(Minghui.org) Ich begann 1997 mit dem Praktizieren von Falun Dafa und folge seither der Lehre von Meister Li (dem Begründer der Praxis), um ein besserer Mensch zu werden. Doch die jahrzehntelangen Grollgefühle und Streitigkeiten mit vier Personen hielten auch nach dem Beginn des Praktizierens an.
Dazu gehörten ein Paar, das mich hasste; ein Untergebener, dem ich nicht vergeben konnte; und eine Person, die mir immer leidtat. Glücklicherweise schenkte mir Meister Li die Güte, die Weisheit und den Mut, diesen Groll beizulegen.
In den 1980er-Jahren arbeitete ich für ein großes Unternehmen in der Provinzhauptstadt. Mein Unternehmen besaß ein großes Freibad, das jeden Sommer viele Besucher anzog. Ein Ehepaar, Gan und seine Frau Kang, übernahmen freiwillig die Leitung des Schwimmbads. Die Vertragsgebühr, die sie jährlich an die Firma zahlten, reichte nicht einmal für unsere Wasser- und Nebenkosten. Da das Paar mit dem Firmenvermögen ein Vermögen verdienen konnte, beschwerten sich die anderen Angestellten häufig.
Sechs Jahre, nachdem das Paar die Poolverwaltung übernommen hatte, wurde mir eine Führungsposition übertragen. Aufgrund der starken Meinung der Angestellten plante ich, den Pool zurückzuerhalten und ihn für ein Jahr der Gewerkschaft zu übergeben. So hätten wir die jährlichen Einnahmen ermitteln und einen angemessenen Vertrag ausarbeiten können. Doch das Paar erfuhr irgendwie von meinem Plan und Gan geriet mit mir in Streit. Der Firmenchef schaltete sich ein, mein Plan wurde verworfen. Ich war machtlos, etwas dagegen zu tun.
Ein Jahr später gab das Paar die Poolverwaltung aufgrund des öffentlichen Drucks auf, hegte aber einen tiefen Groll gegen mich. Seitdem grüßten wir uns zwar mit einem Nicken und einem Gruß, doch der tiefe Groll und die Beschwerden blieben bestehen.
Nachdem ich 1997 mit Falun Dafa begonnen hatte, lernte ich, gütig und vergebend zu sein.
Der Meister sagte:
„Überlegt euch einmal, können sich die Buddhas, Gottheiten und die großartigen Erleuchteten über die Menschen ärgern? Absolut nicht. Weil er sich nicht auf der menschlichen Ebene befindet, hat er keine Emotion der gewöhnlichen Menschen. Wie kann man sich selbst in den gewöhnlichen Menschen stellen? Wenn du die Konflikte so behandelst, wie ein gewöhnlicher Mensch, bist du schon auf dem gleichen Niveau und auf der gleichen Ebene der gewöhnlichen Menschen, dann bist du schon mitten in den gewöhnlichen Menschen. Erst wenn du anders bist, als sie, bist du nicht mitten in ihnen. Natürlich zeigt sich das als Toleranz und Großzügigkeit, die gewöhnlichen Menschen werden es so sehen, eigentlich ist das die Manifestation der Xinxing-Position während eurer Kultivierung. Deshalb, wenn ihr, egal in welcher Umgebung und egal unter welchem Umstand auf Konflikte stoßt, sollt ihr alle Probleme mit einem gütigen Herzen, einem barmherzigen Herzen behandeln. Wenn du deine Feinde nicht lieben kannst, kannst du nicht zur Vollendung kommen.“ (Die Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Australien, 2. u. 3.05.1999)
Die Lehre des Meisters ließ mich erkennen, dass ich, wenn mein Groll gegen Gan und Kang nach so vielen Jahren immer noch anhielt, im Grunde ein ganz normaler Mensch war. Eigentlich waren sie keine schlechten Menschen. Nach ihrer Pensionierung leitete Kang immer noch den Seniorenchor an ihrem Arbeitsplatz. Sie war so enthusiastisch, dass alle sie „Lehrerin Kang“ nannten. Warum konnte ich ihnen nicht vergeben? Als Dafa unterdrückt und ich verfolgt wurde, hatten sie nicht auch noch auf mich eingetreten, als ich ohnehin schon am Boden lag; sie zeigten sogar Mitgefühl. Hatten sie dann nicht auch eine Schicksalsverbindung zu Dafa?
