(Minghui.org) Ich bin eine junge Falun Dafa-Praktizierende, die er im Jahr 2017 mit der Kultivierung begonnen hat. Im Laufe der Jahre habe ich verstanden, dass das Denken an andere auch bedeutet, an sich selbst zu denken. Ich möchte euch von meinen Erfahrungen berichten.
Ich bin von klein auf mit Falun Dafa aufgewachsen und wusste, dass Falun Dafa gut ist. Daher versuchte ich, mich nach den Prinzipien von Falun Dafa auszurichten, hatte aber noch nicht offiziell mit der Kultivierung begonnen. Als ich mich für die Graduiertenschule bewarb, gab es viele Studenten, die bei Professor Wang arbeiten wollten, der Doktoranden betreute. Nur vier Bewerber schafften es, zu einem Gespräch eingeladen zu werden, aber es war nur eine Stelle frei. Ich belegte im Auswahlverfahren den vierten Platz. Als ich Professor Wang im Vorfeld kontaktierte, teilte er mir mit: „Ich habe mich bereits für den Jahrgangsbesten entschieden.“ Da meine Chancen gering waren, kontaktierte ich weitere Professoren, um nach einer freien Stelle zu fragen. Nur ein Doktorvater war bereit, mir eine Stelle anzubieten. Doch er plante, in diesem Jahr keine Studierende aufzunehmen. Daher bat er mich, mir einen anderen Betreuer zu suchen. Ich kontaktierte Professor Wang erneut, der sehr erfreut war. Er bot mir jedoch zwei Optionen an: Entweder ich studierte bei ihm selbst oder bei einem Masterbetreuer, der dringend einen Studenten benötigte, aber noch keine formale Betreuerlizenz besaß.
Die meisten Studierenden hätten sich für einen Doktorvater mit höherem Prestige, mehr Ressourcen und der Möglichkeit einer anschließenden Promotion entschieden. Mir war jedoch klar, dass dieser Betreuer dringend einen Studenten brauchte, und so entschied ich mich für ihn. Die späteren Ereignisse bestätigten, wie richtig diese Entscheidung war. Da ich seine einzige Studentin war, widmete er mir seine ganze Energie. Während meines Masterstudiums erfüllten die von mir veröffentlichten Arbeiten die Voraussetzungen für die Promotion. Er und seine Frau behandelten mich wie ihr eigenes Kind und kümmerten sich nach Kräften um mich. Wir waren schließlich wie eine Familie.
Später wechselte ich zwar offiziell in ein Promotionsprogramm bei Professor Wang, studierte aber weiterhin bei meinem ursprünglichen Betreuer und schloss meine Dissertation erfolgreich ab. Der Student hingegen, der ursprünglich bei Professor Wang die Bestnote erzielt hatte, hatte Schwierigkeiten, da sein Betreuer sehr beschäftigt war und viele Studenten betreute. Da dem Studenten die nötige Unterstützung fehlte, wandte er sich schließlich an meinen Betreuer, um Hilfe bei der Planung von Experimenten zu erhalten. Er schaffte kaum seinen Masterabschluss und wagte daher nicht, weiter zu promovieren.
Rückblickend erkenne ich, dass es mir letztendlich geholfen hat, zuerst an meinen Betreuer zu denken.
Nach meinem Abschluss stand ich vor einer wichtigen Entscheidung. Die eine Möglichkeit war, an einer regulären Mittelschule in einem mittelmäßigen Schulbezirk mit wenigen Schülern und schwacher Schulkultur zu unterrichten. Die andere Möglichkeit war, an einem renommierten Gymnasium in einem Spitzenbezirk mit exzellentem akademischen Umfeld und internationalem Programm zu arbeiten.
Für die meisten wäre die Wahl klar gewesen. Es wäre definitiv die zweite Option gewesen. Doch nach langem Überlegen entschied ich mich für die Mittelschule. Warum? Der Schulleiter dort war sehr engagiert und wollte die Schule unbedingt verbessern, daher suchte er dringend eine Lehrkraft mit Doktortitel.
Die meisten Schulen schließen Dreijahresverträge ab. Viele neue Lehrkräfte betrachten ihre Stelle als vorübergehende Zwischenstation. Diese Mittelschule bot jedoch einen Zehnjahresvertrag an, der die Lehrkräfte langfristig an sich band.
Meine Arbeitsbelastung war hoch. Zusätzlich zu meinem Hauptfach unterrichtete ich noch Grundschulklassen und übernahm körperlich anstrengende Aufgaben als Laborantin. Viele setzten sich für mich ein, da sie die Situation als unfair empfanden. Ich blieb ruhig und sah es als Chance, mich persönlich weiterzuentwickeln.
Über die Jahre entwickelte sich die Schule rasant. Die Schülerzahlen stiegen und meine Arbeit wurde immer leichter. Nach der COVID-Pandemie führte unsere Stadt ein System zur Entlassung von Lehrern ein, im Grunde eine Form der Personalreduzierung. Schulen mit weniger Schülern drängten ihre Lehrkräfte, die Schule zu verlassen.
