(Minghui.org) Zhou Qi war abgemagert, geschwächt und nahezu erblindet, als sie am 12. Mai 2023 aus ihrer dreijährigen Haftstrafe entlassen wurde, zu der sie wegen des Praktizierens von Falun Dafa verurteilt worden war. Sie litt zudem an Bluthochdruck, Myokardischämie (einer verminderten Durchblutung des Herzens) und noch weiteren Symptomen. Die Misshandlungen und die schwere Zwangsarbeit im Frauengefängnis der Provinz Hubei hatten außerdem dazu geführt, dass sich ihre Zähne gelockert hatten. Sie konnte keine harte Nahrung mehr kauen und nur noch Nudeln schlucken.
Die Einwohnerin des Kreises Xishui in der Provinz Hubei, geboren am 23. Juli 1956, konnte sich nicht mehr erholen – sie starb Ende 2025 oder Anfang 2026 im Alter von 69 Jahren.
Mit ihrem Tod endete die jahrzehntelange Verfolgung, die sie aufgrund des Praktizierens von Falun Dafa erleiden musste, obwohl in China das verfassungsmäßige Recht auf Glaubensfreiheit verankert ist. Neben ihrer letzten dreijährigen Haftstrafe hatte sie zuvor ein Jahr Zwangsarbeit geleistet und zwei weitere Haftstrafen von insgesamt neun Jahren abgesessen. Im Folgenden finden Sie eine kurze Zusammenfassung ihrer früheren Verfolgung.
Zhou wurde am 26. Dezember 1999 von Beamten der Polizei des Kreises Xishui festgenommen und 15 Tage lang inhaftiert. Dieselbe Polizeibehörde nahm sie am 30. Oktober 2000 erneut fest und hielt sie weitere 15 Tage in Haft.
Im Januar 2001 wurde Zhou erneut festgenommen und in das Arbeitslager Shizishan in Wuhan (der Hauptstadt der Provinz Hubei) gebracht, um dort eine einjährige Haftstrafe anzutreten.
Am 19. Dezember 2005 wurde Zhou abermals festgenommen. Beamte der Polizei des Kreises Xishui verhafteten sie und brachten sie in die Erste Haftanstalt des Kreises Xishui. Das Kreisgericht Xishui verurteilte sie am 27. März 2007 zu fünf Jahren Haft. Ihre Berufung wurde abgewiesen. Am 23. Dezember 2007 erfolgte ihre Überstellung in das Frauengefängnis der Provinz Hubei.
Nach einer weiteren Verhaftung am 8. August 2012 wurde Zhou von dem Beamten Guo Jianli von der Staatssicherheit des Kreises Xishui (der inzwischen stellvertretender Polizeichef des Kreises Xishui ist) mit Gefängnis bedroht. Das Kreisgericht Xishui hielt am 20. März 2013 eine geheime Anhörung ab, ohne Zhous Anwalt oder Familie zu benachrichtigen. Sie wurde am 9. April 2013 zu vier Jahren Haft verurteilt.
Am 12. Mai 2020 drang der Beamte Guo in Zhous Wohnung ein und verhaftete sie erneut. Das Kreisgericht Xishui verurteilte sie zu drei Jahren Haft, im Frauengefängnis der Provinz Hubei wurde sie brutal gefoltert. Nach ihrer Entlassung im Mai 2023 erholte sie sich nicht mehr und starb zweieinhalb Jahre später.
Frühere Berichte:
Frau Zhou Qi aus Xishui mehrfach gefoltert
Seit 17 Jahren die verheerendste Vertuschung: Die Verfolgung von Falun Gong und der Organraub
A Report on the Persecution of Falun Gong Practitioners in Xishui County, Hebei Province