(Minghui.org) Ich möchte ein paar berührende Geschichten von Falun-Dafa-Praktizierenden erzählen, die während ihrer Leiden standhaft geblieben sind und auf ihrem Weg der Kultivierung den Gedanken an Leben und Tod losgelassen haben.
Ein Praktizierender aus einer anderen Stadt wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt. Als er freigelassen wurde, holten wir ihn ab. Mitarbeiter vom örtlichen Büro 610 wollten ihn jedoch wieder mitnehmen. Der Praktizierende hatte sich im Gefängnis mit Tuberkulose angesteckt und spuckte häufig Blut. Die Leute vom Büro 610 wollten ihm keine Haftentlassung zur medizinischen Behandlung oder eine Haftverbüßung außerhalb des Gefängnisses gewähren. Wenn das Büro 610 ihn mitgenommen hätte, wäre das wie eine erneute Verhaftung gewesen. Solche Fälle wiederholter Verfolgung sind häufig. Wir und die Familienangehörigen des Praktizierenden waren mit den Mitarbeitern des Büro 610 nicht einverstanden und so konfrontierten wir die Mitarbeiter einige Stunden lang vor dem Gefängnis, bevor es uns gelang, den Praktizierenden in unser Auto zu bringen.
Der Praktizierende stammt aus einer abgelegenen Bergregion und war einer der wenigen Menschen dort, die es aufs College geschafft hatten, nachdem er bei der College-Aufnahmeprüfung die besten Ergebnisse erzielt hatte. Das College bot ihm nach seinem Abschluss 1999 eine Stelle als Dozent an. Er verlor diese Chance jedoch, weil er das Praktizieren von Falun Dafa nicht aufgeben wollte.
Als er freigelassen wurde, war er Mitte 30. Durch die zehnjährige Haft war er krumm geworden und abgemagert. Als wir seine Notlage sahen, beschlossen wir, ihn nicht in sein Bergdorf zurückkehren zu lassen, damit er weiterer Verfolgung entgehen konnte. Aber er hatte keinen anderen Ort, an den er gehen konnte. Daher beschloss ich, ihn mit zu mir nach Hause zu nehmen.
Das hatte ich aber vorher nicht mit meinem Mann besprochen. Als ich nach Hause kam, sagte ich zu meinem Mann: „Es tut mir leid. Ich habe diesen Mitpraktizierenden mit nach Hause gebracht, ohne das mit dir abzusprechen.“ Mein Mann meinte: „Ich dachte mir schon, dass du ihn mit nach Hause bringen würdest.“ Ich lächelte und war von seiner selbstlosen Haltung gerührt.
Wir räumten ein Zimmer für den Praktizierenden auf und kauften ihm einige Dinge des täglichen Bedarfs und Kleidung. Er spuckte oft Blut, sogar während der Mahlzeiten. Das Büro 610 suchte immer noch nach ihm, deshalb ging er nicht nach draußen. Wir taten unser Bestes, um ihn zu versorgen, und hofften, dass er sich erholen würde. Er blieb bei uns, machte die Übungen und lernte gemeinsam mit uns das Fa. Nach einiger Zeit ging es ihm besser.
Der Praktizierende blieb mehrere Tage bei uns zu Hause. Dann bestand er darauf, nach Hause zu gehen, um uns nicht weiter zu belasten. Nach seiner Rückkehr nach Hause kultivierte er sich standhaft weiter. Er mietete ein Zimmer und half anderen Praktizierenden bei der Reparatur von Computern und Mobiltelefonen und bot ihnen technische Unterstützung an.
Angesichts seiner Bemühungen für andere und seiner schlechten Gesundheit boten ihm Mitpraktizierende an, ihm bei den Lebenshaltungskosten und der Miete zu helfen. Er lehnte alles ab – sogar Geschenke in Form von Waren oder Lebensmitteln und finanzierte seinen Lebensunterhalt durch Gelegenheitsjobs, die er im Rahmen seiner Möglichkeiten ausübte. Gesundheitlich erholte er sich nie vollständig und hustete weiterhin Blut. Irgendwann verlor er unvermittelt das Bewusstsein und erlangte es nie wieder – da war er 41 Jahre alt. Als ich ankam, lag er friedlich auf dem Bett. Die Anwesenden weinten über seinen plötzlichen Tod.
Eines Tages im Jahr 2012 erzählte mir ein Praktizierender, der Praktizierende Ailai sei aus dem Gefängnis entlassen worden und wolle mich sehen. Ich war einverstanden. Ailai suchte mich zu Hause auf und sagte: „Ich möchte eine Weile bei euch wohnen. Ist das in Ordnung?“ Es war in Ordnung für mich.
