(Minghui.org) Seit 10 Jahren praktiziere ich Falun Dafa und bin nun 34 Jahre alt. Ich bin unendlich dankbar, Falun Dafa gefunden zu haben und diesen Weg gehen zu dürfen. Deshalb fühle ich mich wie der glücklichste Mensch im gesamten Kosmos.
Als ich erwachsen wurde und mit der Gesellschaft in Kontakt kam, fühlte ich mich zutiefst verwirrt und ratlos. Ich fühlte mich verloren und einsam, wollte aber einen aufrichtigen Weg gehen, um meinem Leben einen Sinn zu geben. Doch ich fand nie Gleichgesinnte, die meine Sicht teilten.
Ich hatte den starken Wunsch, an einer Hochschule zu studieren. Aber die komplizierten zwischenmenschlichen Beziehungen und die ständig wechselnden Rahmenbedingungen erschöpften mich. Ich konnte mich deshalb kaum noch konzentrieren und meine Leistungen verschlechterten sich zunehmend. Als ich im Beruf stand, stellte sich trotz des Lobes meiner Vorgesetzten und meiner gewissenhaften Arbeit eine innere Leere ein. Ich fühlte mich immer orientierungsloser und konnte keinen Sinn im Leben erkennen.
Ich hatte panische Angst, Fehler zu machen und dadurch einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Ständig sorgte ich mich um meinen Ruf und wagte nicht, meine wahren Gedanken preiszugeben. Jeder Tag wurde dadurch anstrengend. Wenn die Zusammenarbeit nicht meinen Erwartungen entsprach und es zu Rückschlägen im Beruf kam, konnte ich es kaum ertragen. Oft weinte ich heimlich auf der Toilette.
Etwa zwei Jahre nach meinem Arbeitsbeginn empfahl mir ein Freund, das Hauptwerk von Falun Dafa, das Zhuan Falun, zu lesen. Das Lesen fiel mir sonst eher schwer, abgesehen von den Lehrbüchern, hinzu kam dass ich über Kultivierung so gut wie nichts wusste.
Doch das Lesen des Zhuan Falun berührte mich tief. Schritt für Schritt begann ich die Zusammenhänge über das Leben und den Kosmos zu verstehen. Mir wurde klar, dass die Menschheit in ein großes Mysterium eingebettet ist und dass es noch weitere Dimensionen gibt. Falun Dafa eröffnete mir eine völlig neue Welt. Das Wort Kultivierung verankerte sich tief in meinem Herzen. Zwar verstand ich damals noch nicht alle Begriffe im Buch, doch ich spürte deutlich, dass Falun Dafa ein echtes, Fa auf hohen Ebenen ist, das den Menschen hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen.
Nachdem ich mit Falun Dafa begonnen hatte, erkannte ich, dass der wahre Sinn des Lebens darin besteht, zum wahren Selbst und zur eigenen Natur zurückzukehren. Endlich hatte ich den Sinn meines Lebens gefunden! Diese Erkenntnis erfüllte mich mit tiefer Zufriedenheit. Ich wusste nun, dass ich in diesem Leben danach streben sollte, mich zu kultivieren, ein besserer Mensch zu werden und mich letztendlich an die Fa-Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht anzugleichen. Das erschien mir als das Heiligste und Sinnvollste überhaupt. Im Vergleich dazu wirkten die alltäglichen Sorgen plötzlich klein und belanglos.
Mit Beginn der Kultivierung wurde mir bewusst, dass Millionen von Menschen in China seit Jahren ebenfalls Falun Dafa praktizierten. Sie sind äußerst gutherzige Menschen, die mitten unter uns leben, praktizieren und die traditionellen Tugenden bewahren. Ich fühlte mich wie in einer Familie mit ihnen verbunden. Die Verleumdungen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) hatten mich einer Gehirnwäsche unterzogen, und ich hatte mich gegen sie gewandt. Als ich die wahren Umstände begriff, schämte ich mich. Ich war ignorant, oberflächlich und nicht fähig gewesen, Recht von Unrecht zu unterscheiden. Umso mehr wünschte ich mir nun, die Schönheit und die wahren Begebenheiten von Falun Dafa mit meiner Familie und meinen Freunden zu teilen.