Da ich einen langfristigen Vertrag hatte und viele Schüler unterrichtete, war meine Stelle sicher. Sogar der stellvertretende Schulleiter meinte, meine damalige Entscheidung erweise sich im Nachhinein als sehr klug, da nun viele Menschen arbeitslos seien, ich aber eine stabile Position hätte. Ich weiß, dass all dies vom Meister so arrangiert wurde. Weil ich die Schulleitung und die Schule an erste Stelle gesetzt hatte, profitierte ich letztendlich davon.
Ich war ein Jahr lang als schulische Koordinatorin tätig und für die Stundenplanung einer ganzen Jahrgangsstufe verantwortlich. Da die Stundenpläne die persönlichen Interessen der Lehrkräfte betreffen, war dies keine leichte Aufgabe. Jeder Lehrer hatte unterschiedliche Präferenzen. Manche wollten nicht früh morgens unterrichten, andere mussten früh Feierabend machen, manche wünschten sich zusammengefasste Klassen und wieder andere vermieden Montagvormittags- oder Nachmittagsstunden.
Nach mehreren Anpassungen übernahm ich schließlich die unbeliebten Unterrichtszeiten. Ich konzentrierte mich darauf, die Wünsche der anderen zu erfüllen, anstatt auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten. Als der Stundenplan feststand und alle zufrieden waren, sah ich mir meinen eigenen an.
Zuerst machte ich mir Sorgen, dass der Unterricht von vier Kursen im wöchentlichen Wechsel den Lernfortschritt stören und die Laborvorbereitung erschweren würde. Doch als ich meine Kurse markierte, war ich verblüfft. Alle vier Kurse waren perfekt synchronisiert und wechselten reibungslos alle zwei Wochen. Das Arrangement war besser, als wenn ich es absichtlich so gemacht hätte.
Ich erzählte das einer Lehrerkollegin, die weiß, dass ich Falun Dafa praktiziere. Sie fragte mich: „Wie heißen nochmal diese Worte, die du mir früher einmal gesagt hast?“ Ich antwortete: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Sie lächelte und sagte: „Das werde ich jetzt auch mal versuchen.“
Unsere Jahrgangsstufe ist vor Kurzem in ein anderes Stockwerk umgezogen, was einen Büroumzug nötig machte. Die Büros auf den verschiedenen Etagen sind gleich angeordnet. Da ich schon immer in dieser Jahrgangsstufe war, brachte ich meine Sachen einfach von der ersten Etage an den entsprechenden Arbeitsplatz auf der neuen Etage. Da der vorherige Lehrer seine Sachen noch nicht weggeräumt hatte, legte ich meine einfach vorübergehend auf den Boden. Als ich zurück ins Büro kam, sah ich, dass eine andere Lehrerin meinen Platz übernommen und ihre Sachen auf dem Tisch eingeräumt hatte. Plötzlich hatte ich keinen Arbeitsplatz mehr. Eine Lehrerin, die mir sehr nahesteht, wurde ganz nervös und wollte sich für mich einsetzen. Ich bat meine Freundin, nicht für mich zu kämpfen, und sagte, ich könne überall arbeiten.
Ich wurde vorübergehend in einem Büro mit den Musik- und Kunstlehrern untergebracht, später dann in einem Laborbüro, das stark nach Proben roch und schlecht belüftet war. Die Umstände waren unangenehm und die Kommunikation mit meinen Lehrerkollegen gestaltete sich als schwierig, da ich kein WeChat benutze und das Büro weit von der Jahresstufe entfernt lag.
Schließlich bat ich beim stellvertretenden Direktor um einen anderen Arbeitsplatz. Unerwarteterweise wurde ich wieder in das Büro der Musik- und Kunstlehrer versetzt. Jetzt waren nur noch ich und ein Lehrer im Rotationssystem dort und ich konnte die Informationen über die Jahrgangsstufe einfach bei diesem Lehrer erfragen. Normalerweise kommt dieser Lehrer nicht, wenn er keinen Unterricht hat, und die Schüler kommen auch nicht vorbei. Dank einer passwortgesicherten Tür und ungestörter Arbeit kann ich mich hier jeden Tag in Ruhe dem Fa widmen.
Später erfuhr ich, dass das Büro, das ich ursprünglich beziehen sollte, von Mäusen befallen war. Meine Lehrerkollegen sagten: „Zum Glück bist du nicht dort gelandet, denn dein jetziges Büro ist viel besser.“ Ich war dem Meister für sein umsichtiges Arrangement sehr dankbar und erkannte einmal mehr, dass es auch bedeutet, an sich selbst zu denken, wenn man an andere denkt.
Im Laufe der Jahre gab es unzählige ähnliche Erlebnisse. Vielleicht ist dies ein kleines Beispiel dafür, wie wunderbar es ist, zuerst an andere zu denken.
Vielen Dank, verehrter Meister!
Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis der Autorin dar und dient dem Verständnisaustausch.