Als ich den Groll gegen das Paar endlich überwunden hatte, dachte ich oft daran, ihnen zu erzählen, wie sich alles mit Falun Dafa verhält. Ich wurde aber immer wieder von verschiedenen menschlichen Bedenken zurückgehalten wie: „Würden sie mich verstehen?“ Ich redete mir auch ein: „Warten wir es ab.“ So vergingen mehr als zehn Jahre.
An einem Frühlingsabend im Jahr 2013 trug ich eine Shen-Yun-DVD bei mir, um einer Kollegin, die im dritten Stock eines Wohnhauses wohnte, von Falun Dafa zu erzählen. Als ich aufgeregt an die Tür klopfte, öffnete Kang. Mir wurde sofort klar, dass ich mich vertan hatte. Ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen, lächelte und sagte: „Hallo, Frau Kang! Ich weiß, Sie mögen Musik und Tanz, deshalb habe ich Ihnen eine DVD der weltweit beliebtesten Show mitgebracht.“ Sie begrüßte mich mit einem strahlenden Lächeln, nannte mich bei meinem früheren Titel und bedankte sich. Während sie mich hereinbat, rief sie laut Gangs Namen, um ihm mein Kommen mitzuteilen. An ihren freudigen Gesichtern sah ich, wie gerührt sie von meinem Überraschungsbesuch waren.
Ich begann, über Shen Yun zu sprechen, was uns zum Hauptthema unseres Gesprächs führte. Plötzlich warf Gang ein: „Ich habe ihnen [den Leuten um ihn herum] schon oft gesagt, dass jeder, der etwas Schlechtes über Falun Dafa sagt, definitiv kein guter Mensch ist!“ Ich war verblüfft und sah ihn überrascht an. Er sagte: „Das glauben Sie wohl nicht, oder? Meine Frau und ich sind seit Langem katholisch; wir sind beide gläubig. Die Unterdrückung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ist völlig absurd!“ Da verstand ich, warum mir beide in der Zeit, in der ich verfolgt wurde, Mitgefühl entgegengebracht hatten.
Ich erzählte ihnen vom friedlichen Appell am 25. April 1999, dem inszenierten Selbstverbrennungs-Schwindel auf dem Tiananmen-Platz, wie Falun Dafa weltweit praktiziert wird und von der großen Welle des Austritts aus der KPCh und ihren angeschlossenen Organisationen. Sie hörten aufmerksam zu, während wir darüber sprachen. Obwohl sie damals nicht aus der KPCh austraten, verstanden sie die Wahrheit, lebten nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht und glaubten an die Güte von Falun Dafa. Ich war froh, dass sie ihren Platz in der Welt gefunden hatten. Nachdem wir uns fast eine Stunde unterhalten hatten, stand ich auf, um zu gehen. Sie begleiteten mich höflich zur Tür.
Ich war tief bewegt von der wundersamen Szene, die sich gerade ereignet hatte, weil ich an der falschen Tür geklopft hatte. Wenn ich daran zurückdenke, wie ruhig und gelassen ich angesichts dieser unerwarteten Wendung war und wie natürlich und angemessen ich mein Anliegen erklärte – war das nicht genau die Fähigkeit und Weisheit, die mir mein Meister verliehen hatte? Nach einem knapp 10-minütigen Gespräch verstanden sie nicht nur die wahren Umstände, sondern unser über zehn Jahre andauernder Groll verflog augenblicklich. War das nicht alles eine geschickte Fügung unseres barmherzigen Meisters, der erkannte, dass ich zwar die Aufrichtigkeit besaß, unsere Differenzen beizulegen, mir aber der Mut fehlte, die Initiative zur Versöhnung zu ergreifen? Danke, Meister.
Ich habe einen Untergebenen, Niu, der ein begabter Kalligraf ist und mir großen Respekt entgegenbrachte, weshalb ich ihn sehr schätze – tatsächlich bevorzugte ich ihn. Bei einer Personalumstrukturierung setzte ich mich gegen Einwände durch und sicherte Nius Stelle, wofür er mir sehr dankbar war. Danach sagte er einmal zu mir: „Mein Vater hat mir eingeschärft, Ihre Güte nie zu vergessen!“ Ich hätte nie gedacht, dass er sich gegen mich wenden würde.
Als Falun Dafa unterdrückt und ich verfolgt wurde, war Niu unerwartet der Erste, der den Kontakt zu mir abbrach. Er brach nicht nur den Kontakt ab, sondern behandelte mich auch wie einen Fremden, wenn wir uns auf der Straße begegneten. Am unerträglichsten fand ich seinen öffentlichen Angriff auf mich.