Zwar litt ich nie an schweren Krankheiten, hatte aber von klein auf mit verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen. Als Kind war ich oft erkältet, hustete viel und hatte Halsschmerzen, die mir das Sprechen erschwerten. Während meines Studiums kamen weitere Beschwerden hinzu. Ich hatte Schnupfen, Bindehaut- und Rachenentzündungen; meine Allergien traten jeden Herbst erneut auf. Im dritten Studienjahr hatte ich wiederholt Atembeschwerden. Oft musste ich nach wenigen Bissen mit dem Essen aufhören, um erst einmal tief Luft zu holen. Eine Untersuchung im Krankenhaus ergab schließlich, dass meine Wirbelsäule verformt war. Daraufhin nahm ich traditionelle chinesische Medizin ein, um die Symptome zu lindern. Nach Beginn meines Berufslebens wurde bei mir eine Brusthyperplasie diagnostiziert. Die Schmerzen waren so stark, dass ich nachts aufwachte.
Erst nachdem ich begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, veränderte sich mein Zustand grundlegend. Der Meister reinigte kontinuierlich meinen Körper und ich fühlte mich zunehmend körperlich und geistig gestärkt. Seitdem benötigte ich weder Medikamente noch musste ich ins Krankenhaus. Ich erlebte, wie es ist, wirklich gesund zu sein und genoss es in vollen Zügen. Selbst bei anstrengender Arbeit war ich nach einer erholsamen Nacht wieder voller Energie. Wenn ich unter Druck stand oder mich seelisch belastet fühlte, genügte es, das Fa zu lernen oder die Übungen zu praktizieren, um neue Kraft zu finden. Ich war erfüllt von Vitalität und Energie.
Vor einigen Jahren begann auch mein Vater Falun Dafa zu lernen. Er las die Falun-Dafa-Bücher und machte die Übungen. Zuvor hatte er an Rheuma, einer Herzerkrankung und Bluthochdruck gelitten. Zudem war ein Stent bei ihm eingesetzt worden. Nach einer solchen Operation ist normalerweise eine langfristige Medikamenteneinnahme erforderlich, was zu Magenblutungen führen kann. Mein Vater reduzierte die Dosis schrittweise. Nachdem er begonnen hatte, Falun-Dafa-Bücher zu lesen, setzte er schließlich die Medikamente ab. Seit mehr als zehn Jahren ist sein Herz in einem ausgezeichneten Zustand.
Anfang 2019 bekam mein Vater allerdings schweres Magenbluten. Mitten in der Nacht erbrach er eine große Menge Blut und erlitt einen Schock. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Während einer Endoskopie kam es erneut zu starkem Bluterbrechen. Sein Blutdruck fiel auf einen lebensbedrohlich niedrigen Stand, sodass er Bluttransfusionen erhielt. Bei der Untersuchung zeigte sich eine Ansammlung eiterähnlichen Materials im Magen. Zunächst plante das Krankenhaus eine Notfalloperation mit einer vollständigen Magenentfernung. Aufgrund seines geschwächten Zustandes nach dem massiven Blutverlust und den damit verbundenen Risiken wurde die Blutung jedoch vorerst mit Klemmen gestoppt.
Einige Tage später ergaben eine weitere Endoskopie und eine Biopsie die Diagnose Magenkrebs. Die Ärzte empfahlen wieder eine vollständige Entfernung des Magens. Am Abend vor dem geplanten Eingriff, als wir die Einverständniserklärung unterschrieben, erklärte uns der Arzt, dass neben dem gesamten Magen auch die Gallenblase entfernt werden müsse. Als meine Mutter das hörte, zögerte sie. Mein Vater entschied sich schließlich gegen die Operation und kehrte nach Hause zurück.
Da wir weiterhin besorgt waren, brachten wir ihn zu einer weiteren Untersuchung nach Peking. Der dortige Chirurg prüfte die bisherigen Befunde und erklärte, dass eine Operation zwar notwendig erscheine, zunächst jedoch eine Kontrollgastroskopie durchgeführt werden müsse.
Am Abend vor dieser Untersuchung praktizierte ich die Falun-Dafa-Übungen. Mein Vater war zwar noch etwas geschwächt, schaffte aber dennoch einige Übungen zu machen und lernte das Fa.
Die dritte Gastroskopie fand nur eine Woche nach der zweiten statt. Sie zeigte, dass die Wunde sehr gut verheilt war. Die Pusteln waren nicht mehr sichtbar, nur noch ein Geschwür war zu sehen. Der übrige Bereich zeigte eine glatte, unauffällige Oberfläche. Der Biopsie-Befund lautete: „Keine Krebszellen nachweisbar.“
Mein Mann brachte die Laborergebnisse und Proben persönlich zum Leiter der Pathologie. Nach sorgfältiger Prüfung sagte dieser: „Alles in Ordnung!“ Meine Mutter weinte vor Erleichterung. Verwandte und Freunde riefen erstaunt: „Was für ein Glück! Das ist wirklich ein göttlicher Segen!“
Mein Vater erholte sich schnell, und alle sagten, er sehe gesund aus. Ich wusste, dass all dies dem barmherzigen Schutz des Meisters zu verdanken war. Mein Vater ist heute außer Gefahr und in Sicherheit.
