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Nach drei Jahren Gefängnis steht Falun-Gong-Praktizierender nun erneut vor einer Anklage (Provinz Liaoning)

10. Februar 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Liaoning, China

(Minghui.org) Ein Mann aus Shenyang in der Provinz Liaoning muss sich wegen seines Glaubens an Falun Dafa vor Gericht verantworten.

Kong Gang befand sich am Abend des 9. Dezember 2025 zu Hause, als er Polizisten an seiner Tür klopfen hörte. Er ignorierte das Klopfen, woraufhin die Polizisten einen Schlüsseldienst beauftragten, die Tür aufzubrechen. Zwei Zivilbeamte stürmten als Erste in die Wohnung. Einer von ihnen sagte: „Wir sind hier, um Sie zu sehen.“ Ein anderer Beamter begann, Fotos von der Wohnung zu machen. Keiner der Beamten zeigte seinen Ausweis oder einen Durchsuchungsbefehl.

Kurz darauf trafen sechs weitere Zivilbeamte ein. Auch sie gaben ihre Identität nicht preis und legten keine rechtmäßigen Dokumente vor. Zusammen mit den ersten beiden Beamten durchsuchten sie die ganze Nacht lang Kongs Wohnung. Sie beschlagnahmten seine Schlüssel und sein Portemonnaie sowie 20.000 Yuan (ca. 2.400 Euro) Bargeld und andere Wertgegenstände. Entgegen den gesetzlichen Bestimmungen, stellten sie keine Liste der beschlagnahmten Gegenstände aus.

Insidern zufolge hatten Song Zhenghe (+86-13504972023, +86-13940019795), der stellvertretende Leiter der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Sujiatun, und Beamte der untergeordneten Polizeistation Jiefang Kong tagelang vor seinem Haus observiert, bevor sie ihn festnahmen.

Die Polizisten brachten Kong am nächsten Morgen in das Fallbearbeitungszentrum der Polizeidienststelle des Bezirks Heping. Er weigerte sich, die Vernehmungsprotokolle zu unterschreiben. Am 11. Dezember 2025 wurde er in das Untersuchungsgefängnis des Bezirks Sujiatun verlegt. Tage später stieg sein systolischer Blutdruck auf 220 mmHg (ein normaler Wert liegt bei 120 oder darunter). Die Wärter zwangen ihn, täglich blutdrucksenkende Mittel einzunehmen, damit sie ihn weiterhin festhalten konnten.

Laut Gesetz muss die Polizei die Familie eines Verdächtigen innerhalb von 24 Stunden nach dessen Festnahme benachrichtigen. Kongs Familie wurde jedoch erst am 4. Januar 2026 über seine Festnahme informiert. An diesem Tag bekam seine ältere Schwester eine Vorladung zur Polizeistation Jiefang, wo sie die Haftanordnung unterschreiben sollte.

Die Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Sujiatun übergab den Fall an die Staatsanwaltschaft der Stadt Xinmin, die am 16. Januar 2026 einen formellen Haftbefehl gegen Kong erließ. Seine Familie wurde kurz darauf aufgefordert, den Haftbefehl zu unterschreiben. Xinmin gehört zum Verwaltungsgebiet der Stadt Shenyang.

Kong berichtete seinem Anwalt von der Beschlagnahmung der 20.000 Yuan Bargeld. Der Anwalt gab die Information an die Familie weiter, die daraufhin bei der Polizeistation Jiefang die Rückgabe des Geldes beantragte. Dort wurden sie jedoch an die Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Sujiatun verwiesen, die ihnen die Rückgabe verweigerte.

Die Familie rief daraufhin den stellvertretenden Polizeihauptmann Song an. Dieser behauptete, Kong habe beabsichtigt, Botschaften über Falun Dafa auf das beschlagnahmte Geld zu drucken, weshalb es als Beweismittel von der Polizei einbehalten werden müsse. Kongs Familie fragte, wie Song eine solche Behauptung ohne jegliche Beweise aufstellen könne. Song erwiderte, er werde sich mit seinen Vorgesetzten beraten, um zu klären, ob diese der Rückgabe des Geldes zustimmen würden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Kong aufgrund seines Glaubens verfolgt wurde. Im Jahr 2001 war er zu einer unbekannten Haftstrafe mit Zwangsarbeit verurteilt worden. Während seiner Haft im Zwangsarbeitslager Benxi trat er in den Hungerstreik und wurde zwangsernährt. Der stellvertretende Direktor Wu Gang und der Sekretär Chen Chongwei waren maßgeblich für die Misshandlungen verantwortlich.

Später wurde Kong in das Arbeitslager Tieling verlegt. Er weigerte sich, die Häftlingskleidung zu tragen, woraufhin ihn der Wärter Li Bing und ein Teamleiter mit Elektroschockern folterten, ihn fesselten und ihn zur Strafe stundenlang stehen ließen.

Kong wurde am 3. November 2015 von den Beamten Wang Pu und Chen Mingxu von der Polizeistation Jiefang an seinem Arbeitsplatz verhaftet. Der stellvertretende Polizeichef Wang Pujun leitete am selben Nachmittag eine Razzia in Kongs Wohnung. Die Polizeidienststelle des Bezirks Sujiatun erließ am 8. November einen Haftbefehl gegen ihn und brachte ihn in die Untersuchungshaftanstalt des Bezirks Sujiatun. Das Bezirksgericht Sujiatun verurteilte ihn am 4. Mai 2016 zu drei Jahren Haft, die er im Gefängnis von Benxi absaß.

Kongs erneute Verhaftung traf seine betagten Eltern schwer, die beide im vergangenen Jahr mehrmals im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Früherer Bericht:

Shenyang, Provinz Liaoning: 130 Falun Gong-Praktizierende festgenommen, weil sie Strafanzeige gegen Jiang Zemin erstatteten