Eines Morgens frühstückten meine Frau und ich an einem langen Tisch auf dem Wochenmarkt. Plötzlich kamen Niu und seine Frau herein. Anstatt sich an andere Tische zu setzen, kamen sie direkt zu uns und setzten sich uns gegenüber. Wir saßen keine fünfzig Zentimeter voneinander entfernt, aber Niu ignorierte uns völlig. Er blickte nicht einmal auf, aß schweigend zu Ende und ging. Meine Frau murmelte wütend: „Snobistische Leute!“
Ich verstand, dass Nius Verachtung mir gegenüber sowohl eine Erklärung seines endgültigen Bruchs mit mir, einem „unbeugsamen Falun-Dafa-Mitglied“, als auch eine öffentliche Demütigung war. Der Schaden, den er mir damit zufügte, war nichts Geringeres, als mich zweimal öffentlich zu ohrfeigen. Ich bedauerte zutiefst, ihn falsch eingeschätzt zu haben; ich hätte nie gedacht, dass er so undankbar sein würde. Warum musste ich in meinem Leben einem solchen Menschen begegnen?
Durch die Lehre des Meisters verstand ich später, dass all dies nicht ohne jeden Grund passiert war. Hatte mir Nius Verhalten nicht geholfen, mich charakterlich zu verbessern? Waren meine frühere Bevorzugung und mein jetziger Groll ihm gegenüber nicht Formen der Zuneigung? Waren sein früherer Respekt und seine Schmeicheleien mir gegenüber und seine jetzige Verachtung nicht hilfreich, um meine Gier nach Ruhm, mein Verlangen nach Anerkennung, mein Bedürfnis nach Würde, meine Eitelkeit und meine Geltungssucht zu erkennen? Als ich mich an die Worte des Meisters erinnerte:
„Vier Gewinne auf einen Schlag“ (Zhuan Falun, 1999, S. 195),
verstand ich vieles, fühlte mich viel leichter und mein Groll gegen Niu schwand. Dennoch konnte ich ihm nicht wirklich danken. Ich erkannte, dass mein Verständnis noch nicht ausreichte, um ihm vollständig zu vergeben; ich hing noch an vielen Dingen fest.
Später gewann Niu eine Goldmedaille bei einem nationalen Kalligrafiewettbewerb und wurde über Nacht zu einem berühmten Kalligrafen. Mein erster Gedanke, als ich die Nachricht hörte, war: „Wow, jetzt ist er ganz oben angekommen, völlig arrogant.“ Doch nach kurzem Nachdenken wurde mir klar, dass ich mich nicht für ihn freute; stattdessen empfand ich Groll und sogar Neid. Wie konnte ich nur so einen starken Neid in mir tragen? Ich schämte mich zutiefst. Ich sagte mir, ich müsse diesen Neid loswerden.
Eines Tages im Jahr 2017 kam Niu plötzlich zu mir nach Hause. Sein Gesicht war gerötet, und er stotterte, als er seinen Grund erklärte. Er wollte meinem Sohn ein Bilderbuch mitbringen, in dem er (Niu) vorgestellt wurde, und zwei wertvolle Kalligrafien. Er bat mich, sie ihm zu überbringen. Danach drehte er sich um und ging. Sein überstürzter Aufbruch überraschte mich erneut, aber mir wurde sofort klar, dass er meinem Sohn gar nichts mitbringen wollte; er wollte sich auf diese Weise bei mir entschuldigen. Ich dachte, nach all den Jahren hätte er vielleicht seine Meinung geändert oder etwas verstanden. Ich fragte mich, wie viel Entschlossenheit und Mut es ihn gekostet hatte, heute zu kommen und sich zu entschuldigen. Es war wirklich bewundernswert.
Wenn ich so darüber nachdenke, war Nius Leben sehr schwer, besonders weil er in so eine unangenehme Lage geraten war und so viel Kritik ertragen musste, um mir bei meiner Entwicklung zu helfen. Ich muss ihm wirklich dankbar sein. Er ist auch für mich eine wichtige Person mit Schicksalsverbindung. In diesem Moment verschwand mein Groll, und ich dachte nur noch, dass auch er es verdient, von Dafa gerettet zu werden. Ich hätte dem Paar sofort die Wahrheit sagen sollen. Aber da er bereits ein Günstling der KPCh war, beschloss ich, abzuwarten und vorsichtig zu sein. Eigentlich hatte ich damals immer noch Angst.