Ailai war 4,5 Jahre lang inhaftiert gewesen und hatte zuvor fünf Jahre in einem Zwangsarbeitslager verbracht. Im Gefängnis hatte er verschiedene Formen von Folter erlitten, darunter Elektroschocks, brutale Schläge, Schlafentzug und Zwangsernährung. Er war keine Kompromisse eingegangen und hatte sich mutig den Schwierigkeiten gestellt. Nach seiner Freilassung hatte er keine Bleibe. Seine Schwester wagte nicht, ihn aufzunehmen, aus Angst vor Repressalien. Daher war er obdachlos, so kam er in meine Stadt. Seine Frau war zur gleichen Zeit wie er verhaftet und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Nach ihrer Freilassung hatte sie eine Stelle als Reinigungskraft in einem öffentlichen Badehaus gefunden, wo sie nun auch lebte.
Der Praktizierende, der Ailai zu mir gebracht hatte, meinte: „Es tut mir leid. Ich wusste nicht, dass er bei dir wohnen wollte. Er hat mir nichts davon erzählt.“ Ich sagte, das sei in Ordnung, denn wir könnten ihn nicht wieder obdachlos werden lassen. Wir seien ein Körper, der dem Meister dabei helfe, Lebewesen zu erretten. Ich kaufte Ailai ein paar Kleidungsstücke und ließ ihn bei mir wohnen. Wir machten gemeinsam die Übungen und lernten das Fa. Er überstand diese schwierige Zeit, ohne sich um Unterkunft und Verpflegung sorgen zu müssen.
Ailai blieb etwas mehr als zwei Monate bei mir. Er erholte sich und fand eine Arbeit. Später mietete er sich eine Wohnung und kam wieder mit seiner Frau zusammen. Beide sind standhaft in ihrer Kultivierung. Ich bin stolz auf sie und froh, dass ich ihnen helfen konnte.
Wie viele andere Praktizierende habe auch ich Schwierigkeiten erlebt. 1999 sperrte man mich in ein Zwangsarbeitslager und entließ mich aus meiner Arbeitseinheit. Ich wurde gefoltert, unter anderem mit Elektroschocks, Zwangsernährung und wurde mehr als zehn Stunden lang an einen Metallstuhl gefesselt. Zwei Wärter fesselten meine Arme hinter meinem Rücken und zwangen mich, einen Arm nach oben und dann nach vorne zu bewegen. Vor Schmerz verlor ich das Bewusstsein. Sie gossen mir kaltes Wasser über den Kopf, um mich wieder zu wecken. Ich litt unter Gedächtnisverlust und konnte mich nicht mehr an meine Tochter und meinen Mann erinnern.
In der Zeit, als ich inhaftiert war, musste mein Mann arbeiten. Er ließ unsere Tochter oft allein zu Hause. Sie ging abends oft ins Bett, ohne etwas gegessen zu haben. Wenn er spät nach Hause kam, fand er häufig Instantnudeln vor, die zubereitet, aber unberührt geblieben waren, während das Kind in voller Kleidung eingeschlafen war. Kaum im Teenageralter musste unsere Tochter miterleben, wie ihre Mutter von der Polizei abgeholt wurde – dass muss sicherlich traumatisch für sie gewesen sein.
Als meine Tochter in der Mittelschule war, unterrichtete ein Lehrer die Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) anhand eines Lehrbuchs, das nicht der Realität entsprach. Unsere Tochter gab ihrem Lehrer daraufhin ein Exemplar der Neun Kommentare über die Kommunistische Partei. Der Lehrer wagte nicht, es zu lesen, und gab es stattdessen an den Leiter für schulische Angelegenheiten weiter. Das wurde in der Schule groß thematisiert, woraufhin meine Tochter einen schweren emotionalen Schlag erlitt und eine Depression entwickelte, sodass sie nicht mehr zur Schule gehen konnte.
Die Verfolgung von Falun Dafa durch die bösartige Partei verschont nicht einmal Kinder. In Festlandchina hat sich diese Verfolgung längst auf Familien, Verwandte und Freunde ausgeweitet und durchdringt die gesamte Gesellschaft. Unzählige Familien wurden auseinandergerissen, Ehepartner getrennt und Kinder zu Waisen gemacht. Wie viele Kinder wurden ihrer Eltern beraubt, aus der Schule geworfen und dem Schicksal überlassen? Und das alles, weil sie an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht festhielten!
Angesichts der Verfolgung ziehen wir uns nicht zurück. Wir haben keine Angst und keinen Groll, sondern zeigen unsere außergewöhnliche Aufrichtigkeit, Güte und Standhaftigkeit. Mit großer Barmherzigkeit und Nachsicht begegnen wir der unmenschlichen Verfolgung auf friedliche, vernünftige und tolerante Weise.
Wir vergessen unsere Mission unter keinen Umständen, auch nicht angesichts von Schwierigkeiten. Wir sollten fleißig voranschreiten und unser vorgeschichtliches Gelübde erfüllen, während wir dem Meister bei der Errettung der Lebewesen helfen.