Auch meine Mutter, obwohl sie nicht Falun Dafa praktiziert, ist selten krank. Sie hat kaum Kopfschmerzen oder Erkältungen und benötigt weder Medikamente noch Spritzen.
Es war so, wie der Meister sagt:
„Habe ich nicht gesagt, dass die ganze Familie davon profitiert, wenn ein Mensch sich kultiviert?“ (Die Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Australien, 02.–03.05.1999)
Ich glaube fest an das Fa und kann meine Dankbarkeit für die Gnade des Meisters nicht in Worte fassen.
Nachdem ich die Kultivierung im Falun Dafa aufgenommen hatte, veränderte ich mich körperlich und geistig. Ich erlebte die Schönheit der Kultivierung und jeder Tag war erfüllend. Mit der fortschreitenden Kultivierung wurden die Konflikte in meinem Leben immer intensiver. Allmählich entwickelte sich mein intuitives Verständnis zu der Erkenntnis, was Kultivierung wirklich bedeutet.
Zwei Jahre nach Beginn des Praktizierens lernte ich meinen zukünftigen Mann kennen. Ich war in der Provinzhauptstadt aufgewachsen, behütet von meinen Eltern und geliebt von Verwandten und Freunden. Als hervorragende Schülerin wurde ich an einer renommierten Universität in Peking aufgenommen und blieb nach meinem Abschluss in Peking, um zu arbeiten. Mein Mann hingegen war auf dem Land aufgewachsen und haatte dort die Schule besucht. Seine Eltern hatten nur eine geringe Schulbildung. Wir waren uns zufällig begegnet. Nach einigen Jahren erkannte ich, dass er aufrichtig, besonnen und talentiert war. Er unterschied sich von den meisten Menschen, die ich kannte, und so trafen wir uns.
Bevor ich ihn traf, hatte ich nur selten Konflikte mit anderen. Abgesehen von gelegentlichen Meinungsverschiedenheiten mit meinen Eltern war ich stets höflich und zuvorkommend. Ich war überzeugt, andere gut zu behandeln und wurde im Gegenzug auch gut behandelt. Deshalb nahm ich ganz selbstverständlich an, dass mein Verhalten anderen gegenüber richtig war. Ich erwartete, dass mein Mann mich ebenfalls gut behandeln würde, wie alle anderen auch. Er jedoch bezeichnete mich als „selbstgerecht“ und „egozentrisch“.
Zu Beginn erkannte ich nicht, dass diese Situationen Gelegenheiten zur Selbstreflexion und Erhöhung meiner Xinxing waren. Ich beharrte auf meinem Standpunkt, war überzeugt, im Recht zu sein, und fühlte mich von anderen verletzt. Rückblickend sehe ich, dass dieses Bedürfnis, anderen meinen Willen aufzuzwingen und stets Recht zu behalten, aus der Parteikultur stammte, ohne dass mir das bewusst war.
Durch das Fa-Lernen erkannte ich nach und nach, dass ich nicht so gut war, wie ich geglaubt hatte. Mir wurde klar, dass ich vor allem darin geübt war, den äußeren Schein zu wahren. Aus Angst, nicht verstanden und akzeptiert zu werden, wagte ich nicht, meine Meinung zu äußern. Ich wollte mich schützen und Konflikte vermeiden, indem ich zu allen höflich blieb und schwieg. Das geschah nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Furcht vor Auseinandersetzungen.
Mit dem Eintritt meines Mannes in mein Leben begann meine erste enge Beziehung zu einem Menschen außerhalb meiner Familie und meine verborgenen Probleme traten zutage. Allmählich lernte ich, mich zu öffnen, meine wahren Gedanken auszudrücken und aufrichtig zu kommunizieren. Ich begann, meine Überheblichkeit und meinen Selbstschutz loszulassen und mich aufrichtig um andere zu kümmern. Dabei wurde ich innerlich ruhiger und entspannter. Zum ersten Mal erlebte ich, wie befreiend es ist, wirklich nach innen zu schauen.
Als wir über ein Jahr zusammen waren und über Heirat sprachen, schrieb mir seine Mutter: „Wir möchten, dass unser Sohn in seiner Heimatstadt bleibt. Wenn du ihn heiraten willst, musst du in unseren Landkreis ziehen, sonst solltet ihr nicht zusammen sein.“ Diese Worte waren für mich sehr schwer zu akzeptieren.