Eines Tages Anfang 2025 ging ich zu einem Wohnhaus, um jemanden zu suchen. Als ich gerade den Code am Sicherheitseingang des Gebäudes drückte, öffnete Niu plötzlich die Tür. Als er mich sah, rief er sofort freudig: „Alter Chef, Sie sind es! Meine Wohnung ist im ersten Stock, bitte kommen Sie herein!“ Mir wurde klar, dass diese zufällige Begegnung von Meister arrangiert worden war.
Das Paar freute sich sehr über meinen Besuch. Sie wussten, dass ich ihnen vergeben hatte, und schenkten schnell Tee ein und servierten Obst. Kaum hatten wir uns hingesetzt, sagte Niu: „Sie haben in den letzten 20 Jahren so viel gelitten! Das ist alles die Schuld dieses alten Bastards Jiang Zemin.“ (Jiang war der ehemalige KPCh-Vorsitzende, der 1999 die Verfolgung von Falun Dafa begann.)
Bevor ich etwas erwidern konnte, schleuderte er einen Schwall von Beleidigungen über Jiang heraus und nannte ihn einen „Krötengeist“, einen „großen Verräter“ und einen „Verräter am Vaterland“. Er fuhr fort: „Wenn man sich anschaut, was er dem Land angetan hat! Selbst nach seinem Tod wird er noch so hochgelobt, als Experte und Militärstratege gefeiert?! War er überhaupt Soldat? Konnte er überhaupt schießen?“
Ich erwiderte: „Sein größtes Verbrechen war die Verfolgung von Falun Dafa.“
Niu erwiderte: „Das weiß ich. Damals waren die anderen Mitglieder des Ständigen Ausschusses des Politbüros mit der Unterdrückung nicht einverstanden.“ Er schien viel zu wissen. Mir wurde plötzlich klar, warum er sich vor Jahren bei mir entschuldigt hatte: Er hatte wohl die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei gelesen oder die wahren Umstände erfahren.
Nachdem ich ihnen von der Petition vom 25. April und dem vorgetäuschten Selbstverbrennungs-Schwindel erzählt hatte, zeigte ich ihnen ein Foto des „Steins mit dem verborgenen Schriftzeichen“. Niu las die Worte „Die Kommunistische Partei Chinas wird untergehen“ und sagte: „So will es der Himmel!“ Daraufhin half ich ihnen, aus den KPCh-Organisationen auszutreten, und gab ihnen Amulette mit Informationen über Falun Dafa.
Niu verabschiedete mich ein gutes Stück vom Gebäudeeingang entfernt. Der über 20 Jahre alte Groll war endlich beigelegt, und wir waren beide sehr erleichtert.
Vor meiner Pensionierung war ich Leiter des Beförderungsausschusses an meinem Arbeitsplatz. Bei einer Beförderungsabstimmung wurde Liang, eine Lehrerin der angeschlossenen Mittelschule, die eigentlich hätte befördert werden sollen, nicht berücksichtigt. Sie weinte bitterlich und beschwerte sich sogar beim Disziplinarausschuss. Danach sprach sie nicht mehr mit mir. Als Leiter des Ausschusses wusste ich, dass das Ergebnis ungerecht war und hätte überprüft werden müssen. Aus Angst, eine andere Bekannte zu verletzen, ließ ich es jedoch dabei bewenden. Als ich später über die negativen Auswirkungen auf Liang nachdachte, schämte ich mich zutiefst. Sie hatte nicht nur keine Gehaltserhöhung bekommen, sondern auch vor ihren Kollegen, Schülern und Verwandten ihr Gesicht verloren. Sie galt im Betrieb als sehr bescheiden. Viele Jahre lang plagte mich das schlechte Gewissen, sie verletzt zu haben.
Nachdem ich die Konsequenzen tragen musste, ignorierte mich Liang, obwohl sie nicht triumphierte. Mir war klar, dass es ihr schwerfallen würde, die Wahrheit zu akzeptieren, wenn ich ihr nicht verzeihen konnte. Ich suchte also immer wieder nach einer Gelegenheit, mich bei ihr zu entschuldigen. Doch jedes Mal, wenn ich sie und ihren Mann traf, wechselte ihr Mann zwar höflich ein paar Worte mit mir, aber sie wandte mir entweder den Rücken zu oder ging einfach weg. So wurde die Entschuldigung immer wieder verschoben.
