(Minghui.org) Ich begann 1996 zusammen mit meinen Eltern, Falun Dafa zu praktizieren. Als Kind hatte ich oft Kopfschmerzen und war deshalb oft beim Arzt. Als ich 1998 in der ersten Klasse der Mittelschule war, hatte ich starke Kopfschmerzen und Fieber, sodass ich zwei Wochen lang zu Hause bleiben musste. Als ich benommen vor Fieber im Bett lag, las meine Mutter mir das Fa vor. Danach hatte ich nie wieder Kopfschmerzen, war nicht mehr krank und brauchte keine Medikamente mehr.
Jiang Zemin leitete 1999 die Verfolgung von Falun Dafa ein. Meine beiden Eltern wurden verfolgt. Lange Zeit waren meine Eltern unrechtmäßig in einer Gehirnwäsche-Einrichtung eingesperrt, sodass meine Schulausbildung durcheinandergeriet. Ich verbrachte im Grunde genommen drei Jahre meiner Mittelschulzeit damit, Romane zu lesen. Im dritten Jahr der Mittelschule wurde mein Rücken krumm, weil ich im Unterricht lange Zeit auf dem Tisch gelegen und Romane gelesen hatte.
Als ich die Mittelschulabschlussprüfung ablegte, gehörte meine Punktzahl zu den niedrigsten in der gesamten Region. Zu diesem Zeitpunkt waren meine Eltern aus der Haft zurückgekehrt und begannen, sich um meine schulischen Leistungen zu kümmern, aber es war zu spät. Mein Lehrer meinte, ich hätte keine Chance mehr, auf die Oberschule zu gehen.
In den Sommerferien nach meinem Mittelschulabschluss las ich das Zhuan Falun. Und das war das erste Mal, dass ich es wirklich las. Ich begann abends damit und schlief in dieser Nacht nicht. Am nächsten Tag hatte ich das ganze Buch durchgelesen. Ich fand das Buch so gut und mein Buckel richtete sich an diesem Tag auf wundersame Weise auf. Von da an war ich entschlossen, weiter zu praktizieren.
Während der Sommerferien hatte auch meine Mutter das Gefühl, dass ich kaum Hoffnung hatte, auf die Oberschule zu kommen. Sie forderte mich nicht mehr auf, für die Schule zu lernen, sodass ich die gesamten Ferien über das Fa lernte. Danach kehrte ich auf die Mittelschule zurück. Ich stellte fest, dass ich mit dem Unterricht mithalten konnte. Alles, was ich in den letzten drei Jahren nicht gelernt hatte, schien in meinem Kopf zu sein. Bei einer monatlichen Prüfung einen Monat nach Schulbeginn war ich in allen Fächern der Beste. Mein Lehrer war erstaunt. Ein Jahr später wurde ich, wie ich es mir gewünscht hatte, in eine Leistungsklasse der Kreisoberschule aufgenommen und später erfolgreich an der Universität zugelassen. Danach veränderte sich mein Leben.
Nach meinem Universitätsabschluss bekam ich eine Arbeitstelle in einer Stadt. Ich begann, mich den Herausforderungen eines unabhängigen Lebens zu stellen. Ich fing auch damit an, meine Xinxing wirklich zu kultivieren.
Seit meiner Kindheit hatte ich mich sehr um mein Ansehen gesorgt. Ich arbeite für einen Leiter eines staatlichen Unternehmens. Er ist ein schlecht gelaunter Mensch, der ein loses Mundwerk hat und strenge Arbeitsanforderungen stellt. Um seiner Kritik zu entgehen, überlegte ich mir oft selbst, wie ich etwas tun sollte, anstatt ihn direkt zu fragen. Das machte meine Arbeit schwierig. Ich dachte darüber nach zu kündigen.
Diese Situation dauerte etwa ein Jahr lang an. Ich erkannte, dass das nicht richtig war, denn manchmal log ich, um nicht beschimpft zu werden. Ich begann, nach innen zu schauen. Ich dachte darüber nach, warum ich mich so ungern mit meinem Vorgesetzten auseinandersetzte und warum ich Angst hatte, dass er mich zurechtweisen würde. Der Grund war, ich wollte keine unangenehmen Worte hören, weil ich dadurch mein Gesicht verlieren würde und meine Kollegen, die das hörten, mich für einen Versager halten würden. Wenn ich manchmal auf ein Problem stieß, war mein erster Gedanke, eine Ausrede zu finden oder sogar zu lügen, um meine Fehler zu vertuschen, nur um nicht gerügt zu werden und mein Gesicht zu verlieren.
Ich erkannte meine Anhaftung an Ruhm, aber wie konnte ich sie loswerden? Ich dachte: „In erster Linie bin ich ein Kultivierender und sollte daher ehrlich sein und nicht lügen. Ich sollte die Wahrheit sagen.“ Aber das war schwierig, denn wenn ich meine Fehler direkt zugab, würde mich die andere Partei mit Sicherheit zurechtweisen.
Als Praktizierender sollte ich die Angst vor Kritik loswerden, dachte ich. So fing ich an, die Angst innerlich abzulehnen und jedes Mal, wenn ich einen Fehler machte, sagte ich nichts Falsches mehr.