Gleichzeitig fiel es mir aber auch schwer, meine Gefühle für ihn loszulassen. Nach einem langen und schmerzhaften inneren Ringen traf ich schließlich die Entscheidung, die selbst von meiner Familie und meinen Freunden nicht unterstützt wurde. Ich verließ Peking, wo ich fast zehn Jahre studiert und gearbeitet hatte, und zog in seine Heimatstadt.
Wir lebten zunächst bei seinen Eltern in ihrem alten, damaligen Haus auf dem Land. Es war einstöckig, dadurch recht dunkel und die Wände waren schwarz verfärbt. An vielen Stellen blätterte der schimmlige Putz ab und bei feuchtem Wetter fiel er dann ab. Die Einrichtung wie Lampen, Schiebetüren und Schranktüren waren beschädigt. Die Küche war vollgestopft mit alten, schon seit Langem nicht mehr benutzten Töpfen und Pfannen; alles war fettig und voller Kakerlaken.
Als Falun-Dafa-Praktizierende wusste ich, dass ich Ansehen, Eigennutz und Sentimentalität ablegen sollte. Daher betrachtete ich meine Ehe als Umfeld für meine spirituelle Kultivierung und als Gelegenheit, mich zu erhöhen.
Sowohl die Großmutter meines Mannes als auch meine Großmutter mütterlicherseits verwöhnten mich stets mit ihren besten Leckereien. Wenn es seiner Großmutter nicht gut ging, spielte ich ihr Videos von Mitpraktizierenden vor, darunter auch Lieder, die ihr sehr gefielen.
Mein Mann und meine Schwiegereltern gingen früh zur Arbeit und kehrten spät nach Hause zurück. Meist erledigte ich alle Einkäufe, kochte und wusch die Wäsche. Manchmal, wenn ich abends noch in meinem Zimmer arbeitete, hörte ich, wie meine Schwiegereltern nach Hause kamen und sich beschwerten, dass kein warmes Wasser bereitstand, das Haus nicht geputzt oder die getrocknete Wäsche nicht hereingeholt worden sei. Häufig kontrollierten sie auch die Küche, um zu prüfen, ob ich eingekauft hatte. Sie hielten Essen von außerhalb für unhygienisch und untersagten uns deshalb, auswärts zu essen. Mit der Zeit fühlte ich mich stark unter Druck gesetzt.
Ich war jung, hatte aber kein eigenes Leben. Ohne Rücksicht auf meine Gefühle zu nehmen, sagten sie ständig, ich solle ihren Dialekt lernen, ihre Art des Kochens übernehmen und die Arbeit meines Mannes unterstützen. Innerlich war ich überzeugt, dass meine Familie, meine Ausbildung, mein Beruf und meine Lebenserfahrung denen meines Mannes überlegen waren. Doch meine Schwiegermutter sagte immer wieder: „Folge deinem Mann, wohin er auch geht.“ Das konnte und wollte ich nicht akzeptieren!
Ich stellte mir die Frage: „Willst du ein bequemes Leben oder willst du dich durch Entbehrungen weiterentwickeln?“ Diese Frage war tiefgreifend und schmerzhaft ehrlich. Mir wurde bewusst, dass all meine Wünsche aus Begierde und Egoismus entstanden. Das Streben nach Eigennutz und nach einem besseren, komfortableren Leben war genau das, was ich ablegen musste. Sie widersprachen den Anforderungen an meine Kultivierung.
Ich erkannte meinen Neid, mein Streben nach Bequemlichkeit und Ansehen sowie meinen Groll gegenüber meinen Schwiegereltern. Daraufhin begann ich, mein Ego loszulassen und andere nicht länger nach meinen eigenen Maßstäben zu beurteilen. Stattdessen versuchte ich, ihre Sichtweise einzunehmen, ihre Sorgen und Schwierigkeiten zu verstehen und ihnen mehr Verständnis entgegenzubringen.
Mir wurde klar, dass ich nur mit einem reinen Herzen wirklich liebevoll sein konnte – das erst ist wahre Güte. Was ich zuvor nach außen hin getan hatte, entsprang der Sentimentalität, einer Form des Egoismus, die auf Gegenleistung hofft und erwartet, gut behandelt zu werden. Wenn meine Erwartungen enttäuscht wurden, war ich verbittert. Zudem sehnte ich mich nach Anerkennung und Lob von meinen Schwiegereltern und fürchtete ihre Kritik, wenn ich ihren Vorstellungen nicht entsprach. Das war keine wahre Gutherzigkeit. Mein Fokus lag immer auf mir selbst, deshalb war ich nicht barmherzig. Als ich verstand, wie ich meinen Schwiegereltern richtig begegnen sollte, fühlte ich mich innerlich viel leichter.
