch einer Sprache. Schließlich muss man einem kleinen Kind keine Grammatikregeln beibringen, damit es sprechen lernt. Kinder eignen sich eine Sprache ganz natürlich durch Zuhören, Nachahmen und Singen an. Dabei entwickeln sie von selbst ein Gespür für die richtigen Sprachstrukturen – so, wie es die Menschen seit Millionen von Jahren getan haben.

Dank der Barmherzigkeit des Meisters und des Engagements der Mitpraktizierenden, die weltweit Schulen, verschiedene Camps für Kinder und Ganjing World ins Leben gerufen haben, gibt es endlich eine Alternative zu diesen manipulativen Schulsystemen. Ich hoffe sehr, dass eines Tages noch viele weitere Kinder eine von Praktizierenden gegründete Schule besuchen können. Dort wird auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingegangen, ihre Talente gefördert und besonderer Wert auf ihre Charakterbildung gelegt. Ihre natürliche Neugier auf das Leben und das Universum wird geweckt und zugleich lernen sie, ihre Erkenntnisse durch die Entfaltung ihrer künstlerischen Fähigkeiten und die Angleichung an die Fa-Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zum Ausdruck zu bringen.

Danke, barmherziger Meister, und danke, liebe Mitpraktizierende, dass ihr euch meinen Erfahrungsbericht geduldig angehört habt.