Ich hörte auf zu sagen: „Die Situation war damals … “ oder „Es ist passiert, weil … “ Ich fing an zu sagen: „Ich habe einen Fehler gemacht …“, ohne Ausreden zu suchen, und dann einfach und klar meinen Fehler einzugestehen. Ich erinnere mich noch gut daran, als ich zum ersten Mal auf diese Weise einen Fehler zugab. Ich hatte vergessen, dem Leiter etwas zu melden, woraufhin er mich wütend anrief. Ich biss die Zähne zusammen und sagte: „Ich habe einen Fehler gemacht, das war meine Nachlässigkeit. Ich habe vergessen, es Ihnen zu sagen.“ Nachdem ich ein paar einfache Antworten gegeben hatte, wartete ich ruhig auf seine Zurechtweisung. Er schien verblüfft zu sein, hielt eine Weile inne und sagte dann: „Pass das nächste Mal besser auf.“ Dann legte er auf.
Endlich hatte ich diese Prüfung bestanden. Und dann passierten mehrere ähnliche Dinge. Der Leiter machte einmal selbst einen Fehler und rief mich an, um mich zu tadeln. Ich hielt mich zurück und nutzte dies als Gelegenheit, mich zu verbessern. Später fand er heraus, dass es sein Fehler gewesen war und entschuldigte sich höflich bei mir. Seitdem vertraut mir dieser Leiter sehr.
Bevor ich in die Stadt kam, lebte ich bei meinen Eltern und hatte nicht viele Ausgaben. Ich hatte gedacht, dass ich nicht besonders an persönlichen Interessen hing. Als ich in die Stadt kam, um zu arbeiten, stellte ich fest, dass dies nicht der Fall war. Oftmals, wenn es Konflikte um persönliche Interessen gab, fühlte ich mich unwohl. Wir füllten die Erstattungsformulare oft selbst aus. Ich wusste, dass manche Kollegen Dutzende Yuan mehr als nötig beantragten. Da ich den unmittelbaren Vorteil sah, suchte ich manchmal, obwohl ich wusste, dass ich es nicht tun sollte, Ausreden für mich selbst, um mehr Erstattung zu erhalten, als ob daran nichts Falsches wäre.
Als ich später einen Antrag auf Erstattung einreichte, dachte ich darüber nach und kam zu dem Schluss, dass es nicht richtig war, mehr zu beantragen. Wenn ich etwas bekam, das mir nicht zustand, wie konnte ich mich dann als Kultivierenden bezeichnen? Ich dachte, dass ich meine Anhaftung an Geld wirklich loswerden musste. Ich begann, diese Anhaftung abzulehnen. Manchmal beantragte ich weniger Erstattung, um sicherzustellen, dass ich nicht etwas bekam, das mir nicht zustand. Wenn es jetzt zu Konflikten um Eigeninteressen kommt, achte ich darauf, dass ich Rücksicht auf andere nehme. Ich hänge nicht daran, etwas zu gewinnen.
Da ich ernsthaft und sorgfältig gearbeitet hatte, eine hervorragende Erfolgsbilanz vorweisen konnte und gute Beziehungen zum Leiter des staatlichen Unternehmens hatte, erhöhte mein Vorgesetzter vor zwei Jahren mein Arbeitspensum erheblich. Ich fing an, Wut gegenüber dem Unternehmen und meinem Vorgesetzten zu empfinden – man kann mich nicht zwingen, härter zu arbeiten, nur weil ich gute Arbeit leiste. Ich wusste, dass es nicht richtig war, wütend zu sein, aber ich konnte einfach nicht darüber hinwegkommen.
Ich begann, Überstunden zu schwänzen. Ich wurde weniger verantwortungsbewusst. Eines meiner großen Projekte wurde beanstandet, was zu Konflikten zwischen einem anderen staatlichen Unternehmen und meiner Firma führte. Da ich dabei starken Groll hegte, dachte ich, dass die Firma meine Arbeitsbelastung nicht berücksichtigt hatte, als dieses Problem auftrat, was mich zu Fehlern in meiner Arbeit veranlasste. Dieses Problem führte dazu, dass das Geschäft der Firma in eine Krise geriet, die fast zum Verlust eines großen Kunden führte.
Eines Tages fing ich an, nach innen zu schauen und mich als Kultivierenden zu betrachten. Aber aufgrund meines Grolls wollte ich nur ungern akzeptieren, dass ich Unrecht gehabt hatte, bis ich feststellte, dass das Unternehmen aufgrund meines Grolls in solche Schwierigkeiten geraten war, dass alle Mitarbeiter einer Abteilung kurz davor standen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Ich beschloss, diesen Groll loszuwerden.
Ich lehnte den Groll in meinem Innern immer wieder ab. Ich versuchte, den Anforderungen an einen Praktizierenden zu folgen, keinen Groll zu hegen, und versuchte, aus der Perspektive des Vorgesetzten und des Unternehmens zu denken. Ich überlegte mir eine Lösung und rief den Vorgesetzten an, um ihm meinen Plan zur Lösung des Problems mitzuteilen. Erstaunlicherweise war er auf die gleiche Idee gekommen, und so setzten wir unseren Plan um. Wir dachten zunächst, dass wir bestenfalls etwas Druck abbauen könnten und es sehr schwierig sein würde, unseren Kunden zu halten. Unerwarteterweise kehrte nur wenige Tage später alles zur Normalität zurück, als wäre in den letzten sechs Monaten nichts passiert. Auch mein Groll war vollständig verschwunden.