Ich dachte darüber nach, wie der Meister mich stets beschützt und unzählige alte Konflikte (aus früheren Leben) beigelegt hatte. Um mir bei der Lösung der beiden Konflikte zu helfen, die mich in diesem Leben plagten (wie oben erwähnt), hatte der Meister dafür gesorgt, dass ich zu denjenigen kommen sollte, um sie zu klären. Der Meister hat so viel für mich getan. Ich dachte, dass ich den Meister dieses Mal nicht länger beunruhigen und belasten durfte und auch nicht einfach wieder passiv vor einer Tür stehen konnte. Ich musste meine menschlichen Anschauungen ablegen und offen und ehrlich die Initiative ergreifen, mich bei Liang zu entschuldigen.
Eines Tages im Frühsommer dieses Jahres stand ich vor Liangs Tür. Es gab keinen Aufzug, weshalb ich mich am Treppengeländer festhielt und Stufe für Stufe bis in den siebten Stock hinaufstieg, wo ich an ihre Tür klopfte.
Liang öffnete die Tür und fragte mich kühl, als sie mich sah: „Wen suchen Sie?“ Ich lächelte und sagte: „Ich suche Sie!“ – „Was wollen Sie?“, fragte sie. „Ich möchte mich entschuldigen“, antwortete ich.
Ihr Mann, der mich erkannte, bat mich schnell herein. Nachdem wir uns gesetzt hatten, erzählte ich ihr, wie ich sie vor 30 Jahren wegen der Beförderungsbeurteilung verletzt hatte. Dann entschuldigte ich mich aufrichtig und bat sie um Verzeihung. Sie war etwas aufgewühlt und verlegen und meinte: „Oh, das ist 30 Jahre her und Sie tragen es immer noch mit sich herum … Es ist alles meine Schuld.“ Sie fuhr fort: „Eigentlich habe ich Ihnen das damals zwar etwas übelgenommen, aber ich habe Sie nicht gehasst, weil Sie mir nicht schaden wollten. Es war Herr und Frau (mein ehemaliger Chef), der mir schaden wollte.“
Ich sah sie überrascht an und sie erzählte mir von ihrem Groll gegen ihren ehemaligen Chef und seine Familie, den sie über 40 Jahre zuvor gehegt hatte, als sie in die Firma eingetreten war und sie nebenan in einem Mietshaus wohnten. Dann erzählte sie: „Um sich an mir zu rächen, hat er (ihr ehemaliger Chef) vor der Beförderungsbeurteilung Einfluss auf die Jury genommen. Jetzt ist er verstorben; ich hege keinen Groll mehr gegen ihn.“
Ich erklärte: „Als Vorsitzender des Beurteilungsausschusses hatte ich damals meine eigenen egoistischen Motive und habe es versäumt, die Ihnen widerfahrene Ungerechtigkeit wiedergutzumachen; ich trage die Verantwortung.“ – „Sie hatten nur eine Stimme und konnten die anderen Juroren nicht beeinflussen“, lächelte sie und schlug vor: „Vergessen Sie es, lassen wir das Thema ruhen!“ Als ich hörte, wie sie mir vergab, fühlte ich mich unendlich erleichtert. Auch das Paar lächelte.
Dann eröffnete ich ihnen: „Ich habe Ihnen heute noch etwas viel Wichtigeres mitzuteilen …“ – „Was denn?“, fragten sie gespannt. Ich sagte: „Es geht um das Schicksal.“ Daraufhin erklärte ich ihnen die Fakten über Falun Dafa und die Bedeutung des Austritts aus der KPCh. Sie waren sehr aufgeregt, traten freudig aus den KPCh-Organisationen aus und nahmen ein Falun-Dafa-Amulett an.
Beim Abschied bedankten sie sich immer wieder. Als Falun-Dafa-Praktizierender bin ich über dieses Ergebnis zutiefst dankbar. Ich verstehe ihre Gefühle und Gedanken. Ein über 80-jähriger ehemaliger Vorgesetzter kam, um sich bei seinen ehemaligen Untergebenen für einen Groll aus längst vergangenen Zeiten zu entschuldigen und ihnen gleichzeitig die gute Nachricht zu überbringen.
Der obige Artikel beschreibt, wie ich meine Streitigkeiten beilegte und die Wahrheit ans Licht brachte. Von einem versehentlichen Klopfen an der Tür über die Einladung bis hin zur anschließenden Entschuldigung – ich habe darüber geschrieben, wie ich meinen Charakter nach und nach weiterentwickelt habe. Meine Erfahrungen und die damit einhergehende Charakterverbesserung spiegeln auch mein Verständnis der Lehre des Meisters und meine Dankbarkeit für seine barmherzigen Arrangements wider.