Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

Als ich wirklich loslassen konnte, wurde mein Herz leicht

4. November 2026 |   Von Anxin, einer Falun-Dafa-Praktizierenden in der Provinz Heilongjiang, China

(Minghui.org) Der Mieter meines Hauses rief mich an und teilte mir mit, dass er den Mietvertrag, der Mitte April dieses Jahres auslief, nicht verlängern werde. Drei Tage später rief mich ein Nachbar an und sagte: „Du solltest lieber vorbeikommen und nachsehen. Der Mieter reißt in deinem Haus alles auseinander. Er benutzt einen Vorschlaghammer und schneidet etwas mit einem Schneidbrenner auseinander.“ Mein Nachbar bat mich, dem Mieter nicht zu verraten, von wem ich es erfahren hatte. Ich dachte: „So viel gibt es darin doch gar nicht, das er auseinandernehmen könnte.“ Doch ich beschloss, selbst nachzusehen.

Als ich ankam, war ich fassungslos. Der Mieter hatte alles verwüstet und ein einziges Chaos angerichtet. Mehrere Leute waren dabei, die Lackierkabine mit Schneidbrennern zu zerlegen, wobei sie das Metall Stück für Stück durchtrennten. Diese Lackierkabine hatte vor mehr als zehn Jahren ein früherer Mieter gebaut. Wir hatten damals vereinbart, dass er die vorhandenen Einbauten entfernt, eine Lackierkabine baut und sie mir beim Auszug überlässt. Der Bau hatte mehr als 10.000 Yuan (etwa 1.300 Euro) gekostet. Verwendet worden waren Stahlrohre, Dämmplatten, Stahlplatten und Bleche – alles fest im Betonboden verankert.

Der Mieter war nirgends zu sehen. Ich forderte die Arbeiter auf, mit der Arbeit aufzuhören. Der Mann, der das Metall schnitt, protestierte: „Nein, das kann ich nicht. Ich habe für dieses Metall bezahlt.“ Ich entgegnete: „Das ist mein Eigentum. Sie dürfen es nicht abbauen. Wem auch immer Sie Geld gegeben haben, verlangen Sie es von ihm zurück.“

Der Mann, der die Kabine demontierte, wusste ganz genau, dass das Grundstück mir gehört. Er wohnte ebenfalls in der Nachbarschaft und betrieb seit mehr als 30 Jahren einen Schrotthandel. Die Kabine hatte als Altmetall einen beachtlichen Wert. Ich sagte zu ihm: „Sie wissen, dass das mir gehört. Der Mieter kann mein Eigentum nicht einfach abbauen und verkaufen.“ Nach einem langen Gespräch wies er seine Arbeiter schließlich widerwillig an, die Arbeiten einzustellen.

Nach einiger Zeit kam der Mieter zurück. Ich fragte ihn: „Warum bauen Sie mein Eigentum ab?“ Er antwortete: „Ich nehme es auseinander. Sie haben es ja nicht selbst gebaut.“ Alle im Reparaturgeschäft wussten, dass mein Anwesen die ganze Zeit über vermietet war. Sie kannten auch die Personen, die es im Laufe der Jahre gemietet hatten.

In diesem Moment sagte ich mir immer wieder, dass ich eine Praktizierende sei und nicht mit anderen streiten dürfe. So blieb ich ruhig und redete vernünftig mit ihm. Ich sagte: „Diese Lackierkabine steht schon seit über zehn Jahren hier, während Sie das Anwesen nur drei Jahre lang gemietet haben. Sie sollten es in dem Zustand zurückgeben, in dem Sie es übernommen haben.“

Er wiederholte jedoch nur noch einmal: „Sie haben sie nicht gebaut, also nehme ich sie auseinander und verkaufe sie.“ Ich erwiderte: „Auch wenn ich sie nicht gebaut habe, gehört sie trotzdem mir. Seit sie gebaut wurde, sind Sie bereits der vierte Mieter hier. Wer sie gebaut hat, geht Sie nichts an.“ Doch ganz gleich, wie sehr ich ihn auch zu überzeugen versuchte, er blieb uneinsichtig und wiederholte nur: „Ich nehme sie auseinander.“

Eine Menschenmenge hatte sich versammelt, um zuzusehen. In diesem Augenblick konnte ich nicht nur meine Anhaftung an persönliche Interessen nicht loslassen. Ich fühlte mich außerdem gedemütigt und konnte den Gesichtsverlust nicht überwinden. Ich dachte: „Mein Mann ist verstorben. Nutzt er mich nicht aus, weil ich eine Frau bin?“ Mir gingen alle möglichen Gedanken durch den Kopf. „Nimmt er sich mein Eigentum nicht einfach mit Gewalt?“ Ich wandte mich an einen Schaulustigen in meiner Nähe und fragte ihn: „Was soll ich tun?“ – „Rufen Sie die Polizei.“ Das tat ich dann auch.