Im vorletzten Winter renovierten sie ihr Haus auf dem Land und zogen dorthin. Dadurch entspannte sich mein Lebens- und Arbeitsumfeld deutlich. Ich gewann mehr Zeit und Raum für mich. Früher hatte ich keine klare Vorstellung davon, was „Schwiegereltern haben“, „die eigene Familie“ oder „weit weg heiraten“ bedeuteten. Mir war gar nicht bewusst gewesen, dass ich „weit weg heiratete“. Erst nach einigen Jahren Ehe begann ich allmählich zu begreifen, mit wie vielen Herausforderungen ich konfrontiert war.
Als mein Mann und ich damals in unsere jetzige Heimatstadt zurückkehrten, begann er, an einer Mittelschule in einer ländlichen Gegend zu unterrichten. Kurz nach Schuljahresbeginn wurde eine Lehrerin versetzt, sodass eine Stelle frei wurde. Der Schulleiter bat mich einzuspringen, da ich über einen Hochschulabschluss in diesem Fach verfügte. Ich war sehr dankbar für diese Gelegenheit, die mir eine Tätigkeit in einem völlig neuen Umfeld ermöglichte.
Im Unterricht ermutigte ich die Schüler, aufrichtig, gütig und tolerant zu sein. Ich wollte ihre Barmherzigkeit wecken und erklärte ihnen, weshalb Atheismus falsch ist.
Mein Mann und ich wohnten unter der Woche in der Schule und kehrten nur an den Wochenenden nach Hause zurück. Über zwei Jahre hinweg arbeitete ich als Vertretungslehrerin und übernahm den Unterricht, wenn die Lehrerinnen in den Mutterschaftsurlaub gingen. Nach deren Rückkehr war ich jeweils wieder arbeitslos. Mein Honorar als Vertretungslehrerin betrug etwa 1.000 Yuan (etwa 120 Euro) im Monat, deutlich weniger als mein Gehalt in Peking. Doch als ich mein Streben nach Ansehen und materiellen Gewinn losließ, empfand ich dennoch große Zufriedenheit. Im ersten Halbjahr 2019 verschlechterte sich der Gesundheitszustand meines Vaters, sodass ich zu meinen Eltern zog und meine Lehrtätigkeit aufgab. Nachdem mein Mann dort drei Jahre unterrichtet hatte, wurde er an eine Schule in unserem Landkreis versetzt.
Durch Zufall stieß ich online auf eine passende Stellenanzeige. Nach einem Bewerbungsgespräch per Internet wurde ich eingestellt. So erhielt ich eine feste Anstellung mit einem guten Einkommen. In dieser Position konnte ich meine beruflichen Fähigkeiten voll entfalten. Der flexible Arbeitsort kam mir sehr entgegen. Alles, was ich benötigte, waren lediglich ein Computer und ein Internetzugang. Das war äußerst praktisch, da ich nun ausreichend Zeit hatte, das Fa zu lernen und die Übungen zu praktizieren. Auch Besuche bei meinen Eltern ließen sich problemlos mit meiner Arbeit vereinbaren.
Falun Dafa eröffnete mir neue Weisheit. Daher fiel mir die Arbeit sehr leicht und ich machte rasche Fortschritte. Der barmherzige Meister hat unseren Kultivierungsweg arrangiert. Wir brauchen uns nur um unsere eigene Kultivierung zu kümmern. Der Meister ist wahrhaft großartig!
Ich hatte zudem das Glück, an einem Projekt für Falun Dafa mitwirken zu können, und war für das Redigieren und Korrekturlesen zuständig. Auch das Überarbeiten von Artikeln ist ein Prozess der Selbstkultivierung. Bereits früher hatte ich geschrieben. Doch als ich nach Beginn der Kultivierung wieder damit begann, merkte ich, dass alles anders war. Meine bisherigen Erfahrungen, Methoden und Fähigkeiten schienen nun nicht mehr zu greifen. Es fühlte sich an, als würde ich noch einmal ganz von vorn beginnen.
Wenn mein Kultivierungszustand nicht gut war, fiel mir das Schreiben schwer. Manchmal überarbeiteten Mitpraktizierende meine Texte. Wenn ich sah, wie klar und prägnant sie formulierten, wurde mir bewusst, dass ich mich erhöhen musste. Ich erkannte, dass der Gehalt meiner Texte unmittelbar von meinem eigenen Kultivierungszustand und der Ebene meiner Xinxing abhängt.
Danke, verehrter Meister! Danke, Falun Dafa! Falun Dafa hat mein Herz mit Licht erfüllt!