Die Polizeiwache war nur etwa 100 Meter entfernt, sodass die Beamten rasch eintrafen. Nachdem sie sich angehört hatten, was vorgefallen war, sagte einer der Beamten zu mir: „Da Sie die Kabine nicht selbst gebaut haben, müssen Sie Beweise vorlegen, dass sie Ihnen gehört.“ Ich entgegnete: „Sie steht seit mehr als zehn Jahren auf meinem Grundstück, während er mein Haus erst seit drei Jahren gemietet hat. Wenn Sie Beweise verlangen, dann fordern Sie ihn auf zu beweisen, dass er etwas mit dieser Lackierkabine zu tun hat.“

Der erste Beamte schwieg. Es war offensichtlich, dass er auf der Seite des Mieters stand. Ein anderer Beamter meinte: „Ist das nicht Ihr Haus? Schließen Sie einfach die Tür ab.“ Ich erklärte, dass der Mietvertrag erst in etwa zehn Tagen auslaufe. Darauf der Beamte: „Machen Sie Fotos als Beweisstücke. Sonst haben Sie keine Beweise, wenn alles abgebaut ist und Sie rechtliche Schritte einleiten wollen.“

Ich verstand, was er damit andeuten wollte. Ich hatte zwar nicht vor, vor Gericht zu gehen, aber seine Worte sollten den Mieter offensichtlich einschüchtern. Deshalb folgte ich seinem Vorschlag und machte Fotos. Als der Beamte, der auf der Seite des Mieters stand, dies bemerkte, sagte er: „Das ist ein zivilrechtlicher Streit. Wir sind dafür nicht zuständig. Sie müssen vor Gericht gehen.“ Die Beamten verließen den Ort.

Auf dem Heimweg überschlugen sich meine Gedanken: Was sollte ich als Nächstes tun? An wen könnte ich mich wenden? Sollte ich direkt zum Leiter des Büros für öffentliche Sicherheit gehen? Ich dachte: „Jemand nimmt mir mein Eigentum direkt vor der Nase weg und die Polizei stellt sich auch noch auf seine Seite. Vielleicht sollte ich auch Beschwerde gegen die Beamten einreichen.“ Ich hatte den Mann, der die Lackierkabine gebaut hatte, bereits kontaktiert. Er fragte: „Was hat er damit zu tun? Mit welchem Recht baut er sie ab?“ Er bot an, für mich auszusagen. Als ich wieder zu Hause war, überlegte ich unablässig, was ich tun sollte.

Nachdem ich um 18 Uhr aufrichtige Gedanken ausgesendet hatte, kamen mir viele Fa-Grundsätze in den Sinn, vor allem über Verlust und Gewinn und über das Loslassen von persönlichen Interessen. Ich überlegte: „Ich bin eine Kultivierende. Etwas so Ernsthaftes und offenbar so Unvernünftiges geschieht nicht ohne Grund. Etwas, dessen Bau über 10.000 Yuan gekostet hat, wurde zerstört. Aber alles, was den Praktizierenden widerfährt, hat einen Grund.“ Mit dieser Erkenntnis beschloss ich, die Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen.

Später erzählte mir ein Nachbar, dass ein Elternteil des Mieters alt, krank und bettlägerig sei und dass auch seine beiden Kinder krank seien. Eines von ihnen sei gerade erst operiert worden. Ich dachte: „Nun gut, vergiss es. Ich werde die Angelegenheit nicht weiterverfolgen. Vielleicht habe ich ihm aus einem früheren Leben etwas geschuldet. Und dies ist eine Gelegenheit, meine Schuld zu begleichen – großartig. Es macht nichts, wenn die Nachbarn über mich lachen oder ich einen finanziellen Verlust erleide.“

Sind das für einen Praktizierenden nicht alles gute Dinge? Dies ist auch eine gute Gelegenheit, meine Anhaftung an persönliche Interessen abzulegen. Alles, was einem Praktizierenden widerfährt, ist gut. Was möchten denn Praktizierende in Wirklichkeit? Geht es nicht darum, den Grundsatz von Verlust und Gewinn zu verstehen? So ließ ich die ganze Angelegenheit los. Als ich sie wirklich losgelassen hatte, wurde mein Herz ganz leicht.

Danke, Meister, dass Sie uns von den Schicksalsverbindungen erzählt und uns die Fa-Grundsätze erklärt haben. Wäre ich keine Kultivierende, wüsste ich nicht, welche Folgen das hätte haben können. Die Praktizierenden haben großes Glück, unter dem Schutz und der Anleitung des Meisters zu stehen. Es gibt keine Anhaftung, die wir nicht loslassen könnten. Solange wir an den Meister und das Fa glauben und fleißig sind, werden wir sicherlich mit dem Meister nach Hause zurückkehren können. Danke, Meister, dass Sie mich gerettet haben!

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis des Autors dar und dient dem Verständnisaustausch.